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Empfehlungen von Dezember 2021

22. Dezember 2021

RT: Putin sets out military threats facing Russia (Putin erläutert die militärischen Bedrohungen für Russland) – Auszug: „ Amid worsening relations with the West, Russian President Vladimir Putin has set out what he sees as the country’s main defense priorities in a speech to top military chiefs in Moscow, in which he displayed frustration with NATO. As part of an expanded meeting at the Ministry of Defense on Tuesday, Putin said that the attitude of the US and its military bloc towards Russia is driven by ‚an illiterate, incorrect analysis‘ of the status quo. According to him, the West believes it can take an ‚aggressive line‘ towards Moscow because of its perceptions of having won the Cold War. He added that Russia has ‚every right‘ to take steps to defend itself, and pointed to a number of new arms systems being trialed to modernize its arsenals. In the address, Putin stressed that Russia needs ‚long-term, legally binding guarantees‘ from Washington prohibiting NATO’s potential encroachment on his country’s borders. (…) The Russian president’s remarks come amid heightened concern over American weapons systems being handed over to Kiev. (…) Russian Defense Minister Sergey Shoigu (…) went on to allege that US private military companies are preparing a chemical weapons ‚provocation‘ in eastern Ukraine. He claimed that containers with ‚unidentified chemical components‘ have been delivered to the cities of Avdeevka and Krasny Liman in the Donbass.“

Bundesregierung: Erste Stellungnahme des Expertenrates der Bundesregierung zu COVID-19 – Einordnung und Konsequenzen der Omikronwelle (19.12.) – Auszug: „Erste Studienergebnisse zeigen, dass der Impfschutz gegen die Omikron-Variante rasch nachlässt und auch immune Personen symptomatisch erkranken. Der Schutz vor schwerer Erkrankung bleibt wahrscheinlich teilweise erhalten. (…) Schnell steigende Inzidenzen bergen hohe Risiken für die kritischen Infrastruktur (KRITIS) in Deutschland. Hierzu gehören unter anderem Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung und die entsprechende Logistik. Deshalb bedarf es einer umfassenden und sofortigen Vorbereitung des Schutzes der kritischen Infrastruktur unseres Landes. Es müssen in den kommenden Tagen Vorkehrungen für die ersten Monate des Jahres 2022 getroffen werden, und zwar auf politischer und organisatorischer Ebene des Bundes, der Länder, der Städte und Gemeinden. Dabei sollten mögliche Partner wie Bundeswehr, THW oder Hilfsorganisationen frühzeitig eingebunden werden. (…) Neben dem konsequenten Handeln ist stringentes Erklären entscheidend. Die Omikronwelle trifft auf eine Bevölkerung, die durch eine fast zweijährige Pandemie und deren Bekämpfung erschöpft ist und in der massive Spannungen täglich offenkundig sind. Eine umfassende Kommunikationsstrategie mit nachvollziehbaren Erklärungen der neuen Risikosituation und der daraus folgenden Massnahmen ist essentiell.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Worauf wird die Öffentlichkeit hier vorbereitet? Auf Omikron? Oder auf eine internationale Krise?)

Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte: Warum eine Impfpflicht gegen Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes verstößt – Auszug: „Eine Impfpflicht wird – da sie eine genügend große Anzahl Menschen erfassen wird – zwangsläufig zu Todesfällen unter Menschen führen, die sich nur aufgrund der Impfpflicht impfen lassen. Verantwortlich für diese Todesfälle ist der Staat, der die Impfpflicht angeordnet hat. Um es klar zu sagen: Mit einer Impfpflicht tötet der Staat vorsätzlich unschuldige Menschen. Dies ist mit dem Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG in Verbindung mit der Menschenwürdegarantie des Art. 1 Abs. 1 GG nicht vereinbar. Art. 1 Abs. 1 GG verbietet es, den Menschen zum bloßen Objekt des Staates zu machen. Genau dies passiert aber, wenn Menschen durch eine Impfpflicht getötet werden, der Staat behandelt sie in diesem Fall als bloße Objekte zum Schutz anderer. Dass der Staat dabei im Vorhinein nicht weiß, welche Personen es konkret treffen wird, ist dabei für die rechtliche Beurteilung unerheblich. Dem Argument, der Staat behandele die Betroffenen als bloße Objekte, kann auch nicht entgegengehalten werden, dass die Impfung auch dem Eigenschutz der Geimpften diene, denn es dürfen für die Frage des Verstoßes gegen die Menschenwürde allein die Getöteten betrachtet werden, denen die Impfung aber definitiv keinen Eigenschutz bietet. Wegen der Absolutheit der Menschenwürde ist es dem Staat auch versagt, die Menschenleben der von ihm Getöteten gegen die Menschenleben der (mutmaßlich) vor dem Tod durch COVID-19 Geretteten aufzurechnen.“

Bild: 10 000 Rostocker suchten sich eigenen Weg: Riesen-Zoff um Demo-Auflage – Auszug: "Rund 10 000 Menschen, mehr als doppelt so viele wie beim letzten Mal, liefen ihren eigenen Protest-Weg durch die Stadt! In Rostock konnte die angemeldete Montagsdemo gegen die Corona-Einschränkungen und gegen die Impfpflicht erstmals nicht wie geplant stattfinden. Im Polizeibericht heißt es dazu: 'Vor Versammlungsbeginn sollte der Versammlungsleiter eine Anwesenheitsliste im Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz führen, in der die Daten der Teilnehmenden erfasst werden. Hierzu sah sich der Versammlungsleiter nicht in der Lage.' Nach den vorherigen, bislang immer störungsfreien Montagsdemos in Rostock – überwiegend unter Einhaltung der Hygiene-Regeln (Abstand, Maske) – sollten sich jetzt plötzlich alle Demonstranten namentlich in Listen erfassen lassen. Ein Fall von Schikane? Oder juristisch vertretbar? Der renommierte, bundesweit bekannte Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel (59) sagt auf BILD-Anfrage zu der Demo-Auflage: 'Was für ein fatales Signal! Politische Verfolgung begann auch in der DDR mit einer systematischen Erfassung von ,Abweichlern'. Das Vorgehen ist auch eindeutig verfassungswidrig und verletzt mehrere Grundrechte, insbesondere das auf Demonstrationsfreiheit!' Am Montagabend ließen sich die Menschen von ihrem Protest-Vorhaben nicht abbringen und zogen zunächst vor das Rathaus. (...) Wer für die strenge, kaum zu erfüllende Auflage und daraus folgende Spontan-Demo verantwortlich war – darüber wird jetzt gestritten."

Novo Argumente: Gefährliche Proteste? (Bericht von einer Demo am 11. Dezember in Hamburg) – Auszug: „Dass trotz der zunehmenden pauschalen Verunglimpfungen, denen Menschen, die um ihre Freiheiten und die Gesundheit und Zukunft ihrer Kinder besorgt sind, in den öffentlich-rechtlichen Medien (für die diese Menschen auch ihre Beiträge leisten) ausgesetzt sind, sich so viele dennoch nicht davon abhalten ließen, für ihre Meinung auf die Straße zu gehen, finde ich schon bemerkenswert. (…) Jedenfalls höre ich aus den Gesprächen, die ich unterwegs mit verschiedenen Teilnehmern führen kann, sehr wohl unterschiedliche Beweggründe für den Protest heraus und mir begegnen durchaus breit gestreute politische Denkweisen und Statements, die sich nicht einfach so über einen groben Leisten schlagen lassen. Das hier Artikulierte erscheint mir jedenfalls facettenreicher zu sein als das, was ich von den hundertprozentigen Vertretern und Verteidigern der Regierungslinie in puncto Corona zu hören gewohnt bin. (…) Von den Bildern und Erzählungen der Massenmedien und der ‚amtlichen‘ Politik über die Maßnahmen- und Impfkritiker, ist mir hier heute so gut wie nichts begegnet. Ich sah Leute ‚wie du und ich‘ und konnte kaum ideologisch-politisch zugespitzte Positionen und deren Bannerträger unter der Menge ausmachen. Weder „Gefahr“ noch „Aggression“ vermochte ich zu lokalisieren. (…) Wenn die Politik jetzt dazu übergehen sollte, den „gemeinen Mann“ und die „gemeine Frau“, die ihm aus Gründen dieses Staatsversagens kein Vertrauen mehr entgegenbringen und ein Ende dieser Politik fordern, gesellschaftlich ganz ausgrenzen und womöglich kriminalisieren zu wollen, ist sie alles andere als gut beraten. Dann läuft das Ganze (blinden oder sehenden Auges) auf eine Staats-und Demokratiekrise hinaus, von der wir uns so schnell nicht wieder erholen werden.“

Cicero: „Hier werden Kinder als Versuchskaninchen eingesetzt“ (Interview mit dem Kinderarzt Steffen Rabe; Text hinter Bezahlschranke) – Auszug: „Kinder wurden von Anfang an in dieser Pandemie von der Politik in willkürlicher und wissenschaftlich völlig ungerechtfertigter Art und Weise in ihren Freiheiten,in ihren Grundrechten und in ihrer kindlichen Entwicklung beeinträchtigt und beschnitten. Kinder waren es, die mit als erste in den Lockdown geschickt wurden – Schulen wurden geschlossen, Kitas ebenso. Es hat nicht lange gedauert, da mussten Kinder dann auch Masken tragen. Was für mich als Kinderarzt das größte Verbrechen ist, das wir Kindern in der bundesrepublikanischen Geschichte jemals angetan haben. Denn Kinder brauchen Gesichter, um sich in ihrer emotionalen und seelischen Entwicklung überhaupt orientieren, entwickeln und entfalten zu können. Ich möchte mir als Kinderarzt gar nicht vorstellen, was wir dieser Generation hier angetan haben. Wir werden die Früchte, dieser wissenschaftlich völlig unnötigen und politisch willkürlichen Maßnahmen noch in Jahrzehnten ernten. (…) Ich habe noch nie in meiner Praxis in den 22 Monaten – und ich habe eine große Kinderarztpraxis – ein Kind gehabt, das überhaupt nur relevant an Covid erkrankt gewesen wäre. (…) Kinder brauchen keine Covid-Impfung. Anders als gern behauptet, braucht auch die Gesellschaft keine Kinderimpfung. (…) Kinder haben eine noch viel größere Lebensspanne vor sich. Wir müssten also noch viel mehr wissen über die mittel- und langfristige Sicherheit dieser Impfstoffe, bevor wir daran denken, sie in dieser Altersgruppe flächendeckend – und das bahnt und plant die EMA ja – anzuwenden. Und wir wissen nichts zur mittelfristigen Sicherheit dieser Impfstoffe; nicht einmal zur kurzfristigen. (…) Und das ist natürlich ein völliges Unding. Hier werden diese Kinder tatsächlich als Versuchskaninchen eingesetzt.“

Welt: Die grob falsche Zahl der Ungeimpften in Hamburg. Über Monate behauptete der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), 90 Prozent der Corona-Infizierten seien Ungeimpfte. Nun musste die Behörde Zahlen vorlegen – die ein ganz anderes Bild zeichnen. (Artikel von Tim Röhn hinter Bezahlschranke) – Auszug: „Aus der „Drucksache 22/6678“ geht hervor, dass der Impfstatus der Infizierten seit Beginn der Inzidenz-Ausweisung Ende August mit jeder Woche seltener vorliegt. Dies zeigen die Daten, die im Infektionsepidemiologischen Landeszentrum vorliegen und bislang unter Verschluss gehalten wurden. Hatte der Senat in der Kalenderwoche 35 noch in 68,3 Prozent der Fälle die entsprechende Information, war das zuletzt nur noch in 9,5 Prozent der Fall. Eben jene Fälle mit unbekanntem Impfstatus wurden aber den Ungeimpften zugerechnet. Noch frappierender: Die Zahlen der Kalenderwoche 45, über die Tschentscher sagte, in 90 Prozent der Fälle seien Ungeimpfte infiziert. Tatsächlich war in 63,2 Prozent der Fälle der Impfstatus unbekannt. 22,5 Prozent waren Geimpfte. Und jene, von denen man mit Sicherheit sagen konnten, dass sie ungeimpft waren? 14,3 Prozent. (…) Im Fall der Hamburger Inzidenz-Ausweisung geht der FDP-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Kubicki nicht von einem Versehen, sondern von Absicht aus. „Es ist unfassbar und für das Vertrauen in die Lauterkeit staatlichen Handelns eine Katastrophe, wenn eine Landesregierung ganz offensichtlich manipulierte Zahlen vorlegt“, sagte Kubicki Welt an Sonntag. Bürgermeister Tschtenscher werde sich gegenüber dem Parlament erklären müssen und sagen, „warum der Hamburger Senat es für nötig hält, seine Bürgerinnen und Bürger mit solchen Tricks zu hintergehen.“

#allesaufdentisch: Psychologie der Massen. Gespräch des Musikers und Schauspielers Nadim Helow mit dem Psychologen und Psychotherapeuten Prof. Mattias Desmet (Universität Gent) – Auszug: „Wir haben es mit dem Phänomen der Formierung einer Masse zu tun. Dafür gibt es vier gesellschaftliche Voraussetzungen: einen Mangel an sozialen Bindungen, einen Mangel an Sinnstiftung, viel frei flottierende Angst und eine Menge an Frustration und Aggression. Diese Bedingungen bauen aufeinander auf. Wenn in so einer Situation ein mediales Narrativ erscheint, und ein Objekt der Angst und eine Bewältigungsstrategie anbietet, dann beteiligen sich viele Menschen und es entsteht ein neues soziales Band. Sie fühlen sich wieder verbunden, haben eine neue Solidarität und sie haben eine Möglichkeit ihrem Leben einen Sinn zu geben. So entsteht eine Masse. Und von da an sehen die Menschen nur noch das, was das Mainstream-Narrativ vorgibt. Ihr Aufmerksamkeitsfeld ist begrenzt auf das Objekt der Angst und die Umgangsstrategie damit. Als Folge daraus bemerken die Menschen dann andere Effekte wie Kollateralschäden nicht mehr. (…) Die Formierung von Massen ist der zentrale Unterschied zwischen klassischen Diktaturen und totalitären Staaten. Der totalitäre Staat basiert auf Massenformierung. Das macht ihn viel gefährlicher als klassische Diktaturen. In totalitären Staaten gibt es immer drei Gruppen: eine Gruppe ist völlig überzeugt vom Narrativ und radikal intolerant gegenüber abweichenden Stimmen. Die zweite Gruppe ist normalerweise ziemlich groß, 50 oder 60 Prozent. Das sind die Mitläufer, die der dominanten gesellschaftlichen Erzählung einfach nur folgen. Die dritte Gruppe sind die Gegner des Massenphänomens. Diese Gruppe ist extrem heterogen. Darin befinden sich Menschen mit ganz verschiedenen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Hintergründen. (…) Gerade hoch gebildete Menschen sind oft sehr anfällig für Massenformierungen. Das ist sehr seltsam. Gustave Le Bon und Hannah Arendt beschreiben das. Je höher das Bildungsniveau desto anfälliger ist eine Person. (…) Solidarität ist grundsätzlich eine gute Sache, aber typisch für die Solidarität einer [totalitären] Masse ist, das sie Opfer erzeugt. Solidarität gibt es dann nur mit den Menschen in der Masse. Für die außerhalb der Masse gibt es nur Aggression. Totalitäre Staaten brauchen immer ein Feindbild.“

Nordkurier: Die meisten Corona-Maßnahmen-Kritiker verbreiten weder Hass noch Hetze – Auszug: „Maßnahmen-Kritiker und Gegner einer Impfpflicht als potentielle Terroristen – wer so argumentiert, sollte schon sehr klare Belege vorlegen können und nicht nur sein eigenes Unbehagen über die zuletzt stark gestiegene Zahl von Demonstrationen mit wachsenden Teilnehmerzahlen zur Grundlage alarmistischer Bedrohungsszenarien machen. (…) Denn auf den Straßen sind auch viele Menschen, die tatsächlich einfach nur glauben, dass man mit friedlichen Demonstrationen in diesem Land etwas erreichen kann. So erlebten es am Montag zumindest fünf Nordkurier-Reporter, die ihre Regionen und die jeweiligen Akteure bestens kennen und nicht nur von den jeweiligen Demos berichteten, sondern auch der Redaktion eine persönliche Einschätzung der Stimmung unter den Teilnehmern lieferten. (…) „Die Demo-Teilnehmer gehörten – wie man so schön sagt – zur Mitte der Gesellschaft: Unternehmer, Angestellte, Erzieherinnen, Verkäufer usw. Der Protest war friedlich und unaufgeregt.“ (…) „Wir konnten bislang bei den Montagsspaziergängen in Neubrandenburg in den allerwenigsten Fällen eine aggressive Stimmung ausmachen, so auch am vergangenen Montag. Viele sehen sich eher in aufklärerischer Mission, das Ganze hat eher einen Happening-Charakter, wirkt teils sogar familiär.“ (…) „Es lief aus meiner Sicht ein breiter Durchschnitt der Neustrelitzer Bevölkerung mit, Männer und Frauen jeden Alters. Der Versammlungsleiter und eine weitere Teilnehmerin antworteten mir ohne jegliche Aggressivität. Man betonte, dass man friedlich protestieren wolle, keine Nazis in den Reihen habe und Corona nicht leugne.“

RT de: Kein Aufbruch, nirgends: Wie Olaf Scholz die absurden Gräben in der Corona-Politik weiter vertieft. (Kommentar von Dagmar Henn) – Auszug: „Die gesamte Passage der Regierungserklärung, die sich mit der Frage der Corona-Politik befasst, beginnt nach einer Betonung, wie schwer die Kontaktbeschränkungen doch für alle seien, mit folgender Aussage: "Im Dezember 2021 könnte jeder und jede Erwachsene längst zweifach geimpft sein, mindestens alle besonders gefährdete Bürger könnten geboostert sein, dann hätten wir die Pandemie jetzt im Griff." Dieser Satz ist nachweislich falsch. Den Gegenbeweis hat Gibraltar erbracht, mit einer tatsächlich vollständig geimpften Bevölkerung, das "die Pandemie" eben dennoch nicht "im Griff" hat. Aber es ist die implizite Behauptung, man habe sie nicht "im Griff", weil es die nicht Geimpften gibt, die ins Bösartige rutscht. Und die nächsten beiden Sätze verstärken das noch: "Dann würden wir alle jetzt mit unseren alten Freiheiten und unseren Familien und Freunden eine besinnliche Vorweihnachtszeit erleben. (...) Es ist keine Zwangsläufigkeit, dass wir keine "besinnliche Vorweihnachtszeit" erleben. Es gibt Länder, in denen das möglich ist; es waren politische Entscheidungen, die das hier bei uns verhindern. Für die Olaf Scholz als Teil der vergangenen wie der gegenwärtigen Regierung mit verantwortlich zeichnet. Und es ist durchaus eine Aussage, wenn der Chef einer Regierung zwar erwähnt, wie schwer die Einsamkeit falle, aber völlig darüber hinweggeht, dass diese Einsamkeit eine Nebenwirkung einer Grundrechtsbeschränkung ist, die er zu verantworten hat.“

OTZ: Umstrittene Corona-Tweets vom Bildungsministerium: Holter will Staatssektretärin entlassen – Auszug: „Das [Thüringer] Bildungsministerium hatte am Wochenende auf seinem Twitter-Account die aus seiner Sicht zehn wichtigsten Gründe dafür gepostet, warum "wir die Schulen mit hoher Priorität offenhalten und die Ferien nicht verschieben". Nachdem das Ministerium die Liste dieser Gründe gepostet hatte, gab es viele kritische Anmerkungen von Twitter-Nutzern. (…) Als Grund eins hatte das Ministerium beispielsweise angegeben: "Wir haben Kindern und Jugendlichen versprochen, dass sie nicht wieder in den Lockdown müssen." (...) Als Grund acht nannte das Ministerium: "Wir behandeln Kinder und Jugendliche nicht schlechter als Erwachsene." Sie würden noch seltener schwer an Covid-19 erkranken als geimpfte oder genesene Erwachsene. Es sei deshalb "ungerecht", alle Schüler nach Hause zu schicken. Im Zusammenhang mit der Aufzählung hatte das Ministerium die möglichen langfristig wirkenden Effekte einer Covid-19-Erkrankung auf Schüler relativiert: "Ob Kinder Long-Covid entwickeln, ist nicht geklärt", schrieb das Ministerium. Vor allem dieser Satz brachte dem Ministerium scharfen Widerspruch ein. Ein Nutzer schrieb beispielsweise, diese unreflektierte Aussage durch Vertreter der obersten Bildungsbehörde Thüringens müsse Konsequenzen haben. (…) Am Mittwoch reagierte dann auch der Minister auf die Kritik. Nach den umstrittenen Tweets soll Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen entlassen werden. Er habe die Entscheidung getroffen, Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) zu bitten, Heesen zu entlassen, erklärte Holter am Mittwoch in Erfurt.“

Nordbayern: Parallel brechende Wellen: Wirkt Österreichs Lockdown auch in Ungarn? – Auszug: „Österreich, Kroatien, Ungarn: Diese drei Länder versuchen mit sehr unterschiedlichen Strategien, der Corona-Pandemie Herr zu werden. Trotzdem ähnelt sich der Verlauf ihrer Infektionswellen, teilweise erreichten diese fast zeitgleich ihren Höhepunkt, bevor sie wieder abfielen. Und das, obwohl Österreich lange mit strengen Lockdowns und 2G-Regelungen operierte, während Ungarn Geschäfte und Gastronomiebetriebe geöffnet ließ und dort auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden durften. Auch Kroatien setzte auf sehr viel laxere Maßnahmen als Österreich. (…) Wir haben Ralph Brinks, einen der wenigen epidemiologischen Modellierer in Deutschland, nach den möglichen Gründen für dieses Phänomen gefragt. Brinks sagt: "Welchen Einfluss Lockdown-Maßnahmen auf die Verbreitungsdynamik von Viren haben, ist noch viel zu wenig erforscht und verstanden. Bei vielen von ihnen haben wir nur sehr wenig wissenschaftliche Evidenz, ob und wie sie wirken." (…) Brinks sieht in dem Nicht-Eingestehen dieser Tatsache ein großes Problem. "Man könnte offen zugeben, dass man vieles nicht weiß", sagt der Wissenschaftler. Die Situation um Corona sei aktuell derart aufgeladen, dass kaum noch jemand zugeben will, dass vieles erst noch erforscht werden muss. "Ich sage meinen Studierenden immer: Oft sind es gar nicht die Dinge, die wir nicht wissen, die uns Probleme machen. Viele Probleme kommen daher, dass wir uns unser Unwissen nicht eingestehen wollen und deshalb Sachverhalte falsch interpretieren, weil uns etwas plausibel erscheint. Dann wiegen wir uns manchmal in trügerischer Sicherheit.“

Achgut: Bericht zur Coronalage: Correctiv bestätigt irreführende Krankenhauszahlen. Eigentlich wollten die Faktenchecker von Correctiv meinen letzten Artikel widerlegen, doch da sind sie offenbar über die Fakten gestolpert und liefern unfreiwillig weitere Bestätigungen (Gunter Frank) – Auszug: „Hier nun die entscheidenden Zitate des Correctiv-„Faktencheck“ aneinandergereiht: „Das Ergebnis unserer Recherche: Krankenhäuser müssen positiv getesteten Personen gar nicht heimlich zu Covid-19-Kranken machen. Es ist regulär vorgesehen, dass sie für jeden positiv getesteten Patienten zusätzliches Geld erhalten, weil diese ihnen mehr Aufwand verursachen – egal weswegen sie hauptsächlich behandelt werden. Das bestätigte uns das Bundesgesundheitsministerium.“ „Auf unsere Anfrage schrieb uns Jörn Wegner, Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft, per E-Mail: „Es handelt sich dabei nicht um Falschabrechnung. Die Regelungen sind gesetzlich so vorgegeben.“ „Am 24. November 2021 wurde das Infektionsschutzgesetz geändert und in Paragraph 21a ein Versorgungsaufschlag für Krankenhäuser eingeführt. Dieser Zuschlag wird zwischen dem 1. November 2021 und dem 19. März 2022 gezahlt, für Patientinnen und Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind – es sei denn, diese werden bereits am selben oder am nächsten Tag wieder entlassen oder verlegt. Sie müssen also mindestens zwei Tage im selben Krankenhaus bleiben. (…) Der Versorgungsaufschlag solle Krankenhäuser unterstützen, deren interne Behandlungsabläufe belastet seien. 'Diese Belastung besteht unabhängig davon, ob Patientinnen und Patienten wegen einer SARS-CoV-2-Infektion stationär behandelt werden, oder ob die Infektion anlässlich einer Behandlung wegen einer anderen Erkrankung festgestellt wird.'“

FAZ: Was aus der „Nudge Unit“ der britischen Regierung wird. Als kleines Team in der Downing Street gegründet, ist die „Nudge Unit“ zu einer großen Beratung für soziale Innovation gewachsen. Jetzt wird sie verkauft – Auszug: „Das Behavioural Insights Team (BIT), besser bekannt unter dem Namen „Nudge Unit“, gehört damit künftig vollständig der Stiftung Nesta. Diese will damit „soziale Innovationen“ vorantreiben. (…) Gegründet wurde die Forschergruppe 2010 in der Downing Street, nachdem ein Berater der damaligen Regierung David Camerons das Buch „Nudge“ der Verhaltensökonomen Cass Sunstein und Richard Thaler begeistert gelesen hatte. Dessen Grundidee lautet, Menschen durch kleine „Schubser“ (Nudges) zu „besserem“ Verhalten zu bewegen. Dies kann dadurch geschehen, dass Entscheidungssituationen anders formuliert („geframt“) werden oder die Menschen andere Informationen oder Anreize erhalten. Freilich meldeten sich auch Kritiker, die vor einem paternalistischen „Nanny-Staat“ warnen, der die Bürger bevormundet oder manipuliert. Auch das Berliner Kanzleramt hat vor einigen Jahren Stellen für verhaltenswissenschaftlich geschulte Berater ausgeschrieben. (…) David Halpern, Gründungsdirektor des BIT und Professor am King’s College London, nannte die Zusammenarbeit mit der Nesta-Stiftung ideal. „Die intensivere Partnerschaft wird die angewandte Verhaltenswissenschaft auf die nächste Ebene heben, während wir sie mit neuen innovativen Methoden verbinden wie Data Science, Sozialpsychologie und kollektiver Intelligenz“, sagte er.“

Ärzteblatt: Schutzimpfungen: Aufklärungspflicht aus juristischer Sicht (Ein Artikel von 1997) – Auszug: „Aus juristischer Sicht sollte von Ärzten nicht verschwiegen werden, daß Impfungen keineswegs ein harmloser Eingriff in das Immunsystem sind. Auch mögliche Impfschäden sollten keineswegs a priori negiert werden. Ärzte sollten vielmehr Eltern in die Verantwortung für die Entscheidung ‚pro‘ oder ‚contra‘ impfen mit einbeziehen. (…) Die höchstrichterliche Rechtsprechung hält daran fest, daß jeder Eingriff in die körperliche oder gesundheitliche Befindlichkeit des Patienten – sei er behandlungsfehlerhaft oder frei von einem Behandlungsfehler – als Verletzung des Behandlungsvertrages und als rechtswidrige Körperverletzung zu werten ist, wenn er sich nicht im konkreten Fall durch eine wirksame Zustimmung des Patienten gerechtfertigt erweist (Karlmann Geiß, Arzthaftpflichtrecht, 2. Auflage, Seite 169 ff. mit weiteren Nachweisen) (…) Sodann ist stets auf die Freiwilligkeit der Impfung hinzuweisen sowie jeglicher Eindruck zu vermeiden, daß es sich um eine Zwangsimpfung handelt. (…) Dem Patienten muß die Rechtsgewähr dafür gegeben werden, daß er in der medizinischen Betreuung nicht Objekt, sondern eigenverantwortliches Subjekt der Behandlung bleibt. (…) Bei Impfschäden haftet zwar der Staat nach §§ 51 ff. Bundesseuchengesetz generell, sofern es sich um eine amtlich empfohlene Impfung handelt. Allerdings sind die Ersatzleistungen nach dem BSeuchG begrenzt, insbesondere wird kein Schmerzensgeld gezahlt. Bei Verletzung der Aufklärungspflicht haftet der Impfarzt – was viel zu wenig bekannt ist – neben dem Staat wegen Vertragsverletzung und wegen unerlaubter Handlung, was unter anderem zu einem Schmerzensgeldanspruch des Impflings gegen den Impfarzt führt. (…) Da durch einen schweren Impfschaden nicht nur unvorstellbares menschliches Leid auf die Betroffenen zukommt, sondern auch enorme finanzielle Lasten auf die Krankenkassen, die Versorgungsämter, die durch den Impfschaden unmittelbar Betroffenen und unter Umständen auch auf den Impfarzt, sollte nicht nur aus menschlichen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen darauf geachtet werden, daß Impfungen erst nach sorgfältiger Aufklärung und Beachtung von Kontraindikationen durchgeführt werden.“

Tagesschau: Äußerung des STIKO-Chefs: Mertens bedauert Satz zur Kinderimpfung – Auszug: „Es war eine Aussage Anfang des Monats, die STIKO-Chef Mertens viel Kritik einbrachte: Er würde ein siebenjähriges Kind ‚wahrscheinlich jetzt nicht‘ impfen lassen. Nun bedauert Mertens diesen Satz, kritisiert aber auch seine Kritiker. (…) Zur Begründung für die nur eingeschränkte Empfehlung verwies Mertens (…) erneut auf noch fehlende wissenschaftliche Daten. Auch wenn in den USA bereits viele Kinder dieser Altersgruppe geimpft worden seien, benötige die STIKO zunächst ‚Daten und Studienergebnisse darüber, was aus diesen Kindern nun geworden ist‘. Diese gebe es aber noch nicht. (…) Das berühmte Zitat in dem Podcast sei nach einer letzten Zusatzfrage in einem langen Interview gefallen, sagte Mertens. Er habe dann gesagt, dass er derzeit ohne das Vorhandensein eines für Kinder konfektionierten Impfstoffes und ohne abschließende Bewertung durch die STIKO das Kind nicht impfen lassen würde. Das sei ja auch eine völlig richtige und völlig verständliche Aussage. ‚Die ist dann völlig aus dem Zusammenhang genommen, sehr intensiv berichtet worden - dagegen kann ich letztlich nichts machen - aber es ist natürlich grober Unfug, wenn man mich als Impfgegner bezeichnen wollte‘, sagte Mertens.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Die Überschrift des Tagesschau-Berichtes ist manipulativ verfälschend. Mertens bedauert keineswegs seine Aussage, dass er sein eigenes Kind derzeit nicht impfen lassen würde, sondern bekräftigt sie auf Nachfrage sogar noch als „völlig richtige und völlig verständliche Aussage“. Bedauern tut er laut der zitierten Aussage lediglich, überhaupt auf diese persönliche Frage geantwortet zu haben.)

BG Murnau: Stellungnahme der BG Unfallklinik Murnau zur Bedeutung der Corona-Schutzimpfungen – Auszug: „Die Krankenhausleitung der BG Unfallklinik Murnau distanziert sich ausdrücklich von den Äußerungen und dem Verhalten eines Beschäftigten. Dieser hat am 6. Dezember 2021 im Rahmen einer Protestaktion gegen die Impfpflicht in seiner Funktion als Führungskraft der Klinik den Nutzen der Corona-Schutzimpfungen in Frage gestellt. Dabei hat er seine Funktion missbraucht, um seine privaten Ansichten öffentlich und unautorisiert im Klinikkontext zu verbreiten. Der Vorfall wird derzeit intern aufgearbeitet und es werden entsprechende Konsequenzen geprüft.“ (Anmerkung: Wer sich das Interview mit Wolfram Popp ansieht (Hinweis oben), stellt fest, dass die Behauptungen in der Klinik-Pressemitteilung komplett aus der Luft gegriffen sind. Der Arzt spricht eindeutig als Privatperson am Rande einer Demonstration in der Stadt, also außerhalb des Klinikgeländes sowie außerhalb seines Dienstes und behauptet nirgendwo für die Klinik zu sprechen. Den Nutzen der genetischen Präparate stellt er auch nicht pauschal in Frage, sondern beurteilt diesen differenziert nach Patientengruppe. Doch zu viel Differenzierung und Transparenz sind der Klinikleitung politisch offenbar unangenehm. Deren Reaktion ist leider typisch für viele Institutionen in Deutschland 2021. Sie zeigt wieder mal klar, dass es bei dem gesamten Thema nicht um Gesundheit, sondern um Gehorsam geht. Statt wie eine Parteileitung zu agieren, sollte die Klinikleitung sich besser mit den zahlreichen Fällen von Impfversagen und schwerwiegenden Nebenwirkungen der genetischen Behandlungen beschäftigen. Da gibt es medizinisch genug aufzuarbeiten.)

Rubikon: Die Kampagnenmedizin. Die Ausnutzung der medizinischen Unkenntnis von Patienten, um Pharmaprodukte zu verkaufen, ist verboten — das schert die momentanen Impfdrängler wenig. Exklusivabdruck aus „Corona-Impfung“ (Beate Bahner) – Auszug: „Das Heilmittelwerbegesetz (HWG) war angesichts der traurigen Auswirkungen der Werbung für das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan (auch und gerade) für schwangere Frauen im Jahr 1965 zur Beschränkung der Werbung für Arznei- und Heilmittel erlassen worden. Das Heilmittelwerbegesetz enthält seither eine Vielzahl von Werbeverboten und -beschränkungen. Es gilt auch für die Werbung für Impfungen und damit freilich auch für die Corona-Impfungen, da diese Arzneimittel im Sinne des § 1 Abs. 1 HWG sind. (…) Zunächst ist festzustellen, dass jedwede Werbung für Impfungen außerhalb von Fachkreisen verboten ist. Denn nach dem allgemeinen Grundsatz des § 10 HWG darf für verschreibungspflichtige Arzneimittel – zu denen Impfstoffe gehören – nur in Fachkreisen, also bei Ärzten, Zahnärzten, Tierärzten, Apothekern und bei Personen, die mit diesen Arzneimitteln erlaubterweise Handel treiben, geworben werden. Für die Impfung darf somit gegenüber Bürgern und Patienten überhaupt nicht geworben werden. Jede Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel und somit auch für Impfstoffe ist verboten. Grundsätzlich verboten und sogar strafbar ist eine irreführende Werbung (§ 3 HWG): Unzulässig ist eine irreführende Werbung. Eine Irreführung liegt insbesondere dann vor, wenn Arzneimitteln (…) eine therapeutische Wirksamkeit oder Wirkungen beigelegt werden, die sie nicht haben, wenn fälschlich der Eindruck erweckt wird, dass a) ein Erfolg mit Sicherheit erwartet werden kann, b) bei bestimmungsgemäßem oder längerem Gebrauch keine schädlichen Wirkungen eintreten. Wer behauptet, die Impfung sei wirksam und sicher, betreibt eine irreführende Werbung und macht sich strafbar.“

Achgut: Mediziner und Wissenschaftler sammeln sich: Impfpflicht “unhaltbar”. Eine Impfpflicht mit Covid-19-Vakzinen ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand rechtlich und ethisch nicht begründbar. Eine große Gruppe von Medizinern und Wissenschaftlern erhebt nun die Stimme – Auszug: „Die von Befürwortern einer allgemeinen Impfpflicht vertretene Auffassung, dass die kollektive Impfung in der gegenwärtigen Situation alternativlos sei, ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand unhaltbar. Es gibt keine den üblichen Standards folgenden wissenschaftlichen Daten, die belegen, dass die Impfung für jede Bürgerin, jeden Bürger unabhängig von Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen oder anderen Faktoren mehr Nutzen als Schaden stiftet. Weder liegen hierzu die üblicherweise in Zulassungsverfahren geforderten Daten aus randomisierten kontrollierten Studien noch aus epidemiologischen Kohorten mit hinreichender Qualität vor. Für große Gruppen der Bevölkerung gibt es überhaupt keine Evidenz für einen Nutzen, z.B. für gesunde Kinder und junge Erwachsene oder für Schwangere im ersten Drittel der Schwangerschaft. Dagegen ist ein Schaden nicht auszuschließen, sondern ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar anzunehmen. Solche Gruppen zur Impfung zu nötigen, heißt von ihnen zu fordern, dass sie eine Körperverletzung hinnehmen. (...) Die immer wieder postulierte „Notlage“ ist hypothetisch und muss nach fast zwei Jahren in einem der bestentwickelten Gesundheitssysteme der Welt als unrealistisch betrachtet werden. Die scheinbare Begründung einer solchen Notlage durch mathematische Modelle führt in die Irre. Sofern trotz der in Deutschland verfügbaren Kapazitäten Versorgungsprobleme auftreten, ist vielmehr nach der politischen und organisatorischen Verantwortung zu fragen.“

RT de: Opfer der Treibjagd: Der Tod einer Familie und die medialen Reaktionen. Letzte Woche tötete in Brandenburg ein Vater sich und seine Familie, weil die Corona-Maßnahmen sie in eine aussichtslos scheinende Lage gebracht hatten. Die ständige Propaganda gegen "Querdenker" und nicht Geimpfte ist mindestens mitverantwortlich für diese Tragödie – Auszug: „Es war eine Familie in gesicherten Verhältnissen. Der Vater Berufsschullehrer, die Mutter Betriebswirtin bei der TH Wildau. Sie lebten offenbar mit den drei Töchtern in einem Haus in Königs Wusterhausen. Im Abschiedsbrief des Vaters, so berichtet die Presse übereinstimmend, war als Grund für die Tat die Tatsache angegeben, dass er für seine Frau einen gefälschten Impfpass besorgt hatte, die Fälschung aufgeflogen sei und er und seine Frau ihre Verhaftung und den Entzug des Sorgerechts für ihre drei Kinder fürchteten. Die Hochschule hatte die Fälschung entdeckt und die Frau zu einer Stellungnahme aufgefordert. Eine völlig übertriebene Angst, kann man in vielen Artikeln lesen. (…) Nun, ganz so übertrieben dürfte diese Angst nicht gewesen sein. Ob ein solches Verfahren mit einer Geldstrafe oder einer Haftstrafe endet, ist sehr abhängig vom Verfolgungswillen der zuständigen Staatsanwaltschaft. Und allein die Tatsache, dass aus dem zuvor nicht verfolgbaren Vergehen eine Straftat gemacht wurde, deren Strafrahmen bis zur Haftstrafe reicht, deutet einen solchen Verfolgungswillen an. (…) Dazu kommt noch die mit Eifer betriebene Stigmatisierung nicht Geimpfter. Beschimpfungen und körperliche Übergriffe sind die Folge, wenn in sämtlichen Medien das "Ende der Geduld" verkündet wird, nicht Geimpfte mit eiternden Blinddärmen gleichgesetzt werden und dergleichen mehr. Ja, diese Entwicklung macht Angst. (…) Mit geradezu sadistischem Vergnügen wird jetzt verbreitet, der Vater sei "in der 'Querdenker'-Szene aktiv gewesen". Der Focus zelebriert das geradezu. (…) Es ist schon eine Leistung, den Toten mit so viel Dreck zu bewerfen. (...) Wäre Empathie eine in unserer Gesellschaft gepflegte Tugend, der Schrecken müsste jetzt groß sein. Schrecken angesichts der eigenen Verantwortung für diese Tragödie. Schrecken über die vielen Grenzüberschreitungen, die bereits stattgefunden haben, über die Folgen der dadurch erzeugten Angst. “

Netzwerk kritische Richter und Staatsanwälte: Die Hüter der Verfassung auf dem Rückzug. Stellungnahme zu den Beschlüssen des Bundesverfassungsgerichts vom 19.11.2021 (Bundesnotbremse I und Bundesnotbremse II) – Auszug: „Die beiden Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts sind eine schwere Enttäuschung für all jene, die gehofft hatten, das Bundesverfassungsgericht würde den massivsten Grundrechtseinschränkungen seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland nach 20 Monaten Pandemie nun endlich Grenzen ziehen. (…) Für die notwendige Sachverhaltsaufklärung hat das Bundesverfassungsgericht sog. sachkundigen Dritten in beiden Verfahren einen Fragenkatalog übersandt und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. (…) Dabei fällt auf, dass von den Wissenschaftlern bzw. wissenschaftlichen Vereinigungen, die die Corona-Politik der Bundesregierung und die Arbeit des RKI dezidiert kritisch begleitet haben, nicht ein(e) einzige(r) unter den Adressaten des Fragenkatalogs zu finden ist. (…) Der Eindruck, dass das Bundesverfassungsgericht sich den unbestreitbar vorhandenen wissenschaftlichen Kontroversen um den angemessenen Umgang mit der Pandemie nicht stellen wollte, ist danach unvermeidlich. (…) An den Fragekatalogen fällt weiter auf, dass die grundsätzliche Wirksamkeit von Lockdown-Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Schließung bzw. Beschränkung der Öffnung von Ladengeschäften, Gaststätten, Freizeit- und Kultureinrichtungen etc. vom Gericht nicht bezweifelt wird. (…) Die Politiker, die die Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts schon kurz nach ihrer Verkündung am vergangenen Dienstag als Freibrief für neue, harte Maßnahmen interpretiert haben, haben das Gericht leider nicht falsch verstanden.“

8. Dezember 2021

Club der klaren Worte: Der größter Skandal seit Bestehen der ARD. BR greift GG Art.5 (1) an – Auszug: „Bayerischer Rundfunk will in seiner Berichterstattung nur noch geimpfte Menschen vor die Kamera lassen. Am 1. Dezember 2021 hat die Hauptabteilung Produktionsservice des Bayerischen Fernsehens eine hausinterne dringende Empfehlung versandt, nach der bei Außenproduktionen nur noch Protagonisten vor die Kamera treten dürfen, die geimpft sind. Drehs sollen vermieden werden, in denen keine Kontrolle über den Impfstatus und das Verhalten der Anwesenden besteht. Die Protagonisten sollen zu einem Dreh vorab informiert werden, dass sie eine FFP2-Maske tragen müssen. (…) Das bedeutet, es kommen nach jener dringenden Empfehlung nur noch geimpfte Menschen im Bayerischen Fernsehen, also dieser ARD-Anstalt, zu Wort. Es sei denn, es geht in dem Beitrag bei den Menschen, über die berichtet wird, ausschließlich um ihre Eigenschaft als ungeimpfte Personen. (…) Nach der Anweisung soll in logischer Konsequenz der Redakteur schon bei seiner Recherche erfragen, ob er es mit einem geimpften oder einem ungeimpften Menschen zu tun hat, wodurch Letzterem folglich das Recht auf freie Meinungsäußerung über diesen Sender verwehrt wird. (…) Das heißt, kritische Stimmen zur politischen Situation werden ab sofort beim Bayerischen Rundfunk demnach nicht mehr erhört, sofern sie ungeimpft sind. (…) Was bedeutet das alles für Sie als Zuschauer? Sie bezahlen Rundfunkgebühren für eine Berichterstattung, die nunmehr nur noch konformistisch erfolgen soll. – Ich scheue Vergleiche oder Worte aus der deutschen Vergangenheit, weil sie gewollt missinterpretiert werden würden.“

IMI Online: Impfkampagne mit General – Die Bundeswehr als Krisenmanager im zivilen Katastrophenschutz – Auszug: „Begleitet von Lobpreisungen aus SPD und FDP hat Generalmajor Carsten Breuer sein Büro im Kanzleramt bereits bezogen. (…) Seit 2018 war er Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin. Dort war Breuer für die Koordination aller Inlandseinsätze der Bundeswehr zuständig. (…) In einem Bericht der Bundeswehr aus dem Januar 2020 wurde das Kommando Territoriale Aufgaben zudem als “Spinne im Netz” der deutschen Unterstützungsleistungen für das US-Großmanöver Defender 2020 bezeichnet. (…) Die Bundeswehr ist parallel mit dem Umbau ihrer eigenen Strukturen für Inlandseinsätze beschäftigt. Laut dem Eckpunktepapier für die Zukunft der Bundeswehr vom Mai diesen Jahres ist ein eigenes Territorialkommando der Bundeswehr auf höchster Ebene geplant. (…) Um die Kommunikation zwischen Bundeswehr und zivilen Katastrophenschutzkräften zu vereinfachen und zugleich zu digitalisieren, arbeitet die Bundeswehr aktuell an einem IT-Vernetzungsprojekt namens Territorial Hub. In der neuen Softwareumgebung sollen alle Akteure, von THW, Feuerwehren und Rettungsdiensten über Polizei, Bundeswehr und andere in Deutschland stationierte Streitkräfte bis zu NGOs vernetzt werden. (…) Mit dem Territorial Hub schafft die Bundeswehr eine digitale Infrastruktur, die das Militär dauerhaft und fest in der zivilen Krisenbewältigung verankern soll.“

Achgut: Der seltsame Professor (16.6.2020) – Auszug: „Zunächst fällt auf, dass seine [Lauterbachs] Harvard-Arbeit jahrelang unter Verschluss war. (…) Da ich im Rahmen eines Projektes Kontakt zu einem bekannten Professor der Harvard School of Public Health bekam, nutzte ich 2016 die Gelegenheit, einmal direkt per Email am Ort des Geschehens nachzufragen. Wie kann es sein, dass so eine Arbeit dazu berechtigt, den Titel Doctor of Science einer der berühmtesten medizinischen Universität zu führen? Der langen Antwortmail merkte man das Unbehagen deutlich an, gipfelnd in der Aussage, es sei natürlich keine wissenschaftliche Arbeit, aber immerhin ein normativer Essay. (…) Aus den Protokollen des Berufungsverfahrens der Universität Köln könnte man sicherlich Genaueres darüber erfahren, warum man einen normativen Essay als Grundlage für eine solch ungewöhnliche Berufung zum Professor akzeptierte. Sehr interessant zu lesen wären beispielsweise die Stellungnahmen der externen Gutachter, von denen es in einem solchen Verfahren mindestens zwei geben sollte. Doch das ist nicht möglich. Die Berufungsunterlagen sind unter Verschluss. (…) In meinen Augen erscheint Karl Lauterbach wie der Prototyp eines Wissenschaftsfunktionärs, der Studien nicht zum Erkenntnisgewinn nutzt, sondern als Verfügungsmasse missbraucht, um alle möglichen Fremdinteressen in der Medizin durchzusetzen – ob Pharma, Krankenkassen, Privatkliniken oder Parteipolitik. Auf der langen Rangliste von Experten, die die Öffentlichkeit eines Landes in einer dramatischen Situation wie derzeit über den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse kompetent informieren können und sollten, rangiert er auf den hintersten Plätzen.“

BR: Dramatische Lage in Bayerns Kinder- und Jugendpsychiatrien – Auszug: „Es gibt Tage in diesen Corona-Zeiten, da müssen der ärztliche Direktor Franz Joseph Freisleder und sein Team von der Heckscher Klinik in München spontan improvisieren. 15 Notfälle innerhalb von 24 Stunden hat es vor kurzem gegeben. Polizei, Notärzte und Familien bringen depressive, selbstmordgefährdete Kinder. Die Heckscher Klinik muss die Notfälle aufnehmen. Sie hat den Pflichtversorgungsauftrag für ganz Oberbayern. Das Problem: alle 78 Betten sind schon belegt. Dann werden Kinder verlegt, früher als geplant entlassen und zusätzlich Matratzen in die Zimmer gelegt, berichtet Klinikchef Franz Joseph Freisleder. "Wie soll das sonst gehen? Wir müssen einfach irgendwie zurechtkommen." Eine derartige Krisensituation, die sich über so einen langen Zeitraum erstreckt, hätten er und seine Kollegen noch nie erlebt. Freisleder ist seit mehr als 35 Jahren als Kinder- und Jugendpsychiater tätig.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Der Artikel zeigt nicht nur eine der krassen Negativfolgen der politischen Corona-Maßnahmen: hunderte selbstmordgefährdete Kinder und Jugendliche in einem Bundesland. Der Beitrag ist auch ein Paradebeispiel dafür, wie regierungsnahe Journalisten auf Gedeih und Verderb die Ursachen, nämlich die kinderfeindliche Lockdownpolitik, und die politischen Verantwortlichen dieser katastrophalen Situation verschweigen – hier wären es Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU). Zitat: „Die Politik könne eben nicht zaubern.“ Obendrein empfiehlt der Artikel noch die potenziell endlose Corona-Gentechnik-Behandlung als Ausweg aus der Krise. Absurd.)

Corona-Transition: In Deutschland wird die «Operation Sunrise» vorbereitet. Dabei handelt es sich um ein Eskalationsszenario, bei dem die Bundeswehr die Fäden ziehen wird. Bis zu 40’000 Soldaten wurden angefordert, um das «Pandemiemanagement» im Griff zu behalten. Dem wurde bereits entsprochen – Auszug: „Von Whistleblowern, also aus internen Ministerienquellen, haben Herman & Popp erfahren, dass die Bundesregierung ab Anfang 2022 ein Eskalationsszenario plant, das den Namen «Operation Sunrise» trägt. Dessen Ziel: Im Land chaotische Zustände zu provozieren (…) Diese Angstkampagne sieht die Aussetzung von Lieferketten, Blackouts von mehr als einer Woche oder andere Worst-Case-Szenarien vor. (…) Intern sprechen die ausführenden Experten bereits von der «Abriegelung von Landkreisen», vor allem in Süddeutschland und Sachsen. «Grenzübertretungen» werden dann nur noch mit 2G möglich sein. Erwartet wird auch die Ausrufung des Katastrophenfalls für das gesamte Land. Herman & Popp sind davon überzeugt, dass Bayern wieder vorpreschen wird. (…) Der neue Krisenstab, den die Ampelkoalition im Kanzleramt installieren wird, steht unter der Führung des Bundeswehrgenerals Carsten Breuer. Dieser steuert nun das «Pandemiemanagement». (…) Man muss damit rechnen, dass das Militär eingreifen wird, falls es zu Lieferkettenzusammenbrüchen kommt. In der «Operation Sunrise» sei auch schon durchgeklungen, dass dann vor jedem Supermarkt uniformierte und bewaffnete Soldaten stehen werden. (…) Am 2. Dezember wurde die «juristische Prüfung der Amtshilfe durch die Bundeswehr» vom Bundesverfassungsgericht abgeschlossen und final freigegeben. Dies bedeutet, dass die Bundeswehr nun offiziell «umfassend im Inneren» eingesetzt werden kann.“

Cicero: „Grundprinzipien medizinischer Behandlungen unterlaufen“ – Interview mit der Rechtsanwältin Jessica Hamed (Bezahlschranke) – Auszug: „Es gibt nur wenige Beispiele einer Impfpflicht in der deutschen Rechtsgeschichte. Diese Beispiele können zudem kaum Orientierung geben, da sie völlig andere Zielsetzungen und völlig andere Impfstoffe betrafen: Erstens sollte ursprünglich Herdenimmunität bzw. die Ausrottung des Erregers erreicht werden. Das ist bei den Covid-Impfungen anerkanntermaßen nicht erreichbar. Zweitens ging es um eine sterile Immunität, die die Weitergabe des Erregers stoppen sollte. Auch das ist nicht erreichbar. (…) Würde ein Gesetz die Impfung verpflichtend machen, würde damit eines der Grundprinzipien medizinischer Behandlungen unterlaufen: dass nämlich für jede medizinische Behandlung die freie Einwilligung des Patienten erforderlich ist. Ein Gesetz würde daher zwei sehr entscheidende Grundrechte direkt einschränken: das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Damit würden sich die Abgeordneten eine immense Rechtfertigungslast aufbürden. Insbesondere auch im Hinblick auf etwaige erhebliche Nebenwirkungen.“ (…) Cicero: Wie stehen die Chancen, dass so eine Impfpflicht irgendwann auch wieder aufgehoben wird? Das heißt, was sind eigentlich die Ziele, die mit ihr erreicht werden sollen, und wie ist definiert, wann diese Ziele erreicht sind? – Hamed: „Das wären in der Tat die Fragen, die am Beginn einer parlamentarischen Diskussion stehen sollten. Eine Herdenimmunität ist so wenig erreichbar wie eine sterile Immunität. Allenfalls der erhoffte Effekt, dass weniger Menschen schwer an Covid erkranken und deswegen die Krankenhauskapazitäten nicht so sehr belasten, bliebe damit übrig. Falls so argumentiert wird, dürfte die Impfpflicht aber nur die Gruppe betreffen, die statistisch ein erhöhtes Risiko hat, intensivpflichtig zu werden. Ferner müsste die Auslastung der Intensivstationen zunächst objektiv überprüft werden. Es müsste etwa geprüft werden, ob örtliche Überlastungen nicht besser und effektiver beispielsweise durch finanzielle Steuerungsinstrumente gelöst werden könnte.“

Rubikon: Eliten im Traumaschatten. Die weltweit zu beobachtende Spaltung der Gesellschaft fiel in Deutschland auf unvergleichbar fruchtbaren Boden. Exklusivabdruck aus „Die Wiedergutmacher“. (Raymond Unger) – Auszug: „Schaut man sich die Entscheider und Protagonisten der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland näher an, stößt man unweigerlich auf die Generation der Babyboomer. An den Schaltstellen der Macht, politisch, medial und kulturell, sitzen die Geburtenjahrgänge von 1955 bis 1970. (…) Deutsche Babyboomer sind nicht einfach nette, unbelastete, lebensfrohe Fünfzigjährige wie in anderen westlichen Demokratien auch. (…) Deutsche Babyboomer sind die Kinder von Eltern, die ohne Väter aufwuchsen oder deren Väter körperlich oder seelisch so verwundet waren, dass sie ihren Kindern niemals nahekommen konnten. Babyboomer sind die Kinder von Kindern, die von kalten, verbitterten Müttern erzogen wurden, die alles verloren hatten, oftmals auch die Liebe zu ihrem eigenen Körper. Und — deutsche Babyboomer sind die Enkel von Großeltern, die einem verbrecherischen Regime zujubelten, die von Stalingrad bis El-Alamein Krieg führten und die Menschen wegen ihrer Abstammung oder persönlicher Merkmale ausgrenzten und töteten. Aufgrund der emotionalen Verkümmerung ihrer Eltern und Großeltern haben viele Babyboomer früh gelernt, sich anzupassen, nicht aufzufallen und ihre Familie so gut wie möglich zu stützen. Den wenigsten ist überhaupt bewusst, dass sie dabei selbst um die eigene Kindheit betrogen wurden. (…) Die wissenschaftlich-psychologisch-historische Forschung auf diesem Gebiet ist vergleichsweise jung, dennoch gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Literatur über die transgenerationale Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten. (...) Es ist das kleine Einmaleins der Psychologie, dass sich ungeklärte, verdrängte, innerpsychische Probleme als Projektionen, Überkompensationen und ausagierte Handlungen Bahn brechen. In diesem Buch stelle ich deshalb die berechtigte Frage: Wie erwachsen, wie gesund und wie bewusst sind deutsche Eliten in Politik, Medien und Kultur.“

2. Dezember 2021

Tagesschau: Was Bund und Länder beschlossen haben. Deutschlandweit werden die Corona-Regeln verschärft – Auszug: „Weil der Impfschutz im Laufe der Zeit nachlässt, soll der Impfstatus nach einer bestimmten Zeit seine Anerkennung als "vollständig" verlieren, sofern keine Auffrischung erfolgt. (…) Der Bund bringt eine einrichtungsbezogene Impfpflicht für Beschäftigte auf den Weg, zum Beispiel in Altenpflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Darüber hinaus heißt es im Beschluss von Bund und Ländern, dass es begrüßt werde, dass der Bundestag "zeitnah über eine allgemeine Impfpflicht entscheiden will". (…) Bundesweit und unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz soll der Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen der Kultur und Freizeit, wie etwa Kino, Theater und Restaurants, nur noch Geimpften und Genesenen möglich sein. (…) Die 2G-Regel wird außerdem auf den Einzelhandel ausgeweitet. Davon ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Der Zugang muss von den Geschäften kontrolliert werden. (…) Die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sollen verschärft werden. (…) In Schulen soll für alle Klassenstufen eine Maskenpflicht gelten. (…) Am Silvestertag und Neujahrstag wird es bundesweit ein An- und Versammlungsverbot geben.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Eine Auflistung maßloser, menschenverachtender Vorgaben. Die Politik steuert dieses Land sehenden Auges in eine gesellschaftliche Katastrophe historischen Ausmaßes. Alle beschlossenen Maßnahmen sind absolut kontraproduktiv, wenn es darum geht, Gesundheitsschutz zu verbessern. Aber alle beschlossenen Maßnahmen sind absolut dazu geeignet, die bestehende Krise zu verlängern, zu verschärfen und in einen schwerwiegenden, gesellschaftlichen Großkonflikt zu verwandeln.)

Focus: Die Frage der Kontrolle: In der Praxis hätte die Impfpflicht einen großen Haken – Auszug: „Weil es sich bei einem Verstoß gegen eine allgemeine Impfpflicht aller Voraussicht nach um eine Ordnungswidrigkeit handeln würde, wären Bußgelder das gängige Strafmaß. Bei einem Verstoß gegen die Masern-Impfung können Eltern mit bis zu 2500 Euro belangt werden. Was aber geschieht, wenn sich Impfunwillige weigern, zu zahlen? In einem nächsten Schritt könnten die Behörden eine Gehaltspfändung oder eine Pfändung von Sachgegenständen anordnen, sagt der Verfassungsrechtler Walther Michl‚ 'bleibt auch das erfolglos, kann als letztes Mittel eine Ersatzzwangshaft von höchstens drei Monaten ausgesprochen werden‘. Bestehen bliebe zudem die nahezu ‚vollständige Ausgrenzung‘ für Ungeimpfte aus dem öffentlichen Leben, ergänzt er. (…) Menschen zu einer Impfung zwingen, das kann der Staat jedoch auch im Rahmen einer allgemeinen Impfpflicht nicht. ‚Dass die Polizei die Leute abholt und sie zu einer Impfung zwingt, ist mit dem Grundgesetz unvereinbar‘, meint Rechtsprofessor Lars Viellechner. Und auch Michl sieht das so: ‚Einen Impfzwang, also eine gewaltsame Verabreichung einer Spritze, kann es rechtlich nicht geben.‘“ (Anmerkung Stefan Korinth: Na und? Seit wann interessiert es in der Corona-Krise irgendeinen deutschen Regierungspolitiker, was es rechtlich nicht geben darf? Es ist durchaus denkbar, dass uns dieselben Experten im nächsten Winter erklären, warum eine Zwangsspritze durch die Polizei sehr wohl mit dem deutschen Recht vereinbar ist. Nach den Erfahrungen der vergangenen 20 Monate sollte sich da niemand Illusionen machen.)

Achgut: Indubio Folge 184 – Omeingott Omikron (Gespräch mit den Ärzten Paul Brandenburg, Gerd Reuther und Andreas Sönnichsen) – Auszug: „[Gerd Reuther, 12:30] Was in der öffentlichen Diskussion immer wieder untergeht, ist die Tatsache, dass dieser PCR-Test, der als Goldstandard gilt, überhaupt nicht zwischen einer Influenza- und einer Corona-Infektion unterscheiden kann. Das ist auch der Grund, warum dieser Test ab 1. Januar 2022 in den USA nicht mehr zugelassen sein wird. (…) [Paul Brandenburg, 37:55] Diese Medikamente, die wir jetzt haben und als Impfstoffe gegen Covid-19 bezeichnet werden, sind medizinisch kaum als Impfstoffe zu bezeichnen. Wir wissen mittlerweile sicher, dass deren Wirkung keinesfalls über vier bis sechs Monate nennenswert hinausgeht. Damit sind sie technisch betrachtet gar keine Impfstoffe, weil sie nicht die langzeitige Immunreaktion verursachen, die Impfstoffe gerade auszeichnet. (…) [Andreas Sönnichsen, 41:15] Diese Impfung ist überhaupt nicht notwendig – jedenfalls für den größten Teil der Bevölkerung. Der größte Teil ist weder durch die Erkrankung bedroht, noch führt die Erkrankung zu einer Überlastung des Gesundheitssystems. (…) Es macht keinen Sinn, ein Medikament oder eine Impfung zu geben, die für den Patienten keinen Nutzen hat. [Paul Brandenburg, 44:45] Was jetzt in der Medizin passiert, ist eine Sache, die wir im Dritten Reich erlebt haben, die wir auch in der DDR erlebt haben. Wir erleben, dass die Ärzte im deutschsprachigen Raum – insbesondere in Deutschland und Österreich – sich willfährig, geradezu in militaristischer Weise in Reihe und Glied begeben, wenn die Obrigkeit ruft. ‚Die Ärzte‘ heißt in diesem Fall nicht der einzelne Kollege, der in seiner Praxis auf dem Land steht, sondern die Kammern, die die Berufsgruppe verkörpern, die Funktionäre die da agieren. (…) Die Berufsvertretung ist zu einem primär politisch agierenden Gremium geworden. Warum das im deutschsprachigen Raum immer so willfährig der Fall ist, müssen Soziologen und Historiker erklären. Aber ich selbst kann mir mittlerweile vorstellen, dass die Bundesärztekammer irgendwann Uniform trägt und sich wieder Gauleiter gibt.“

RT de: Jonglieren mit den Intensivbetten – Wie die Grundrechte zweifelhaften Zahlen angepasst werden (Susan Bonath) – Auszug: „Am 30. November verzeichnete die DIVI fast 4.700 Intensivpatienten, die unter dieser Rubrik liefen. Doch mit diesen Zahlen beginnt das Problem: Weder die DIVI noch das RKI konnten der Autorin auf mehrfache Nachfrage sagen, wie viele Patienten tatsächlich mit einer COVID-19-Symptomatik behandelt werden und wie viele zufällig positiv getestet wurden. Klar ist, dass sämtliche Patienten mit einem positiven Test als COVID-19-Fälle erfasst werden. Dabei ist es völlig egal, ob sie unter einer virusbedingten Lungenentzündung mit entsprechenden weiteren Komplikationen leiden, oder der positive Test eine Nebendiagnose ist.[…] Nun möchte man zudem meinen, die schwerkranken COVID-19-Patienten kämen zu allen anderen Atemwegserkrankten hinzu. Doch betrachtet man den aktuellsten Wochenbericht der Influenza-Arbeitsgruppe am RKI, wird klar: Das ist nicht der Fall. Die Gesamtzahl der sogenannten SARI-Patienten (Schwere Akute Respiratorische Infektion), die über die gesamte Pandemie hinweg in Kliniken behandelt wurden, bewegt sich im Vergleich zu den Vorjahren in einem eher niedrigen Bereich. Der aktuell hohe Stand an hospitalisierten Kleinkindern ist dabei einem seit Ende August 2021 anhaltenden Ausbruch des RSV-Virus anzulasten, wie ein DIVI-Sprecher der Autorin vor einigen Wochen mitgeteilt hatte. Die Coronapatienten erscheinen zumindest in den Darstellungen der gesamten Fälle als Teil eines gewöhnlichen, sogar eher geringen Infektionsgeschehens.“

Empfehlungen von November 2021

Robert Koch-Institut: Das Robert Koch-Institut im Nationalsozialismus: Stellungnahme zu den Forschungsergebnissen (Rede des damaligen RKI-Präsidenten Jörg Hacker im Jahr 2008) – Auszug: „Es waren im RKI nicht nur einzelne Wissenschaftler, die moralische Grenzen überschritten haben. (…) Diese Einschätzung müssen wir revidieren. Es waren nicht nur Einzelne, die abscheuliche Menschenversuche zum Beispiel mit Impfstoffen durchgeführt haben, vor allem an Patienten und KZ-Häftlingen. Es waren nicht nur Einzelne, die renommierte Wissenschaftler entlassen haben oder die Entlassung ihrer Kollegen widerspruchslos hinnahmen. Es waren nicht nur Einzelne, die schlechte Wissenschaft gemacht haben und alle moralischen Schranken eingerissen haben. Es war auch nicht nur die Institutsleitung, die das RKI auf die Linie des Regimes brachte. Es waren auch nicht nur die direkt im RKI Beschäftigten. (…) Fast alle haben mitgemacht oder geschwiegen. (…) Für das Übertreten humanistischer Grundsätze, für die Verletzung der Würde und der körperlichen Unversehrtheit gibt es zu keiner Zeit der Welt eine Rechtfertigung, auch wenn die Mehrheit ein solches Verhalten toleriert oder gar fordert. (…) Wir hätten uns mehr Courage im RKI erhofft. (…) Es gab eine eindeutige Richtlinie, die Versuche an Menschen ohne deren Einwilligung verbot. Die Quellen belegen, dass die Täter die Richtlinie kannten und ignorierten, oder von den verzweifelten Lagerinsassen, die keine Wahl hatten, die Zustimmung skrupellos erpressten oder erpressen ließen. (…) Nach dem Ende der NS-Zeit leugneten die Täter jegliche Verantwortung für die Taten. (…) Die wichtigste Lehre aus dieser Zeit: jeder Einzelne, innerhalb wie außerhalb des Instituts, kann und muss Rückgrat beweisen. Diskriminierung und emotionale Verrohung, Schutz von Tätern oder eine Unterscheidung in wertvolle und weniger wertvolle Menschen dürfen wir nie hinnehmen.“

Wikipedia: Carsten Breuer – Auszug: „Von 2001 bis 2002 nahm Breuer am amerikanischen Generalstabslehrgang (US Command and General Staff Officer Course) am Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas/Vereinigte Staaten teil. (…) 2008 wurde er nach Brüssel zum Hauptquartier der NATO versetzt, wo er als Stellvertreter des Supreme Allied Commander Transformation Representative in Europe (SACTREPEUR) diente. (…) Von Januar bis Juli 2014 war er als Director Current Ops, ISAF Joint Command in Kabul, Afghanistan, im Einsatz. (…) Seit dem 10. Januar 2018 ist Breuer (…) Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Das von Breuer bislang geleitete Bundeswehrkommando „Territoriale Aufgaben“ wurde 2013 gegründet uns ist ausdrücklich für Einsätze im Inneren gedacht. Die Rechtsgrundlage für solche Einsätze erscheint in vielen Fällen weiterhin fraglich. Der immer wieder genannte Grundgesetzartikel 35 („Amtshilfe“ im „Unglücksfall“) erscheint, auch angesichts der zeitlichen Dauer der Corona-Krise, weit überdehnt. Das Bundesverfassungsgericht erklärte im Jahr 2010, es sei „sicherzustellen, dass die Streitkräfte niemals als innenpolitisches Machtinstrument eingesetzt werden“, da „die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit Aufgabe allein der Polizei“ sei. (Aktenzeichen: 2 PBvU 1/11) Sieht man von dieser Begründung ab, bleibt zur Legitimation von Einsätzen im Inland nur noch Artikel 87a, demzufolge die Bundeswehr zur „Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer“ eingesetzt werden darf.)

Cicero: Corona-Impfung bei Kindern: „Hier werden Kinder als Versuchskaninchen eingesetzt“ – (Interview mit dem Kinderarzt Steffen Rabe) – Auszug: „Ich sehe natürlich bei den Tests, die ich auch als Kinderarzt in meiner Praxis durchführe, hin und wieder positive Testergebnisse – das kann nicht ausbleiben bei den Unmengen an Tests, die wir speziell bei Kindern durchführen müssen. Das ist doch auch der Grund für diese vermeintlich so hohen ‚Inzidenzen‘ bei Kindern im Moment, die reine Testinzidenzen sind. In allen anderen Altersgruppen haben wir durch die plötzlich kostenpflichtigen Tests einen Rückgang positiver Ergebnisse gesehen. Nicht bei den Schulkindern – die haben wir immer weiter getestet, und da ist natürlich deren Anteil an der Gesamttestzahl wesentlich höher geworden in dieser Zeit. Und alle haben gesagt: ‚Schaut, die Kinder sind die Treiber der Pandemie!‘ Was nachgewiesenermaßen wissenschaftlich einfach völliger Unsinn ist. Ich habe noch nie in meiner Praxis in den 22 Monaten – und ich habe eine große Kinderarztpraxis – ein Kind gehabt, das überhaupt nur relevant an Covid erkrankt gewesen wäre, geschweige denn schwer. Und das ist ja auch gar nicht zu erwarten. Schwere Verläufe im Kindesalter sind buchstäblich eine Rarität. Bei Kindern gilt tatsächlich: Hörten wir auf zu testen, hätten wir in dieser Altersgruppe keine Pandemie, kein Problem. (…) Die Zulassungsstudien des Biontech-Impfstoffs in dieser Altersgruppe umfassen gerade mal 1.500 Kinder. Der Beobachtungszeitraum ist viel zu kurz, um wirklich die Sicherheit herstellen zu können (…) Die FDA hatte diesen Impfstoff schon vorher [in den USA] zugelassen und schreibt ausdrücklich in ihren Unterlagen, dass die Zulassungsstudien viel zu klein seien, um selbst das dramatischste Risiko etwa einer Herzmuskelentzündung abzubilden, wie wir sie von den Jugendlichen kennen und fürchten. Deswegen machen die jetzt eine Studie nach der Zulassung in der Anwendung, um zu schauen, wie häufig eine solche Myokarditis auftritt. Und das ist natürlich ein völliges Unding. Hier werden diese Kinder tatsächlich als Versuchskaninchen eingesetzt.“)

28. November 2021

Alschner Klartext: Der Wendepunkt – Zeit zum Handeln (Übersetzung von Uwe Alschner) – Auszug: „Auf den ersten Blick mag die Einführung von Impfpässen in unser tägliches Leben wie eine banale Veränderung erscheinen, schließlich haben sich viele von uns bereits an das Scannen von QR-Codes als Bedingung für den Eintritt in Restaurants und Geschäfte gewöhnt. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, die weltweite Einführung von Impfpässen ist keine harmlose Maßnahme. Sie ist nicht weniger als eine grundlegende Umkehrung dessen, was in demokratischen Gesellschaften unter Freiheit verstanden wird, und wird eine radikale Umstrukturierung unserer Gesellschaft ermöglichen. (…) Heute sind wir grundsätzlich frei, alles zu tun, was wir wollen, es sei denn, unsere Handlungen sind gesetzlich verboten. Nach der Einführung des Impfpasses wird dieses Konzept von Freiheit jedoch der Vergangenheit angehören und durch ein völlig neues System ersetzt werden, in dem Sie nur noch die Dinge tun dürfen, für die Sie eine ausdrückliche Genehmigung erhalten haben. (…) Aber dies ist keine Botschaft der Angst und der Spaltung. Es ist eine Botschaft der Hoffnung, und es ist eine Botschaft der Einheit. (…) Wir sind als freie, souveräne Wesen auf dieser schönen Erde geboren, wir sind alle Brüder und Schwestern, wir sind eine einzige menschliche Familie, unabhängig von Hautfarbe, Glaube oder Nationalität. Es müssen keine Waffen geschmiedet, keine Festungsmauern gestürmt und keine Gebäude niedergerissen werden. Wir müssen einfach nur aufstehen, zusammenstehen und sagen: ‚Genug ist genug, wir haben die Tricks durchschaut, wir sehen den Plan jetzt klar und wir werden nicht zulassen, dass uns unsere Freiheit genommen wird‘.“

ORF: Österreich: Pfad zur Impfpflicht wird konkreter – Auszug: „Die Regierung hat den Zeitplan für ihr Gesetz zur ab Februar 2022 geplanten Coronavirus-Impfpflicht vorgelegt: In der Woche ab 6. Dezember soll der Entwurf vorliegen, das soll eine ‚ordentliche Begutachtung von mindestens vier Wochen‘ ermöglichen. (…) Zum Auftakt laden er [der Gesundheitsminister] und Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) am 30. November zu einem runden Tisch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verfassungsrecht, Gesundheit, dem Verfassungsdienst, der Bioethikkommission sowie Vertreterinnen und Vertretern von SPÖ und NEOS. (…) Für Empörung sorgte die angekündigte Vorgangsweise bei der FPÖ, die vom Gesundheitsministerium nicht unter den Teilnehmern des runden Tischs genannt wurde. Die FPÖ sei die einzige Kraft, die diesem gravierenden Eingriff in die Grundrechte der Menschen entgegentrete und werde deshalb von der Regierung bei dieser seit Jahrzehnten schwerwiegendsten Gesetzesänderung gleich von Beginn an ignoriert – ‚das ist nicht nur ein Zeichen von Feigheit, sondern auch zutiefst undemokratisch‘. Unterdessen würden immer mehr Menschen gegen den ‚Impfzwang‘ auf die Straße gehen. ‚Diesen Umstand wird die Regierung schon bald nicht mehr länger ignorieren können, denn die Proteste werden größer und lauter werden.‘ (…) Grundsätzlich solle die Impfpflicht für alle gelten, die in Österreich ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Dabei soll dezidiert festgehalten werden, dass die Impfpflicht nicht mit Zwang durchgesetzt wird, also niemand zwangsweise zur Impfung vorgeführt werden soll. Stattdessen sind Verwaltungsstrafen vorgesehen.“

26. November 2021

Nordbayern: Trotz Pandemie: Intensivbetten in Bayern deutlich reduziert – Auszug: „Trotz der angespannten Corona-Lage verfügt Bayern in diesem Winter über weniger Intensivbetten als noch vor einem Jahr. Waren im Freistaat am 25. November 2020 noch 641 Plätze für potenzielle Intensivpatienten frei, sind es zum gleichen Stichtag ein Jahr später lediglich 293. Und das bei einer vergleichbaren Bettenbelegung (2948 im Jahr 2020, 2919 im Jahr 2021).[...] Doch warum hat die Politik es in fast zwei Jahren Pandemie nicht geschafft, entsprechende Anreize und Entlastungen zu schaffen, um zumindest bereits vorhandene Intensivpfleger in ihrem Job zu halten? Der Gesundheitsökonom Reinhard Busse von der TU Berlin, der auch Fakultätsmitglied der Charité ist, sieht das Problem vor allem in einer bundesweit falsch ausgelegten Krankenhaus-Finanzierung begründet. ‚Es war nicht durchdacht, dass man Krankenhäusern in der Pandemie viel Geld gegeben hat, ohne Konditionen daran zu knüpfen. Die Gelder wurden für freistehende Betten gezahlt – nicht etwa solche, die auch wirklich betriebsbereit waren.‘ Heißt: Nicht für tatsächlich verfügbare Betten floss Geld, sondern lediglich für gemeldete. ‚Man hätte damals stattdessen sagen müssen: Wir bezahlen freie und betreibbare Betten. Also solche, die auch wirklich durch Pflegepersonal gedeckt sind.‘ Stattdessen, so Busse, hätten gerade Krankenhäuser, die besonders wenige Covid-Patienten aufgenommen hätten, am meisten Zuwendungen erhalten. ‚Das Geld ist nicht unbedingt da hin geflossen, wo es am nötigsten gebraucht wurde. Viele private Konzerne haben die Zahlungen einfach als Gewinn entnommen.‘ Diese Praxis sei nicht illegal und daher auch nicht sanktionierbar. ‚Die Krankenhäuser mussten nicht angeben, wofür sie das Geld verwenden.‘“

#allesaufdentisch: Dunkelziffer der Impfnebenwirkungen. Gespräch der Dirigentin Kerstin Behnke mit dem Mediziner Dr. Erich Freisleben – Auszug: „Die Nebenwirkungen, die ich sehe, sind vor allem bei jüngeren Menschen. Ich habe ganz schwere Nebenwirkungen gesehen. Eine Sinusvenenthrombose und einen Mann, der mit 62 Jahren, eigentlich ganz gesund nur ein bisschen hoher Blutdruck, verstorben ist. Ich habe auch von einer Patientin gehört, dass eine ihrer Angehörigen daran verstorben ist. Ich habe in der Praxis eine Patientin mit Guillain-Barré-Syndrom – das ist eine zunehmende Lähmung. Die 59-jährige Frau ist jetzt bis zu den Armen gelähmt. Ich habe drei Lungenembolien in dem Zusammenhang gesehen. Gestern erst hatte ich einen 20 Jahre jungen Mann mit einem Herzinfarkt. Das habe ich in meiner 40-jährigen Berufslaufbahn noch nie erlebt. (…) Ich habe zudem 25 Nebenwirkungen gemeldet, die ganz anderer Art sind. Das sind sehr diffuse Symptome mit Schwindel, mit Schwäche, mit Nervenstörungen, mit Gesichtslähmungen, mit Zittern, mit merkwürdigen Schmerzen an wechselnden Körperstellen. (…) Etwa ein Drittel der Geimpften – egal ob sie Symptome haben oder nicht – haben einen bestimmten Laborwert erhöht, der normalerweise nur bei einer Lungenembolie oder bei einer Thrombose erhöht wäre. Es geht dabei um Gerinnungsvorgänge. Dieser Wert, D-Dimere nennt der sich, ist teilweise auf einer Höhe, bei der ich jeweils vom Labor eine Warnmeldung kriege. (…) Ich gehe aufgrund meiner Beobachtungen in der Praxis mindestens von zehn Mal so vielen Nebenwirkungen aus [wie das Paul Ehrlich-Institut meldet]. (…) Ich finde Schweden hat es uns sehr gut vorgemacht. (…) Dort hat die Bevölkerung nun ein hohes Maß an Immunität gegen das Virus entwickelt. Das macht Schweden jetzt auch so wenig anfällig. Die haben kaum noch Infektionen und kaum noch Todesfälle. Unser Weg hingegen der findet gar kein Ende. Dieses Impfen wird wahrscheinlich noch Jahre weitergehen. Denn wir kriegen dadurch keine richtige Immunität. Und wenn man die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schäden bei uns, vor allem die Schäden für die Kinder betrachtet, dann war das ein katastrophaler Weg.“

NZZ: Fiktionalisierung mit Geschmacksverlust: In «Die Welt steht still» arbeitet sich das ZDF an der Pandemie ab. Mit einem Spielfilm bittet der öffentlichrechtliche Rundfunk zur Corona-Schulstunde – Auszug: „Wie nebenbei entkräftet sie [die Protagonistin] alle verschwörungstheoretischen Argumente ihres Nachbarn und hält noch schnell ein flammendes Plädoyer gegen populistische Staatschefs. Ihrem Sohn erklärt sie beim Haareschneiden das Präventionsparadox und ermahnt gleich darauf ihre Tochter, die lieber knutschen will als Kontakte reduzieren: «Liebe bedeutet auch Verantwortung.» (…) Man wird den Verdacht nicht los, dass die vielen Vorträge vor allem an das Fernsehpublikum gerichtet sind. (…) Fiktion entsteht im deutschen öffentlichrechtlichen Fernsehen selten aus der Freude am Fabulieren. Sie wird eingesetzt, um die Realität, entsprechend den eigenen politischen Ansichten, möglichst originalgetreu abzubilden.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Eine sehr höfliche Umschreibung für Propaganda. Die Film-Hauptdarstellerin Natalia Wörner ist übrigens die Frau von Außenminister Heiko Maas. Ein kleines Gedankenspiel: Stellen wir uns vor, die Frau des russischen Außenministers Sergei Lawrow macht im russischen Staatsfernsehen zur besten Sendezeit Stimmung für Regierungsmaßnahmen und gegen Regierungskritiker – das Ganze dargestellt als Schauspielerei. Wie würden die Leitmedien hierzulande – allen voran die Fachleute des ZDF – solch einen Vorgang beurteilen? Die höfliche Formulierung der NZZ würden sie wahrscheinlich nicht benutzen.)

Links-Netz: Was ist aus der Linken geworden? (Joachim Hirsch) – Auszug: „Das Verhalten der verschiedenen linken Organisationen, Gruppierungen und Individuen in der Corona-Krise und ihr Verhältnis zur Politik der Regierungen hat einiges mit dem linken Staatsverständnis und damit mit den Grenzen der Fähigkeit zu einer radikalen Gesellschaftskritik zu tun. (…) Aufgabe einer linken Kritik wäre gewesen, die Zusammenhänge mit den dahinterstehenden Mechanismen deutlich zu machen und die Sinnhaftigkeit der getroffenen Maßnahmen und deren Auswirkungen zu hinterfragen. Das theoretische Rüstzeug dazu war eigentlich vorhanden, aber offensichtlich in Vergessenheit geraten. Aufgabe wäre es auch gewesen, die im Zusammenhang der Corona-Politik durchgesetzten Verfassungs- und Rechtsbrüche anzuprangern. Das blieb jedoch Sache einiger liberaler Journalisten und Juristen. Und es wäre darauf angekommen, auf die gesellschaftlichen und politischen Folgen der Corona-Politik, etwa die massiven Veränderungen im Bildungssystem, die weitere Perfektionierung des Überwachungsstaats oder die Verschärfung der sozialen Ungleichheit hinzuweisen. Davon wurde von linker Seite eher geschwiegen, wenn nicht die staatlichen Maßnahmen kritiklos akzeptiert oder gar als ungenügend bezeichnet wurden. Siehe z.B. die „Zero-Covid“- Initiative, die sich selbst als links bezeichnete, eine breite Unterstützung und eine gewisse Öffentlichkeit erlangte, dabei aber sowohl politik- wie auch ökonomietheoretisch von einer erstaunlichen Naivität gekennzeichnet war. (…) Für diese politische Zukunft dieses Landes ist das bedeutungsvoll. Immerhin waren es seit der Studierendenbewegung linke Initiativen und die darauf folgenden Entwicklungen, etwa die Entstehung der so genannten neuen sozialen Bewegungen, die allmählich demokratischere und liberalere Verhältnisse durchzusetzen vermochten. Es ist zu befürchten, dass dies in Zukunft kaum mehr der Fall sein wird. Die autoritäre Entwicklung, die durch die Corona-Krise und die darauf bezogene staatliche Politik erheblich verstärkt wurde, kann sich dadurch noch ungehemmter fortsetzen.“

Uwe Scheler: Statement des Bürgermeisters von Neuhaus am Rennweg (Thüringen) – Auszug: „In diesen Tagen hört man sehr oft die Frage nach Schuld oder den Vorwurf von Schuld. (...) Vielmehr ist es doch eine Frage nicht eingelöster Versprechen und nicht erfüllter oder enttäuschter Erwartungen. (…) Von vielen Stellen wurden diese Erwartungen und Hoffnungen noch durch Versprechen genährt und unterstützt. Versprechen, die eigentlich nicht hätten gemacht werden dürfen. Versprechen, die einfach nicht gehalten werden konnten. (...) Die Ausmaße der Enttäuschung und Wut, oft auch der Machtlosigkeit oder Handlungsunfähigkeit, manchmal aber auch der Angst sind aktuell ebenfalls auf allen Ebenen erlebbar und spürbar. Politik und Medien pushen das Ganze noch, Aktionismus und Paniksituationen sind die Folge. (…) Solange den sogenannten Heilsbringer niemand hat, sollte man sich auf allen Ebenen mit Schuldvorwürfen unbedingt zurückhalten. Die lösen das Desaster nämlich nicht auf, die verlagern nur die Verantwortung und machen blind. Ich rate jedem auf allen Ebenen, maßvoll mit Vorwürfen, Beschimpfungen und Anordnungen umzugehen, man sollte sich auch künftig noch in die Augen sehen können, allen Meinungsverschiedenheiten zum Trotz. (...) Stellen wir gemeinsam nicht mehr die Frage nach der Schuld. Grenzen wir niemanden aus, weil er etwas nicht genauso macht, wie wir es selbst machen. Nehmen wir einfach zur Kenntnis, dass der andere auch berechtigte Gründe haben kann. Ziehen wir in Erwägung, dass der andere eventuell auch Recht haben könnte.“

Bert Ehgartner: Geert Vanden Bossche warnt eindringlich vor Covid-Impfung bei Kindern: "Wir zerstören ihre natürliche Immunität" – Auszug: „In der Altersgruppe von 30 bis 80 Jahren haben die vollständig geimpften Personen nun ein deutlich höheres Infektionsrisiko als Ungeimpfte. Dies liegt liegt laut Vanden Bossche am Trainingseffekt durch die wiederkehrenden Viren-Kontakte, den die Ungeimpften und Genesenen mitgemacht haben. Mit ihrer sterilisierenden Immunität würden sie tatsächlich für einen verlässlichen Herdenschutz sorgen. In den Entwicklungsländern Afrikas, wo keine Impfkampagnen abgehalten wurden, ist das auch so. In den Industrieländern stellen jedoch die Geimpften die Mehrheit. Und von ihnen geht keinerlei Herdenschutz aus. Im Gegenteil, sie scheinen die Viren magnetisch anzuziehen. ‚Personen, die geimpft werden, verlieren mit jeder Woche mehr von ihrem Infektionsschutz. Sie haben mittlerweile ein höheres Infektionsrisiko als die Ungeimpften. Letzte Bastion sind jetzt die Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren. Hier gibt es noch Infektionen, hier erwerben sie ihren natürlichen Immunschutz mit der sterilisierenden Immunität. Wenn nun die unter 18 Jährigen ebenfalls geimpft werden, wird sich das rasch umdrehen. Und in ein paar Monaten wird es auch in dieser Altersgruppe bei den Geimpften mehr Infekte geben als bei den Ungeimpften.‘ (…) ‚Wir steuern mit den Impfkampagnen bei den Kindern und jungen Leuten auf ein vollständiges Desaster für die individuelle Gesundheit, aber auch die Volksgesundheit zu. Aus folgenden 3 Gründen: 1) Wenn wir jetzt die Kinder Impfen, dann nehmen wir ihnen die Fähigkeit der sterilisierenden Immunität, die sie jetzt haben, für immer weg. Dann können wir die Herdenimmunität komplett vergessen. 2) Wir haben eine weitere Brutstätte für resistente Virenarten 3) Die resistenten Stränge breiten sich aus - und wenn sie wieder kommen, so wird bei den Geimpften die vorher vorhandene angeborene Immunabwehr unterdrückt, weil sie von den über die Impfung erworbenen Antikörpern overruled werden. Diese Impf-Antikörper sind jedoch vollständig sinnlos, weil die Viren dagegen längst resistent sind. (…) Wir müssen die Impfung der Kinder unbedingt verhindern, das ist unsere letzte Hoffnung.‘“

Zeit Online: Die Gesellschaft muss sich spalten! – Auszug: „Nur werden die oft stillen Verunsicherten und die schweigenden Zögernden nicht dadurch überzeugt, indem den lauten Abgedrehten, den Reichsbürgern und den Verschwörungsmythikern zugehört wird. Auf dem Weg, die Mitte zu kapern, überrennen die Außenstehenden die Zweifler. Der Schaden, der dadurch entsteht, ist weit größer als der gesundheitliche. Die Trampler bringen Antisemitismus mit und Rechtsextremismus, allgemeine Wissenschafts- und Verfassungsfeindlichkeit. Sie infizieren die Zweifelnden mit ihrem Hass (…) Was es jetzt braucht, ist nicht mehr Offenheit, sondern ein scharfer Keil. Einer, der die Gesellschaft spaltet. Wenn davon die Rede ist, entsteht schnell ein Zerrbild im Kopf, als würde das Land in zwei gleich große Teile zerfallen. Doch so ist es nicht. Richtig und tief eingeschlagen, trennt er den gefährlichen vom gefährdeten Teil der Gesellschaft. Sicher, es ist nicht ganz leicht, den Spaltpunkt exakt zu treffen. Liegt er zu weit außerhalb, können die Extreme weiter wachsen. Liegt er zu weit innerhalb, gehen legitime kritische Stimmen verloren. Man wird diese Grenze immer wieder neu austarieren müssen. Ein Anfang wäre ja schon, alles nicht faktenbasierte, unwissenschaftliche und staatsfeindliche auszuschließen. Falschbehauptungen sind keine Meinung, Hetze ist keine berechtigte Sorge. Wer das nicht begreift, gehört auf die andere Seite. Dann ist Spaltung nicht das Problem, sondern Teil einer Lösung. Denn nur wenn Ruhe ist vor diesem Geschrei, lässt sich geduldig reden mit denen, die nah an der Kante stehen.“ (Anmerkung Paul Schreyer: „Gefährliche Teile der Gesellschaft“, die „Zweifelnde infizieren“, mit „einem scharfen Keil“, „richtig und tief eingeschlagen“, von der gesunden und vermeintlich rationalen Volksgemeinschaft abspalten – das ist reinstes Nazi-Denken und Volksverhetzung übelster Ausprägung; wohlgemerkt, nicht von NPD-Kadern oder in rechtsradikalen Schriften, sondern mitten in einer ehemals liberalen Wochenzeitung aus Hamburg. Nochmal ein besonders krasses Zitat aus dem Artikel: „Ein Anfang wäre ja schon, alles (…) staatsfeindliche auszuschließen.“ Der Begriff „staatsfeindlich“ existierte juristisch auf deutschem Boden zuletzt im Strafgesetzbuch der DDR (Paragraf 106 „Staatsfeindliche Hetze“) sowie zuvor in der Nazizeit als „staatsfeindliche Bestrebungen“, gegen die die Gestapo offiziell vorging. Als „staatsfeindlich“ galten unter Hitler Kommunisten und Juden und wurden mit diesem Vorwand enteignet. Im aktuellen bundesdeutschen Recht existiert das Wort hingegen nicht. Wie kommt es im Jahr 2021 plötzlich in den Kopf eines 33-jährigen Zeit-Autors?)

#allesaufdentisch: Impfpflicht. Gespräch des Kabarettisten Reiner Kröhnert mit der Bundestagsabgeordneten der Linken Dr. Sahra Wagenknecht – Auszug: „Noch haben wir keine offizielle Impfpflicht, aber wir haben eine Impfpflicht durch die Hintertür. 2G ist ja faktisch ein unglaublicher Druck für Menschen, die sich nicht impfen lassen. (…) Das gesellschaftliche Klima ist unglaublich aufgeheizt. Ich finde das beängstigend. Die Politik offeriert uns ganz bewusst einen Sündenbock, um von ihrem eigenen Versagen abzulenken. (…) Ich finde das ganz schlimm, dass man die Bevölkerung so gegeneinander aufhetzt. Ich erlebe auch selber, dass viele Menschen das Narrativ – die Ungeimpften seien an allem schuld – wirklich glauben. Das wir jetzt diese Zuspitzung haben, hat auch damit zu tun, dass die Impfstoffe in vielem nicht die Hoffnungen erfüllt haben, die man am Anfang in sie gesetzt hat. Inzwischen ist klar, dass auch Geimpfte sich infizieren können, dass sie das Virus weitergeben können und das damit 2G eine völlig unsinnige Regelung ist, die nur dazu dient, die Ungeimpften zu schikanieren, aber das Infektionsgeschehen überhaupt nicht eindämmt. (…) Ich glaube, eine Impfpflicht geht in Deutschland schon verfassungsrechtlich gar nicht. Wir haben es hier mit ganz neuartigen Impfstoffen zu tun, wo selbst das RKI darauf hinweist, dass man nicht wissen kann, ob Spätfolgen in mehreren Jahren auftauchen. Unter solchen Bedingungen kann man keine Impfpflicht durchsetzen. (…) Ein Gesellschaftsklima der Angst verträgt sich nicht mit liberalen Grundwerten. Wenn Menschen Angst haben, wollen sie de, den sie für die Bedrohung verantwortlich machen, ächten. Deswegen ist es so fahrlässig, wenn Politiker Ängste schüren. (…) Was in Österreich jetzt schon durchgesetzt wird – das ist ja totalitär!“

Reitschuster: Wieler zum Boostern: „Es ist ein gutes Abo, denn es ist kostenlos!“ – Auszug: „Geimpfte müssen sich ganz offensichtlich auf regelmäßige Wiederholungsimpfungen einstellen. Das geht aus einer Antwort von RKI-Chef Lothar Wieler auf der heutigen Bundespressekonferenz auf die Frage hervor, wie er zu der Kritik stehe, wegen der „Booster“-Impfungen handele es sich um ein „Abo“. Er sagte: „Es ist ein gutes Abo, denn es ist kostenlos!“ Dass der Steuerzahler oder die Versicherten-Gemeinschaft dafür aufkommen muss, sagte Wieler nicht. (…) Ohne es explizit auszusprechen, machte Gesundheitsminister Spahn zwischen den Zeilen deutlich, dass die Impf-Strategie der Bundesregierung gescheitert ist und die Wirkstoffe die hohen Erwartungen nicht erfüllen. So sagte der Minister: „Wir alle hatten gehofft, durch die Impfung, auf einen besseren Winter. Durch Delta-Variante und geringe Zahl der Impfungen sind wir in einer anderen Lage. Das tut weh.“ (…) ‚Allein mit Impfen und Boostern werden wir das Brechen der Welle nicht mehr erreichen. Es braucht Maßnahmen der Kontaktbeschränkung. Erster Schritt: Lockdown für Ungeimpfte.‘“ (Anmerkung Stefan Korinth: Vorausgesagt wurde genau das vor exakt einer Woche an dieser Stelle in den Multipolar-Empfehlungen im Zusammenhang mit Spahns massiver Ausweitung der Tests.) „Spahn regte im Anschluss daran an, im Zweifel auch beim Freundschaftsbesuch mit Kontroll-App die Echtheit von Impfzertifkaten zu prüfen. Dazu gehöre auch das Vorzeigen des Personalausweises. Vergangene Woche regte Spahn an gleicher Stelle das Gleiche für Verwandte in der Familie an.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Freunde und Familienmitglieder sollen sich laut Spahn nun durchscannen und die Ausweise kontrollieren – sich also gegenseitig wie potenzielle Betrüger behandeln. Die Bundesregierung trägt Misstrauen und Spaltung weiter bis tief in das Private hinein. Wann wird ein Minister empfehlen, dass Kinder ihre Eltern denunzieren sollen? Vielleicht schon nächsten Freitag. In totalitären Systemen wäre das aber nichts neues.)

Berliner Zeitung: ates Stiftung: „Wir müssen in den nächsten Jahren weiter geimpft werden“ – Der Deutschland-Chef der Bill und Melinda Gates Stiftung skizziert, wie sich die Stiftung die Reaktion auf künftige Pandemien vorstellen kann. – Auszug: „Zuallererst sind wir überzeugt, dass Impfen die beste Lösung gegen Pandemien ist. Das heißt, dass die nun zur Verfügung stehenden Impfstoffe weiterentwickelt werden müssen. Die mRNA-Technologie ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Mit ihr konnten sehr schnell neuartige Impfstoffe zum Einsatz gebracht werden. Moderna hat den ersten Impfstoff-Kandidaten in nur 48 Stunden entwickelt. Es wird Impfstoffe auf mRNA-Basis nicht nur gegen Covid-19, sondern auch gegen viele andere Infektionskrankheiten geben, wie etwa HIV oder Malaria. Überall auf der Welt werden schon jetzt Produktionskapazitäten aufgebaut, um global schnell und gerecht verteilen zu können. Biontech plant etwa bereits den Aufbau einer Fabrik in Afrika. Zweitens ist es wichtig, ein weltweites Monitoring-System zu schaffen, um neue Virus-Varianten in Echtzeit erkennen und rechtzeitig eindämmen zu können. Dazu sollte es ein dauerhaftes, weltweites Test-System und eine Taskforce geben, die immer aktiv und schnell einsatzbereit sind. Außerdem müssen die globalen Kapazitäten für die Genom-Sequenzierung weiter ausgebaut werden, um bei größeren Ausbrüchen schnell reagieren zu können. Der dritte Punkt ist die Notwendigkeit der weltweiten Koordinierung der Regierungen, damit alle weltweit einheitlich und entschlossen vorgehen können. (…) Ich persönlich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Jahren weiter geimpft werden müssen.“

Junge Welt: Brüssel macht mobil – Auszug: „Die EU treibt ihre Militarisierung mit neuen Hightech-Rüstungsvorhaben voran. Die Verteidigungsminister der Union gaben auf ihrem jüngsten Treffen grünes Licht für 14 neue Projekte, die nun im Rahmen des Aufrüstungsprogramms Pesco in Angriff genommen werden. Dabei handelt es sich unter anderem um die Entwicklung einer neuen Generation taktischer Drohnen, um die Schaffung ‚europäischer‘ Optionen für den schnellen Lufttransport übergroßen Kriegsgeräts, etwa von Kampfpanzern, oder auch um Maßnahmen zur Vorbereitung auf künftige Kriege im Weltraum. Geplant ist zudem die Entwicklung eines Kriegsschiffs, das für verschiedene Zwecke von der Spionage bis zur U-Boot-Jagd eingesetzt und unbemannt betrieben werden kann. (…) Die EU-Verteidigungsminister befassten sich darüber hinaus am Dienstag in Brüssel nicht nur mit diversen aktuellen Militäreinsätzen der Union – etwa in Mali –, sondern auch mit der Vorbereitung auf künftige bewaffnete Operationen. So nahmen sie etwa ‚Fortschritte‘ bei der sogenannten Militärischen Mobilität zur Kenntnis. Dabei handelt es sich um ein Programm, das die Bewegung von Truppen und Kriegsgerät quer über den gesamten Kontinent optimieren soll. Dazu werden einerseits die Verkehrswege ausgebaut, andererseits die Verwaltungsabläufe an den EU-Binnengrenzen vereinfacht. Faktisch zielt das Programm darauf ab, eine schnellstmögliche Mobilisierung in Richtung Russland vorzubereiten.“

Jacobin: Noske 2.0 (Klaus Gietinger) – Gustav Noske war ein kriegsbegeisterter Konterrevolutionär, der sich selbst stolz als ‚Bluthund‘ bezeichnete. Sein größter Fan? Robert Habeck. – Auszug: „Gustav Noske ist kaum bekannt. Glaubt man Robert Habeck, dann war der Sozialdemokrat Noske 1919 ‚Innenminister‘. Er sei eigentlich ‚für die Revolution‘ gewesen, sei im November 1918 ‚quasi unbeschrieben‘, ‚ohne einen klaren Plan‘ nach Kiel zu den meuternden Matrosen gekommen und habe dort ‚Ordnung geschaffen‘. ‚Jahre später‘ habe er den Spartakusaufstand niedergeschlagen, denn schließlich sei er ein Akteur gewesen, ‚der versucht, den ewigen Zustand der Revolte in etwas zu übersetzen, was gesellschaftlich funktioniert‘. Das alles gab Robert Habeck in Interviews von sich, zu Zeiten, als er noch unbekannter war als Noske heute. Leider stimmt fast nichts von Habecks Behauptungen, außer dass Noske Sozialdemokrat war. Auf dieser ‚beachtlichen‘ Recherche basierend hat Habeck vor dreizehn Jahren zusammen mit seiner Frau ein Theaterstück geschrieben: 1918. Revolution in Kiel. Seine Lieblingsfigur darin ist Noske. (…) Habeck hat sich damals wie heute mit dieser Figur identifiziert, die angeblich mit der Revolution sympathisierte, aber dann in der Realpolitik in die Wahl zwischen ‚schlecht und schlechter‘ gedrängt wurde. Hätte Habeck besser recherchiert, hätte er gewusst, dass Noske zwischen Schlacht und Schlächter pendelte – und sich am Ende für beides entschied. (…) Noske war nie ‚ohne Plan‘ oder gar ‚revolutionär‘, sondern immer konter- gewesen, er ließ auch nicht Jahre nach der Revolution, sondern schon nach wenigen Wochen Arbeiter massenhaft füsilieren.“

Bastian Barucker: Disruption der Weltgesundheit: Die Gates-Stiftung und das Geschäft mit Impfstoffen (Übersetzung eines Textes von Jacob Levich, zuerst veröffentlicht 2018 im „Routledge Handbook on the Politics of Global Health“) – Auszug: „Die Verbindungen der Gates-Stiftung zur Pharmaindustrie sind eng, verwickelt und bestehen schon seit langem. Schon bald nach ihrer Gründung investierte die BMGF 205 Millionen US-Dollar in pharmazeutische Unternehmen wie Merck & Co., Pfizer Inc., Johnson & Johnson und GlaxoSmithKline. In späteren Jahren hat sich die Verbindung vertieft, und es wurde eine Drehtür geschaffen, die mittlerweile regelmäßig Manager zwischen der BMGF, den von Gates kontrollierten NGOs und den Big Five der Pharmaindustrie hin und her wechseln lässt. Dem Leitungsgremium der ‚Global Health Division‘ der BMGF gehören ehemalige Manager von AstraZeneca, Baxter International Healthcare Corp., Eli-Lilly, Novartis, Parke-Davis, Pfizer und Wyeth an. Die NGO PATH, von der The Lancet gesagt hat, sie sei praktisch ‚ein Agent der Stiftung‘, arbeitet offen als Vermittler für über 60 Partnerkonzerne und generiert ‚marktbasierte Lösungen‘ für Pharmaunternehmen wie Merck und Sanofi. (…) Im Klartext heißt das: die BMGF verspricht, Big Pharma dabei zu helfen, westliche Regulierungen zu umgehen, indem sie Billigstudien zu Medikamenten in der Peripherie fördert. Gleichzeitig lenkt die BMGF Mittel souveräner Staaten in Investitionen, die Märkte für westliche transnationale Konzerne schaffen, auch wenn das nur durch eine radikale Umschichtung von Ressourcen zulasten traditioneller Gesundheitsprogramme möglich ist. Das Ziel besteht, wie es ein Bericht der amerikanischen Behörde für Entwicklungshilfe USAID offen ausspricht, darin, ‚Marktakteure und -dynamiken wirksam zu nutzen, um die Nachfrage zu stimulieren‘. (…) Alles in allem fand Bill Gates im Impfstoffmarkt Bedingungen vor, die ihm die komplette Aneignung eines Schlüsselsektors des Gesundheitswesens ermöglichten. Beinahe über Nacht wurde die BMGF zum Urheber und zur maßgeblichen Instanz weltweiter Impfmaßnahmen und sorgte dafür, dass Entscheidungen, die das Leben und die Gesundheit der Entwicklungsländer betreffen, zentral in Seattle getroffen werden. (…) Weithin wird davon ausgegangen, dass Bill Gates 2017 der Königsmacher bei der Bestimmung von Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Nachfolger von Margaret Chan als Generaldirektor der WHO gewesen ist (…) Das Arrangement mit der WHO festigte das disruptive Projekt der BMGF und sicherte die langfristigen globalen Interessen des westlichen Kapitals.“

Der Bundespräsident: Eröffnung des Zwölften Forum Bellevue: Was kann der Staat? Lektionen aus der Pandemie (15.11.) – Auszug Frank-Walter Steinmeier: „Die vierte Welle trifft unser Land härter, als sie uns treffen müsste. Denn wir wissen doch, was zu tun ist, um diese Pandemie endlich hinter uns zu lassen. Wir können es alle wissen. Die allermeisten Menschen in unserem Land lassen sich impfen, um sich und andere zu schützen. Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, setzen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel, und sie gefährden andere. (…) Wer jetzt immer noch zögert, sich impfen zu lassen, den will ich heute ganz direkt fragen: Was muss eigentlich noch geschehen, um Sie zu überzeugen? Ich bitte Sie noch einmal: Lassen Sie sich impfen! Es geht um Ihre Gesundheit, und es geht um die Zukunft unseres Landes! (…) Wissenschaft, das führt uns Corona plastisch vor Augen, gibt es nur im Plural ihrer Disziplinen, Fragen und Methoden. Sie produziert keine absoluten Gewissheiten, sondern (…) Wissen, das immer unter dem Vorbehalt steht, dass man es morgen möglicherweise besser weiß. (…) Erst Zweifel und Kritik (…) führen zu neuen, auch gemeinsamen Erkenntnissen. (…) Wo Politik sich hinter Wissenschaft versteckt oder, umgekehrt, wo Wissenschaft sich an die Stelle der Politik setzt, wo Politiker und Wissenschaftler sich gegenseitig benutzen, um ihre Ziele durchzusetzen, da schwächen wir das Vertrauen sowohl in Wissenschaft wie in Demokratie.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Lieber Herr Steinmeier, ich greife einmal Ihre Diktion auf: Was muss eigentlich noch geschehen, wieviele schwere und schwerste Impfschäden noch gemeldet werden, wieviele Belege für einen weitgehend fehlenden Fremd- und moderaten Eigenschutz dieser Gentherapeutika noch veröffentlicht werden, um Sie zum Beherzigen Ihrer eigenen Ratschläge im zweiten Teil Ihrer Rede zu führen?)

#allesaufdentisch: Gekaufte Forschung – Gespräch des Musikers Jakob Seeber mit dem Volkswirt Prof. Dr. Christian Kreiß – Auszug: „2015 habe ich im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung des Deutschen Bundestages gesagt, dass ein Teil der STIKO sofort aufgelöst gehört, weil es zu starke Interessenkollisionen bei einzelnen Mitgliedern gibt. (...) Die STIKO ist bekannt für ihre starken Verbandelungen zur Impfindustrie. Bei der Neuempfehlung der Corona-Impfstoffe für Jugendliche waren drei Wissenschaftler beteiligt, die ganz massive Verbindungen zur Impfindustrie haben. Zum Beispiel Professor Fred Zepp, der hat alle möglichen Verflechtungen. Der ist in meinen Augen fast ein lupenreiner Impf-Lobbyist. Der Mann arbeitet sogar direkt für einen großen Impfstoffhersteller. (…) Ähnliches gilt für Professor Ulrich Heininger und für Professorin Ursula Wiedermann, die mit Pfizer, Viravaxx, Baxter, Novartis, GSK oder Imugene zusammenarbeitet. Solche Menschen, die massiv mit der Impfindustrie zusammenarbeiten, entscheiden dann, ob unsere Kinder und Jugendlichen geimpft werden sollen. Das ist keine freie Wissenschaft. Das ist befangene Wissenschaft. Deren Ergebnisse kann ich nicht ernst nehmen. (…) Fünf Sechstel aller Forschung in Deutschland ist gelenkte Forschung, der größte Teil davon ist durch Industriegelder gelenkt. (…) In Deutschland werden inzwischen 90 Prozent der Pharmaforschung durch die großen Konzerne vorgegeben und finanziert. Eine freie Forschung insbesondere im Gesundheitsbereich existiert in Deutschland nicht mehr. (…) Echte Wissenschaft sollte ergebnisoffen sein. Aber Industrieforschung ist nicht ergebnisoffen. Da geht es immer um Profit und sonst nichts.“

#allesaufdentisch: Die Rolle der Wissenschaft. Gespräch des Autors und Filmemachers Philipp von Becker mit dem Wissenschaftsphilosophen und Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Michael Esfeld (Teil 2) – Auszug: „Das Problem bestand darin, dass einfach keine Diversität in der Arbeitsgruppe [der Leopoldina zu den Ad-hoc-Stellungnahmen] vorhanden war. Da waren alles nur Leute drin, die bereit waren, den Vorgaben von Personen wie Wieler, Drosten oder Brinkmann zu folgen und überhaupt nicht die Debatte, die stattfand, abgebildet haben. Die Gruppe war vollkommen einseitig zusammengesetzt. (…) Diversität in der Wissenschaft ist immer die Diversität der verschiedenen Standpunkte. Davon lebt Wissenschaft, dass auch Kritiken vorgetragen werden und kritische Diskussionen stattfinden. Und das muss man in so einer Situation auch nach außen tragen, weil man sonst die Öffentlichkeit bewusst und absichtlich betrügt, indem man die Wissenschaft als einen monolithischen Block darstellt, der Wahrheiten verkündet, die sogleich politisch umgesetzt werden müssen. (…) Ich habe meinen Protest gleich am selben Abend, am 8. Dezember, abgeschickt und am 9. Dezember hat die Bundeskanzlerin mit dieser Stellungnahme [der Leopoldina] im Bundestag den Lockdown durchsetzen können – und zwar unter Bezugnahme auf Naturgesetze wie das Gravitationsgesetz. Und das hat mich dann wirklich erschrocken, weil das ist genau das Handlungsmuster das wir aus den totalitären Systemen Kommunismus und Nationalsozialismus kennen. (…) Und wenn jetzt auf diesem Niveau [argumentiert wird], ist das der allergrößte Schaden, den man absichtlich durch die Akademie [anrichten kann], durch die Beteiligten, die das in vollem Bewusstsein getan haben, Wissenschaft zu schädigen und ihr denselben Status zu geben, den sie in totalitären Systemen hatte. Auch der Kommunismus hat sich immer auf Naturgesetze berufen, Gesetze des Ablaufs der Weltgeschichte. Der Nationalsozialismus hat sich immer auf Rassengesetze berufen. Eugenik war vor 100 Jahren Expertenkonsens. (…) Das kennen wir alles, wie mit angeblichen Naturgesetzen Wissenschaft politisch missbraucht wurde – durch Wissenschaftler selbst. Ich fand das sehr erschreckend, dass sich das wiederholt.“

German Foreign Policy: Flüchtlingssterben im Niemandsland (III). Wieder Todesopfer an der EU-Außengrenze. Brüssel schafft mit neuen Sanktionen ein neues Mittel zur Flüchtlingsabwehr. Polen und baltische Staaten verstärken Militäraktivitäten an der Ostgrenze – Auszug: „Unverändert vegetieren mutmaßlich Tausende Flüchtlinge im Niemandsland dahin; am Wochenende wurde erneut der Tod eines von ihnen gemeldet. Bereits zuvor waren acht Todesfälle bekanntgeworden. (…) Deutschland und die EU, selbsternannte Vorkämpfer für Menschenrechte, decken nicht nur das brutale Vorgehen der polnischen Grenztruppen, sie verhindern auch humanitäre Hilfe für die an der Grenze feststeckenden Flüchtlinge. (…) Zusätzlich hat die EU durchgesetzt, dass Iraker, Afghanen, Syrer und Jemeniten ab sofort nicht mehr aus der Türkei und aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Belarus fliegen dürfen. (…) Zusätzlich zur Einschränkung internationaler Reisefreiheiten führt die EU neue Sanktionen gegen Belarus ein. (…) Das neue Sanktionsinstrument richtet sich gegen Personen und Organisationen, die unerwünschte Migration in die EU unterstützen. (…) "Wir werden diesen Weg der Härte jetzt weitergehen", wird Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zitiert. (…) Polen hat gut 15.000 Soldaten in der Nähe der Grenze zu Belarus stationiert. Litauen hat bereits in der vergangenen Woche seine rund 1.200 an der Grenze stationierten Soldaten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Lettland hat am Wochenende unweit der Grenze zu Belarus ein unangekündigtes Manöver mit rund 3.000 Soldaten gestartet. Estland wiederum hielt am Wochenende eine Luftlandeübung gemeinsam mit US-Einheiten ab. Am Montag hat Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis eine Reihe wüster Behauptungen vorgetragen (...) es sei "sehr wahrscheinlich", dass Russland die Ukraine überfalle, "während wir uns mit der Lage an der Grenze zu Polen und Litauen befassen". (...) Landsbergis verlangte schließlich, der Flughafen der belarussischen Hauptstadt Minsk müsse eine ‚Flugverbotszone‘ werden.“

15. November 2021

Swiss Policy Research: Deutschland vor der “großen Welle”? – Auszug: "Anfang November hat die Corona-Infektionsrate in Deutschland und in Österreich ihren bisher höchsten Stand erreicht und seither weiter stark zugenommen. Wie schon im Herbst 2020 waren offenbar viele von dieser Entwicklung überrascht: Behörden und 'Fachleute‘ glaubten, die Pandemie durch Impfstoffe und Masken im Griff zu haben, während manche Skeptiker mit Verweis auf die fehlende Übersterblichkeit 2020 annahmen, der Spuk sei ohnehin längst vorbei. (…) Bereits im Juli/August 2021 zeigten Daten aus Impf-Vorreiter Israel, dass die Schutzwirkung der Corona-Impfung innerhalb eines halben Jahres gegen Ansteckung und Übertragung auf 0% und gegen Hospitalisierung bei Senioren auf etwa 50% fällt. Neuere Studien, zum Beispiel aus Schweden, haben diese Werte bestätigt. Auch bezüglich Viruslast unterscheiden sich Geimpfte und Ungeimpfte nicht (…). Eine Impfung im letzten Frühjahr hat heute deshalb keine verlässliche Wirkung mehr. Hauptgrund dafür sind – bisher – nicht neue Virusvarianten, sondern die rasch abfallenden Antikörperwerte. Zudem fehlt Geimpften, im Unterschied zu Genesenen, eine Schleimhaut-Immunität. Der nur kurzfristige Impfschutz bedeutet zugleich, dass 'Impfpässe‘, Impfpflichten, Impfdruck, '3G/2G‘, 'Lockdown für Ungeimpfte‘ und so weiter keinerlei medizinische, epidemiologische oder ethische Grundlage haben. Ihre Anwendung ist als schwerste medizinische und politische Fehlleistung einzustufen und zurückzuweisen. (…) Tatsächlich sind es die Genesenen, nicht die Geimpften, die die Pandemie durch eine langfristige Immunität beenden werden (...). Ein 'Impfzertifikat' dürfte aus medizinischer Sicht denn auch höchstens drei Monate gültig sein, danach fällt der Infektionsschutz unter 80%. Die Corona-Pandemie entwickelt sich folglich, ironischerweise, zunehmend zu einer 'Pandemie der Geimpften'. (…) Die potentiellen Impfrisiken müssen (…) allen bewusst sein (…) Dr. Hartmut Glossmann, Professor für Pharmakologie, einer der weltweit meist zitierten Wissenschaftler Österreichs, Begründer der ersten österreichischen Arzneimittel-Kommission und langjähriger Redakteur des Arznei-Telegramms, spricht inzwischen in einem Offenen Brief vom voraussichtlich 'größten Arzneimittelskandal‘, den er jemals erlebt habe.“

Achgut: Bericht zur Coronalage vom 15.11.2021: Entmenschlichung – Die Kampagne gegen Impfkritiker zielt immer mehr auf urzeitliche Verhaltensweisen, die heute noch praktiziert werden, wenn Verantwortliche bei eigenem Versagen die entstehende Wut auf Sündenböcke ablenken. Ein Schreiben von Ärztefunktionären zeigt das auf erschreckende Weise. – Auszug: "Wer immer noch glaubt, es ginge bei der aktuellen Impfdiskussion um eine Krankheit und den Schutz davor, dem sollte ein aktuelles Schreiben des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg an seine Vertragsärzte (90 Prozent aller niedergelassenen Ärzte) die Augen öffnen. (…) Deswegen der Appell sowohl an alle Kollegen, die eine Entscheidung gegen diese Impfung kritisieren, aber spüren, dass hier etwas zu entgleisen droht. Als auch an diejenigen, die diese Impfung ablehnen, aber auch in den Reihen der 'Impfgegner' die Tendenz sehen, mit gleicher moralistischer Keule zurück zu schlagen. Kehren wir zurück zu einem echten Dialog und fordern wir die sachgerechte Darstellung von Daten und Fakten, um dann fachlich zu streiten. Konstruktiver Streit ist die Essenz der Wissenschaft und des Fortschrittes. Es gibt dazu keine Alternative. Worauf wollen wir warten? Bis Ungeimpfte unter dem Gejohle der Menge öffentlich zusammengeschlagen werden? Bis Ungeimpfte sterben, weil Ihnen eine Behandlung vorenthalten wird? Bis … ? Kehren wir endlich im Namen unserer Familien und unserer Patienten zu einem zivilisierten Umgang miteinander zurück. Eine wirkungsvolle Rücktrittsforderung der Kassenärzte an die Adresse ihres Vorstandes wäre dafür ein gutes Zeichen.“

Roger Letsch: Wir spielen Technokratie – "Was genau man da treubrav tut und warum, wird nicht mehr hinterfragt und geht in Kadavergehorsam und Gewohnheit unter. Längst hat man sich zum Beispiel so an das Masketragen gewöhnt, dass kaum noch jemand an den Anfang des Covidzän-Zeitalters zurückdenkt, um sich daran zu erinnern, wie man die Masken eigentlich richtig trägt, um ihre eh schon beschränkte Wirkung nicht ins Gegenteil zu drehen. Häufig wechseln, nicht berühren, von einem Ohr zum anderen abziehen und berührungslos entsorgen…der eine oder andere wird sich an das Ballett des geübten und verständigen Klinikpersonals erinnern, mit dem der unwissende Maskenpöbel halb verspottet und halb belehrt werden sollte. Heute hängen die Masken an Rückspiegeln und werden – wochenlang verwendet – aus Hand- und Hosentaschen hervorgekramt wie Schlüssel oder Kleingeld. Das 'ob' schlägt das 'wie' und wenn die medizinische Wirksamkeit auf diese Weise auch gleich Null oder negativ sein mag, ist dem technokratischen Akt doch formal Genüge getan. Und kommt es nicht genau darauf an? Niemand wird Sie belangen, wenn Sie die Maske falsch, besabbert oder mit Senfflecken tragen, solange Sie sie nur irgendwie tragen. Anders ausgedrückt: glauben Sie an ein Ende der Maskenpflicht noch in dieser Dekade, wenn es so wenig Kontrolle braucht, sie durchzusetzen? Dem Gessler in der Tell-Legende war es jedenfalls egal, wie man seinen Hut grüßte, solange man es nur tat. Bei der Impfung – so scheint es – gehen wir genau den gleichen Weg: man kann zwar aus den falschen Gründen das 'Richtige' tun, aber nie aus den richtigen Gründen das 'Falsche'. Ist nicht vorgesehen im System, es gibt keine Argumente gegen die Impfung, basta!“

Biontech: Auszug aus dem 411-seitigen Biontech-Geschäftsbericht von 2019, der seinerzeit der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC vorgelegt wurde: „Risiken im Zusammenhang mit unserem Geschäft: (…) Unseres Wissens gibt es derzeit keinen Präzedenzfall für eine mRNA-basierte Immuntherapie, wie die, die wir entwickeln, die von der FDA, der Europäischen Kommission oder einer anderen Aufsichtsbehörde anderswo auf der Welt zum Verkauf zugelassen wurde. (…) Die von uns entwickelten Produktkandidaten könnten nicht oder nur mäßig wirksam sein oder unerwünschte oder unbeabsichtigte Nebenwirkungen, Toxizitäten oder andere Eigenschaften aufweisen, die eine Marktzulassung verhindern oder die kommerzielle Nutzung einschränken könnten. (…) Die Entwicklung von mRNA-Arzneimitteln ist mit erheblichen klinischen Entwicklungs- und Zulassungsrisiken verbunden, da es sich um eine neuartige und noch nie dagewesene Kategorie von Therapeutika handelt. Als potenzielle neue Kategorie von Therapeutika wurden unseres Wissens bisher keine mRNA-Immuntherapien von der FDA, der EMA oder einer anderen Aufsichtsbehörde zugelassen. (…) Bis heute gab es noch keine Phase-3-Studie für ein mRNA-basiertes Produkt oder ein kommerzielles mRNA-basiertes Produkt. (…) Derzeit wird mRNA von der FDA als Gentherapieprodukt betrachtet. (…) Eine Reihe von Unternehmen in der Biotechnologie- und Pharmabranche haben bei klinischen Versuchen erhebliche Rückschläge erlitten, selbst nach positiven Ergebnissen in früheren präklinischen Studien oder klinischen Versuchen. Diese Rückschläge wurden unter anderem durch präklinische Erkenntnisse verursacht, die während laufender klinischer Studien gewonnen wurden, sowie durch Sicherheits- oder Wirksamkeitsbeobachtungen, die in klinischen Studien gemacht wurden, einschließlich zuvor nicht gemeldeter unerwünschter Ereignisse.“

Alschner Klartext: „Mein Körper hört nicht auf, sich selbst anzugreifen“ – Auszug: „Im Rahmen einer Aufsehen erregenden Pressekonferenz und Kundgebung in der US-Hauptstadt Washington D.C. sind nun weitere Aussagen bekannt geworden, von Menschen, die alles andere als Impfgegner waren. Sie nahmen teilweise gar freiwillig an den Studien zur Zulassung der experimentellen Substanzen teil (…) Wir dokumentieren die Rede von Brianne Dressen im übersetzten Wortlaut. (…) ‚Ich erlitt eine lebensverändernde Reaktion auf meine Covid-Impfung am 4. November 2020 (…) als ich mich bereitwillig für eine klinische Studie hier in den Vereinigten Staaten mit AstraZeneca angemeldet habe. (…) In dem Bericht über die klinische Studie, der im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde – ich habe die Folie – steht, dass die zweite Dosis erforderlich ist, um die Studie fortzusetzen. Da meine Reaktion so schwerwiegend war, sagte mir AstraZeneca, dass ich die zweite Dosis nicht erhalten dürfe, sie ließen mich aus der Studie fallen, meine Daten gingen verloren. Ich wurde von den Studienergebnissen ausgeschlossen, mein Zugang zur Studien-App wurde gelöscht. Das ist etwas anderes als das, was in dem Bericht steht, der besagt, dass diese Personen auf die zweite Dosis verzichtet haben. Weil ich die Serie nicht beenden konnte, wurde ich ausgeschlossen. Warum sind diese Daten nicht von Bedeutung? Im Bericht über die klinische Studie heißt es außerdem, dass schwerwiegende unerwünschte Ereignisse ab dem Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einwilligungserklärung bis zum Tag 730 erfasst werden. Ich habe das letzte Mal am Tag 60 von ihnen gehört, ich bin fast am Tag 365, das heißt, 10 Monate kritischer Sicherheitsdaten sind weg. Ich leide weiter und mein Zustand verschlechtert sich, während die Studie ohne mich fortgesetzt wird. Was unternehmen die Behörden in dieser Sache? (…) Wenn die Regierung uns nicht helfen will, wenn die Pharmakonzerne uns nicht helfen wollen … wer wird uns dann helfen?‘“

Rubikon: Verraten und verkauft (Hermann Ploppa) – Auszug: „Zum ersten Mal fand in den USA eine Anhörung von Impfgeschädigten im Washingtoner Kongress statt — im Ergebnis wird den Opfern jede Hilfe verweigert. (…) Aber der Kloß im Hals geht erst richtig los bei der zwölfjährigen Maddie de Garay. Das Mädchen sitzt im Rollstuhl und muss für den Rest ihres Lebens künstlich ernährt werden. Von ihrer Hüfte an fühlt sie nichts mehr. Sie schaut stolz zu ihrer Mutter, die hier im Senatsgebäude ihre Tochter vertritt. Dann wirkt Maddie wieder müde und abgelenkt. Das Mädchen nahm an einer Versuchsreihe von Pfizer teil. Ihre Mutter trägt schwer an der Entscheidung, ihre Tochter für die Experimente freigegeben zu haben. Der Hammer ist allerdings, was Pfizer in das Versuchsprotokoll über Maddies Impfreaktion geschrieben hat. Dort ist nämlich nur von ‚Fieber‘ zu lesen, während ihre Mutter 35 weitere eklige Nebenwirkungen von Ärzten hat protokollieren lassen. Die Versuchsprotokolle sind so formatiert, dass sie keine nuancierten Impffolgen erfassen. Natürlich hat Maddies Mutter immer wieder versucht, Pfizer, CDC, FDA oder NIH zur Rede zu stellen. Ohne Erfolg. Die Opfer und ihre Angehörigen sind ja noch nicht einmal wütend oder aggressiv. Sie wollen lediglich mit den Verursachern ihres Leidens reden. Doch alle Betroffenen erfahren das Gleiche: Sie hämmern gegen Gummiwände. Keiner hört sie. (…) Der Staat wird den Impfopfern nicht helfen (wollen). Gott wird den Impfopfern nicht helfen. Es bleibt nur die Aktivierung der Zivilgesellschaft aus der Kraft der Basiserhebung.“

12. November 2021

#allesaufdentisch: Der Ursprung von COVID-19. Gespräch des Filmregisseurs Felix Adlon mit dem Nanowissenschaftler Prof. Dr. Roland Wiesendanger – Auszug: „Zunächst hat man propagiert, dass es eine Zoonose wäre, also eine Übertragung von Coronaviren durch Fledermäuse über ein Zwischenwirtstier auf Menschen. Gegebenenfalls auch unter Mitwirkung des Fischmarkts in Wuhan. Aber das hat sogar die chinesische Regierung selbst bereits im Mai 2020 ausgeschlossen. (…) Das Institut für Virologie in Wuhan hat über Jahre hinweg hoch risikoreiche Forschung an Coronaviren betrieben. (…) Dort wurden gezielt biotechnische Manipulationen an Coronaviren durchgeführt. Und zwar Manipulationen, die genau die Besonderheiten von SARS-CoV-2 erklären. (…) Solche Experimente laufen weiter und werden mit noch viel gefährlicheren Viren durchgeführt. (…) Das hat sehr viele Wissenschaftler/innen – mich eingeschlossen – dazu gebracht, dass wir uns hier an die Öffentlichkeit wenden mussten, um auf diese extreme Gefahr für die Zukunft der Menschheit hinzuweisen. Diese Laborunfälle sind eben nicht selten. Selbst in den besten Sicherheitslabors geschieht pro Jahr eine dreistellige Zahl von Unfällen weltweit. Das sind offizielle Zahlen, aber nur die geringste Zahl davon wird bekannt. (…) Wir kennen sogar den Zeitpunkt, zu dem den Forschern in Wuhan offensichtlich bewusst geworden ist, dass es sich um einen Laborunfall handelt. Das ist der 12. September [2019] zwei Uhr nachts chinesischer Zeit. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde nämlich die Coronaviren-Datenbank des Instituts offline genommen. Niemand kann mehr darauf zugreifen und den Weg der Coronaviren verfolgen, die an diesem Institut untersucht wurden und deren Verwandtschaftsverhältnisse zu SARS-CoV-2. Es ist die Pflicht der Forscher diese Daten zur Verfügung zu stellen, etwa der China-WHO-Kommission, aber das ist bis heute nicht passiert. (…) SARS-CoV-2 ist ideal an den Menschen angepasst und zwar viel besser als an irgendeine Tiersorte. (…) Eine ganz besondere Eigenschaft des Virus – eine sogenannte Furin-Spaltstelle – ist bereits im Januar 2020 vielen Virologen weltweit aufgefallen. Die haben darüber Anthony Fauci berichtet. (...) Am 1. Februar 2020 gab es eine Telekonferenz mit US-Virologen. Da hat man die Reaktion darauf abgesprochen, dass es da einen Laborunfall gegeben hat. Das hat zu einer Wende geführt. Namhafte Virologen haben seit diesem Zeitpunkt die Zoonose-Theorie propagiert, obwohl sie vollkommen haltlos ist.“

Verwaltungsgericht Hannover: Eilantrag zur Ausrichtung eines 30. Geburtstages unter 3-G Bedingungen abgelehnt – Auszug: „Die 15. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover hat mit Beschluss vom 12. November 2021 den Eilantrag eines Antragstellers abgelehnt, der am 13. November 2021 in Hannover seine geplante Feier zum 30. Geburtstag mit insgesamt 39 Gästen unter 3-G Bedingungen, nicht jedoch unter der zusätzlichen Beschränkung auf 2-G, stattfinden lassen wollte. Die Region Hannover hat eine Allgemeinverfügung erlassen, welche unter anderem Zusammenkünfte ab 25 Personen in geschlossenen Räumen nur unter Vorlage eines 2-G Nachweises erlaubt. Der Antragsteller selber sowie ca. fünf weitere Gäste sind weder gegen COVID-19 geimpft noch hiervon genesen. (…) Er macht geltend, die Maßnahme trage nicht zum Infektionsschutz bei. Auch Geimpfte und Genesene könnten das Virus weiter verbreiten. (…) Die Kammer ist dem nicht gefolgt. (…) Gleichzeitig obliege es der freien Entscheidung eines und einer jeden, sich impfen zu lassen und damit Einschränkungen durch eine 2-G Regelung zu entgehen.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Ob der Betroffene sich das jemals hätte träumen lassen? Stadtverwaltung und Gericht verbieten ihm, seinen eigenen Geburtstag wie geplant zu feiern, wenn er nicht mehr als ein Dutzend Gäste auslädt oder sich vorher kein gen-therapeutisches Präparat spritzen lässt. Der Gipfel der richterlichen Unverfrorenheit ist es, dem Betroffenen dann auch noch zu sagen, er könne sich ja „FREI“ entscheiden.)

Merkur: Rektor trotzt Söder-Verordnung: Alle Schüler von Masken-Pflicht befreit – Kultusministerium greift ein – Auszug: „Per Durchsage teilte Armin Eder, Rektor der Schongauer Pfaffenwinkel-Realschule, zum Wochenbeginn allen Schülern und Lehrern mit: Das Tragen der Maske an seiner Schule ist bis an den Platz verpflichtend. Danach kann der Mundschutz aber abgenommen werden. „Einem Schüler, der sich dem Tragen der Maske widersetzt, drohen keine Sanktionen“, betont Eder. Für die „Verordnungen, die Herr Söder ins Laufen bringt“, fehlten schlichtweg die rechtlichen Grundlagen. (…) Er ist geimpft, testet sich täglich selbst. „Ich kann nicht mit Maske unterrichten, da werde ich krank und falle aus“, sagt er. Das gesteht er jetzt auch seinen Schülern zu, von denen manche wegen des Maskentragens sogar Tiks bekommen hätten, Lehrer-Kollegen Halsschmerzen und Schwindel. Die Mehrheit der Eltern sei jedenfalls laut Eder für den Verzicht auf Sanktionen. „Die Schüler nützen das“, gibt er zu verstehen, dass viele jetzt am Platz die Maske fallen lassen. Und auch einige Eltern hätten ihm bereits geschrieben, „dass sie es super finden“. Doch es gibt auch Eltern, die das nicht so „super“ finden. Sie haben sich an die Redaktion gewandt, möchten ihre Namen allerdings nicht in der Zeitung lesen. (…) Am heutigen Donnerstag fragen wir im Rahmen der Recherche zu dieser Geschichte auch beim Kultusministerium an, was es mit der Rechtsgrundlage in Sachen Masken-Pflicht auf dem Platz im Klassenzimmer auf sich hat. Es dauerte keine zwei Stunden, schon bekam Rektor Eder einen Anruf aus München und wurde zurückgepfiffen.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Dank einzelner Denunzianten und einer hoch engagierten Merkur-Redakteurin dürfen die Kinder in der Schongauer Schule jetzt auch am Platz wieder stundenlang Masken tragen bis sie Tiks bekommen. Und das noch viele Monate lang. Wenn solche Journalisten ihren Recherche-Eifer doch nur mal bei den Rechtsbrüchen und Falschaussagen der Mächtigen an den Tag legen würden, und nicht nur gegen die Wehrlosen vorgingen, wäre es mit dieser Gesellschaft nie soweit gekommen.)

Die Zeit: Interview mit Christian Drosten – Auszug: "Es gibt im Moment ein Narrativ, das ich für vollkommen falsch halte: die Pandemie der Ungeimpften. Wir haben keine Pandemie der Ungeimpften, wir haben eine Pandemie (…) zu der alle beitragen – auch die Geimpften, wenn auch etwas weniger.“ – ZEIT: "Wenn ich doppelt geimpft bin, kann ich nach einer Infektion ähnlich infektiös sein wie ein vollkommen Ungeimpfter?“ – Drosten: "Die Viruslast ist in den ersten paar Tagen der Infektion durchaus vergleichbar. (…) Mangels Alternativen wird man wegen der Ungeimpften wieder in kontakteinschränkende Maßnahmen gehen müssen. Ob das juristisch zu halten ist, weiß ich nicht. (…) Ich halte es für sicher, dass man kontakteinschränkende Maßnahmen braucht. Wie genau die aussehen werden, ist, wie gesagt, eine Sache der Politik. (…) Aber es geht nur mit 2G. (…) Dieses Virus wird endemisch werden. Wir können es auf keinen Fall wegimpfen, weil wir nicht die ganze Weltbevölkerung impfen können. (…) Wir werden uns alle – hoffentlich auf dem Fundament einer vollständigen Impfimmunisierung – irgendwann anstecken müssen, schon damit wir eine relevante Immunisierung kriegen. (…) Die Impfung ist der Weg aus der Pandemie, die Impflücken müssen geschlossen werden. Viel mehr gibt es jetzt nicht mehr zu sagen. (…) Ich will nicht zu einem Papagei werden, der immer dieselbe Botschaft verbreitet. Ich sollte das nicht mehr machen. Sonst bin ich nur noch eine Medienfigur oder ein Art Halbjournalist – irgendwas, was ich auf keinen Fall sein will.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Drostens wirre Aussagen lassen sich nicht mehr seriös kommentieren. Sein selbstkritisches Fazit allerdings sitzt.)

#allesaufdentisch: Expertise in der Krise. Gespräch des Schauspielers Maximilian Zaar mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Philip Manow – Auszug: "Für Wissenschaftler ist es attraktiv [von der Politik hinzugezogen zu werden], denn sie werden mediale Persönlichkeiten, das übersetzt sich meist in Forschungsgelder, auf alle Fälle in Reputation, in Schulterklopfen, man geht im Kanzleramt ein und aus. Das ist attraktiv. Man wird von den Medien gesucht. Melanie Brinkmann ist ein schönes Beispiel dafür. Man kann wunderschöne Doppelrollen spielen: Einerseits sitzt man beratend in den Gremien und abends sitzt man dann andererseits bei Maischberger und kommentiert das Ganze. Oder man twittert wild herum. Das ist neu und bringt auch eine ganz komische Dynamik rein. Und für Politik ist es attraktiv [Wissenschaftler hinzu zu ziehen], weil man sich so bestimmter Begründungszwänge entledigt. Die Politik sagt dann einfach: 'Die Wissenschaft hat festgestellt und wir setzen das nur um.‘ Sie tut so, als gebe es einen völlig klaren Erkenntnisstand – den es nicht gibt – und als gebe es unmittelbar daraus resultierende politische Handlungsanweisungen – die es aber auch nicht gibt. Selbst wenn sich die Virologen alle einig wären, wäre immer noch die Frage, was man macht, weil es auch noch andere Aspekte zu berücksichtigen gibt. Weil beispielsweise auch Kinderpsychologen oder Volkswirte anzusprechen wären. Für die Politik ist das wahnsinnig attraktiv, weil man bestimmte Entscheidungen, die politisch sind, verschwinden lassen kann, wenn man sich im Bundestag hinstellt und sagt: 'Die Intensivmediziner rufen uns und wir handeln.‘ Dabei ist das eine Illusion. Die Politik hat nie das Heft des Handelns aus der Hand gegeben. Das sieht man schon an der Selektivität der Expertise, die herangezogen wird, um das zu machen, was man [also die Regierung] sowieso machen wollte.“

10. November 2021

Reitschuster: Aggression statt Antworten: Regierung schweigt sich zu RKI-Kehrtwende aus – Auszug: Frage von Boris Reitschuster auf der Bundespressekonferenz vom 9.11. an Hanno Kautz, Sprecher des Gesundheitsminsteriums: „Herr Kautz, auf der Homepage des RKI stand bis vor Kurzem auf der Seite über Ansteckungsgefahr durch Geimpfte, dass die Viruslast bei Geimpften signifikant reduziert sei. Es stand dort ein Schlüsselsatz: ‚Durch die Impfung erscheint das Risiko einer Virusübertragung in dem Maße reduziert, dass Geimpfte zur Weiterverbreitung des Virus nur noch wenig beitragen.‘ Das war ja eine der Grundlagen für die aktuelle 1G-, 2G-, 3G-Politik. Seit einigen Tagen fehlen diese Sätze plötzlich auf der RKI-Seite. (…) Was für Auswirkungen hat das auf die 1G-, 2G-, 3G-Regeln?“ – Antwort Kautz: „Haben Sie diese Frage einmal dem RKI gestellt? Das wäre, glaube ich, ein ganz pfiffiger Rechercheansatz, oder?“ – Reitschuster: „Sie sind als Ministerium verantwortlich.“ – Kautz: „Herr Reitschuster, ich werde sicherlich nicht jede Wendung auf der Homepage des RKI kommentieren, zumal nicht Ihnen gegenüber.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Die 2G- und 3G-Regeln haben keine sachliche Grundlage mehr, wie das RKI durch seine Streichung am 2.11. indirekt eingeräumt hat. Die Bundesregierung kann dem auf Nachfrage offenbar nichts Substanzielles entgegensetzen. Sie ist argumentativ am Ende – und das bei der aktuell brisantesten poltischen Frage.)

#allesaufdentisch: Evidenzbasierte Medizin. Gespräch der Schauspielerin Miriam Stein mit dem Infektiologen Prof. Dr. Matthias Schrappe – Auszug: „Mit der Annahme, man müsse die jungen Menschen in den Lockdown schicken, um die alten Menschen zu schützen, wurden die jungen Menschen geschädigt – man sieht es heute an den Aufnahmezahlen in den Jugendpsychiatrien – und wurden die Alten – man sieht es an den Sterbezahlen – nicht geschützt. Das [gemeint ist der Lockdown] ist ein klassisches Beispiel für Scheinsicherheit. Ein weiteres Beispiel ist die Annahme, man könne die Epidemie durch eine Zahl steuern: die Inzidenz. (…) Bei Kindern, die ja im Gegensatz zu Erwachsenen, [bei Corona] kein Sterberisiko oder Erkrankungsrisiko haben, sondern nur ein Infektionsrisiko, sind Masken nicht zu vertreten. Auch für Erwachsene an der frischen Luft vermindern Masken kein Risiko. (…) Deswegen werden aber Demonstrationen verboten. Das sind schon maßgebliche Eingriffe. (…) In den vergangenen 40 Jahren gab es in den Gesundheitswissenschaften einen erstaunlich positiven Prozess durch die evidenzbasierte Medizin. (…) Vorher sagte der Chefarzt: ‚So muss es sein!‘ Und dann wurde es gemacht. Dann kam die evidenzbasierte Medizin. Da hat man gelernt, verschiedene Studien zu bewerten, ob sie gut gemacht wurden, sie zusammenzufügen und zu schauen, was kommt dabei heraus und wie verändert sich das auch bei Hinzufügung neuer Studien. Das hat einen großen Fortschritt in der Medizin verursacht. (…) Aber jetzt gibt es schlagartig wieder nur Einzelmeinungen. (…) Dieses von oben herab, was wir jetzt sehen, dieses apodiktische Umgehen mit wissenschaftlichen Ergebnissen ist weder zeitgemäß noch fachlich angebracht. (…) Für Politiker ist es eine ungeheure Verlockung, sich auf ‚DIE’ Wissenschaft zu berufen. Damit kann man die Legitimationskrise der demokratischen Systeme gut kaschieren. (…) Wenn man nur noch [bestimmte] wissenschaftliche Ratschläge umsetzt, ist keine Plenardebatte mehr notwendig.“

Anti-Spiegel: Die mediale Desinformation über die Flüchtlingskrise an der weißrussischen Grenze – An der Grenze zu Weißrussland spielen sich Dramen ab, aber die Medien interessieren sich – im Gegensatz zum Beispiel zum Mittelmeer – nicht primär für das Schicksal der Menschen, für sie ist der Kampf gegen den weißrussischen Präsidenten Lukaschenko wichtiger als Menschenleben der Flüchtlinge – Auszug: „Was wir derzeit erleben, ist paradox: 2015 waren weit über eine Million Flüchtlinge kein Problem und die Medien freuten sich über Merkels ‚Wir schaffen das!‘ Heute jedoch erzählen die Medien, dass etwa 10.000 Flüchtlinge die EU destabilisieren würden, weil sie nicht über das Mittelmeer in die EU geschwommen kommen, sondern über Grenze zu Weißrussland laufen. 2015 war jede Kritik an dem Flüchtlingsstrom als ‚Nazi‘ verschrien, heute finden die Medien es nicht erwähnenswert, wenn der litauische Präsident den Einsatz von Schusswaffen gegen die Flüchtlinge ausdrücklich nicht ausschließt. (...) Nachdem die EU im Zuge der Sanktionen gegen Weißrussland auch eine Reihe von Abkommen ausgesetzt hat, fühlt Lukaschenko sich auch nicht mehr verpflichtet, die Abkommen einzuhalten. Darunter waren auch Vereinbarungen über den Grenzschutz und den Umgang mit Flüchtlingen. Lukaschenko hält die Flüchtlinge nun nicht mehr auf, das ist alles. (...) Die Flüchtlinge, die jetzt über Weißrussland versuchen, in die EU zu gelangen, kommen schließlich aus dem Irak und Afghanistan. Das sind genau die beiden Länder, die die USA vor zwanzig Jahren als erste in ihrem ‚Krieg gegen den Terror‘ zerstört haben und die sich bis heute nicht von der ‚Demokratisierung‘ durch die Nato erholt haben.“

RT de: Tyrannei? Muss man woanders suchen: Eine Erwiderung auf Montgomery – Auszug: „Haben Sie wirklich gar keinen Kontakt mehr zu den Bodentruppen in den Krankenhäusern? Sie haben ja auch eine Impfpflicht für das gesamte Personal im Gesundheitsbereich gefordert. Hat Ihnen niemand gesagt, dass das der schnellste Weg ist, den Pflegenotstand zu verschärfen? (…) Ich weiß ja nicht, wie Sie während Ihrer Funktionärskarriere andere motiviert haben, das zu tun, was Sie wollten; aber ich schätze, Beschimpfungen und öffentliche Diffamierungen gehörten eher nicht dazu. (…) Interessanterweise hat ja das Bundesgesundheitsministerium die Lösung auf seiner eigenen Webseite stehen, in dieser Umfrage unter Ungeimpften, die es in Auftrag gegeben hat. Wenn man die Umfrage selbst liest und nicht nur die erbärmlich demagogische Zusammenfassung, die Forsa dazu geschrieben hat, steht da glasklar, dass die Hälfte der Ungeimpften sich impfen ließe, wenn es andere Impfstoffe gäbe. Wenn Sie sich dafür eingesetzt hätten, das hätte Sinn ergeben und vielleicht sogar, dank Ihrer Funktionärskarriere, etwas bewirken können. (…) Sie als Verbandsfunktionär, der ständig mit betriebswirtschaftlich orientierten Klinikleitungen zu tun hat, müssten ebenfalls schon einmal gehört haben, dass die betriebswirtschaftlich angestrebte Auslastung bei 80 Prozent plus x liegt, aber nach Möglichkeit nicht darunter. Wenn also jetzt Belegungen dieser Höhe angeführt werden, um von Überlastung zu reden, wissen wir beide ganz genau, dass das Show ist. Und dass es nicht genug Pflegepersonal gibt.“

Novo Argumente: Mein Freund und Helfer? – Auszug: „Ende August hatte ich am Rande oppositioneller Kundgebungen zur Corona-Politik in Berlin die Gelegenheit, das Verhalten von Angehörigen einer Polizeihundertschaft hautnah erleben zu dürfen. Es war eine bedrückende und teils beängstigende, aber auch lehrreiche und ermutigende Erfahrung. (…) Ich rechne nicht damit, dass die maskierten und uniformierten Männer, die allesamt einen Kopf größer sind als ich, mich wortlos umringen, an den Armen packen und in eine kaum einsehbare Unterführung zerren. Meine einigermaßen alarmierte Ansage „Ich kooperiere“ ignorieren sie. Die offene Aggression und absolute Verweigerung jeder Kommunikation erwischen mich kalt. (…) Direkt vor mir dreht sich ein uniformierter blonder Hüne plötzlich um, stellt seinen metallbeschlagenen Schuh schmerzhaft auf meinen bunten Turnschuh, bringt sein Gesicht auf wenige Zentimeter zu meinem herunter, und raunt mir zu „Du hältst jetzt besser die Fresse, sonst nehmen wir dich mit, und dann werden wir richtig ungemütlich.“ Spätestens bei dieser Androhung von Straftaten im Amt, vor Zeugen, sollte ich erkennen: Hier sind Anfänger im Amt am Werk, deren Aggression nichts ist als Hilflosigkeit. (…) Der blutjunge Beifahrer ganz vorne schüttet, sobald die Tür des Einsatzwagens zufällt, einen Schwall verbaler Aggressionen gegen mich aus. (…) Wegen „solchen Leuten“ wie mir müsse er heute arbeiten. (...) Ein paar Wochen später nehme ich an einer angemeldeten Kundgebung in Brüssel teil. (…) Als der lange Demonstrationszug vollständig hinter mir vorbeigezogen ist, tritt ein lächelnder Mann von Anfang 40 an mich heran. (…) Der freundliche Flame sagt, er sei von der Polizei. Ich lache laut auf und rufe „No way – you are too nice!“ Schmunzelnd zeigt er mir seine Marke. Ich scherze, wäre er ein deutscher Polizist, läge ich jetzt wahrscheinlich mit dem Gesicht auf dem Asphalt. Ja, sagt er, von der deutschen Polizei habe er gehört.“

Sebastian Rushworth: Covid: How long does vaccine based immunity last? (Der Stockholmer Klinikarzt berichtet über die Vorpublikation einer schwedischen Studie, die Aufschluss nicht über die erwartete oder erhoffte, sondern über die tatsächliche Dauer des Impfschutzes gibt) – Auszug: “The purpose of the study was to determine how effective the vaccines are at protecting against covid over the longer term (i.e. after more than a few months). (...) As would be expected, the vaccines were very effective at preventing symptomatic covid around two months out from vaccination. This is what the randomized trials showed, and it’s the reason the vaccines were approved for use. Overall, the reduction in relative risk at 31-60 days out from vaccination was 89%. However, after those first two months, there was a rapid decline in efficacy. At four to six months, the vaccines were only reducing the relative risk of infection by 48%! (…) When we go further out than six months, things get even more depressing. By the nine month mark, the Pfizer vaccine is no longer offering any protection whatsoever against symptomatic covid-19. Unfortunately, nine month out data isn't offered for the Moderna vaccine due to the small number of people for whom that information is currently available, but at six months out, the Moderna vaccine's ability to prevent symptomatic covid-19 had dropped to only 59%. So there is a continuous decline in effectiveness at each time point measured even for the Moderna vaccine, without any sign of levelling off. (…) So, what can we conclude? The vaccines are much less effective than was initially believed, and effectiveness declines rapidly. With that being the case, the idea that it’s going to be possible for countries to vaccinate themselves out of the pandemic is clearly nonsense. The only way the pandemic ends is by enough people getting infected and developing natural immunity, which is the same way every prior respiratory virus pandemic has ended.”

UnHerd: How Sweden swerved Covid disaster – The death toll here is lower than nations with draconian restrictions – Auszug: “Few now remember that for most of 2020, the word 'experiment' had negative connotations. That was what Swedes were accused of conducting when we — unlike the rest of the world — maintained some semblance of normality. The citizens of this country generally didn’t have to wear face masks; young children continued going to school; leisure activities were largely allowed to continue unhindered. This experiment was judged early on as 'a disaster' (Time magazine), a 'the world’s cautionary tale' (New York Times), 'deadly folly' (the Guardian). In Germany, Focus magazine described the policy as 'sloppiness'; Italy’s La Repubblica concluded that the 'Nordic model country' had made a dangerous mistake. But these countries — all countries — were also conducting an experiment, in that they were testing unprecedented measures to prevent the spread of a virus. Sweden simply chose one path, the rest of Europe another. (…) Throughout the spring of 2020, Sweden’s death toll per capita was higher than most other countries. But the experiment didn’t end there. During the year that followed, the virus continued to ravage the world and, one by one, the death tolls in countries that had locked down began to surpass Sweden’s. Britain, the US, France, Poland, Portugal, the Czech Republic, Hungary, Spain, Argentina, Belgium — countries that had variously shut down playgrounds, forced their children to wear facemasks, closed schools, fined citizens for hanging out on the beach and guarded parks with drones — have all been hit worse than Sweden. At the time of writing, more than 50 countries have a higher death rate. If you measure excess mortality for the whole of 2020, Sweden (according to Eurostat) will end up in 21st place out of 31 European countries. If Sweden was a part of the US, its death rate would rank number 43 of the 50 states. This fact is shockingly underreported. (…) Suddenly, it is as if Sweden doesn’t exist.”

Achgut: Covidregime-Verlängerung in Frankreich – und der Alltag – Auszug: "Es gibt diverse Gastronomen, bei denen man gern ohne Pass Sanitaire einen Kaffee trinken kann, aber ohne ihn nicht zum Essen bleiben darf. Es gibt aber auch einige Gastronomen, die einfach nicht nach dem Pass Sanitaire fragen. Neulich aßen wir in einem sehr touristischen Lokal mit über 300 Plätzen. Wir kamen dann spätabends mit einigen vom Servicepersonal ins Gespräch: sie haben seit der Einführung des Pass Sanitaire nie nach ihm gefragt. Eine Kontrolle durch die Polizei oder anderen Ordnungskräften fand nie statt. In Frieden gelassen und höchst zuvorkommend bedient werden ich und andere 'Ungeimpfte‘ ausnahmslos bei von Migranten geleiteten Lokalen. Im Hotel kann man ohne Probleme übernachten. Für das Frühstück aber muss man den Pass Sanitaire vorlegen. Ich durfte trotzdem frühstücken, wieder waren es Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund, die an der Rezeption einfach abwinkten und sagten: 'Ach, spielen wir einfach, dass ich nicht gefragt und sie nicht geantwortet haben.‘ Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Frankreich demonstriert seit spontanen Kundgebungen am 14. Juli 2021 (zwei Tage nach Macrons Ansprache) weiterhin jeden Samstag in rund 150 Städten. Bei Regen, bei Sonnenschein, in den Sommerferien, in den Herbstferien. Es demonstrieren 'Geimpfte‘ und 'Ungeimpfte‘ gemeinsam. Engagiert, kreativ, wütend, mindestens drei Generationen sind auf den Demonstrationen vertreten. Und es ergeben sich dort viele Verbindungen, die Résistance wächst und vernetzt sich.“

7. November 2021

World Health Summit: Opening Ceremony (24.10.) – Auszug: Bayer-Vorstand Stefan Oelrich: „Wir müssen uns auch darauf konzentrieren, was außerhalb von Europa sozial verantwortlich ist und müssen dort nachhaltige Handlungen sicherstellen (‚ensure sustainable action there‘). Wir haben in diesem Jahr das Versprechen gegeben, weiteren 100 Millionen Frauen Zugang zu Empfängnisverhütungsmitteln zu geben. Wir haben dieses Jahr 400 Millionen in neue Fabriken investiert, die langwirkende Verhütungsmittel herstellen für Frauen in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen. Wir hatten diese Woche Bill Gates in Berlin, ich bin sicher, viele von Ihnen haben ihn diese Woche getroffen. Zusammen mit ihm und Melinda Gates arbeiten wir zum Beispiel sehr eng an Initiativen zur Familienplanung. (…) Die mRNA-Impfungen sind ein Beispiel für Zell- und Gentherapie. Hätten wir vor zwei Jahren eine öffentliche Umfrage gemacht und gefragt, wer bereit dazu ist, eine Gen- oder Zelltherapie in Anspruch zu nehmen und sich in den Körper injizieren zu lassen, hätten das wahrscheinlich 95 Prozent der Menschen abgelehnt. Diese Pandemie hat vielen Menschen die Augen für Innovationen in einer Weise geöffnet, die vorher nicht möglich war.“ (Anmerkung: Der Bayer-Manager sagte dies zur Erröffnung des diesjährigen World Health Summit am 24.10. in Berlin. Er sprach dort neben dem Bundesgesundheitsminister, dem WHO-Direktor, der EU-Kommissionspräsidentin und dem UN-Generalsekretär.)

5. November 2021

#allesaufdentisch: Freie Impfentscheidung. Gespräch der Schauspielerin Sophie Karbjinski mit der Rechtsanwältin Jessica Hamed – Auszug: „Die Tatsache, dass wir hier überhaupt über den Ausschluss von Menschen sprechen, das wir soweit gekommen sind, ist ein Tabubruch. Nun wird es auch noch umgesetzt. (…) Allein schon die Überlegung [2G umzusetzen] ist menschenverachtend. Der Direktor des Sozialgerichts Fulda hat das bezeichnet als ‚Fanal der Unmenschlichkeit‘. Es gibt Tabulinien in einem Rechtsstaat und eine ist mit 2G gefallen. 2G ist ganz evident rechtswidrig. (…) Es geht darum, diejenigen, die ein vermeintlich hohes Hospitalisierungsrisiko haben, aus der Gesellschaft zu verstoßen. Wenn man in diesem menschenverachtenden Gedankenmodell weiterdenkt, dann müsste man das individuelle Hospitalisierungsrisiko anschauen. Man könnte ein Health Credit System machen. Das heißt, für jeden Menschen wird dann individuell bestimmt, wie hoch sein Risiko ist, in den nächsten Wochen ins Krankenhaus zu kommen. Das wäre die Konsequenz, die wir mit solch einem System hätten. (…) Risikofaktoren sind zum Beispiel Alter und Übergewicht. Wollen wir jetzt Leute im Restaurant erst mal auf die Waage stellen, bevor sie rein dürfen? Das wäre das Ergebnis dieses Systems. (…) Es gibt keine Regel, die sagt: ‚Man muss sich impfen.‘ Üblicherweise sanktionieren wir Verhalten, wenn es einen Regelbruch gab. Wenn man zu schnell fährt, kriegt man ein Bußgeld, weil man zu schnell gefahren ist. Hier [beim Nicht-Impfen] hat man gar nichts falsch gemacht. Man hat das Recht benutzt, das man zugesprochen bekommen hat, sich frei zu entscheiden, ob man sich impfen lässt oder nicht. (…) Das was wir jetzt erleben, ist eine Impfpflicht. Es ist keine Option, sich aus dem sozialen Leben ausschließen zu lassen und es ist auch keine Option, die ganze Zeit teure Tests zu bezahlen.“

Neue Debatte: (New Normal) Der Winter ist im Anmarsch (CJ Hopkins) – Auszug: "… so massenhysterisch die Dinge auch sind, zählen Sie darauf, dass GloboCap in den nächsten fünf Monaten die Massenhysterie auf die Spitze treiben wird. Der kommende Winter ist die entscheidende Zeit, Leute. Sie müssen die neue Normalität zementieren, damit sie die 'apokalyptische Pandemie‘ eindämmen können. Wenn sie gezwungen sind, sie um ein weiteres Jahr zu verlängern … nun, nicht einmal die am meisten gehirngewaschenen 'New Normals‘ würden das glauben. Oder … Na gut, die am meisten gehirngewaschenen würden es tun, aber sie stellen eine kleine Minderheit dar. Die meisten 'Neuen Normalen‘ sind keine fanatischen Totalitaristen. Sie sind einfach Leute, die auf sich selbst aufpassen, Leute, die fast alles mitmachen, um nicht geächtet und bestraft zu werden. Aber, ob Sie es glauben oder nicht, es gibt eine Grenze für das Ausmaß an Absurdität, das sie zu akzeptieren bereit sind, und für das Ausmaß und die Dauer von unerbittlichem Stress und kognitiver Dissonanz, die sie zu akzeptieren bereit sind. Die meisten von ihnen haben diese Grenze erreicht. Sie haben ihre Aufgabe erfüllt, die Befehle befolgt, die Masken getragen, die 'Impfungen‘ erhalten und zeigen jedem, der sie sehen will, gerne ihre 'Gehorsamspapiere‘. Jetzt wollen sie wieder zur 'Normalität‘ zurückkehren. Aber das können sie nicht, weil … nun ja, wegen uns. Sehen Sie, GloboCap kann sie nicht zur 'Normalität‘ (das heißt, zur neuen totalitären Version der 'Normalität‘) zurückkehren lassen, bevor sich nicht jeder (das bedeutet, wirklich jeder, auf den es ankommt) hat 'impfen' lassen und mit einem scanbaren Zertifikat der ideologischen Konformität in seinem Smartphone herumläuft.“

Berliner Zeitung: Virologe: Schutz von Alten und Kranken, nicht Jagd auf Ungeimpfte – Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sagt, es sei nun oberste Priorität, den vulnerablen Gruppen eine Auffrischung anzubieten. – Auszug: "Deutschland könnte erneut vor einem harten Corona-Winter stehen. Das liegt jedoch nicht an der relativ kleinen Gruppe der Impfgegner, sondern an einer falschen Prioritätensetzung in der Pandemie-Bekämpfung: 'Wir haben nur begrenzte Ressourcen‘, sagte Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe an der Universität Hamburg, der Berliner Zeitung. Ein Beispiel: 'Wir sollten 100 Impfärzte nicht auf die Jagd nach Impfgegnern schicken, sondern zu den vulnerablen Gruppen in den Alters- und Pflegeheimen‘, so Schmidt-Chanasit. Nach Ansicht des Virologen sei es 'dringend geboten, den über 70-jährigen Menschen und jenen mit relevanten Vorerkrankungen so schnell als möglich eine Auffrischungsimpfung anzubieten‘. Grund dafür sei die Tatsache, dass 'diese vulnerable Gruppe im Januar und Februar geimpft wurde, die Grundimmunisierung also schon lange zurückliegt‘. (…) 'Es ist eine Tatsache, dass ein 80-jähriger Geimpfter ein höheres Hospitalisierungs-Risiko hat als ein ungeimpfter 18-Jähriger.‘ (…) Schmidt-Chanasit hält die alleinige Fokussierung auf die Ungeimpften in der öffentlichen Debatte für falsch (…) Die Zahl der Ungeimpften, die man noch erreichen könne, betrage 'vielleicht zwei bis drei Millionen‘, diese seien für das Infektionsgeschehen aber nicht enscheidend. Schmidt-Chanasit: 'Wenn sich im Berghain einige junge Leute anstecken, ist das erst einmal unproblematisch. Uns droht jedoch in den Alten- und Pflegeheimen eine sehr kritische Situ-ation, wenn wir dort 2G haben, und Angehörige und Pfleger nicht regelmäßig mit qualitativ hochwertigen Tests getestet werden. Da wir wissen, dass auch Geimpfte infektiös sein können, treffen nun möglicherweise geimpfte Infizierte auf alte Menschen, bei denen der Immunschutz schon deutlich abgenommen hat. Daher müssen alle Geimpften auch weiter getestet werden, wenn sie sich in Kontakt mit vulnerablen Gruppen begeben.‘“

ScienceFiles: Hirnversagen bei ARD-Faktenfindern? Wie versucht wird, die Impflüge aufrecht zu erhalten – “Gibt es ein generelles Impfversagen?” Das fragt Patrick Gensing heute in der ARD – Auszug: "… wenn man zugeben muss, dass die derzeitigen Impfstoffe gegen DELTA nicht mehr wirksam sind oder nur noch bedingt wirksam sind, ein Faktum das in vielen Studien belegt ist, dann macht ein BOOSTER-Shot mit einem Impfstoff, der gegen DELTA nicht mehr wirksam ist, im Hinblick auf den Schutz vor DELTA wenig Sinn. Aber genau dieser Wahnsinn ist derzeit zu beobachten. Derselbe Impfstoff, der zweimal gezeigt hat, dass er nicht vor DELTA schützt, wird nunmehr ein drittes Mal verimpft, vielleicht schützt er ja dieses Mal vor DELTA. Irre im freien Lauf, hält Vernunft nicht auf. Ein weiteres Forschungsergebnis, das mittlerweile niemand mehr bestreitet, ist offenkundig vollständig an Gensing und seinen 'Fachleuten' vorbeigegangen. Personen, die sich mit SARS-CoV-2 infizieren, egal, ob sie geimpft sind oder nicht, können SARS-CoV-2 in GENAU DERSELBEN WEISE verbreiten. Impfung schützt nicht vor Ansteckung mit SARS-CoV-2. Impfung schützt nicht vor Weitergabe von SARS-CoV-2. Impfung schützt nicht vor Erkrankung an COVID-19. Impfung schützt nicht vor TOD durch COVID-19. Bestenfalls reduziert eine Impfung die Wahrscheinlichkeit der beiden zuletzt genannten Ausgänge, aber nur für eine kurze Zeit. Das sind die Pflöcke, die man nicht verrücken kann. Alles, was man gegen SARS-CoV-2 per Impfstoff unternehmen will, muss an diesen Pflöcken ausgerichtet werden. Vor diesem Hintergrund ist der ideologische BS, den Gensing in seinem Beitrag verbreitet, nicht nur unterirdisch, er ist gefährlich.“

#allesaufdentisch: Spaltung der Gesellschaft. Gespräch der Schauspielerin Sanam Afrashteh mit dem Psychiater Dr. Dr. Raphael Bonelli – Auszug: "Ich spreche täglich mit acht bis neun Menschen in meiner Praxis jeweils eine Stunde. Das sind ganz normale Menschen mit Problemen wie du und ich. (…) Die Singles hatten [im Lockdown] wirklich Schwierigkeiten, weil sie da plötzlich allein waren. Besonders schwer war es auch für die Menschen aus dem ehemaligen Ostblock. Eine Bulgarin sagte mir: 'Wissen Sie, das kommt mir so bekannt vor. Das ist für mich ein Déjà-vu, fast eine Re-Traumatisierung. Ständig ändern sich die Regeln. Man weiß nicht mehr, was verboten, was erlaubt ist. Die Medien spielen hundertprozentig mit. Die Politiker verbieten alles.‘ (…) Beim zweiten Lockdown um Weihnachten 2020 ist es psychiatrisch explodiert. Da haben die Menschen extreme Probleme bekommen. Mit dieser Spannung kam auch eine Spaltung der Gesellschaft. Die Mitte wurde ausgedünnt, man musste sich fast entscheiden: Ist man Gesundheitsapostel oder Freiheitskämpfer? (…) Politik und Medien haben stark auf eine Gruppe gesetzt, obwohl die Wissenschaft sehr viel pluralistischer unterwegs war. (…) In der Psychologie schaut man bei Spaltung immer nach Narzissmus. Der Narziss ist der, der spaltet. (…) Der Narzissmus wird sichtbar in dem Gefälle: 'Ich bin der gute Mensch, ich helfe anderen. Du bist der böse Mensch, du gefährdest andere.‘ (…) Das Ausgrenzen einer Minderheit ist leider tief drinnen in uns Menschen. (…) Das merken besonders Menschen, die eine Maskenbefreiung haben. Wenn man eine Phobie oder Angststörung hat, kriegt man eine Maskenbefreiung. Aber diese Leute trauen sich nicht in die U-Bahn oder in den Zug ohne Maske zu steigen, weil sie angepöbelt werden. Das ist erschreckend. (…) Meine Patienten erzählten mir, die Pöbler halten die Maskenbefreiungen für Fakes. Und das Paradoxe ist, diese Menschen glauben, dass sie mit ihrer Pöbelei andere vor Krankheit schützen. Aber den Kranken vor ihren Augen machen sie fertig. (…) Ich als Psychiater bin schon früher mit Menschen zusammengekommen, die mit Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel kamen und die Türklinke nur mit dem Ellbogen berührt haben – aber das waren eben die Zwangsneurotiker. (…) Und plötzlich kippt das in eine Situation, wo wir alle gezwungen werden zu so einem Verhalten, von dem wir jahrzehntelang gesehen haben, das es nur die Kranken machen. Deswegen nenne ich das, was wir jetzt erleben, kollektive Zwangsneurose. Dieses Denken: 'Sicher ist sicher, ich setze noch einen drauf!‘ Das führt uns in die Psychiatrie.“

Spiegel: Das afrikanische Corona-Wunder – Geringe Fallzahlen und leere Krankenhäuser trotz niedriger Impfquote – Auszug: "In Kenias Hauptstadt Nairobi konnten sie vor Kurzem die gesamte Covidstation dichtmachen. (…) Vor Kurzem wurde die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben, die Bars und Klubs sind voll, die Menschen tanzen wieder ausgiebig. Dabei liegt die Impfquote in Kenia landesweit bei gerade einmal sechs Prozent. Ein Corona-Wunder? (…) Forscher haben anhand von Antikörpertests gemessen, wie viele Menschen seit Ausbruch der Pandemie an Corona erkrankt sind. (…) 'Ich bin mir sicher, dass die Werte in Nairobi inzwischen bei mehr als 70 Prozent liegen. Das ist schon fast Herdenimmunität', sagt der kenianische Epidemiologe, der für die Washington State University arbeitet. Keine Einzelmeinung: Andere aktuelle Erhebungen gehen ebenso von einer Durchseuchung von mehr als 50 Prozent der Erwachsenen in Nairobi aus. (…) Der Wissenschaftler Isaac Ngere (…) hat noch eine weitere These: 'Vor allem in Zentral- und Ostafrika kursieren viele vergleichbare Viren, auch ähnliche Coronaviren. Die Einwohnerinnen und Einwohner sind ihnen viel häufiger ausgesetzt als beispielsweise in Europa. Daher gehen wir davon aus, dass viele eine Art Kreuz-Immunität entwickelt haben, die nun auch gegen Sars-Cov-2 schützt.‘“ (Anmerkung Paul Schreyer: Ironischerweise gehört dieser Artikel zu einem Spiegel-Projekt, das mit 2 Millionen Euro von der Gates Foundation unterstützt wird.)

Tagesschau: Wie gefährlich ist das RS-Virus für Kinder? Es ist kein neues Virus, doch viele Kinderkliniken bringt es derzeit an die Belastungsgrenze. Warum das RS-Virus in diesem Jahr besonders weit verbreitet ist, wie man sich davor schützt - und wie gefährlich es ist - Auszug: "Das RS-Virus wie alle anderen Erkältungserkrankungen, die durch Viren übertragen werden wie Influenza- oder Rhinoviren, braucht den nahen Kontakt mit Infizierten. Im vergangenen Jahr fehlte dieser Kontakt fast vollständig. Wegen der Corona-Pandemie waren Kitas und Schulen lange Zeit geschlossen. Auch private Treffen fanden seltener statt. Zudem hielten sich die meisten Menschen an die AHA-Regeln und trugen eine Maske. Die Folge: Es gab so gut wie gar keine Erkältungskrankheiten. In diesem Jahr gibt es diese nahen Kontakte wieder, sodass die Viren erneut übertragen werden können. Es sind also zwei Jahrgänge von Säuglingen und Kleinkindern, die zum ersten Mal auf das Virus treffen. Das erhöht die Zahl der komplizierten Verläufe genauso wie die Tatsache, dass die Immunsysteme der anderen Kinder im vergangenen Jahr keine Erfahrung mit der Bekämpfung des Erregers sammeln konnten."(Anmerkung Stefan Korinth: Kinderkliniken deutschlandweit sind am Limit wegen eines Atemwegsvirus, das für geschwächte Kinder tödlich sein kann. Was politisch-mediale Angstpropheten seit anderhalb Jahren im Zusammenhang mit Corona herbeifantasieren tritt nun bei einem ganz anderen Virus tatsächlich ein – ausgelöst genau durch die aktionistischen Corona-Maßnahmen der politisch-medialen Angstpropheten. Die Tagesschau scheitert mal wieder daran, das festzustellen.)

Spiegel: Impfthesen von Richard David Precht: Wer ist Dr. Wirrkopf und wenn ja, wie viele wirklich? (Bezahlschranke) – Auszug: „Der Talkshow-Dauergast und Bestsellerautor Precht ist intellektuell abgestürzt und schwadroniert nun beim Coronathema auf ‚Querdenker‘-Niveau. Weil viele Menschen ihn für klug halten, ist das eine Gefahr. (…) Inhaltlich ist es Quatsch, was er da sagt. Forscher haben jede dieser Behauptungen in den vergangenen Monaten vielfach entkräftet. (…) Die Zulassungsverfahren für die in Rekordzeit entwickelten Impfstoffe wurden nicht abgekürzt oder vereinfacht. Behörden und Forscher achten weltweit sehr genau auf Nebenwirkungen der Impfungen und etwaige Impfschäden. Sie wissen auch, anders als Precht, dass mögliche Nebenwirkungen ausschließlich innerhalb von Tagen oder Wochen nach der Impfung auftreten können, niemals aber, wie Precht nahelegt, viele Monate oder Jahre später. (…) Es steht vollkommen außer Frage, dass die Nebenwirkungen des Coronavirus viel drastischer und gefährlicher sind als die der Impfstoffe. Recherchiert hat der Großdenker ganz offensichtlich nicht in der wissenschaftlichen Literatur, bei namhaften Fachleuten oder anerkannten Zulassungsbehörden wie der US-Arzneimittelbehörde FDA. Precht hat sich, unwürdig für einen kritischen Geist, seine Meinung vermutlich gebildet anhand von Schmalspur-Internetinfos aus dem Milieu der ‚Querdenker‘. (…) Das ist Schwurblertum pur.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Multipolar hatte Prechts Äußerungen am 31.10. verlinkt. Wiederum wird deutlich: Wer das Dogma der allein segensbringenden „Impfung“ in Frage stellt, wird, ohne Ansehen der Person, sofort und vollständig exkommuniziert und nicht mehr gedulded innerhalb der Glaubensgemeinschaft. Auffällig ist das Absolute und Radikale, der ständige Superlativ in der Spiegel-Abrechnung mit Precht: „Forscher haben JEDE dieser Behauptungen VIELFACH entkräftet. (…) mögliche Nebenwirkungen AUSSCHLIESSLICH innerhalb von Tagen oder Wochen nach der Impfung, NIEMALS aber Monate oder Jahre später. (…) Es steht VOLLKOMMEN außer Frage“ etc.)

Tagesschau: Massiver Anstieg bei anderen Krankheiten. Wegen ausgefallener Arzt- und Krankenhausbesuche sind in der Corona-Zeit viele andere Krankheiten nicht entdeckt und behandelt worden – Auszug: „Report Mainz hat die 20 Krankenhäuser mit den meisten Lungenkrebs-Patienten angefragt. Von denen, die Angaben machen konnten, sehen 71 Prozent jetzt mehr Patienten mit schweren Lungentumoren als vor Corona im Jahr 2019. (…) Die Angst vor Corona, dem Infektionsrisiko in der Arztpraxis oder im Krankenhaus – sie hat im vergangenen Jahr dramatische Auswirkungen gehabt. Laut den Zahlen des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Versorgung fielen mehr als 20 Millionen Behandlungen aus. Auch Anfang 2021 kam es zu einem deutlichen Einbruch. Ähnlich war es in den Krankenhäusern. (…) Die Folgen spüren auch Diabetes- und Schmerzkliniken (…) Bei Diabetes sehen 50 Prozent der Kliniken, die über Zahlen verfügen, eine deutliche Steigerung schwerer Fälle. Beim Schmerz berichten 44 Prozent über eine deutliche Verschlechterung der Situation ihrer Patienten – meist, weil der Arztbesuch versäumt wurde. (…) Bundesregierung sieht keine Versäumnisse: Das Bundesgesundheitsministerium erklärt, man habe stets deutlich gemacht, dass lediglich medizinisch nicht dringliche Operationen verschoben werden sollten. (…) Wie lange die Folgen des Behandlungsausfalls zu spüren sind, ist noch unklar. Am Marienhaus Klinikum in Mainz aber fürchten die Ärzte, dass die dramatische Situation aktuell an ihrem Krankenhaus nur der Anfang ist.“

1. November 2021

Cicero: "Die Dunkelziffer bei den Impfschäden ist enorm hoch“ – Sorgen vor einer Corona-Impfung tut der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission als Unfug ab. Das kritisiert der Internist Erich Freisleben. Im Interview erzählt er offen von den möglichen Nebenwirkungen der Impfung und äußert die Ansicht, dass die derzeitige Politisierung der Wissenschaft auf Dauer das Vertrauen der Menschen erschüttern könnte (hinter Bezahlschranke). – Auszug: "Diese genetischen Impfstoffe haben einen völlig anderen Wirkmechanismus als die bisher bekannten. (…) Die Politisierung der Wissenschaft, wie wir sie derzeit erleben, bei der sehr viel Druck ausgeübt wird und bei der immer dieselben Wissenschaftler als Zeugen aufgerufen und Andersmeinende ins Aus gestellt werden – das alles wird einen gewaltigen Flurschaden hinterlassen (…) Eine echte Herdenimmunität ist bei Corona durch Impfung niemals herzustellen. Daher ist die Impfung ein Individualschutz und nicht, wie oft dargestellt, ein sozialer Akt. (…) Bei den Schäden nach Corona-Impfungen schätze ich die Meldequote mit vier Prozent ein. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Dunkelziffer enorm hoch ist. Gerade bei der Einführung eines massenhaft angewendeten neuen Impfprinzips hätte zwingend eine lückenlose Dokumentation und wissenschaftliche Begleitforschung stattfinden müssen, statt sich auf Spontanmeldungen zu verlassen. (…) [Frage:] Sie vermuten, dass Impfnebenwirkungen nicht ausreichend ernst genommen werden? [Freisleben:] Leider musste ich diese Erfahrung schon machen. (…) Es ist erstaunlich, wie sehr die Ärzteschaft selbst in den renommiertesten Kliniken mögliche Zusammenhänge mit einer Impfung partout nicht sehen will. (…) Wenn man auf Schweden blickt, wo die Strategie der Pandemie bekanntermaßen anders gehandhabt wurde, sind zwar zu Beginn auch viele alte Leute gestorben. Sie wurden, wie in allen Ländern, zu wenig geschützt. Durch die fehlenden Lockdowns und die weniger strengen Kontaktbeschränkungen hat sich die Bevölkerung jedoch, teilweise geschützt durch vorbestehende Antikörper gegen die früheren Corona-Viren, viel mehr mit dem Virus auseinandergesetzt. Von dieser bevölkerungsweit robusteren, natürlich erworbenen Abwehrkraft profitiert Schweden heute. Denn dessen Corona-bedingte Infektions- und Sterbezahlen sind gegenüber den vermeintlichen Impf-'Musterländern' wie Großbritannien und Israel ganz deutlich geringer. (…) Die pandemische Lage hätte schon im Frühjahr aufgehoben werden müssen, da die Wellen der Alpha- als auch der Delta-Variante (...) nur in einem geringen Ausmaß stattgefunden haben. Wir werden mit diesem Erreger leben und umgehen müssen. (…) Wir hätten einen großen Teil der Menschen auf Antikörper gegen endemische Corona-Viren testen lassen können, die in den letzten Jahren als Schnupfen-Virus durch das Land gegangen sind. Denn inzwischen wissen wir, dass die Antikörper gegen die damals noch harmlosen Corona-Viren auch gegen Sars-Cov-2 wirksam sind. (…) Diese Testmöglichkeit hätte man besonders jüngeren Menschen anbieten können und die Impfung vorrangig denen geben sollen, die weitgehend ungeschützt und insgesamt verletzlich sind. Der Bevölkerung wäre mit solch einem gezielteren, aber entspannteren Umgang ein Großteil der Ängste erspart geblieben. Dann wären wir, wie Schweden, schon längst aus der Pandemie draußen.“

#allesaufdentisch: Risikobewertung (Teil 2). Gespräch des Bildgestalters Kolja Brandt mit dem Virologen und Epidemiologen Prof. Dr. Klaus Stöhr – Auszug: "Wenn es um komplexe Krisen geht, sucht man sich [als Regierung] in einem strukturierten Prozess die Expertise multidisziplinär zusammen, die notwendig ist, um entsprechende Entscheidungsvorschläge zu erarbeiten. Das macht man möglichst transparent – ansonsten könnte das aussehen wie Vetternwirtschaft: 'Ich suche mir nur die Berater heraus, die mir passen.‘ (…) So eine Prozess [zur Entscheidungsfindung der Regierung] ist gar nicht erkennbar gewesen. Aus meiner Erfahrung reicht es nicht aus, nur eine bestimmte Berufsgruppe bei der Seuchenbekämpfung einzusetzen. Ich habe mich mit einigen globalen Ausbrüchen beschäftigt und da hat man nicht nur Virologen und Epidemiologen. Die sind eigentlich die am wenigsten bedeutenden da. (…) Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Und so ist es bei der Krisenbewältigung. Wenn man von Anfang an kein ordentliches Krisenmanagement hat, kann es gut passieren, dass man sich nur selektiv auf bestimmte Quellen stützt. (…) Es wird jetzt viel diskutiert über 'False Balance‘. (…) Die False Balance hat begonnen in der Politik, die nur bestimmte Experten ausgewählt hat. Man hätte ein paar andere dazustellen müssen, um die Balance zu wahren. Die Bundesregierung hat aber einen Freiraum gelassen und da hinein sind einige andere gestoßen, die zum Teil wenig kompetent aber mit sehr großer Medienaufmerksamkeit sich zum Thema äußern. (…) Die Zahl der Kinder, die gegenwärtig im Krankenhaus liegen wegen der RSV-Infektion ist viel größer als die Zahl der Kinder, die wegen Corona dort liegen. (…) Es sterben jedes Jahr in Deutschland ungefähr 170 Kinder durch Verkehrsunfälle. (…) Man muss die Verhältnismäßigkeit wahren. Ich habe eine Mutter gesehen auf dem Fahrrad, die kleine Tochter fuhr hinterher – ohne Helm, aber mit Maske.“

Empfehlungen von Oktober 2021

ZDF Lanz & Precht: Ausgabe 9 (29.10.) – Auszug Richard David Precht: „Ich war sehr bestürzt über den Druck, der da gegenwärtig gegenüber Joshua Kimmich aufgebaut wird. (…) Ich habe ja ein Buch geschrieben, in dem ich die Corona-Politik des Staates alles in allem verteidigt habe, weil ich gesagt habe, der Staat hat die Pflicht dazu, das Recht der Menschen auf Leben zu schützen. (…) Es geht NICHT darum, dass jeder Deutsche geimpft ist und das Coronavirus im nächsten Jahr aus der Welt ist. Ich wüsste überhaupt keine rechtliche Basis, die der Staat dafür hat, das einzufordern. Das muss jeder frei entscheiden können, ohne dass da ein gesellschaftlicher Druck aufgebaut wird. (…) Die Nebenwirkungen der Impfung können wir genauso wenig abschätzen, wie die Gefährlichkeit oder die Wirkung des Coronavirus. (…) Es gibt keine wissenschaftliche Expertise im Hinblick auf Langzeitwirkungen bei Impfungen für Kinder. Die kann es gar nicht geben, so lange impfen wir noch gar nicht. (…) Ich persönlich würde die Entscheidung so treffen, dass ich ein Kind nicht impfen lasse, eben wegen des sich im Aufbau befindenden Immunsystems. (…) Wir reden über Gentechnik. Von solchen gentechnischen Impfstoffen haben wir keine einzige Langzeitwirkungsstudie. (…) Wir müssen die Corona-Maßnahmen deutlich stärker zurückfahren in Form eines poltiischen Endes.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Precht erwähnt in diesem Gespräch auch, dass er Impfungen bislang immer gut vertragen habe, dass die Corona-Impfung ihn aber „in der Nacht danach erstmal komplett umgehauen“ habe und es bei ihm in der Folge „über einen mittleren Zeitraum Beeinträchtigungen“ gab.)

RT DE: New York: Feuerwehrleute aufgefordert, sich COVID-19-Zwangsimpfung zu widersetzen – Auszug: „Eine der wichtigsten Feuerwehrgewerkschaften in New York hat ihre Mitglieder aufgefordert, auch dann zur Arbeit zu erscheinen, wenn sie nicht geimpft sind. Das ist de facto eine Aufforderung, sich dem umstrittenen neuen COVID-19 Impfstoffmandat für Angestellte im öffentlichen Dienst der Stadt zu widersetzen. (…) Die neue Anordnung löste bereits heftige Proteste betroffener Arbeitnehmer aus. Tausende von Polizisten, Feuerwehrleuten und anderen städtischen Angestellten gingen am Montag auf die Straße, um sich dem Mandat zu widersetzen – und legten dabei zeitweise die Brooklyn Bridge lahm. (…) Obwohl etwa 68 Prozent der Mitarbeiter der Feuerwehr geimpft sind, könnte New York angesichts der aktuellen Impfraten immer noch bis zu 20 Prozent seiner Feuerwehreinheiten aufgrund des Mandats schließen müssen, und die Feuerwehr hat eine 20-prozentige Reduzierung der Rettungsdienste vorausgesagt. (…) Der Gewerkschaftsvorsitzende sagte, dass viele Feuerwehrleute sich für den frühzeitigen Ruhestand entscheiden, anstatt sich impfen zu lassen. (…) Am Donnerstag versammelten sich Hunderte von Feuerwehrleuten, Polizeibeamten und anderen Ersthelfern vor der Gracie Mansion, der offiziellen Residenz von Bürgermeister de Blasio. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift ‚Mein Körper, meine Entscheidung‘ und ‚Zwang ist keine Zustimmung‘. Ein Demonstrant sagte der Videoagentur Ruptly: ‚Endlich sind wir aufgestanden, weil wir das nicht mehr hinnehmen – das ist Wahnsinn.‘“

Infosperber: Amnesty International stiftet Verwirrung – Auszug: „Am 19. Oktober verbreitete Amnesty in London einen Medientext, in dem es heisst, die Informationsfreiheit sei in der Coronakrise in Gefahr geraten. (…) «Kommunikationskanäle wurden überwacht und attackiert, in den Sozialen Medien wurde zensiert und Medieneinrichtungen wurden geschlossen – mit verheerenden Folgen für den Zugang der Öffentlichkeit zu lebenswichtigen Informationen über den Umgang mit Covid-19». Man ist auf den ersten Blick erfreut. Endlich hat auch die renommierte Menschenrechts-NGO gemerkt, dass seit mehr als 18 Monaten auch seriöse Kritiker an die Kandare genommen werden und grosse Mühe haben, ihre Stimme zu Gehör zu bringen. (…) Aber Vorsicht, weit gefehlt: Bei genauer Lektüre der Medienmitteilung stellt man überrascht fest, dass Amnesty etwas ganz anderes im Sinn hat. Nicht weniger Blockade von Information, sondern mehr. Zensur soll nicht generell von Übel sein, sondern die gute Information soll erlaubt, die schlechte verboten werden. (…) Der Amnesty-Mann Rajat Khosla ist eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verbunden, für die er lange gearbeitet hat. (…) So ist es kaum erstaunlich, wenn Khosla in seiner Medienmitteilung fordert, die Welt endlich durchzuimpfen. (…) Man darf sich fragen, ob wir thematisch und politisch noch bei der Menschenrechts-NGO Amnesty International sind oder schon in der Kommunikationsabteilung der WHO. Da wird Hand in Hand gearbeitet.“

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Voraus:schau! Zweite Runde, 30 Themen (Strategisches Themenblatt des BMBF, Februar 2021) – Auszug: „Thema 15 − Mit Nukleinsäuren in den Kampf gegen Pandemien: Schutzimpfungen der Zukunft. # Genbasierte Impfung (…) Neue genbasierte Verfahren zur Immunisierung wecken die Hoffnung, schneller und gezielter auf Krankheiten reagieren zu können. Diese genbasierten Verfahren unterscheiden sich in ihrer Anwendung von klassischen Impfungen. Bei neuen Impfverfahren, wie sie etwa aktuell auch gegen das Coronavirus COVID-19 erprobt werden, setzen Forschende aus Deutschland und weltweit auf die Injektion von einzelnen Bestandteilen der viralen Erbinformationen. (…) Zukünftig könnte man so effektiver und schneller auf unerwartete Pandemien wie COVID-19, aber auch saisonale Verbreitungen wie die Influenzaviren, welche die Grippe auslösen, reagieren. Forschende weisen mit Blick auf mögliche mRNA-Impfungen indes darauf hin, dass deren Einsatz in Zukunft nur mit einem weitreichenden Verständnis möglicher Nebenwirkungen, einschließlich eines durch einen ungeeigneten Wirkstoff ausgelösten akuteren Krankheitsverlaufs, einhergehen sollte. (…) Trotz nennenswerter Fortschritte bei der Entwicklung genbasierter Impfverfahren ist weitere Forschung unerlässlich. So schützen bisher getestete neue Impfungen aktuell nur wenige Monate, während herkömmliche Impfungen teils lebenslang wirken. Auch besteht die Gefahr körperlicher Überreaktionen, die den Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion verschlimmern. (…) Fragen für die Zukunft: Wie könnte der Impfschutz von genbasierten Impfungen auf das Niveau herkömmlicher Verfahren gehoben werden? Wie lässt sich ein akuterer Krankheitsverlauf in Folge des Impfversuchs vermeiden? Im Zuge der Corona Pandemie konnte der mRNA-Impfstoff von Biontech wesentlich schneller zugelassen werden als üblich. Was könnte man hieraus für zukünftige Zulassungsverfahren von Medikamenten lernen?“ (Anmerkung Stefan Korinth: Ein hochinteressantes Dokument des Ministeriums – auch weil hier intern ganz anders geredet wird als in der Öffentlichkeit. Da spricht die Regierung eher nicht über Nebenwirkungen, „körperliche Überreaktionen“ oder schwache Wirksamkeiten und die Substanzen werden öffentlich auch so gut wie nie als „genbasierte Impfstoffe“ bezeichnet, die „erprobt werden“.)

27. Oktober 2021

Musik in Freiheit: Wir sind ein junges Netzwerk, bestehend aus professionellen Musikern aller musikalischen Genres (…) Unter Einbeziehung unserer zahlreichen Mitglieder haben wir ein Manifest konsensiert, das unsere Standpunkte erläutert. (…) Musik kann ihre Kraft nur dann entfalten, wenn alle Menschen freien Zugang zu Konzertveranstaltungen haben, unabhängig von Bedingungen und Einschränkungen; jeder Einzelne frei entscheiden kann, unter welchen Umständen ein Konzertbesuch verantwortungsvoll möglich ist; Künstler ihre Kunst ungehindert ausüben können. (…) Mit den aktuellen Maßnahmen und Regeln verbreitet sich darüber hinaus in unseren Augen ein Menschenbild, das jeden Mitmenschen als einen potenziellen Gefährder ansieht. Dieser Angriff auf die Würde des Menschen ist gesellschaftszersetzend – nicht nur räumlich, sondern auch rechtlich, persönlich und emotional. (…) Wir Musiker weisen, mit Bezug auf die Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PVER) Nr. 2361 vom 27. Januar 2021, darauf hin, dass die Impfung eine ureigene Entscheidung jedes Einzelnen ist. Es darf in der Schlussfolgerung niemand zu einer Impfung genötigt oder im Falle einer Ablehnung der Impfung diskriminiert, erpresst, bedroht, diffamiert, verfolgt, stigmatisiert, isoliert oder in anderer Weise benachteiligt werden; sei es durch den Staat, die Wirtschaft oder gesellschaftliche Mehrheiten. (…) Wir Musiker fordern hiermit, der Musik und der Kunst im direkten Austausch mit allen Menschen ihren dringend notwendigen, gewohnten, diskriminierungsfreien und freiheitlichen Raum zurückzugeben. Wir erkennen, dass uns allen eine der wichtigsten Quellen für Lebenskraft genommen wird. Wir Musiker stehen ein für Musik in Freiheit!

#allesaufdentisch: Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie. Gespräch der Schauspielerin Senta Auth mit der Ärztin Andrea Knipp-Selke – Auszug: „Ich möchte berichten, was Jugendliche uns in der Praxis erzählen. Der Druck auf die Jugendlichen, sich impfen zu lassen, ist sehr groß. Das geht so weit, dass Lehrer die Tafel aufklappen und auf der einen Seite stehen die ungeimpften und auf der anderen Seite stehen die geimpften Kinder. (…) Viele Jugendliche müssen auch im Sportunterricht Masken tragen. Ein Mädchen, das zu mir kam, war im Sportunterricht unter der FFP-2-Maske zusammengebrochen. Dann kam die Lehrerin und riss ihr nicht etwa die Maske vom Gesicht, sondern wies sie an, doch mal flacher zu atmen. (…) Oberstufenschüler kontrollieren teilweise die Impfpässe von Mittelstufenschülern. (…) So etwas wie ein Arztgeheimnis gibt es da gar nicht mehr. Nirgendwo steht, dass Lehrer einen Anspruch darauf haben, den Impfstatus der Kinder zu kennen. Dennoch wird das täglich gemacht. Was wir in der Kinderarztpraxis so hören, das erschüttert mich einfach. (…) Keiner der Jugendlichen hat Angst vor der [Corona]-Infektion, die wollen einfach ihr Leben zurück. Die wollen nicht vor der Klasse beschämt werden, die wollen wieder in Diskotheken gehen. (…) Die Forderung, die aufgestellt wird, die Kinder müssten sich impfen lassen, damit die Schulen geöffnet bleiben können, die ist unhaltbar. Es war nicht das Virus, das die Schulen geschlossen hat. Es war die Politik.“

26. Oktober 2021

#allesaufdentisch: Petition Corona-Sondersendung. Gespräch der Schauspielerin Theresia Haiger mit dem Wildnispädagogen Bastian Barucker (Er startete im Sommer und Herbst 2020 zwei Petitionen mit insgesamt 110.000 Unterschriften für eine Corona-Sondersendung um 20.15 Uhr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, die Kritiker und Befürworter sachlich diskutierend zusammenbringt.) – Auszug: „Ich habe jeden Tag [zum Thema Corona] gelesen und gelesen und entdeckte mit jedem Tag weitere Experten auf dieser Welt die etwas anderes sagten, als das, was ich im Mainstream las. Diese beiden Welten trennten sich immer weiter Stück für Stück. (…) Es hat mich extrem beunruhigt, dass viele Stimmen gar nicht gehört wurden. (…) Auch Maßnahmenbefürworter müssten doch dafür sein, dass der Dialog stattfindet. (…) Kein Rundfunkhaus hatte Interesse, diese Petition entgegenzunehmen. (…) Irgendwann gab es dann eine Videokonferenz mit Unterstützern der Petition und hauptverantwortlichen Redakteuren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.“ [Multipolar berichtete darüber am 26. November 2020] (…) Frage: „Ist da was herausgekommen?“ Barucker: „Nein. (…) Da gab es Aussagen wie: ‚Wenn es so eine Sendung mit einem Kritiker und einem Befürworter der Maßnahmen gäbe, würde das die Menschen überfordern, sich eine Meinung zu bilden.‘ (…) Es gab keine Ambitionen der Journalisten, weiter in Kontakt zu bleiben und aus dem Gespräch irgendwas entstehen zu lassen. (…) Die Redaktionen bestimmen, was der Debattenraum ist und wer mitreden darf und die anderen hören wir gar nicht mehr. Und das entscheiden Leute [Redakteure], die wir nicht gewählt haben. (…) Das ist ein geschlossenes, beratungsresistentes System.“

On Contact (RT): On the show, Chris Hedges talks to documentary filmmaker and investigative journalist John Pilger about the upcoming appeals hearing in London for the Julian Assange case. – On Sept. 26, Yahoo! News published "Kidnapping, assassination and a London shoot-out: Inside the CIA’s secret war plans against WikiLeaks". The article detailed discussions within the CIA to kidnap or assassinate Julian Assange. The revelations came a month before a hearing in Britain’s High Court that will see the US government appeal a decision that WikiLeaks founder Julian Assange cannot be sent to the United States to face espionage charges. These revelations also coincided with the arrest of an Icelandic man who played a major role in the FBI’s case against Assange and who has now admitted he lied in his testimony about Assange to US federal investigators. The most recent revelations, coupled with the numerous legal anomalies of the Assange case, including leaks that show that the Spanish security firm at Ecuador’s Embassy in London, where Assange sought refuge for seven years, turned over recordings of his meetings with his lawyers to the CIA, amply illustrate that the judicial pantomime carried out against Assange is a political persecution led by the US government and the CIA because of embarrassing and damaging revelations about the inner workings of the US military, intelligence agencies, and the political class repeatedly exposed by Assange and WikiLeaks. The goal of the US government is to shut down WikiLeaks and organizations like it, and to make an example of Assange, who, if he is extradited to the United States, faces 175 years in prison, to dissuade others who might consider replicating his courageous reporting. The upcoming appeals hearing is on October 27 and 28 at Britain’s High Court, London. (Video, 25 Min.)

23. Oktober 2021

Spiegel: Er ist halt wirklich der Letzte und Einzige – Back in the DDR? Ja! Warum es Mathias Döpfner gebraucht hat, damit wir der Wahrheit endlich ins Gesicht sehen können. – Eine Glosse von Xaver von Cranach – Auszug: „Nur, um noch einmal klarzustellen, worum es hier geht: Im Zuge der ganzen Reichelt-Geschichte tauchte dieser Satz von Springer-Chef Mathias Döpfner über eben jenen Reichelt auf, den man beim ersten Lesen nicht glauben konnte, beim zweiten auch nicht, denn das, was dort stand, dachte man selbst ja auch schon lange, aber man hatte es sich einfach nicht getraut mal zu sagen. ‚Er ist halt wirklich der letzte und einzige Journalist in Deutschland, der noch mutig gegen den neuen DDR-Obrigkeitsstaat aufbegehrt.‘“ (Anmerkung Paul Schreyer: Der Journalist Xaver von Cranach, Jahrgang 1990, Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München und Redakteur bei Süddeutscher Zeitung, Zeit und Spiegel, kann nicht glauben, was Döpfner da gesagt hat und schreibt eine bissige Satire, um seiner Irritation Luft zu machen. Deutlich wird: Die Tatsache, dass Julian Reichelt als Chefredakteur der Bild-Zeitung bis zuletzt einer der wenigen scharfen Regierungskritiker in den Leitmedien war, wird von vielen Journalisten als intellektuelle Beleidigung und Kränkung wahrgenommen. Dass Matthias Döpfner, einer der mächtigsten Medienmanager in Deutschland, die Bundesrepublik zudem als „neuen DDR-Obrigkeitsstaat“ wahrnimmt – auch wenn er das nur privat äußerte –, sollte zu einer breiten öffentlichen Debatte führen, die über satirische Spitzen und Empörungsbekundungen hinausgeht.)

Welt: "Politik sollte mit ihrem Wunschdenken aufhören und in der Realität ankommen“ – Corona werde zur "gesellschaftlich kontrollierbaren Infektionserkrankung“: Amtsärzte erklären das RKI-Impfziel für illusorisch. Sie fordern, die Kontaktnachverfolgung bei Infizierten radikal zu reduzieren – und die Pandemie-Folgen für Kinder in den Fokus zu rücken (hinter Bezahlschranke). – Auszug: "Viel Hoffnung hat Amtsarzt Nicolai Savaskan nicht mehr. In den vergangenen vier Wochen ist bei den niedrigschwelligen Impfangeboten in Berlin-Neukölln 'kaum mehr jemand aufgetaucht', erzählt der Leiter des Gesundheitsamts im Bezirk. Er hält es für unwahrscheinlich, dass sich daran noch etwas ändern werde. Auch in anderen Teilen Deutschlands warnen Amtsleiter: Die aktuelle offizielle Impfquote von 66 Prozent sei – wenn überhaupt – nur noch um wenige Prozentpunkte zu steigern. Das Impfziel des Robert Koch-Instituts (RKI) von mindestens 80 Prozent werde damit 'illusorisch', sagt Savaskan. Er fordert von der Politik einen Exit-Plan – und einen Strategiewechsel bei der Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter. (…) Für eine Rückkehr zur Normalität plädiert auch Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamts in Dortmund. 'Wir müssen an den Punkt kommen, an dem nicht mehr der Staat über die Gesundheitsämter die Bevölkerung schützt, sondern wieder jeder Mensch diese Verantwortung selbst trägt', sagt Renken. Es sei daher richtig, wenn sich die Kontaktnachverfolgung künftig auf die vulnerablen Gruppen fokussiere. Auch sollten Pflichten wie das Maskentragen und Abstandhalten bald fallen. (…) Die 3G-Regel solle (…) als Übergang bis Ende des Jahres erhalten bleiben. (…) 'Die Leute haben das Weiter-so der Politik satt, wir brauchen jetzt ein klares Ausstiegsszenario', sagt [Christian] Stiehler [Leiter des Gesundheitsamts im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt]. 'Ich weiß, dass eine komplette Öffnung im Herbst schwieriger ist als im Sommer. Trotzdem sollten wir es nach dem Vorbild von Dänemark und Großbritannien versuchen.'

20. Oktober 2021

Prof. Fabio Vighi: Selbsterfüllende Prophezeiung: Systemischer Zusammenbruch und Simulation einer Pandemie (Übersetzung von Uwe Alschner) – Auszug: „In den Monaten vor Covid stand die Weltwirtschaft am Rande eines weiteren gigantischen Zusammenbruchs. Hier ist eine kurze Chronik, wie sich der Druck aufbaute (…) Im Jahr 2019 wurde die Weltwirtschaft von derselben Krankheit geplagt, die 2008 die Kreditkrise verursacht hatte. (…) Der Zusammenbruch des Repo-Marktes im September 2019 muss in diesen fragilen wirtschaftlichen Kontext eingeordnet werden. (…) Das Mainstream-Narrativ sollte daher umgedreht werden: Der Aktienmarkt brach (im März 2020) nicht zusammen, weil Lockdowns verhängt werden mussten; vielmehr mussten Lockdowns verhängt werden, weil die Finanzmärkte zusammenbrachen. Die Lockdowns führten zum Stopp des Geschäftsverkehrs, wodurch die Nachfrage nach Krediten sank und die Panik gestoppt wurde. Mit anderen Worten: Die Umstrukturierung der Finanzarchitektur durch eine außergewöhnliche Geldpolitik setzte voraus, dass der Motor der Wirtschaft abgestellt wurde. Hätte die enorme Menge an Liquidität, die in den Finanzsektor gepumpt wurde, die lokalen Geschäftstätigkeiten erreicht, wäre ein monetärer Tsunami mit katastrophalen Folgen ausgelöst worden. (…) Kurz gesagt, nur ein künstliches wirtschaftliches Koma konnte der Fed den Spielraum geben, um die im Finanzsektor tickende Zeitbombe zu entschärfen. (…) Es ist daher illusorisch zu glauben, dass Lockdowns einen therapeutischen oder humanitärern Zweck verfolgen. Wann hat sich das Kapital jemals um das Schicksal von Menschen geschert? (…) Aber jede Macht, die auf Totalisierung abzielt, ist zum Scheitern verurteilt, und das gilt auch für die Hohepriester der Covid-Religion (…) Diejenigen, die im Kontrollraum sitzen, erkennen nicht, wie unsicher ihre Dominanz tatsächlich ist.“

19. Oktober 2021

Berliner Zeitung: „Niemand von uns ist hergekommen, um Untertan zu werden“. Migrantinnen und Migranten beobachten, wie die Pandemie Deutschland verändert. Sie warnen vor dem Verlust von Freiheit und Offenheit – Auszug: „Wir treffen Sanam Afrashteh und Shirin Soraya. Beide sind Schauspielerinnen. (…) Beide Frauen haben sich an der Aktion „Alles auf den Tisch“ beteiligt. (…) Afrashtehs Eltern kommen beide aus dem Iran. (…) Sie habe auch gemerkt, dass es dort [im Iran] eine Kluft zwischen der privaten und der politischen Realität gebe: „Die Leute sind vorsichtig, wenn sie die Regierung kritisieren. Zugleich ist für sie klar: Man darf einer Regierung nicht blind vertrauen.“ Vor diesem Hintergrund ist sie hellhörig, wenn sich in Deutschland Grenzen verschieben, wenn das Private politisch wird. (...) [Heute] spüre man, dass Minderheiten [in Deutschland] diskriminiert würden, ohne dass es die Mehrheitsgesellschaft besonders stört. „Die Ausgrenzung gegenüber Nicht-Geimpften ist anders als die rassistische Ausgrenzung. Den Ausländern gesteht man zu, dass sie sich ihre Hautfarbe ja nicht aussuchen können. Den Nicht-Geimpften dagegen sagt man: Lass dich impfen, dann gehörst du wieder dazu.“ (…) Neil Malik Abdullah hat auch bei „Alles auf den Tisch“ mitgemacht. (…) Seine Eltern kommen aus einem Teil Syriens, der heute zur Türkei gehört. (…) Bei den Corona-Maßnahmen stört ihn die religiöse Form. (…) „Der größte Schock für uns war, als wir festgestellt haben: Es gibt immer weniger Freiräume und kaum noch Debatten“, sagt [die aus Armenien stammende] Jeana Paraschiva. Und sie erkannte in der deutschen Gesellschaft etwas, „was wir in dieser Form nur von zu Hause kannten: Alle hatten Angst“. (…) Und noch etwas fiel ihr auf, was sie aus ihrem Herkunftsland kannte und was sie sehr besorgte: „Das Schlimmste war, dass Kritiker plötzlich verspottet wurden. Es gab Häme und Diffamierungen, wie wir sie vorher in diesem Land für unmöglich gehalten haben.“ Paraschiva sieht Parallelen zu den Ostdeutschen, die ja im Zuge der Maßnahmen-Kritik auch deutlich aktiver erschienen als die Westdeutschen. Auch die Ostler waren dem Sternenbanner der Freiheit gefolgt und reagieren nun empfindlich, wenn sie Muster wiedererkennen, die sie nicht haben wollen.“