Empfehlungen Februar 2025

Nachdenkseiten: Pistorius attackiert die NachDenkSeiten – Mit Blick auf den Absender könnten wir das als große Ehre betrachten (Offener Brief des Herausgebers und früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Albrecht Müller an Verteidigungsminister Boris Pistorius) – Auszug: „Wir sind eines der wenigen Medien in Deutschland, die dafür werben, dass sich alle Völker Europas untereinander einigermaßen gut verstehen; vor allem treten wir auch für friedliche und produktive Beziehungen mit Russland ein. Wir stehen damit in der Tradition jener Partei, der Sie und ich angehören. Allerdings bin ich anders als Sie der wegweisenden Botschaft von Willy Brandt vom 20. Oktober 1969 treu geblieben. Diese lautete: ‚Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein.‘ – Sie hingegen haben diesen grundlegenden Willen zur Verständigung in Europa verraten, wenn Sie dafür werben und eintreten, kriegstüchtig zu werden. Mit dieser friedensfeindlichen Linie steht die von Ihnen mitgeprägte SPD zur Zeit in Umfragen im Schnitt bei 15 %. Als die SPD 1972 um Zustimmung für ihre friedenspolitische Linie und die Aussage ‚Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein‘ warb, erreichte sie in der folgenden Bundestagswahl 45,8 %. Das ist dreimal so viel wie heute. Ich war damals für den Wahlkampf verantwortlich. Und muss mir heute die Schmähungen eines Parteigenossen anhören und lesen, dessen kriegsfreundliche Politik maßgeblich für den Niedergang der SPD und ihrer Wahlchancen verantwortlich ist.“

Seymour Hersh: Nord Stream and the failures of the Biden administration (Nord Stream und die Fehler der Biden-Regierung) – Auszug (übersetzt): „Der Schlüssel zu Trumps Erfolg war, wie wir alle wissen, das Verschwinden Joe Bidens, dessen physische und psychische Schwächen, wie ich heute weiß, zwei Jahre lang vor der amerikanischen Öffentlichkeit geheim gehalten wurden, bevor er im vergangenen Juni eine desaströse Debatte mit Trump führte. (…) Auch wir in der amerikanischen Presse haben versagt. (…) Bidens Zustand verschlechterte sich zusehends – er verlor sein Gedächtnis und fiel hin und wieder zu Boden –, lange bevor Putin mit seinen Drohungen gegen die Ukraine begann und russische Truppen an deren Grenzen aufmarschieren ließ. (…) Der Präsident sei ‚intellektuell schon von der Bildfläche verschwunden gewesen, als die Russen einmarschierten‘, [sagte mir ein Insider]. (…) Kürzlich teilte mir der zuständige Beamte mit – und sagte damit vielleicht etwas, was er mir während Bidens Amtszeit nicht gesagt hätte –, dass es ‚Treffen‘ zwischen den Leuten in Norwegen und Sullivan und Blinken gegeben habe, um die Sabotageplanung für die [Nord Stream] Pipeline zu besprechen, aber ‚niemals ein Anzeichen dafür, dass der Präsident eingebunden war‘. (…) Ich hätte damals schreiben sollen, was ich vorhatte: eine Erläuterung von Bidens Unfähigkeit, Präsident zu sein. Ich gestehe, dass ich andere Informanten über die Tage der Beeinträchtigung des Präsidenten hatte. Das war im September 2022.“