Cicero:
Ost! Ost! Ostdeutschland! – Auszug: „Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung, kurz OAZ, ist das neueste Projekt des Verlegers Holger Friedrich, dem auch die Berliner Zeitung gehört. Nicht nur eine Zeitung für den Osten soll die OAZ sein, sondern eine aus dem Osten. Ein Blatt, das eine Perspektive bietet, die, sagen die Verantwortlichen, viel zu kurz kommt in den Debatten unserer Zeit: nämlich die ostdeutsche. Auf den Ukrainekrieg, auf Migration, auf die Wirtschaft. Auf alles eben, über das bundesweit gestritten wird.“ (Bezahlschranke)
Zeit:
So war das erste Treffen von Trumps sogenanntem Friedensrat – Auszug: „US-Präsident Donald Trump (…) verkündete eingangs, dass neun Mitgliedsstaaten sieben Milliarden US-Dollar für Gaza zugesagt hätten: Kasachstan, Aserbaidschan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan und Kuwait. (…) Ein wesentlicher Teil der (...) [Internationalen Stabilisierungstruppe] soll mit 8.000 Soldaten aus Indonesien kommen, auch Marokko, Albanien, Kosovo und Kasachstan wollen sich beteiligen. (…) Wie Israel waren auch viele weitere Mitgliedsstaaten des Board of Peace und dessen Beobachter (darunter Deutschland und die EU) in Washington nicht auf höchster Ebene vertreten. (…) ‚Das versöhnende Merkmal des Friedensrates ist, dass er – zum ersten Mal in der Geschichte des Nahostkonflikts – einen Teil dieses Konflikts internationalisiert hat‘, sagte [Aaron] Miller [vom Carnegie Endowment for International Peace] im Gespräch mit der ZEIT. (…) Zum Ende des Treffens in Washington sagte Trump, Gaza sei nur der Anfang. Später wolle man auch andere Konfliktregionen dabei unterstützen, ‚erfolgreich und friedlich‘ zu werden.“
Manova:
Der größte Skandal – Auszug: „Die Wahrheit über den Fall Epstein war schon sehr lange greifbar, aber sie passte nicht ins Weltbild. (...) Der Epstein-Skandal ist kein neues Wissen, sondern ein alter Befund, der lange als Zumutung galt. Seit mindestens sechs Jahren liegen zentrale Fakten offen: Anzeigen, Deals, Zeugenaussagen, Gerichtsakten, Namen, Strukturen. Und doch wurde der gesamte Themenkomplex über Jahre hinweg entschärft, relativiert, kleingeredet.“
Frankfurter Allgemeine:
Wir wollen keine Konsumenten – wir wollen Leser – Auszug: „Als die ‚Washington Post‘ vergangene Woche verkündete, ein Drittel ihrer Mitarbeiter zu entlassen, wurde schnell deutlich, welche absurden Zustände das zur Folge hat (…) Künftig gibt es (…) kein Ressort mehr, das sich mit Büchern befasst. Die zuständigen Redakteure für ‚Fiction‘ und ‚Nonfiction‘ mussten ihre Posten räumen. (…) ‚Wir müssen‘, so begründete etwa der Chefredakteur (...) den von ihm mitverantworteten Kahlschlag, ‚die Konsumenten dort treffen, wo sie stehen‘. Alle Texte müssten etwas anbieten, ‚was bei den Kunden Anklang findet‘. (…) ‚Ein Konsument‘, so [die entlassene Buchredakteurin Becca] Rothfeld, ‚ist jemand, dessen bereits bestehende Vorlieben man zu befriedigen versucht; ein Leser ist jemand, von dem man hofft, ihn zu überzeugen, zu überraschen‘.“
Kontrafunk:
Mensch und Medizin: Wie arbeitete die Stiko während der Corona-Zeit? (Interview mit Albrecht Jahn, Martina Herrmann, Martin Vincentz) – Auszug: „‚Diese Flut an Nebenwirkungen war so groß, sie übertraf alles, was bisher beim Paul-Ehrlich-Institut gemeldet wurde. Das führte dazu, dass sie sowohl die Mitarbeiterzahl enorm vergrößern mussten, trotzdem waren sie gar nicht in der Lage zum Beispiel die Todesfälle nachzuverfolgen. Das bedeutet, dass Frau Keller-Stanislawski mit Recht sagen konnte, uns liegen keine schlüssigen Beweise vor, dass da Todesfälle sind, weil die einfach gar nicht nachverfolgt waren.‘“ (Radiopodcast, 55 Minuten)
The Cradle:
Washington imposes 'terrorist-grade sanctions' on Francesca Albanese, ICC judges (Washington verhängt „Sanktionen terroristischen Grades“ gegen Francesca Albanese, IStGH-Richter) – Auszug (übersetzt): „Die Bemühung, gegen die UNO und den IStGH vorzugehen, erfolgten auf Wunsch von mindestens zwei US-Tech-Firmen, (…). Reuters schrieb, dass sich die Unternehmen an das Weiße Haus gewandt hätten, nachdem sie Briefe von Albanese erhalten hätten, in denen sie gewarnt wurden, dass sie an ‚groben Menschenrechtsverletzungen‘ durch Israel in Gaza und im besetzten Westjordanland mitwirkten. Zu den von Albanese genannten Unternehmen gehören Alphabet, Amazon, Caterpillar, Chevron, Hewlett-Packard, IBM, Lockheed Martin, Microsoft und Palantir.“
Neutrality Studies:
The Eurocrats Greatest Trick Yet. Clawing Victory From Defeat (Der bisher größte Trick der Eurokraten. Aus einer Niederlage einen Sieg erringen) (Interview mit dem Juristen Erik Jochem) Auszug (übersetzt): „Viele Menschen sprechen von einem zusammenbrechenden Europa, das den Krieg in der Ukraine verliert. Aber laut meinem heutigen Gast ist die Realität genau das Gegenteil. Die EU ist in Wirklichkeit der stille Gewinner des Krieges, denn die Bedrohungsrhetorik verschafft ihr alles, was sie braucht, um sich in einen Staat zu verwandeln. Man muss sich nur ansehen, wie die EU sich selbst gestärkt hat, indem sie Sanktionen gegen ihre eigenen Bürger und Einwohner verhängt hat. Die Befugnis, äußere und innere Feinde zu definieren, ist ein Kernelement der staatlichen Souveränität – etwas, das Carl Schmitt bereits verstanden hat.“ (Video, Englisch, 45 Minuten)
Transition News:
Neuer Film: „Genocide in a suit“ – Auszug: „Die lettische Juristin Janis Plavins hat einen Dokumentarfilm gedreht, in dem sie sich mit den Vorstufen des Genozids beschäftigt. (...) Dieser Dokumentarfilm existiert laut Plavins, weil den meisten Menschen beigebracht wurde, Völkermord erst dann zu erkennen, wenn dieser unbestreitbar geworden ist. Dann sei es jedoch bereits zu spät. ‚Genocide in a Suit‘ decke die frühen Stadien auf – die psychologische Konditionierung, die bürokratische Normalisierung und die Gehorsamsmechanismen, die groß angelegten Schaden ohne offene Gewalt möglich machen. Anhand von Beispielen aus der realen Welt und etablierten Rahmenwerken zeigt der Film, wie gewöhnliche Menschen dazu gebracht werden können, sich an Systemen zu beteiligen, sich ihnen zu fügen und sie sogar zu verteidigen, obwohl diese ihre eigene Freiheit, Gesundheit und Würde untergraben. Nicht allein durch Angst – sondern durch Appelle an Verantwortung, Sicherheit und Moral.“
New York Times:
Millions of Pages of Epstein Documents Released (Millionen Seiten Epstein-Dokumente veröffentlicht) – Auszug (übersetzt): „Der Kongress ordnete die Veröffentlichung im November an, und Präsident Trump unterzeichnete das Gesetz, obwohl er sich zunächst dagegen ausgesprochen hatte (…) Das Justizministerium veröffentlichte am Freitag (…) drei Millionen Seiten, 2.000 Videos und rund 180.000 Bilder. Die Dokumente enthalten E-Mail-Verläufe, Textnachrichten, Zeitungsartikel, interne Ermittlungsberichte und weiteres Material mit Bezug zu Herrn Epstein, einem verurteilten Sexualstraftäter. (…) Laut veröffentlichten E-Mails verfasste Epstein 2013 Notizen an und über [Bill] Gates, in denen er andeutete, dass dieser außereheliche sexuelle Beziehungen hatte. Ein Sprecher von Gates bezeichnete die Anschuldigungen als ‚absolut absurd und völlig falsch‘. In einer E-Mail schrieb Epstein, er habe Gates geholfen, Drogen zu beschaffen, ‚um die Folgen von Sex mit russischen Frauen zu bewältigen‘, und er habe Treffen zwischen Gates und verheirateten Frauen vermittelt.“
Berliner Zeitung:
Neue Dokumente: Jeffrey Epstein über „raffinierte Korruption“ in der Ukraine – Auszug: „Millionen Seiten aus neuen US-Akten zeigen Epsteins frühes Interesse an der Ukraine – mit Aussagen über ‚raffinierte Korruption‘ und riesige Geldsummen. (…) Am 18. März 2014, kurz nach dem Maidan-Umsturz, schrieb Epstein in einer E-Mail: ‚Der Umsturz in der Ukraine wird viele Möglichkeiten eröffnen – sehr viele.‘ (…) Adressiert war die Nachricht unter anderem an ‚A. de Rothschild‘, höchstwahrscheinlich Ariane de Rothschild, geschäftsführende Gesellschafterin der Schweizer Privatbank Edmond de Rothschild Group (…) Besonders ab 2019 intensivierte sich Epsteins Interesse an der Ukraine. Am 23. Mai 2019, drei Tage nach der Wahl von Wolodymyr Selenskyj zum Präsidenten, schrieb Epstein an einen geschwärzten Empfänger: ‚Ich möchte, dass du anfängst, dich über die Politik in der Ukraine zu informieren. Selenskyj, Korruption, Parlament (…) es ist raffinierte Korruption, und es werden riesige Geldsummen verdient. Riesige.‘ Anschließend schrieb er: ‚Ich würde dich gern als weibliche Oligarchin sehen.‘“
27. Februar 2026