Canberra Daily:
Rettet QoVAX: Aktivisten wollen die Zerstörung einer Biobank verhindern, die den Schlüssel zur Behandlung von langwierigen Covid- und Impfschäden liefern könnte – Auszug: „Es wurden auch Bedenken geäußert, dass die Sammlung von über 100.000 Bioproben in künftigen Gerichtsverfahren als Beweismittel benötigt werden könnte, insbesondere im Zusammenhang mit Covid-Impfschäden und der Kontamination von Covid-Impfstoffen mit hohen Mengen synthetischer DNA. Als eine der wenigen Studien weltweit, die geimpfte und ungeimpfte Personen über einen längeren Zeitraum einbezog und Proben und Daten von Probanden erfasste, die noch nicht mit Covid infiziert waren, bot QoVAX eine einzigartige Gelegenheit, die langfristigen Folgen von Covid und den damit verbundenen Impfstoffen zu erforschen. (…) Nachdem sich die Regierung fast zwei Jahre lang nicht über den Stand des Projekts geäußert hatte, informierte sie die Studienteilnehmer schließlich im März dieses Jahres über die bevorstehende Vernichtung ihrer Bioproben mit der Begründung, es bestehe ‚keine wissenschaftliche oder gesundheitspolitische Notwendigkeit mehr‘, sie aufzubewahren.“
Cicero:
Friedensmanifest aus der SPD – „Über Waffen kann jeder Trottel reden, aber Diplomatie ist die wirkliche Kunst“ (Interview mit Ralf Stegner) – Auszug: „Ich bin dafür, und das steht in unserem Text auch drin, die Verteidigungs- und Bündnisfähigkeit Deutschlands zu erhöhen. Ich habe auch für das 100-Milliarden-Sondervermögen gestimmt, um die Bundeswehr wieder zu ertüchtigen. Aber das kann ja nicht der einzige Weg sein. (…) Friedensverhandlungen sind eine mühselige Angelegenheit, für die es viel Klugheit braucht. (…) [Die] Klugheit [Kennedys während der Kuba-Krise] bestand übrigens maßgeblich in der Erkenntnis, dass man sich in der Außenpolitik in die andere Seite hineinversetzen muss – und zwar gerade dann, wenn man deren Positionen nicht teilt. (…) Dieses Manifest ist keine Forderung an die Bundesregierung, sondern ein Diskussionspapier für die Debatte in der Sozialdemokratie, die die einzige Partei ist, die sich ernsthaft mit politischen Fragen der Friedenspolitik beschäftigt.“
Freitag:
„Diese Forschung muss man weltweit verbieten“ (Interview mit Roland Wiesendanger) – Auszug: „Es gibt ganze Lehrbücher darüber, wie sich Viren als Biowaffen zur Kriegsführung einsetzen lassen (…) Solche Waffen setzt man natürlich nur ein, wenn man die eigene Bevölkerung und das eigene Militär schützen kann. Man muss also parallel zu den Biowaffen auch die biologische Verteidigung, nämlich Impfstoffe, herstellen. Die Impfstoffentwicklung im Voraus ergibt nur Sinn im Kontext dieser militärischen Forschung und deren potenzieller Anwendung im Kriegsfall. (…) Es gibt schlicht zu viele Billionen von Möglichkeiten, wie sich Viren auf natürliche Art und Weise verändern können. Das können Sie niemals vorausahnen und im Labor treffsicher vorwegnehmen. Eine Prognose ist nur dann möglich, wenn Sie ganz gezielt gewisse Viren im Sinne von Biowaffen entwickeln. Dann wissen Sie genau, welche Viren Sie in Ihrem Labor scharf gestellt haben, und dann können Sie natürlich auch einen Impfstoff gezielt dagegen entwickeln. Das heißt, diejenigen, die behaupten, es wäre sinnvoll, im Vorfeld Impfstoffe zu entwickeln, beziehen sich eigentlich auf die Biowaffenforschung.“ (Bezahlschranke)
Levada Center:
Wahrnehmung befreundeter und unbefreundeter Länder, Beziehungen zum Westen, Einstellungen zu bestimmten Ländern und Zielen von Auslandsreisen (Umfrage in Russland) – Auszug (übersetzt): „Im Mai 2025 nannten die Befragten Weißrussland, China, Kasachstan, Indien und Nordkorea als die russlandfreundlichsten Länder. Die feindlichsten Länder waren Deutschland, Großbritannien, die Ukraine, die Vereinigten Staaten und Polen; zum ersten Mal in den 20 Jahren der Messung fielen die Vereinigten Staaten in dieser Liste vom ersten auf den vierten Platz zurück. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen immer von Misstrauen geprägt sein werden (dies ist der Höchstwert für den gesamten Beobachtungszeitraum), während die absolute Mehrheit der Befragten für eine Entspannung ist. (…) Unter den unfreundlichen Ländern nennen die Befragten am häufigsten Deutschland (55%, plus 40 Prozentpunkte im Vergleich zu Mai 2020) (...).“
Frankfurter Allgemeine:
Interne Masken-Ermittlung belastet Jens Spahn – Auszug: „Weil der Bund einen viel zu hohen Festpreis zahlte, wurde er mit Masken überschwemmt, konnte nicht alle Lieferungen annehmen, versuchte Vertragsstornierungen und zahlte nicht. Bis heute sind deshalb in diesen und anderen Fällen Klagen von rund 100 Händlern über 2,3 Milliarden Euro anhängig. Bereits im Juli 2024 hatte die F.A.Z. aus internen Mails aus dem Ministerium zitiert, wonach sich Spahn über die Empfehlungen seiner Zentralabteilung „Z“ von 3,57 Euro brutto hinweggesetzt und den dann gültigen Preis von brutto 5,36 Euro festgelegt hatte. Damals ging es um eine Überzahlung von 467 Millionen Euro. Der jetzt in Rede stehende Schaden ist noch einmal 156 Millionen Euro höher, summiert sich auf 623 Millionen Euro und ist damit zweieinhalbmal so groß wie die Verluste aus der gescheiterten Pkw-Maut von 2019 unter Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). (…) Die grüne Haushalts- und Gesundheitspolitikerin Paula Piechotta [sagte] (…) ‚Man muss befürchten, dass in diesen Krisenwochen im Gesundheitsminister der Eindruck entstand, ,jetzt oder nie‘, um ungestraft Milliarden an Steuergeldern auf die Konten von Freunden und Bekannten umzuleiten.‘“
Infosperber:
Pharma-freundliche US-Arzneibehörde: Kennedy gibt Gegensteuer – Auszug: „Im Spätsommer 2021, mitten in der Corona-Pandemie, schmissen zwei langjährige FDA-Mitarbeiter den Bettel hin: Die Leiterin der Abteilung für Impfstoffzulassung und ihr Stellvertreter reichten ihre Kündigung ein. (…) Ihr damaliger Bereichsleiter für Biologika, Peter Marks, habe sie zur Kündigung gedrängt, als sie nicht in seinem Sinne gespurt hätten. (…) Die damalige US-Regierung habe die FDA ‚gezwungen, Abkürzungen zu nehmen und ihre Standards zu senken‘, um die Booster-Impfung durchzudrücken, schrieb der US-Medizinprofessor George Tidmarsh (...). Den zuständigen FDA-Bereichsleiter Peter Marks, der das (und mehr) zu verantworten hatte, bezeichnete Tidmarsh als ‚Held für Biotech-Investoren, nicht aber für Patienten und für die öffentliche Gesundheit‘. (…) Im April 2025 verliess Marks die FDA. Er sei von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy vor die Wahl gestellt worden, zurückzutreten oder gefeuert zu werden, beklagte er sich im ‚Wall Street Journal‘, das über Marks schrieb: ‚Sein Fachwissen und seine ruhige Hand wurden von der Pharmaindustrie geschätzt, die […] das Weisse Haus gedrängt hatte, Marks zu behalten.‘ Nicht bloss Dutzende von Medien machten sich damals für Marks stark, auch das ‚Berlin Institute of Health‘ an der Berliner Universitätsklinik Charité lobte ihn (…).“
Nachdenkseiten:
Ulrike Guérot: „Es geht nicht um Logik, es geht um Propaganda“ – Auszug: „Sie haben zum Schluss des Buches eine ‚Kleine Hausordnung für die Republik‘ aufgestellt. Dort heißt es zum Beispiel unter Punkt 1: ‚Jeder besteht darauf, Bürger dieser Republik zu sein, nicht Mensch in diesem Lande.‘ (…) [Guérot:] Wir sind (…) nicht, wie Angela Merkel das immer sagte, die Menschen in diesem Lande, sondern die Bürger dieses Landes, und als solche hat eine Kanzlerin uns zu adressieren. Der Verfall der politischen Kultur der Bundesrepublik hat meines Erachtens damals begonnen. Anders formuliert: Mensch-sein ist eine vorpolitische Kategorie. Bürger jedoch bezeichnet die Beziehung zum Staat, genauer: zur Republik, zur res publica, also dem allgemeinen Wohl. (…) Auch Immanuel Kant sprach bekanntlich vom mündigen Bürger, nicht vom mündigen Menschen. Ohne mündigen Bürger kann keine Demokratie funktionieren. Wenn wir uns auf vorpolitische Kategorien reduzieren lassen, dann wird es schwierig.“
Norbert Häring:
Die Mär von der transatlantischen Entfremdung ist heute so verlogen wie unter Trumps erster Präsidentschaft – Auszug: „In der ersten Trump-Präsidentschaft beschrieb ich, wie eine Trump-Show mit heuchlerischen Empörungsritualen veranstaltet wurde, um Deutsche und Europäer dazu zu bringen – scheinbar gegen Trump, aber in Wahrheit für dessen Ziele – aufzurüsten und ‚Verantwortung zu übernehmen‘. Fast exakt dasselbe Stück wird nun ein zweites Mal aufgeführt. (…) Heute sind es nicht mehr so sehr der freie Handel und die Energiezufuhr, sondern die ‚Demokratie‘ und das Selbstbestimmungsrecht der Völker, die weltweit vor allem von uns mit Waffengewalt verteidigt werden müssen, nachdem die USA unter Trump in dieser Hinsicht angeblich nicht mehr verlässlich sind. In ein paar Jahren, wenn Europa aufgerüstet und wirtschaftlich zugrunde gerichtet ist, wird Trump seine Schuldigkeit wieder getan haben, und ein angeblich europafreundlicher, weltoffener Nachfolger kann mit schönen Floskeln statt Drohungen die erleichterten Europäer und ihren aufgerüsteten Militärapparat zum eigenen Vorteil lenken.“
Big Serge (11.4.):
The North Sea Chessboard: Germany against Britain (Das Nordsee-Schachbrett: Deutschland gegen Großbritannien) – Auszug (übersetzt): „Zwischen 1897 und 1914 beging das kaiserliche Deutschland einen geostrategischen Fehler ersten Ranges, als es einseitig ein Seewettrüsten gegen die größte Seemacht seiner Zeit, die Royal Navy, begann. Das Bemerkenswerte an der deutschen Flottenaufrüstung ist, dass sie mit fadenscheinigen strategischen Spekulationen über die britische Reaktion begründet wurde; obwohl sich in Echtzeit herausstellte, dass diese Spekulationen unwahr waren, wurde die Aufrüstung um ihrer selbst willen fortgesetzt, und Deutschland scheute immer wieder Gelegenheiten, diese Sackgasse zu verlassen. (…) Das Ergebnis war eine teure militärische Spielerei, die praktisch alle ihre theoretischen Begründungen in den Wind schlug, Deutschlands strategische Position erheblich verschlechterte und praktisch keinen militärischen Nutzen zeigte, als 1914 der Krieg nach Europa kam. Dieses große Debakel war ein eigenwilliges und einseitiges Experiment, das von einigen wenigen Schlüsselpersonen in Deutschland vorangetrieben wurde. (...) Ohne eine kohärente Geostrategie und in Ermangelung institutioneller Mechanismen zur Kurskorrektur stürzten die Deutschen in eine strategische Falle, die sie selbst gestellt hatten.“
The Duran:
Drone attacks and Russia red lines (Drohnenangriffe und Russlands rote Linien) – Auszug (übersetzt): „Die Russen haben zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass sie Angriffe auf einen ihrer Luftwaffenstützpunkte als Überschreitung einer roten Linie betrachten würden, zumindest nicht, wenn dies offensichtlich von der Ukraine geschieht. (…) Die Russen werden das mit Fassung tragen, und zwar aus einer Vielzahl von Gründen. (…) Zunächst einmal ist es wichtig zu sagen, dass dies eine sehr komplizierte und sehr, sehr gewagte Operation war, die die Ukrainer durchgeführt haben, aber sie haben 18 Monate dafür gebraucht. Es ist unwahrscheinlich, dass sie in der Lage sein werden, dies noch einmal zu wiederholen. (…) Der zweite Grund ist, dass es sich zwar um strategische Bomber handelt, diese aber auch bei Angriffen auf die Ukraine selbst eingesetzt wurden. (…) Ich denke, die Russen werden sich sagen, dass dies letztlich nichts am Verlauf des Krieges ändern wird. Es wird nichts am nuklearen Gleichgewicht zwischen den Vereinigten Staaten und Russland ändern.“ (Video, Englisch, circa 52 Minuten)
Nachdenkseiten:
Exklusivinterview „Ein höchst riskantes Spiel“ – General a. D. Kujat zu den Drohnenangriffen auf strategische Bomber Russlands – Auszug: „Trotz der offensichtlichen Erfolge hat dieser Angriff keine nennenswerten Auswirkungen auf die Lage an der Front oder die Verteidigung der Ukraine gegen russische Luftangriffe, auch wenn der Eindruck erweckt werden soll, dies sei der Fall. (…) Die Angriffe richteten sich gegen die interkontinental-strategische Bomberflotte Russlands. (…) Zwar werden – abhängig von der Zahl der tatsächlich zerstörten Flugzeuge – die Möglichkeiten Russlands, Marschflugkörper gegen die Ukraine einzusetzen, etwas einschränkt, aber dieser Effekt hat keine strategischen Auswirkungen. (…) Ich kenne nicht die Ziele der ukrainischen Führung, aber es liegt nahe, dass man versucht, den Krieg auszuweiten, indem eine scharfe russische Reaktion provoziert wird, die ein Eingreifen des Westens zur Folge hat. Das wäre eine sehr gefährliche Entwicklung. (…) Es handelt sich um Anschläge, nicht um eine militärische Aktion im eigentlichen Sinne. Solche Anschläge sind in jedem Land möglich. Hinzu kommt, dass der New-START-Vertrag zwischen den USA und Russland dazu verpflichtet, strategische Bomber auf bestimmten Flugplätzen so zu positionieren, dass sie für die vereinbarten Inspektionen sichtbar sind. In der Praxis heißt das, in offenen Hangars oder auf dem Rollfeld, nicht verdeckt in geschlossenen Gebäuden. Diese Regelung dient der Überprüfbarkeit, ob der Vertrag eingehalten wird, und ist Teil der gegenseitigen Vertrauensbildung. Die Flugzeuge sind damit jedoch gut zu bekämpfende Ziele.“
12. Juni 2025