Aktuelle Empfehlungen

Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen, gegliedert nach Monaten. Wenn Sie uns auf interessante Veröffentlichungen hinweisen möchten, senden Sie uns gern eine E-Mail an empfehlungen@multipolar-magazin.de.

Empfehlungen von August 2020

GlobKult: Zweite Welle – Auszug: "Niemand kann wissen, ob die Berliner Demonstranten die Mehrheitsgesellschaft abbilden. (…) Festgehalten zu werden verdient jedoch die Wahrnehmung, dass die überwältigende Mehrheit der Demonstranten nach Alter, Geschlecht, bekundeter Meinung und – aggressionsfreiem – Verhalten zum Spektrum der 'ganz normalen Leute‘ gerechnet werden durfte: einer Spezies also, von der man demnach ohne großes Risiko behaupten darf, sie sei müde der Diskrepanz zwischen politisch-medialer Panikmache und den allmählich in die Köpfe einsickernden Informationen über das Virus samt Test- und Auswertungspraxen, entsprechend missvergnügt über die offensichtliche Irrationalität der getroffenen Maßnahmen und die damit einhergehenden Einbußen an Lebensqualität und ökonomischer Prosperität. Es sind dies Leute, die von Angstschürern für dumm verkauft werden und nicht länger für dumm verkauft werden wollen. Wer das neue Buch des Mikrobiologen Bhakdi in den Händen dieser Leute gesehen hat, der ahnt, dass hier eine neue Volksbibel umläuft, deren Leser darauf bestehen werden, in einer naturwissenschaftlich informierten und faktenbasiert entscheidenden Republik zu leben und nicht in einem angstflatternden Hühnerstall, in dem Vokabeln wie 'Covidioten‘ und 'Coronaleugner‘ den Ton vorgeben und, allen Aufklärungsseiten im Netz zum Trotz, aufgewirbelter Schmutz an die Stelle von Argumenten getreten ist. (…) Es fällt nicht schwer, der Republik einen unruhigen Herbst vorauszusagen.“

Empfehlungen von Juli 2020

Computerwoche: Interview mit Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher (2009): "Eigentumsfragen sind entscheidend, aber auch komplex. Nehmen Sie Bill Gates. Bill Gates wird nicht von anderen gesteuert, er steuert selber. (…) Natürlich hätte Microsoft ein großes Interesse daran, wenn es über eine – sagen wir einmal – oligopolistische Heirat zwischen Wirtschaft und Staat letztlich die Konkurrenz ausschalten könnte. Das ist oft das heimliche Ziel. (...) Es gibt einflussreiche Akteure, die auf eine extrem asymmetrische Gesellschaft hinsteuern und die Umverteilung nach oben (...) vorantreiben. Diese Akteure mögen kein offenes Internet. Das brauchen Sie hingegen, wenn Sie eine reiche Welt für möglichst viele Menschen anstreben. (…) Wenn das aber gar nicht Ihr Ziel ist, haben Sie eine andere Ökonomie im Sinn: klare Trennung von oben und unten, unterschiedliche Rechte auf verschiedenen Ebenen und permanente Kontrolle. (…) Wenn Sie mit einem geringen Prozentsatz der Weltbevölkerung die weltweiten Prozesse kontrollieren wollen, müssen Sie dafür sorgen, dass etwa 80 bis 90 Prozent der Menschen auf diesem Globus vergleichsweise arm bleiben. (…) Darum sprechen wir auch von einer Refeudalisierung. (…) Es gibt aus meiner Sicht drei Möglichkeiten für die Zukunft: die der Brasilianisierung, der ich eine 50-prozentige Chance gebe, die des öko-sozialen Ausgleichs, die Chance liegt bei etwa 35 Prozent, und die des ökologischen Kollaps mit schwer absehbaren Folgen. Wahrscheinlichkeit: etwa 15 Prozent."

Telepolis: MH17-Prozess – Gericht gewährt Verteidigung weitere Zeugenanhörungen und Untersuchungen. Das von der Staatsanwaltschaft vertretene Buk-Szenario bleibt offen, das Gericht fordert erneut Satellitendaten aus den USA, will aber russische Militärs nicht hören. – Auszug: "Abgelehnt wurde die Vernehmung des russischen Generalmajors Igor Konashenkov und anderer Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Auffällig ist etwa, was John Helmer herausgearbeitet hat, dass das JIT und die Staatsanwaltschaft nicht erklärt haben, wo, wann und von wem die als Beweismittel vorgelegten Buk-Teile gefunden wurden, die belegen sollen, dass MH17 von einer Buk-Rakete abgeschossen wurde. Auf die Erklärungen des russischen Militärs, dass die auf dem Buk-Teil zu sehende Nummer darauf verweist, dass die Rakete 1986 an das ukrainische Militär geliefert worden sei und niemals nach Russland zurückkam, wurde vom JIT nicht eingegangen. In der Regel werden russische Einwürfe als Desinformation oder Fake behandelt und schon damit ohne Begründung abgewiesen oder totgeschwiegen. (…) Verwunderlich bleibt auch, warum die Verteidigung nicht fordert, dass der Privatermittler Josef Resch seine Informationen über den Abschuss vorlegt, für die immerhin ein Interessent viele Millionen gezahlt hat. Seine Bedingung ist, dass er sie unter Anwesenheit von Medien präsentieren kann. Das sollte in einem öffentlichen Prozess eigentlich kein Problem sein. Und wenn die Staatsanwaltschaft die Wahrheit an den Tag bringen will, warum werden dann Informationen über mögliche Täter nicht einmal geprüft?“

Empfehlungen von Juni 2020

Welt: Putins Abrechnung mit dem Westen – Russlands Präsident hat einen Geschichtsaufsatz verfasst. Nie wurde sein Weltbild klarer: Er will zurück in die Zeit vor dem Kalten Krieg, als die großen Mächte vereint gegen Hitler-Deutschland kämpften. Aber heute sind nicht mehr die Nazis der Feind – sondern der liberale Westen. (Anmerkung Ulrich Teusch: "Welt“-Autor Pavel Lokshin ist dem russischen Präsidenten intellektuell leider nicht gewachsen. Es empfiehlt sich daher dringend, zunächst Putins Text zu lesen – siehe die Links weiter unten –, bevor man sich Lokshin oder den Ergüssen anderer mediokrer Mainstream-Analysten zuwendet. Besonders skurril: Lokshin bezeichnet die US-Zeitschrift "The National Interest“, in der Putins Aufsatz erschien, als "kremlnah“ und "konservativ“ – in dieser Reihenfolge. Man fasst sich an den Kopf! "The National Interest“ wird von einem Think Tank getragen, dessen Gründung maßgeblich auf den Ex-Präsidenten Richard Nixon zurückgeht. In den Gremien des "Center for the National Interest“ wie auch der Zeitschrift findet man viele renommierte Wissenschaftler, Diplomaten und Politiker, die sich der "realistischen Denkschule“ in der internationalen Politik verbunden fühlen. Bis heute nimmt der einstige Nationale Sicherheitsberater und Außenminister Henry Kissinger als "Honorary Chairman“ eine Schlüsselstellung ein. Und das soll "kremlnah“ sein? Geht es noch dämlicher? Wie lange wird es dauern, bis die Verschwörungstheoretiker der Leit- und Qualitätsmedien behaupten, Kissinger sei ein "Verschwörungstheoretiker“?)

Spiegel: Wie aus Kayvan Soufi-Siavash der Verschwörungsideologe Ken Jebsen wurde – Mit wirren Thesen zur Coronakrise erreicht "KenFM" Zehntausende Zuschauer im Internet. Der "Spiegel“ hat den Werdegang des Machers nachgezeichnet. Auffällig sind seine Verbindungen nach Russland. – (Anmerkung Ulrich Teusch: Kaum zu glauben! Das Hamburger Meinungsmagazin arbeitet sich schon wieder an Ken Jebsen ab. Das überraschungsfreie Ergebnis: Eine unappetitliche Schmähschrift, getarnt als Journalismus. Gleich sechs Fachkräfte aka „Journalisten“ werden aufgeboten, was offenbar die außerordentliche Bedeutung des Themas unterstreichen soll. In Ton und Inhalt weckt das neueste Hamburger Anti-Jebsen-Elaborat ungute Erinnerungen an die Art und Weise, in der sowjetische Medien seinerzeit über die landeseigenen Dissidenten hergezogen sind – wobei die wüsten medialen Diffamierungen nur das Vorspiel waren. Am Ende landeten die sowjetischen Schmuddelkinder oftmals in der Psychiatrie. Vielleicht wäre das ja – nicht zuletzt unter ästhetischen und hygienischen Gesichtspunkten – auch mit Blick auf die hiesigen Abweichler die sauberste Problemlösung? Beim "Spiegel“ scheint man sich diesbezüglich zumindest nicht grundsätzlich verweigern zu wollen. Vor etwa einem Monat hieß es in dem Blatt: "Leider haben viele, die auf den Straßen und im Netz gerade die große Verschwörung beschwören, chronisch einen an der Waffel. Für manche Demonstranten hält die Psychiatrie effektivere Hilfen bereit als die Politik.“)

Empfehlungen von Mai 2020

Empfehlungen von April 2020

23. April 2020

KenFM: Gesicht zeigen!

Empfehlungen von März 2020

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