Empfehlungen August 2022

junge Welt: London lässt frieren – Anstieg um 80 Prozent: Britische Regulierungsbehörde erhöht Strompreise – Auszug: "Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Die Strompreisobergrenze für einen durchschnittlichen Haushalt in Großbritannien steigt um 80 Prozent. Statt 1.971 Pfund können nun jährlich 3.549 Pfund (umgerechnet 4.200 Euro) anfallen, wie die Regulierungsbehörde Ofgem am Freitag mitteilte. (…) Der Schritt von Ofgem übertrifft auch die düstersten Prognosen. Vor etwa zwei Wochen hatte es noch Spekulationen gegeben, dass sich die Preise erst Anfang Januar verdoppeln könnten. Die jetzige Erhöhung tritt aber bereits am 1. Oktober in Kraft. Laut der Erklärung der Regulierungsbehörde ist es durchaus möglich, dass die Preise im Januar erneut 'beträchtlich' steigen, da der Gasmarkt im Winter 'unbeständig' bleibe. Ofgem-Vorstandschef Jonathan Bearley warnte am Freitag, dass dies zu 'Notlagen' führen könne: 'Wir wissen um die erheblichen Auswirkungen, die diese Preiserhöhung auf die Haushalte in ganz Großbritannien haben wird', so Bearley, der sich dadurch in seiner Entscheidung aber nicht beirren ließ. Er machte Russland für die hohen Preise verantwortlich und rief die britische Regierung auf, Maßnahmen zur Unterstützung der Verbraucher zu ergreifen. Es mache sich Panik breit, sagte der Finanzjournalist Martin Lewis gegenüber BBC. 'Ich flehe und bete und bitte darum, dass die Regierung in diesem Winter mehr Hilfe leistet, damit die Menschen nicht sterben.'“

23. August 2022

Merkur: Affenpocken: WHO treibt Umbenennung von Krankheit und Virus voran – erste neue Bezeichnungen stehen fest – Auszug: „Die WHO bringt Ordnung in die Welt der Affenpocken. Das seit einigen Monaten erstmals auf allen Kontinenten auffallend verbreitete Virus und die Krankheit erhalten neue Namen, wie die Organisation auf ihrer Homepage mitteilte. Den Anfang machen die Kladen – darunter wird in der Biologie eine systematische Einheit verstanden, die den letzten Vorfahren und alle seine Nachfahren enthält. Im Falle der Affenpocken wird aus der Kongobecken- oder Zentralafrika-Klade künftig die Klade I (bzw. im Englischen Clade I), aus der Westafrika-Klade die Klade II (Clade II). (…) Diese Umbenennung gehe auf eine einvernehmliche Entscheidung einer Gruppe von globalen Experten zurück, die von der WHO zusammengerufen worden sei. Dies sei vor dem Hintergrund geschehen, dass ‚neu identifizierten Viren, verwandten Krankheiten und Virusvarianten Namen gegeben werden sollten, mit dem Ziel, Beleidigungen von kulturellen, sozialen, nationalen, regionalen, beruflichen oder ethischen Gruppen zu vermeiden und negative Auswirkungen auf den Handel, das Reisen, den Tourismus oder den Tierschutz zu minimieren‘.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Der Begriff „Clade“ ist unter anderem bekannt aus der Pandemieübung „Clade X“ aus dem Jahr 2018, bei der ein kleiner Zirkel von US-Regierungsexperten in Washington eine Pandemie probte, die von einem zur Biowaffe gemachten Virus ausgelöst wurde, laut Drehbuch etwickelt von einer Gruppe, die damit die Weltbevölkerung reduzieren wollte um, so wörtlich, "den 'Reset' oder 'Paradigmenwechsel' zu erreichen, der erforderlich wäre, um das Gleichgewicht grundlegend zu verändern.“ Siehe dazu auch der Multipolar-Artikel „Clade X: Eine Biowaffe zur Bevölkerungsreduktion“ vom 27.10.2020. Siehe außerdem der folgende Hinweis.)

Anti-Spiegel: Putins Abrechnung mit den „westlichen globalistischen Eliten“ im O-Ton – Der russische Präsident Putin hat die im Westen herrschenden Eliten in einer Rede so deutlich angegriffen, wie noch nie. – Auszug Putin: „Immer mehr Länder und Völker wählen den Weg der freien, souveränen Entwicklung auf der Grundlage ihrer Identität, ihrer Traditionen und Werte. Die westlichen globalistischen Eliten bekämpfen diese objektiven Prozesse, indem sie Chaos provozieren, alte und neue Konflikte schüren, die Politik der so genannten Eindämmung umsetzen und im Grunde alle alternativen, souveränen Entwicklungswege untergraben. Dabei versuchen sie mit allen Mitteln, die Hegemonie, die Macht, die ihnen aus den Händen gleitet, zu bewahren, indem sie versuchen, Länder und Völker in der de facto neokolonialen Ordnung zu halten. Ihre Hegemonie bedeutet den neoliberalen Totalitarismus, Stagnation für die ganze Welt und für alle Zivilisation, Obskurantismus und Abschaffung der Kultur. (…) Es ist offensichtlich, dass die westlichen globalistischen Eliten mit solchen Aktionen unter anderem versuchen, die Aufmerksamkeit ihrer eigenen Bürger von den akuten sozioökonomischen Problemen – sinkender Lebensstandard, Arbeitslosigkeit, Armut, Deindustrialisierung – abzulenken, um ihr eigenes Versagen auf andere Länder – auf Russland und China – abzuwälzen, die ihren Standpunkt verteidigen, eine souveräne Entwicklungspolitik aufbauen und sich nicht dem Diktat supranationaler Eliten unterwerfen.“

Riley Waggaman: Putin & Covid: What changed after February 24? Did the special military operation in Ukraine "end" the "pandemic" in Russia?  – Auszug (übersetzt): „Wenn man die russischen Covid-'Anpassungen' nach dem 24. Februar überprüft, wird man feststellen, dass Russland weit weniger bereit war, sich von den Virusbeschränkungen zu trennen als andere Länder. In vielen Fällen dauerte es Monate, bis die Maskenverordnungen und die Impfpflicht formell aufgehoben wurden. (...) Ab Mitte Juni geriet die Covid-'Bedrohung' wieder täglich in die Schlagzeilen. Der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko teilte am 16. Juni mit, dass die föderale Regierung mit der Staatsduma darüber berät, Covid-Impfungen im nationalen Impfkalender verbindlich vorzuschreiben. (...) Die Covid-Impfung würde einfach zu einer weiteren Impfung werden, die man braucht, um in bestimmten Sektoren arbeiten zu können. Selbst wenn es keine Covid-'Ausbrüche' mehr gäbe, wäre die Impfung weiterhin erforderlich. (...) Die Strategie 'zwei Schritte vorwärts, einen Schritt zurück' - die oft zitiert wird, wenn es um die Virus-Tyrannei im Westen geht - trifft auch auf Russland zu. Bei den digitalen Gesundheitspässen erleben wir etwas ganz Ähnliches. 'Es macht keinen Sinn, QR-Codes komplett aufzugeben', sagte der stellvertretende russische Gesundheitsminister Pawel Pugatschow in einem Interview am 11. Juli und fügte hinzu, dass digitale Gesundheitszertifikate 'der Schlüssel zu Informationen über alle Impfungen jeder einzelnen Person im Laufe ihres Lebens' werden könnten. (...) Die Entscheidung des Weltwirtschaftsforums, alle formellen Beziehungen zu Moskau abzubrechen, wird oft als unwiderlegbarer Beweis dafür angeführt, dass Russland nicht an der Great Reset-Agenda beteiligt ist. Aber hat Russland die Great Reset-Agenda abgelehnt? Von 'Nachhaltigkeit' über genetische Impfstoffe bis hin zu digitaler Zentralbankwährung verfolgt Russland weiterhin aggressiv praktisch alle Aspekte der Neuen Normalität, die sich weltweit durchgesetzt hat. In einigen Fällen ist Russland dem Westen bei der Umsetzung dieser menschenfeindlichen Politik weit voraus.“

Harald Walach: Warum sich Menschen in Deutschland impfen lassen – Unsere Impfmotivationsstudie ist nun in BMJ Open publiziert – Auszug: „Interessanterweise glauben also die, die sich wegen medizinischer Gründe impfen lassen, zwar deutlich mehr an das Mainstream-Narrativ, aber nicht daran, dass die Impfung sie vor der Krankheit schützen würde. Umgekehrt heißt das: diejenigen, die sich aus sozialen Gründen impfen lassen, glauben weniger an das Narrativ, haben aber offenbar aufgrund ihrer Haltung ihre Meinung geändert und denken nun, die Impfung schütze sie vor der Krankheit. Das ist ein typischer Fall von kognitiver Dissonanz: Wer sich aus sozialen Gründen impfen lässt, obwohl er eigentlich nicht an das Mainstream-Narrativ glaubt, tut etwas, ohne davon wirklich überzeugt zu sein. Daher muss man anschließend das eigene mentale Koordinatenystem und die eigene Glaubenshaltung anpassen. Man glaubt dann eben, dass die Impfung Krankheit verhindert. Das ist allerdings nicht (mehr) der Fall. Für mich ist immer noch der bemerkenswerteste Befund, dass 16 % aller Antwortenden sagen, sie hätten starke Nebenwirkungen erlebt. Damit haben wir klare systemische Nebenwirkungen gemeint, nicht etwa etwas Fieber und Rötung, sondern Krankheit, neurologische und vaskuläre Symptome wie Thrombosen, Erschöpfung und immunologische Probleme. Wir werten das in unserer Publikation als klares Sicherheitssignal, das durch eine sorgfältige prospektive Dokumentation Gehör finden müsste.“

Freitag: Ein Generalstreik, der keiner sein durfte – Auszug: „Der Streik vom 12. November 1948, ökonomisch verursacht und sozial begründet, war von einiger politischer Brisanz. Es ging letztlich um das ab 1949 als ‚soziale Marktwirtschaft‘ bezeichnete Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell der (späteren) Bundesrepublik. Die Besatzungsmächte begründeten ihre Restriktionen gegenüber den Gewerkschaftsführern natürlich nicht damit, auf Erhards freie Marktwirtschaft und nicht auf die Wirtschaftsdemokratie der Gewerkschaften setzen zu wollen, sondern verwiesen auf die ‚Stuttgarter Ereignisse‘. Dabei war es am 28. Oktober 1948 nach Streiks und Protesten für Preisregulierung, Lohnerhöhung und Mitbestimmung zu schweren Unruhen gekommen, bei denen die US-Militärpolizei Tränengas und Panzer eingesetzt hatte. General Clay war äußerst nervös und hatte kurzzeitig ein Ausgehverbot für die Bewohner der ganzen Stadt verhängt. (…) ‚Ein Erfolg der Gewerkschaften hätte zur Vollbremsung der Restauration geführt. Der Weg in die Wirtschaftsdemokratie wäre frei gewesen‘, schätzte Gerhard Beier, der einzige Chronist, den die Ereignisse (...) bisher gefunden haben, später ein. (…) ‚Die einen haben es vergessen, weil es kein strahlender Sieg war. Die anderen mochten es nicht in Erinnerung behalten, weil es jenes Unrecht deutlich macht, das am Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs und der gesellschaftspolitischen Restauration stand.‘ Nur, warum sollte es nicht nützlich sein, sich auch der Kämpfe zu erinnern, die mit einer Niederlage endeten. Das betrifft nicht nur den 17. Juni 1953, sondern auch den 12. November 1948.“

Reitschuster: Selbstkastration der Medien: Inzucht in Bundespropagandakonferenz. Der Kanzler hält Hof. Sein journalistischer Hofstaat kriecht zu Kreuze – Auszug: „Was für eine Symbolik! Obwohl die Maskenpflicht in der Bundespressekonferenz de jure aufgehoben ist, besteht sie de facto weiter: Fast alle Journalisten kamen zu der Veranstaltung mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) brav in FFP2-Masken – und legten diese nicht einmal beim Fragestellen ab. Während die Mächtigen auf der Tribüne selbstverständlich ohne Maske blieben (...) Die Symbolik dieser Szene ist durchschlagend: Die Gleichtaktung der großen Medien, die Selbstkastration der Journalisten, die brav Männchen (oder muss man jetzt auch sagen: Frauchen) machen vor den Mächtigen. Die vermeintlichen Kämpfer für Buntheit und Vielfalt, völlig eintönig, synchron, auf fast schon militärische Art und Weise. (...) Die Selbstverzwergung der einst stolzen „vierten Macht“ hat unfassbare Ausmaße erreicht. Journalisten, von denen viele offenbar davon träumen, selbst einmal auf die Bank gegenüber zu wechseln – wie etwa Scholz-Sprecher Hebestreit oder Merkels Seibert – streicheln die Mächtigen. Lassen es Scholz durchgehen, dass er sie mit seinem Zynismus und Ein-Wort-Antworten wie „Nein“ regelrecht demütigt. (...) Faktisch haben wir es mit einem Kartell zu tun: Die Regierung bietet einem elitären Club von Journalisten quasi exklusiven Zugang zu exklusiven Pressekonferenzen, im Gegenzug bietet ihnen dieser Club Schutz vor Fragen (und Journalisten), die weh tun.“