Empfehlungen August 2024

Freie Medienakademie: Eine Zensur findet statt. Die Landesanstalt für Medien NRW moniert vier Multipolar-Artikel und droht mit einem „förmlichen Verwaltungsverfahren“ sowie mit Strafgeld (Michael Meyen) – Auszug: „Wieder geht es um Paragraf 19 des Medienstaatsvertrags, eingeführt im November 2020. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt und sich zugleich erinnern will an eine Lockdown-Opposition, die aus dem Netz auf die Straßen schwappte. Vorher hieß dieses Gesetz Rundfunkstaatsvertrag und hat sich einen Teufel geschert um Seiten wie KenFM oder Multipolar. Es gab dort zwar schon einen Abschnitt über ‚Telemedien‘, der stand aber ganz am Ende und hat sich auf Themen wie Sponsoring, Gegendarstellung oder Datenschutz beschränkt. Von Kontrolle und Zensur keine Spur. Seit November 2020 sind die ‚Telemedien‘ ganz weit oben und unterliegen einem eigenen, ganz neuen Recht, manifestiert in eben jenem 19. Paragrafen. Unter der Überschrift ‚Sorgfaltspflichten‘ wird dort verlangt, dass jede politische Seite im Netz ‚den anerkannten journalistischen Grundsätzen zu entsprechen‘ habe. Was der Gesetzgeber darunter versteht, haben seine Juristen in einen Satz von poetischer Klarheit gegossen: ‚Nachrichten sind vom Anbieter vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Inhalt, Herkunft und Wahrheit zu prüfen.‘ Das muss man erst einmal sacken lassen. Der Medienstaatsvertrag nimmt an, dass es in politischen Fragen eine ‚Wahrheit’ gibt, die sich auch noch ‚prüfen‘ lässt. (…) Bei Multipolar geht es um zwei Interviews und zwei Artikel. Zu Punkt eins muss ich nicht viel sagen. Multipolar lässt Christian Schubert zu Wort kommen, einen qua Veröffentlichungsliste und akademischer Position ausgewiesenen Experten, der vorrechnet, was uns die Coronapolitik an Lebenszeit kostet, und fragt einen Berliner Feuerwehrmann nach seinem Alltag. Das ist ein Journalismus, der seinen ‚Auftrag‘ ernstnimmt. Alle Themen und vor allem alle Perspektiven auf die große Bühne, damit wir streiten und uns eine Meinung bilden können. Vermutlich kennen die Medienkontrolleure diesen Auftrag nicht. Anders ist nicht zu erklären, dass sie hier eine Verletzung von ‚Sorgfaltspflichten‘ und ‚anerkannten journalistischen Grundsätzen‘ sehen. Soll der Interviewer einem Professor widersprechen, der sich ein Leben lang mit dem beschäftigt hat, um das es geht? Soll er dem Feuerwehrmann erzählen, wie es bei seinen Diensten wirklich ist?“

Tagesschau: Wenig Vertrauen in deutsche Medien – Auszug: „Fast jeder Zweite hat wenig oder gar kein Vertrauen in die deutsche Berichterstattung zum Krieg in Nahost, zeigt eine ZAPP-Umfrage. (…) Das Ergebnis: 40 Prozent aller Befragten haben sehr viel oder viel Vertrauen in die deutsche Berichterstattung zum Krieg in Gaza und Israel. Aber 48 Prozent, also fast jeder Zweite, hat wenig oder gar kein Vertrauen. (…) ARD-Chefredakteur Oliver Köhr findet die Zahlen erschreckend – auch wenn er betont, dass deutsche Medien als Ganzes beurteilt wurden, nicht allein der öffentlich-rechtliche Rundfunk. (…) Dass fast ein Drittel eine Parteinahme für Israel empfindet, ist aus der Sicht von Kommunikationswissenschaftlerin Richter ein hoher und ungewöhnlicher Wert. (…) Um exemplarisch zu prüfen, ob dieser Eindruck stimmt, hat ZAPP sich alle Talkshows im Ersten und im ZDF angeschaut, die seit dem 7. Oktober bis Ende Juli gesendet wurden. In den 15 Talksendungen der ARD, die sich mit dem Krieg beschäftigten, gab es drei Gäste mit palästinensischem Hintergrund. Deutlich mehr, nämlich zehn Gäste, hatten die israelische Staatsangehörigkeit. Auf die Frage, warum es bei den Talkshows so eine Unausgewogenheit gibt, entgegnet ARD-Chefredakteur Oliver Köhr: ‚Eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen.‘ (…) Ein weiterer Vorwurf der Kritiker der deutschen Nahost-Berichterstattung: Narrative der in Teilen rechtsextremen israelischen Regierung oder der Armee würden in deutschen Medien immer wieder unhinterfragt übernommen. Beispiele dafür gibt es tatsächlich – in Zeitungen, in Online-Medien und auch in der Tagesschau.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Ein ungewöhnlich selbstkritischer Bericht der ARD.)

n-tv: „Es gibt so etwas wie kollektive Gereiztheit“ (Interview mit Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP)) – Auszug: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass alles, was wir unter der Überschrift ‚Kampf gegen die AfD‘ erleben, nicht das bringt, was man sich davon erhofft. Es zielt an die falsche Stelle. Der Kampf gegen die Partei erreicht mitunter sogar das Gegenteil von dem, was man mit den besten Motiven erreichen will. Stattdessen braucht es einen Kampf gegen die Ursachen, die Wähler dazu bewegen, ihr Kreuz bei dieser Partei zu machen. Es ist vergleichsweise leicht, eine große Demo gegen die AfD zu organisieren. Aber das hilft nicht. (…) [Frage:] Wo würden Sie ansetzen? [Nitzsche:] Das Thema, das die AfD gefunden hat, ist Angst. Wovor auch immer. (…) Angst vor dem Fremden. Das kann man schlecht finden, aber es gibt diese Angst, sie ist real. Es gibt aber auch die Angst vor dem sozialen Abstieg. Davor, etwas zu verlieren, das man hat. Oder Angst vor zu viel Veränderung. (…) Man muss die Gründe für die Angst reduzieren. Das ist das einzige Rezept, das hilft. Angst kann man niemandem ausreden. Sondern man muss den Menschen kommende Veränderungen so erklären, dass sie sich dadurch nicht bedroht fühlen.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Was beginnt wie eine brauchbare politische Analyse wird bald zur Farce. Einmal mehr beschwört ein Politiker die hohle Phrase, man müsse die eigene Politik nur besser erklären. Beim Vorwurf, die AfD instrumentalisiere Ängste, kommt sogar noch offene Doppelmoral ins Spiel. Denn was in seiner Aufzählung fehlt, ist neben der „Angst vor den Russen“ auch die „Angst vor Corona“, die eben von etablierten Parteien jahrelang massiv bespielt wurde. Und ausgerechnet der hier interviewte Thomas Nitzsche war der erste deutsche Bürgermeister, der während der Corona-Krise in seiner Stadt eine Maskenpflicht einführte.)

Neue Osnabrücker Zeitung: Wladimir Kaminer: Der Osten ist ein bisschen nachtragend – und so kam die AfD – Auszug: „Meine Frau und ich haben zur Coronazeit Berlin verlassen und sind in Brandenburg heimisch geworden (…). Mit Torsten, Ralf und Kay haben wir damals über die dämlichen Corona-Gesetze und Hygieneverordnungen gelästert, die Bundesregierung war völlig aus dem Häuschen, sie wusste über die Viren genau so wenig wie über den Osten und zeigte es auch (…). Besonders laut gelacht haben wir über die Ausgangssperre nach 22 Uhr. Wohin soll jemand gehen, um die Zeit? Wir haben kaum Straßenbeleuchtung und wenn ich mich nach 22 Uhr von meinem Haus entferne, bin ich nach fünf Minuten schon im Maisfeld und kann mit den Wildschweinen politische Diskussionen führen. Die Kneipenschließungen haben uns auch nicht tangiert, wir haben gar keine Kneipe. (…) Wir saßen oft an der Bushaltestelle. Wir haben keinen Bus, aber eine hübsche Bushaltestelle mit Empfang. Unser Dorf befindet sich in einem bemerkenswerten Funkloch und das Internet ist auf dem Land sehr ungerecht verteilt. Die beste Verbindung hat man an der Bushaltestelle. Also ging ich gerne dorthin und trank mit den Einheimischen ein Bier oder zwei. Sie haben mir die Geschichte der Bushaltestelle erzählt, sie ist ein dorfeigener Mythos, eine Legende, wie das Trojanische Pferd bei den alten Griechen. Angeblich gab es hier vor langer Zeit, in den Neunzigerjahren, viele Kinder, die mit einem Schulbus zur Schule gefahren wurden. Und eines Tages fuhr der Schulbus los und kam nie mehr zurück. Seitdem haben wir keine Schule, sie wurde geschlossen, weil es die Kinder dafür nicht gab und keinen Bus.“

Telepolis: Ukraine-Krieg: Russland kann Kursk-Offensive strategisch aussitzen – Auszug: „Die ukrainische Führung hat eine gefährliche Wette darauf abgeschlossen, dass sich die russische Führung dazu hinreißen lässt, auf die Kursk-Offensive emotional und unüberlegt zu reagieren, in dem sie etwa Truppen von anderen Frontabschnitten nach Kursk verlegt oder zu einer drastischen, unangemessenen Maßnahme greift, einer Art Vergeltungsoperation, die dazu geeignet wäre, dem Ansehen Russlands außerhalb der Sphäre der westlichen Verbündeten zu schaden. (...) Die zugrunde liegende Überlegung war wohl, dass es für Russland eine Art "Gesichtsverlust" bedeuten würde, wenn russisches Mutterland von der Ukraine besetzt wird. Eine entsprechende flankierende Medienkampagne in den Medien des globalen Westens und in den vom Westen unterstützten russischsprachigen Medien wurde offensichtlich als Maßnahme im Informationsraum zur Kursk-Offensive gestartet. Doch außerhalb dieses emotionalen Faktors hat das ganze durch die Ukraine eroberte russische Gebiet keinerlei militärisch-strategischen Wert. Die Ukraine hat Wälder, Felder und Dörfchen besetzt. Und von Wäldern, Feldern und Dörfchen – davon hat Russland eine ganze Menge. (...) Nur das Atomkraftwerk Kursk hat strategischen Wert. Auf die Bedrohung hat die russische Führung jetzt mit dem Blitz-Bau eines kilometerlangen Panzergrabens reagiert, der das Atomkraftwerk abschirmt und das Vorrücken auf das Atomkraftwerk deutlich erschweren dürfte.  Die russische Führung kämpft methodisch und kühl berechnend. Es hat nicht den Anschein, dass sie emotional-patriotisch reagiert und dem Zurückerobern der verlorenen Gebiete bei Kursk eine große Priorität einräumt. Die hat es militärisch auch nicht. Die Kursk-Offensive der Ukraine kann Russland aus strategischer Sicht einfach aussitzen.“

Nachdenkseiten: Selenskyj ist ein Hasardeur, der auch Deutschland immer tiefer in den Krieg zieht – Auszug: „Aus militärischer Perspektive kann den Russen eigentlich nichts Besseres passieren, als dass die Ukraine ihre ohnehin schon überdehnte Front noch weiter ausdehnt und zwanzigtausend – teils sehr gut ausgebildete – Soldaten von den umkämpften, strategisch wichtigen Gebieten im Donbass in die strategisch vollkommen irrelevante Grenzregion südlich von Kursk abzieht. (…) Ist Selenskyj also ein Stümper? Nein, er ist vielmehr ein Hasardeur. Er weiß, dass die Zeit gegen ihn spielt. Die internationale Unterstützung bröckelt. (...) Sollte Donald Trump die Wahl gewinnen, werden die USA ihre Unterstützung sicherlich massiv zurückfahren (...), er will die Europäer für den Ukrainekrieg zahlen lassen. Auch in Deutschland wird 2025 gewählt und die ohnehin schwächelnde Ampel dürfte nicht gerade großes Interesse daran haben, zusätzlich zu den ohnehin schon horrenden eigenen Kriegskosten auch noch den Großteil der womöglich wegfallenden Unterstützungsleistungen aus den USA zu übernehmen. Strategisch ist es also für Selenskyj wichtig, den Westen jetzt immer tiefer in den Krieg hineinzuziehen, sodass es immer schwerer wird, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf herauszuziehen. Die Invasion russischen Staatsgebietes ist eine weitere Rote Linie, die überschritten wurde. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Monaten weitere Ausweitungen des Krieges folgen werden (…).“

Welt: Drei Tage vor dem ersten Lockdown änderte das RKI plötzlich seinen Standpunkt – Auszug: „Die Impfempfehlung für gesunde Fünf- bis Elfjährige gegen das Coronavirus im Mai 2022 etwa bezeichnen Stiko-Mitglieder im Hintergrundgespräch mit WELT als ‚überflüssig’. (…) [Der STIKO-Vorsitzende Thomas] Mertens äußerte sich nicht zur Frage nach möglichem Einfluss der Politik auf die Stiko. WELT sprach mit anderen früheren Mitgliedern aus dem Gremium. Es habe ‚keine direkte Vorgabe des Bundesgesundheitsministeriums an die Stiko‘ bezüglich der Kinderimpfung gegeben, sagte eines der Ex-Mitglieder, das nicht namentlich genannt werden will. Die Runde habe ‚intern kritisch über die Kinderimpfung diskutiert‘, zumal die Auswirkungen der mRNA-Impfstoffe speziell auf den kindlichen Organismus unklar gewesen seien. Die Stiko habe sich aber ‚in einer Druckblase‘ der politischen Eliten befunden, die alle Stiko-Repräsentanten wahrgenommen hätten. (...) Medizinische Gründe für eine Impfempfehlung seien im Frühjahr 2022 nicht mehr vorrangig gewesen, obwohl feststand, dass Kinder durch das Virus nicht gefährdet seien. Auch der Fremdschutz der Impfung sei längst widerlegt gewesen. ‚Hätten wir aber die Empfehlung für Über-Fünfjährige nicht abgegeben, dann hätten wir eine Diskussion führen müssen, mit der wir uns selbst ins gesellschaftliche Abseits gestellt hätten.‘ (…) ‚Wir haben versucht, das möglichst schnell zu korrigieren.‘ Es wäre besser gewesen, zu kommunizieren, auf welch ‚dünnem Boden’ bestimmte Empfehlungen standen, statt der Politik ein ‚Gütesiegel‘ zu liefern.“

Financial Times: Factory or front line? Ukrainian businesses fight to retain workers (Fabrik oder Front? Ukrainische Unternehmen kämpfen um ihre Mitarbeiter) – Auszug (übersetzt): „Arbeiter wurden während ihrer morgendlichen Busfahrt [zum Betrieb] eingezogen, und vor dem Werkstor wurden nicht genehmigte Einberufungsfahrzeuge gesichtet. ‚Jeder Betriebsleiter, Aufseher und Betriebsdirektor ist wie ein Schachspieler. Er kommt zur Arbeit und stellt fest, dass eine neue Figur auf dem Brett fehlt. Was kann man machen?‘, sagte [Interpipe-Personaldirektor Vitali] Pakhomonov. (…) Die von den größten ukrainischen Unternehmen vorgeschlagene Antwort, die dem Parlament als Gesetzentwurf vorgelegt wurde, würde es Unternehmen ermöglichen, eine Militärgebühr von 20.000 Griwna (487 Dollar) pro Arbeitnehmer und Monat zu zahlen, um sie vor der Wehrpflicht zu schützen. Ein zweiter Gesetzentwurf sieht vor, alle ukrainischen Männer mit einem Gehalt von über 36.500 Griwna von der Wehrpflicht zu befreien. (…) Viele Wirtschaftsführer sind jedoch der Meinung, dass das Wehrpflichtsystem aufgrund der weit verbreiteten Korruption schon jetzt ungerecht ist. Man geht davon aus, dass die Ukrainer jährlich zwischen 700 Mio. und 2 Mrd. Griwna für den Kauf von Ausnahmegenehmigungen ausgeben (...). Man geht davon aus, dass etwa 800.000 Männer in den ‚Untergrund‘ gegangen sind, um der Einberufung zu entgehen, indem sie ihre Adresse geändert und Jobs angenommen haben, die in bar bezahlt werden, sagte [der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im ukrainischen Parlament, Dmytro] Natalukha. Dies hat dazu geführt, dass die Mobilisierungsoffiziere Unternehmen wie Interpipe ins Visier genommen haben, wo die Arbeiter in den Büchern stehen und physisch in der Fabrikhalle anwesend sind.“

5. August 2024

Aya Velázquez: Was erfahren wir aus den RKI Files? – Teil 1. Kernthesen zu den wichtigsten Textstellen der Protokolle des RKI-Krisenstabs, Zeitraum Mai bis Dezember 2021. Teil 1 einer mehrteiligen Analyse – Auszug: „THESE 3: Das RKI wusste genau, wie sehr die Menschen im Land unter den Maßnahmen litten – verstärkte diese jedoch sogar noch. (…) THESE 5: Masken- und Testbefreiungen für Geimpfte unter 2G-Bedingungen dienten der Erzeugung von Impfdruck auf Ungeimpfte. (…) THESE 6: Dem RKI lagen bereits früh Hinweise vor, dass die Impfung nicht vor Ansteckung schützt und gefährliche Nebenwirkungen bis hin zum Tod haben konnte, schob es dann aber stets auf andere Gründe, als die Impfung selbst. (…) THESE 11: Das RKI war sich darüber im Klaren, dass viele Entscheidungen rein politischer Natur waren, und nicht evidenzbasiert, hielt aber auch nicht dagegen. (…) TEIL 2: Themenschwerpunkt Kinder (…) THESE 1: Das RKI wusste von schweren Nebenwirkungen der Impfung, gerade für junge Menschen, z.B. Myokarditis bei jungen Männern oder Sinusvenenthrombosen, sah aber keinen Warn- oder Handlungsbedarf, und spielte die Schäden herunter. (…) THESE 6: Die ‚inzidenzunabhängige Maskenpflicht‘ an Schulen wurde beschlossen, obwohl dem RKI bewusst war, dass die Maßnahmen an Schulen Erkältungskrankheiten nicht verhindern. (…) Das RKI hat – auch wenn es sehr wohl kritische Stimmen im Institut gab – als Institution in einem historisch entscheidenden Moment versagt. Für diese historische Schuld muss es nun selbst die Verantwortung tragen.“