Tagesspiegel:
„Die Demokratie in ihrer jetzigen Form wird im Großteil Europas nicht überleben“. Sergej Karaganow war einer der Ideengeber für die Ukraine-Invasion. Er sieht viele Verlierer und einen Gewinner – der allerdings nicht Putin heißt – Auszug: „Wenn Sie mich fragen würden, wie ich Russland mit einem Wort beschreiben würde, dann wäre es „Souveränität". Wir haben diejenigen besiegt, die versuchten, uns zu beherrschen, angefangen bei den Mongolen und dann Karl XII von Schweden, dann Napoleon und Hitler. Außerdem hatten wir hier in letzter Zeit jahrelange westliche Vorherrschaft. (…) Frage: Profitieren die USA von diesem Krieg? Karaganow: Im Moment ja, denn neben der Ukraine sind die Europäer die größten Verlierer, vor allem wenn sie an dem rätselhaften Versuch festhalten, von russischer Energie unabhängig zu werden. China ist der klare Sieger dieser ganzen Angelegenheit. Der größte Verlierer wird die Ukraine sein. Russland wird ein Verlierer sein. Europa wird ein großer Verlierer sein. Die USA werden etwas verlieren, aber sie können sehr gut als Rieseninsel jenseits des Ozeans überleben. China ist der große Sieger. (…) Es geht um den endgültigen Zusammenbruch des internationalen Systems, das nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen und dann auf andere Weise nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion neu geschaffen wurde. Wir erleben also den Zusammenbruch eines Wirtschaftssystems – des Weltwirtschaftssystems – die Globalisierung in dieser Form ist beendet.“
Telepolis:
Schwere Waffen sind ein unkalkulierbares Risiko – Auszug: „Die Washington Post berichtete am 4.3. 2022 über Waffenlieferungen an die Armee der Ukraine, die für den urbanen Kampf innerhalb bewohnter Städte produziert wurden. Aus Dokumenten gehe hervor, "dass das Pentagon bereits im Dezember ukrainische Kämpfer mit Waffen und Ausrüstungsgegenständen ausgestattet hatte, die für Kämpfe in städtischen Gebieten geeignet sind, darunter Schrotflinten und Spezialanzüge zum Schutz von Soldaten im Umgang mit nicht explodierten Sprengkörpern". Die Lieferungen umfassten auch Javelin-Panzerabwehrraketen, über die bekannt ist, dass es sich hierbei um Waffen handelt, für deren Mantel abgereichertes Uran verwendet wird. (...) Wenn diese Waffen explodieren, setzen sie einen ultrafeinen und hocherhitzten Staub frei, dessen toxische Wirkung zu lang anhaltenden und massiven Leiden führen. Im Irak-Krieg führten die Folgen dieses verstrahlenden Staubs zu einer Zunahme von Krankheit, Tod, Missbildungen und Fehlgeburten.“
Achgut:
Bericht zur Coronalage: Vor dem Gesundheitsausschuss (Gunter Frank) Gestern fand eine öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht statt. Ich war als Experte geladen und dokumentiere hier die Fragen an mich und meine Antworten – Auszug: „Ich entschied mich dafür, es emotional anzugehen, mit konkreten Patientenbeispielen und die Abgeordneten mit einem klaren Appell zu konfrontieren, sich endlich ihrer Verantwortung für das vielleicht grösste medizinische Drama der Medizingeschichte zu stellen. (…) Die Reaktionen war erwartbar. Die Berliner Blase wird nicht gerne mit der Wirklichkeit konfrontiert. (…) ‚Machen Sie sich bitte klar, eine junge Frau, deren rechtes Brustgewebe sich nach der neuartigen Covid-Impfung qualvoll selbst zerstört, wird nun vom Gesetzgeber, also von Ihnen, gezwungen, sich dennoch boostern zu lassen, weil ihr sonst der Jobverlust droht. Und ich als Arzt werde kriminalisiert, wenn ich sie davor bewahren möchte. Das ist unverantwortlich.‘“
Counterpunch:
The Global Economy Shock of the Ukraine War (Patrick Cockburn) – Auszug (übersetzt): "Der Krieg in der Ukraine wirkt sich im Kleinen wie im Großen auf den Rest der Welt aus, aber nirgendwo ist seine Wirkung verheerender als in Ländern wie Syrien, Afghanistan, Jemen und Südsudan, um nur vier zu nennen, die durch jahrzehntelange Kriege zerrissen wurden. Für sie ist die Ukraine-Krise der letzte vernichtende Schlag für schwache Regierungen und Gesellschaften, die kaum noch zusammenhalten. (...) Die Volkswirtschaften dieser zerrütteten Länder im Nahen Osten und in Afrika waren aufgrund der endlosen militärischen Konflikte schon vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine kurz vor dem Kentern, aber jetzt sind sie kurz davor, ganz zu sinken. Trotz der katastrophalen Lage, in der sie sich befinden, ist das internationale Interesse an ihrer Notlage begrenzt, da die Aufmerksamkeit der Welt auf die Ukraine und das, was sich schnell zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Russland und den USA entwickelt, fixiert ist. Gräueltaten und Massentötungen in diesen vergessenen Kriegsgebieten gelangen nur selten auf die internationale Nachrichtenagenda, obwohl sie Schlagzeilen machen würden, wenn sie im Donbas, in Charkiw oder Odessa geschehen würden."
Deutschlandfunk:
Hepatologe: "Es ist nicht der Zeitpunkt, wo wir Alarm schreien müssen“ – Auszug: "Trotzdem könnte die Corona-Pandemie zu den neu beobachteten Hepatitis-Fällen beigetragen haben, vermutet [der Kinder-Hepatologe Burkhard] Rodeck , nämlich durch die lange Zeit gültigen Schutzmaßnahmen. Gerade junge Kinder seien dadurch mehr als zwei Jahre lang 'Virusinfektionen jedweder Genese nicht ausgesetzt' gewesen. 'Auch die Adenovirus-Infektionen fehlten diesen Kindern – das ist in England auch gut gezeigt worden. Das heißt, diese Kinder sind immun naiv, wie wir sagen', erläuterte Rodeck. Wenn nun Lockerungsmaßnahmen relativ rasch aufeinanderfolgten, müssten sich diese Kinder eines Sturms von Keimen erwehren, die auf sie einprasselten. 'Und es kann sein, dass das jetzt innerhalb der letzten drei, vier Monate zu einer Häufung von Infektionen geführt hat, die letztlich auch die Leber mitbetreffen', so der Kinder-Hepatologe."
Junge Welt:
Sieg statt Frieden. Kriegsrat tagt in Ramstein: USA fordern, Berlin folgt und liefert Panzer. Lawrow warnt vor Eskalation. Guterres in Moskau – Auszug: „Berlin gab grünes Licht für Panzerlieferungen aus Industriebeständen; Profiteure sind die Konzerne Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW). Wie Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) am Dienstag angesichts begrenzter Bundeswehr-Bestände erklärte: »Deshalb unterstützen wir, wenn die Industrie direkt an die Ukraine liefert. Die Ukraine bestellt, und Deutschland bezahlt.« Konkret geht es zunächst um 50 ausgemusterte »Gepard«-Panzer zur Luftabwehr aus KMW-Beständen. Der Rüstungskonzern hatte bereits kurz nach dem russischen Einmarsch um die Genehmigung zur Ausfuhr gebeten. Dem kam die Bundesregierung am Montag nach. Laut Welt will KMW zudem 100 »Panzerhaubitzen 2000« liefern. Rheinmetall hat Kiew nach dpa-Angaben die Lieferung von 88 gebrauchten »Leopard«-Kampfpanzern angeboten, inklusive Werkzeug, Ersatzteilen, einem Servicestützpunkt und Munition sowie einer entsprechenden Ausbildung. Auch Lambrecht kündigte an, ukrainische Truppen an Artilleriesystemen in der BRD zu schulen.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Was meint eigentlich Christine Lambrecht, wie weit sie diese militärischen Unterstützungsleistungen noch treiben kann, bis Russland das Ganze nicht mehr als ukrainische, sondern als deutsche Kriegsaktivitäten interpretiert und entsprechend reagiert?)
Politico:
Heavy weaponry pours into Ukraine as commanders become more desperate. (Schwere Waffen strömen in die Ukraine, während die Kommandeure immer verzweifelter werden) – Auszug (übersetzt): „Oberleutnant Ivan Skuratovsky, der in der 25. Luftlandebrigade [in Avdiivka, bei Donezk] dient, sagte gegenüber POLITICO, dass sofortige Hilfe benötigt wird. "Die Situation ist sehr schlecht, [die russischen Streitkräfte] (...) zerstören einfach alles mit Artillerie und bombardieren Tag und Nacht", sagte er per SMS. (…) Skuratovsky beschrieb die Situation seiner Soldaten als "sehr verzweifelt". (…) Sie hätten gefährlich wenig Munition und sind gezwungen, diese zu rationieren. Am Vortag seien sie mit russischen Haubitzen, Mörsern und Mehrfachraketenwerfern "gleichzeitig" beschossen worden. Nur Stunden zuvor seien sie von zwei Su-25-Kampfflugzeugen angegriffen worden, "und unser Tag wurde zur Hölle".“
RT de:
Gazprom stoppt offiziell Gaslieferungen nach Bulgarien und Polen – Auszug: „Gazprom, Russlands wichtigster Erdgaslieferant, hat am Mittwoch einen vollständigen Stopp der Gasexporte nach Bulgarien und Polen angekündigt, nachdem sich die beiden Länder geweigert hatten, die Zahlungen in Rubel zu leisten. Laut einer Erklärung des Unternehmens werden die Lieferungen erst dann wieder aufgenommen, wenn Sofia und Warschau die neuen Bedingungen erfüllen. Der russische Energieriese warnte, falls Bulgarien und Polen anfangen sollten, russisches Transitgas, das für andere Länder bestimmt ist, abzuzapfen, werde er seine Lieferungen um die Menge reduzieren, die Sofia und Warschau rechtswidrig zurückgehalten haben.“
German Foreign Policy:
Die NATO-Norderweiterung (III) – Auszug: „Finnland und Schweden werden voraussichtlich Mitte Mai gemeinsam ihren Beitritt zur NATO beantragen. (…) Mit einem Beitritt Finnlands erhält die NATO eine neue, rund 1.340 Kilometer lange Grenze mit Russland. Einerseits muss Moskau dies bei seinen Verteidigungsplanungen berücksichtigen; andererseits muss auch das westliche Militärbündnis, wie kürzlich die US-amerikanische Carnegie Endowment konstatierte, Vorkehrungen treffen, dass es selbst an dieser Grenze nicht angegriffen werden kann. Dies freilich sei die Aufgabe zunächst Finnlands und Schwedens selbst (…) In der vergangenen Woche teilte der russische Verteidigungsminister Sergej Schojgu mit, bei einem NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens sehe Russland sich gezwungen, seine Nordflotte mit „mehr als 500 fortgeschrittenen Waffensystemen“ hochzurüsten. (…) Schon zuvor hatte der ehemalige Ministerpräsident Dmitri Medwedjew erklärt, (...) um das strategische Gleichgewicht zu bewahren, müsse Moskau Gegenmaßnahmen ergreifen, und diese könnten in einer Stationierung von Atomwaffen in Kaliningrad bestehen.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Schweden und Finnland machen sich mit einem NATO-Beitritt also zu potenziellen Frontstaaten und Zielscheiben, die sich im Kriegsfall trotzdem vor allem selbst verteidigen müssten. Inwiefern verbessert das ihre Sicherheitslage?)
Berliner Zeitung:
Demo in Berlin: Journalisten haben Bilder erzeugt, die sie vorher haben wollten. Veranstalter der Demonstration am Sonnabend äußert sich zu den gewalttätigen Vorfällen. Berlins Antisemitismusbeauftragter wirft ihnen Täter-Opfer-Umkehr vor – Auszug: „Niemand habe die Seite der Palästinenser zu diesen Ereignissen bisher hören wollen. ‚Bild, taz und Tagesspiegel haben alle die gleichen Texte geschrieben, und überall ging es nur um die wenigen jungen Demonstranten, die mit ihren rassistischen und antisemitischen Äußerungen sich haben provozieren lassen.‘ Haddad sagt, dass einige Journalisten sich schwer von Provokateuren unterscheiden ließen. ‚Wo wir konnten, haben wir versucht, die Eskalation zu vermeiden, aber ich hatte auch das Gefühl, dass einige genau die Bilder erzeugen wollten, die sie dann bekommen haben.‘“
Nachdenkseiten:
Der große Sprung zurück – Auszug: „Mit Shanghai befindet sich seit Monatsanfang eine Metropole, die so groß wie Bayern, Baden-Württemberg und Berlin zusammen ist, in einem harten Lockdown. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, Roboter-Hunde patrouillieren durch die leeren Straßen und Drohnen weisen Menschen, die auf ihren Balkons Protestlieder singen, darauf hin, „ihre Sehnsucht nach Freiheit zu zügeln und den Gesang einzustellen“. Versorgt werden die Menschen mehr schlecht als recht durch staatliche Essenspakete, die von Helfern in Ganzkörperschutzanzügen geliefert werden. In den chinesischen sozialen Netzwerken ist von Hunger und Verzweiflung die Rede. Doch diese Posts fallen in Windeseile der staatlichen Zensur zum Opfer. Vielen Menschen fehlen wichtige Medikamente. Die einzige Gelegenheit, die meist sehr kleinen Wohnungen zu verlassen, bieten die regelmäßig angeordneten Massentests. Wer positiv ist, wird dann – zur Not mit Gewalt – in ein Quarantänecamp verfrachtet. (…) Die Zero-Covid-Strategie ist in China Staatsräson. (…) Die autoritäre Zero-Covid-Politik ist auch – und vielleicht vor allem – ein Mittel, um liberale und individualistische Strömungen dem Kollektivismus zu unterwerfen, bevor sie ein kritisches Maß erreichen.“
Mathias Bröckers:
Notizen vom Ende der unipolaren Welt (19) – Auszug: „Larry Johnson – CIA und State Department “Counter-Terrorism”-Veteran – meint dazu: ‚Statt staatsmännisch und diplomatisch zu handeln, verhalten sich die Vereinigten Staaten, Kanada und Europa wie verwöhnte Kinder, die sich darüber ärgern, dass sie von Russland nicht bekommen, was sie wollen. Anstatt die Realität zu akzeptieren, dass Russland besser als alle anderen Länder der so genannten Ersten Welt in der Lage ist, eine sich selbst tragende Wirtschaft zu betreiben, die Lebensmittel und Technologie produzieren kann, hält der Westen an seiner Illusion fest, dass er Russland an den Rand des Zusammenbruchs treibt. Psychiater haben einen Begriff für diesen mentalen Zustand – er heißt Projektion.‘“
Welt:
Lauterbach behindert offenbar Evaluierung der Corona-Maßnahmen – Auszug: „In dem Schreiben, das WELT vorliegt, heißt es: ‚Gerade sprachen wir in der Sitzung noch über die unbefriedigende Kommunikation mit unseren Auftraggebern, da kam eine Nachricht vom Gesundheitsminister.‘ Karl Lauterbach (SPD) habe Huster mitgeteilt, dass es für die Aufgabe der Maßnahmenevaluation ‚eine Verlängerung oder sogar eine neue Ausschreibung geben werde‘: ‚Für uns heißt das zunächst, dass wir jedenfalls bis Ende Juni keine Maßnahmenevaluation vorlegen müssen.‘ Die Deadline für den Sachverständigenausschuss war schon einmal vom 31. Dezember um ein halbes Jahr nach hinten geschoben worden – nun sollen all die Maßnahmen von Schulschließungen über Maskenpflicht bis Ausgangssperre gar nicht mehr bewertet werden? Die E-Mail Husters legt nahe, dass Lauterbach offenbar im Alleingang handelt. (…) FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte WELT, es sei ‚intellektuell nicht mehr nachvollziehbar, dass Minister Lauterbach ständig vor einem gefährlichen Herbst warnt, dabei aber Erkenntnisse über die Wirkungsweise der von ihm favorisierten Maßnahmen, die erhebliche Grundrechtseinschränkungen mit sich brachten, offensiv zu verhindern trachtet. (…) Herr Lauterbach sollte das Blatt nicht überreizen.‘ (…) Die Geschehnisse der vergangenen Tage haben eine Vorgeschichte: Bei einem internen virtuellen Treffen im März plädierte der Charité-Virologe Christian Drosten dafür, die Maßnahmen nicht einzeln zu evaluieren. (…) Nach WELT-Informationen wollen mehrere Mitglieder pünktlich zum 30. Juni unter allen Umständen einen Bericht vorlegen – ob es Karl Lauterbach gefällt oder nicht.“ (Bezahlschranke)
Welt:
Wirtschaft warnt vor "einer der größten Hungersnöte der Menschheitsgeschichte“ – Russland hat eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Dünger-Versorgung. Experten haben nun berechnet, wie schlimm die Folgen des kriegsbedingten Engpasses werden. Anders als andere Krisen entfaltet sich die drohende Katastrophe in diesem Fall schleichend (hinter Bezahlschranke). – Auszug: "Eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Düngerversorgung nimmt Russland ein. Zum einen ist das Putin-Reich zusammen mit dem Verbündeten Belarus einer der größten Produzenten sowohl für synthetischen Dünger als auch für Kali. Aktuell aber gibt es praktisch keine Exporte mehr, weil Häfen geschlossen sind oder von internationalen Reedereien nicht mehr angefahren werden. Noch dazu empfiehlt das russische Handelsministerium, Exporte auszusetzen. Vielerorts kommt derzeit also gar keine Ware mehr an. Zum anderen ist Russland eines der wichtigsten Exportländer für Erdgas, das für die Düngemittelherstellung benötigt wird. 'In Summe steht Russland für rund ein Drittel des weltweiten Kunstdüngers', sagt [Matthias] Berninger [in leitender Funktion beim Bayer-Konzern] im WELT-Gespräch. Und jede Tonne Dünger, die wegfalle, habe gravierende Auswirkungen, rechnet der Experte vor. 'Etwa 3,2 Milliarden Menschen auf der Welt werden durch die Nutzung von Kunstdünger ernährt. Das bedeutet: Jedes Prozent, das fehlt bei der Düngerversorgung, lässt 32 Millionen Menschen hungern.'“
Berliner Zeitung:
Kein Öl- und Gasembargo gegen Russland. EU-Außenbeauftragter Josep Borrell: Haben keine Einstimmigkeit, um ein Embargo oder einen Zoll zu beschließen. – Auszug: "Alle EU-Mitgliedsländer arbeiteten aber daran, ihre Abhängigkeit von russischen Öl- und Gaslieferungen zu reduzieren, sagte Borrell. 'Die gesamte EU ist im Krisenmodus. Jedes Mal, wenn ich mit einem Außenminister eines Mitgliedslandes telefoniere und frage, wo in der Welt er oder sie gerade ist, antworten sie mir, dass sie gerade Gas einkaufen. Sie sind im Nahen Osten, im Kongo, in Algerien, irgendwo in der Welt und kaufen dort Gas.' Die EU habe ihre Abhängigkeit von russischen Energielieferungen schon jetzt innerhalb weniger Wochen dramatisch reduziert, sagte Borrell. 'Wir brauchen ausreichend alternative Lieferquellen für Gas, wenn wir auf russisches Gas verzichten wollen. Irgendwann wird es so weit sein und dann wird Russland schmerzhaft spüren, dass die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft verloren gehen.'“
RT DE:
Interview mit Werner Rügemer: Akteure und Profiteure im Frackinggas-Geschäft – Auszug: "Frackinggas ist noch viel umweltschädlicher als Kohle. Frack heißt aufbrechen: In einer Tiefe bis 6.000 Meter werden mittels schwerer Kompressoren unter hohem hydraulischem Druck tiefe Gesteinsschichten aufgebrochen, so dass das Gas entweichen und an der Oberfläche aufgefangen werden kann. Pro Bohrloch werden dabei je nach Tiefe und Bodenbeschaffenheit zwischen sechs und 65 Millionen Liter Wasser hineingepresst. Das Wasser ist mit Sand und Dutzenden Chemikalien versetzt, welche die Unternehmen nicht bekannt geben müssen. Von diesem kontaminierten Wasser verbleibt der größte Teil im Untergrund, ein Teil wird irgendwohin abtransportiert. Durch den Druck entweicht auch unkontrolliert natürliche Radioaktivität, ebenso Methangas, welches viel umweltschädlicher ist als CO₂. Es gibt etwa 2,5 Millionen Bohrstellen in den USA, bis zu 50 an einem Standort. Durchschnittlich sind sie jeweils nur zwei Jahre profitabel, danach werden sie vielfach ungesichert aufgegeben. Der Fokus liegt darauf, schnell wieder neue zu erschließen. Seit zwei Jahrzehnten haben Tausende von Umweltinitiativen und Dutzende von Universitätsinstituten die Umweltschäden dokumentiert: Vergiftung von Grundwasser, Trinkwasser, Böden, Luft, Pflanzen, Nutz- und Haustieren durch den Frackingprozess. Dazu kommen die Umwelt- und Gesundheitsschäden, die extremer Lkw-Verkehr und der energiefressende Dauerbetrieb der Bohranlagen verursachen, sowie ununterbrochener Lärm und taghelle Beleuchtung in der Nacht. Zu den gesundheitlich bekannten Folgen zählen erhöhte Raten bei Frühgeburten, Atemschwierigkeiten, Herzschwäche und Krebserkrankungen.“
NZZ:
In Mariupol findet ein militärisches Endspiel statt, das zum Menetekel der Zukunft Europas werden könnte (Karl Schlögel) – Auszug: "Was dort im Tunnelsystem der Stadt unterhalb der Stadt vor sich geht, können auch die drastischsten Schilderungen des Kommandeurs Serhi Wolina kaum wiedergeben. Ohne Wasser, ohne Lebensmittel, Hunderte von verwundeten Soldaten und Zivilisten, die nicht versorgt werden können – und dies unter permanentem Beschuss. Wir haben die Leningrader-Blockade-Tagebücher der Lydia Ginsburg gelesen, die Zeugenaussagen der Überlebenden des Warschauer-Ghetto-Aufstandes, die Aufzeichnungen des Hans Graf von Lehndorff aus dem eingeschlossenen Königsberg oder Wassili Grossmans Stalingrad-Epos. Asowstal ist in diesen Tagen die Festung, in der nicht nur Mariupol, nicht nur die Ukraine verteidigt wird, sondern Europa, das die Kraft nicht aufbringt, der Stadt zu Hilfe zu eilen.“
Anti-Spiegel:
Warum ist Mariupol dem Westen so wichtig? Im Westen will man um jeden Preis verhindern, dass die letzten Asow-Kämpfer in Mariupol kapitulieren. Was ist so wichtig an Asowstal? – Auszug: "Die Panik, die die westlichen Medien wegen des Schicksals der Zivilisten in Mariupol verbreiten, indem sie berichten, die Zivilisten seien aufgrund der Kämpfe in Lebensgefahr, oder die Russen würden sie daran hindern, Mariupol zu verlassen, ist schlicht durch nichts begründet. Das ist frei erfunden. (...) Die Frage, die in Russland derzeit fast alle Analysten beschäftigt, ist, was sich in den Katakomben von Asow-Stahl wichtiges befinden mag. Die ukrainische Armee hat mehrere Versuche unternommen, das Gelände mit einzelnen Hubschraubern zu erreichen, um irgendwen oder irgendwas von dort zu evakuieren. Es gibt Gerüchte, dass dort hohe NATO-Offiziere festsitzen, die man evakuieren möchte, damit sie nicht den Russen in die Hände fallen. Es gibt auch Meldungen, dass dort ein Biolabor, oder zumindest wichtige Informationen über die US-Biowaffenforschung, zu finden sind. Es gibt auch Spekulationen, dass man dort etwas 'französisches' finden könnte, was die intensiven Versuche des französischen Präsidenten erklären würde, sich bei Putin alle paar Tage telefonisch zu melden und über Mariupol zu sprechen.“
Charles Eisenstein:
Central Bank Digital Currencies And the Social Nature of Money – Auszug (übersetzt): „Was hier wirklich auf dem Spiel steht, ist die Rückgewinnung von etwas, das wir tatsächlich als Gesellschaft bezeichnen können. (…) Eine echte Gesellschaft ist keine Ansammlung atomarer Individuen, die von einer zentralen Macht geordnet und gelenkt wird. Ursprünglich bedeutete das Wort Gemeinschaft, Kameradschaft, Bündnis und Freundschaft. Die Zentralgewalt, so wohltätig sie auch sein mag, kann uns das nicht gewähren. Ihr Eingreifen kann wohl notwendig sein, wenn das Leben zu einem Krieg zwischen allen gegen alle wird. Die CBDCs [digitales Zentralbankgeld] und der Rest des Überwachungsstaates sind sowohl Symptome als auch Ursachen dieser Entwicklung. Es liegt an uns, diese Entwicklung umzukehren. Es liegt an uns, den langen Weg zurück zur Gemeinschaft zu beschreiten.“
Krass & Konkret:
Wladimir Sergijenko: Warum auch Kiew nicht alles macht, um die „Verteidiger von Mariupol“ zu retten – Auszug: „Selenskij spielt eine schmutzige Rolle, weil er durch russische Hände die größte Gefahr, die es in der neuesten ukrainischen Geschichte gab, liquidieren lässt, also das Asow-Regiment. Man muss sich das vorstellen, dass es in einem entwickelten demokratischen Staat ein völlig legales neonazistisches Regiment mit Waffen gibt, das natürlich auch Druck ausüben kann. Sie können dem Präsident sagen, dass sie dies oder jenes möchten, und er wird entsprechend reagieren. Sie können auch mit einem Putsch drohen. (…) Selenskij weiß ganz genau, dass dieses Regiment in Gefangenschaft geraten oder sterben wird. Dann besteht für ihn in der Ukraine als Präsident nicht mehr die Gefahr.“
Antiwar:
Isolating Russia Is a Dead End – Auszug (übersetzt): "Die USA und ihre Verbündeten verfolgen laut Berichten als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine eine 'langfristige Strategie', die darauf abzielt, Russland zu 'isolieren und zu schwächen'. Wie andere 'Strategien', die darauf abzielen, Staaten durch Sanktionen und Drohungen zu isolieren, werden auch bei dieser Strategie Strafmaßnahmen eingesetzt, um wirtschaftlichen Schmerz um seiner selbst willen zu verursachen. Die westlichen Regierungen tun nicht einmal mehr so, als könne Russland irgendetwas tun, um den Wirtschaftskrieg gegen das Land zu beenden, und sie legen den Grundstein dafür, dass der Wirtschaftskrieg zu einem Dauerzustand wird. Das verheißt nichts Gutes für die Möglichkeit einer Verhandlungslösung und ist so gut wie eine Garantie dafür, dass der Krieg in der Ukraine von langer Dauer sein wird. (…) Bei allem Gerede über die Entwicklung einer langfristigen 'Strategie' ist das Streben nach Russlands Isolation kurzsichtig. Es scheint keine ernsthaften Überlegungen darüber zu geben, wohin dieser Weg der Isolation Russland, Europa und die USA führen wird. Die westlichen Regierungen sind sich derzeit so einig, dass kaum jemand darüber nachdenkt, wie das alles schief gehen und auf die USA und ihre Verbündeten zurückschlagen könnte. Die vielen Fehlschläge der Isolationspolitik sollten die USA und ihre Verbündeten davor warnen, diesen Weg in die Sackgasse zu gehen.“
RT DE:
Lockdown in Schanghai: Drastische Auswirkungen auf globale Lieferketten befürchtet – Aufgrund der "Null-COVID"-Strategie befindet sich die chinesische Metropolregion Schanghai seit Ende März im Lockdown. Da Schanghai aufgrund des größten Containerhafens der Welt eine herausragende Rolle im Welthandel spielt, erwarten Experten drastische Auswirkungen auf die globalen Lieferketten – Auszug: "Da die chinesische Regierung weiterhin an der 'Null-COVID'-Strategie festhält, befindet sich die Metropolregion Schanghai seit Ende März im Lockdown. Infolge der restriktiven Corona-Politik als Vorgehen auf mehrere Corona-Verdachtsfälle wurden auch zahlreiche Fabriken geschlossen und das Be- und Entladen von Schiffen im Hafen von Schanghai, dem größten Containerhafen der Welt, ist stark eingeschränkt. (...) China könnte die Folgen zwar etwas abmildern, indem es andere Häfen nutzt, denn sieben der zehn größten Containerhäfen der Welt, darunter Schanghai, Ningbo-Zhoushan, Shenzhen, Guangzhou, Qingdao, Hongkong und Tianjin, liegen in China. Dennoch trägt der Hafen in Schanghai die größte Last, da im Jahr 2021 allein 20 Prozent des chinesischen Frachtverkehrs dort abgewickelt wurden. Somit dürfte es schwierig werden, die Lücke zu schließen, wenn im Hafen von Schanghai der Betrieb stockt. Die Folgen für die globalen Lieferketten bekäme man deutlich zu spüren. (...) Waren, die direkt oder indirekt aus China importiert werden, machen mehr als 20 Prozent der Gesamteinfuhren Japans aus, und mehr als 15 Prozent der Einkäufe der USA aus dem Ausland. Auch die Exporte in die EU bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau. Somit dürfte auch Deutschland davon betroffen sein: Bereits Ende März erklärte Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg, gegenüber dem NDR, er gehe davon aus, dass in etwa sechs bis acht Wochen weniger Schiffe im Hamburger Hafen ankommen werden.“
Spiegel:
Kritik an Steinmeiers Russlandpolitik: Irrtum und Schuld (Thomas Fischer) – Auszug: „In diesen Wochen erleben wir in Deutschland eine wundersame Bewegung der inneren Einkehr, Selbstreflexion und Bußfertigkeit. Seit 1945 hat man kein solches Maß an Betroffenheit vom eigenen Irrtum erlebt. Nach WK II wurde die Erkenntnis, der gute Glaube habe versagt, durch die Gewissheit gemildert, aus purer Gutmütigkeit zum Opfer von Wahnsinnigen in Reichskanzlei und Reichspropagandaministerium geworden zu sein. Das klappt angesichts Ukraine II nicht ohne Weiteres. Gnadenlos das neue Erforschen des Versagt-Habens: Reihenweise Politiker-, Industriellen-, Dichter- und Publizistenleben sinken im Rückblick in den Staub. Generationen von Ingenieuren, Geigern, Abgeordneten und Puschkin-Lesern bekennen unter Tränen, seit 60, 40 oder 20 Jahren geirrt zu haben. Zum Glück kennen die meisten der ehedem Gutgläubigen genügend Dritte, die noch mehr versagt haben als sie selbst. So hilft man sich gegenseitig beim Erinnern. (…) Allerdings scheint mir die Frage noch nicht ernsthaft beantwortet, ob 50 Jahre Frieden in Mitteleuropa als ‚Versagen‘ durchgehen können. (…) Es ist jedenfalls keine zwingende Idee, zur Strafe für sich selbst andere in den Krieg zu schicken, bei dessen Verhinderung man versagt hat.“
The Grayzone:
“One less traitor”: Zelensky oversees campaign of assassination, kidnapping and torture of political opposition ("Ein Verräter weniger": Selensky beaufsichtigt Kampagne zur Ermordung, Entführung und Folterung politischer Oppositioneller) – Auszug (übersetzt): „Während er behauptet, die Demokratie zu verteidigen, hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski seine Opposition verboten, die Verhaftung seiner Rivalen angeordnet und das Verschwinden und die Ermordung von Dissidenten im ganzen Land zugelassen. (…) Seit dem Ausbruch des Krieges wurden mehrere Bürgermeister und andere ukrainische Beamte getötet, viele davon Berichten zufolge von ukrainischen Staatsagenten, nachdem sie sich auf Deeskalationsgespräche mit Russland eingelassen hatten. "Es gibt einen Verräter weniger in der Ukraine", erklärte der Berater des Innenministeriums, Anton Geraschenko, nach der Ermordung eines ukrainischen Bürgermeisters [Volodymyr Strok, Bürgermeister von Kreminna], der der Kollaboration mit Russland beschuldigt wurde. Selensky hat die Kriegsatmosphäre weiter ausgenutzt, um eine Reihe von Oppositionsparteien zu verbieten und die Verhaftung seiner führenden Rivalen anzuordnen.“ (Anmerkung: Der Artikel zählt zahlreiche Morde und weitere schwere Verbrechen ukrainischer Soldaten, Paramilitärs und Geheimdienstler auf.)
Free 21:
Neubetrachtung von Russiagate im Lichte des Ukrainekrieges (Caitlin Johnstone) – Auszug: „Es ist kaum zu glauben, dass der letzte Präsident [Donald Trump] seine Amtszeit damit verbracht hat, Waffen in die Ukraine strömen zu lassen, Verträge mit Russland zu zerreißen und die Eskalation des Kalten Krieges gegen Moskau weiter anzuheizen – was dazu beigetragen hat, uns direkt in die außerordentlich gefährliche Situation zu führen, in der wir uns jetzt befinden. Dennoch haben die Mainstream-Linksliberalen Trumps gesamte Amtszeit mit dem Krakeelen verbracht, er sei eine Marionette des Kremls. (…) Das Wichtigste, was man über das Trump-Russland-Narrativ verstehen muss: es ging von westlichen Geheimdiensten aus, es wurde von westlichen Geheimdiensten unterstützt und am Ende führte es zu einer Eskalation des Kalten Krieges gegen eine Regierung, die seit langem im Visier dieser westlichen Geheimdienste steht. (…) Bei Russiagate ging es nie darum, Trump zu entmachten. Es ging darum sicherzustellen, dass Trump bei ihren Plänen für einen Regime-change in Moskau mitspielt. Und es ging darum, die Zustimmung des Mainstreams zu den Eskalationen herzustellen, die wir heute erleben.“
TKP:
Der russische Wirtschaftswissenschaftler Sergej Glasjew über das kommende globale Finanzsystem (Pepe Escobar) – Auszug: „Das neue Wirtschaftssystem vereint die verschiedenen Schichten ihrer Gesellschaften mit dem Ziel, den gemeinsamen Wohlstand in einer Weise zu steigern, die wesentlich stärker ist als die angelsächsischen und europäischen Alternativen. Dies ist der Hauptgrund, warum Washington den von ihm begonnenen globalen hybriden Krieg nicht wird gewinnen können. Dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass das derzeitige, auf den Dollar ausgerichtete globale Finanzsystem durch ein neues ersetzt werden wird, das auf einem Konsens der Länder beruht, die sich der neuen Weltwirtschaftsordnung anschließen. (…) Nachdem Russlands Reserven in Dollar, Euro, Pfund und Yen ‚eingefroren‘ wurden, ist es unwahrscheinlich, dass irgendein souveränes Land weiterhin Reserven in diesen Währungen anhäufen wird. (…) Die dritte und letzte Stufe des Übergangs zu einer neuen Wirtschaftsordnung wird die Schaffung einer neuen digitalen Zahlungswährung beinhalten, die durch ein internationales Abkommen auf der Grundlage der Prinzipien Transparenz, Fairness, Wohlwollen und Effizienz begründet wird. Ich erwarte, dass das von uns entwickelte Modell einer solchen Währungseinheit in dieser Phase eine Rolle spielen wird. Eine solche Währung kann durch einen Pool von Währungsreserven der BRICS-Länder ausgegeben werden, dem alle interessierten Länder beitreten können.“
John Helmer:
Ukraine is smashed – this is how it will be repaired – Auszug (übersetzt): „Der russische Plan besteht nach Angaben der Donbass-Führung darin, die Ukraine in eine ‚lose Konföderation umzuwandeln, in der die östlichen russischsprachigen, orthodoxen Regionen Charkow, Lugansk, Donezk, Saporoshje, Cherson, Nikolajew, Mariupol und Odessa die Kontrolle ausüben werden. Sie werden von neu eingesetzten Verwaltungen und lokal rekrutierten Sicherheitskräften verwaltet, die beide von Russland kontrolliert werden. Dniepropetrowsk, Poltawa und Krementschuk werden wahrscheinlich Teil dieses föderalen Bündnisses sein, das stark genug sein wird, um die nächsten ukrainischen Präsidentschaftswahlen zu gewinnen und Wladimir Zelenski abzulösen.‘ Zelenskys Amtszeit endet voraussichtlich im März 2024. Wahrscheinlich wird sie aber schon früher enden. Die Zukunft Kiews in diesem neuen föderalen Gemeinwesen ist noch ungewiss, wie die Quellen einräumen. Nach Ansicht der Donbass-Führung wird die Zukunft Galiziens im Westen ‚eine Mini-Föderation konkurrierender ethnischer Nationalgruppen – katholische Ukrainer, Ungarn, Slowaken, Polen, Rumänen und andere. Eingesperrt, ohne exportierbare Ressourcen außer Flüchtlingen, Söldnern und Mädchen, blockiert von Weißrussland im Norden und Russland im Osten, wird die galizische Waffenplattform, die die USA und Kanada um Lemberg herum geschaffen haben, ihrer politischen Macht in Kiew beraubt werden. Nach der Zerstörung ihrer schweren Waffen, ihrer Treibstoffvorräte und ihrer Kommandozentralen werden sie motiviert sein, ihre Ideologien und ihre persönlichen Waffen gegeneinander zu richten. (…) Den Quellen zufolge handelt es sich weder um einen Plan zur Auflösung der alten Ukraine noch um einen Plan für den Beitritt Noworusslands. Es ist ein Plan, ‚um die Ukraine gebrochen zu halten‘, bei dem die großen Bruchlinien nach Westen verlagert werden – und dort bleiben.“
Achgut:
Die kommenden Ressourcen-Kriege – Wir leben immer noch in in einer Welt, in der die Verfügungsgewalt über materielle Ressourcen eine zentrale Rolle spielt – der Westen erlag dem Irrtum ohne handfeste Produkte mit Infotainment oder Finanzdienstleistungen auskommen zu können (deutsche Übersetzung eines Artikels von Michael Lind). – Auszug: "Es mag sein, dass finanzielle und wirtschaftliche Sanktionen ausreichen, um Russland zum Rückzug oder zu Verhandlungen zu zwingen. Aber Deutschland, nach den Vereinigten Staaten die größte Volkswirtschaft der NATO, ist von russischem Öl und Gas abhängig, das die Deutschen weiterhin kaufen und damit teilweise Putins Militär subventionieren. Gleichzeitig ist China, die größte Nation und größte Volkswirtschaft der Welt (gemessen an der Kaufkraftparität), die die Vereinigten Staaten in vielen Bereichen der Produktion, wenn auch noch nicht bei der Software, überholt hat, in der Lage, Russland zu helfen, die westlichen Sanktionen zu ertragen. Dies wird als Teil eines gemeinsamen Kreuzzugs zur Verdrängung der Vereinigten Staaten aus den eigenen regionalen Einflusssphären betrachtet. Selbst die Nutznießer der Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von China – das Silicon Valley, die Universitäten, die Wall Street, 'grüne' Technologien, die chinesische Importe benötigen – selbst diese Nutznießer sehen sich jetzt zu der Erkenntnis gezwungen, dass wir immer noch in einer materiellen Welt leben, in der Länder Großmächte sein können, auch wenn sie nicht die globalen Banken- und Versicherungsmärkte beherrschen, und zwar auf der Grundlage von Energieressourcen und Bodenschätzen, des Anbaus von Feldfrüchten und der Herstellung physischer Dinge. Russland und die Ukraine sind zusammen für mehr als ein Viertel der weltweiten Weizenexporte verantwortlich. Russland und Weißrussland produzieren zusammen fast die Hälfte der weltweiten Ausfuhren von Kali, einem wichtigen Nährstoff, der in Düngemitteln verwendet wird, während Russland mehr als ein Fünftel der Ammoniakausfuhren produziert, die in der weltweiten Landwirtschaft verwendet werden. China wiederum dominiert die weltweite Produktion vieler wichtiger Bodenschätze, sowohl direkt – es produziert 63 Prozent der Seltenen Erden und 45 Prozent des Molybdäns – als auch indirekt, indem es in Lithiumminen in Australien, Platinminen in Südafrika und Kobaltminen in der Demokratischen Republik Kongo investiert."
Milosz Matuschek:
Aufklärung muss erzwungen werden, sie fällt nicht vom Himmel – Werden wir in Sachen Corona einen Moment der Wahrheit erleben? Dafür müsste zuerst wieder eine echte Zivilgesellschaft hergestellt werden – Auszug: "Wir haben zwei Jahre systemisches Versagen auf ganzer Linie erlebt. Kaum eine Institution gab es, die nicht Schuld auf sich geladen hatte (...). Systeme erneuern sich jedoch nie aus sich selbst heraus. Sie sind träge. Sie können allenfalls durch äußere Erschütterung zur Reformierung gebracht werden. Dafür braucht es jedoch eine Art Nullpunkt, von dem man einen Neustart beginnen kann. (...) Die Debatte um die Aktion #ichhabemitgemacht zeigt es exemplarisch. Auf einer Webseite des Journalisten Burkhard Müller-Ullrich entsteht ein Archiv zur Sammlung von Corona-Unrecht. Dazu gehören menschenfeindliche und ausgrenzende Kommentare von Politikern, Journalisten, Ärztefunktionären, Wissenschaftlern und Prominenten an die Adresse von Kritikern, Zweiflern und vor allem Ungeimpften. Die Aktion schlug ordentlich ein. Der Hashtag #ichhabemitgemacht trendete in den letzten Tagen stark in sozialen Medien (hier eine Zusammenstellung). Und wie immer gilt: getroffene Hunde bellen. Sie winseln sogar. Hassrede sei das, und ein Pranger obendrein. Diejenigen, die groß austeilen konnten, können natürlich jetzt nicht einstecken. Doch wieso soll eine Sammlung mit Zitaten auf einer Homepage überhaupt ein Pranger sein? Die Beteiligten hatten sich beflissentlich dem Pandemie-Narrativ angedient und ihre ausgrenzenden Kommentare mit vollem Vorsatz in die Öffentlichkeit posaunt als es besonders en vogue war. Jetzt wo die ganze Hässlichkeit geballt dokumentiert wird, ist es ihnen offenbar peinlich. Doch statt zu ihrem öffentlichen Mobbing von Ungeimpften zu stehen, flüchtet man sich in die Opferrolle. Offenbar scheint selbst die Berichterstattung über diese Aktion ein Tabu zu berühren. Die 'Welt' hat einen Artikel über die Aktion wenige Stunden nach Veröffentlichung schon wieder gelöscht (hier die archivierte Version).“
UnHerd:
Sweden’s inconvenient Covid victory – Were millions of people denied freedom for nothing? – Auszug (übersetzt): "Bis Ende 2021 hatten 56 Länder mehr Todesfälle pro Kopf durch Covid-19 zu verzeichnen als Schweden. In Bezug auf die Beschränkungen, auf die der Rest der Welt so sehr gesetzt hatte – Schulschließungen, Lockdowns, Gesichtsmasken, Massentests – hatte Schweden mehr oder weniger die entgegengesetzte Richtung eingeschlagen. Dennoch unterschieden sich seine Ergebnisse nicht merklich von denen anderer Länder. Es wurde immer deutlicher, dass die politischen Maßnahmen, die gegen das Virus ergriffen wurden, nur von begrenztem Wert waren. Aber niemand sprach darüber. Aus menschlicher Sicht war es leicht zu verstehen, warum so viele zögerten, sich den Zahlen aus Schweden zu stellen. Denn die unvermeidliche Schlussfolgerung musste lauten, dass Millionen von Menschen umsonst ihrer Freiheit beraubt und Millionen von Kindern umsonst ihrer Bildung beraubt worden waren. Wer würde sich daran beteiligen wollen?“
Berliner Zeitung:
Herzprobleme und Schlaganfälle: Zahl der Rettungseinsätze steigt stark an – Der SPD-Abgeordnete Robert Schaddach hat die Einsatzzahlenentwicklung der Berliner Feuerwehr im Hinblick auf Herzbeschwerden und Schlaganfälle abgefragt. – Auszug: "Die Feuerwehrgemeinschaft Berlin, ein Zusammenschluss Hunderter impfkritischer Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, hat die Anfrage des SPD-Abgeordneten Robert Schaddach nach eigener Aussage 'mit regem Interesse zur Kenntnis genommen'. Der Berliner Zeitung sagte ein Sprecher der Feuerwehrgemeinschaft: 'Derartige Steigerungsraten sind erklärungsbedürftig.' Auffällig sei, dass 'die Gesamtzahlen der Herzbeschwerden und Schlaganfälle 2018 und 2019 relativ nah beieinander liegen. Im Jahr 2020 lässt sich ein erster Anstieg gegenüber dem Durchschnitt 2018/19 von 12,4 Prozent für Herzbeschwerden bzw. 12,9 Prozent bei Schlaganfällen beobachten. Im Jahr 2021 ist ein zweiter, noch höherer Anstieg zu verzeichnen. Gegenüber dem Durchschnitt von 2018/19 liegt dieser massivere Anstieg dann bei 31,2 Prozent für Herzbeschwerden bzw. 27,4 Prozent bei Schlaganfällen.' Zwar könne es für das Jahr 2020 'noch ansatzweise plausibel erscheinen, dass eine unheilvolle Melange aus dem Aufkommen eines neuen Virustypus und dem Einführen beispielloser Maßnahmen mit allen Kollateralschäden zu einer tragischen Steigerung der Zahlen führte'. Der Sprecher weiter: 'Für das Jahr 2021 scheint aber offenbar ein weiterer unbekannter Faktor hinzugekommen zu sein, der den vormaligen Anstieg noch einmal wesentlich verstärkt.' Zudem sei bei einem Vergleich der Altersgruppen auffällig, dass 'die höchsten Steigerungsraten gerade in den Altersgruppen erfolgen, die gemeinhin nicht als vulnerable Gruppen im Hinblick auf die Covid-19-Erkrankung verstanden werden'.“
Corriere della Sera:
Sergey Karaganov: "We are at war with the West. The European security order is illegitimate“ – Auszug (übersetzt): "[Corriere della Sera:] Wie können Sie glauben, dass ein nicht-nukleares Land mittlerer Größe wie die Ukraine jemals einen nuklearen Riesen wie Russland angreifen würde? Und wie können Sie glauben, dass dies ein Nazi-Land mit einem jüdischen Präsidenten ist, der mit über 70% der Stimmen gewählt wurde? [Karaganow:] Die Ukraine wurde von den USA und anderen NATO-Ländern als Speerspitze aufgebaut, vielleicht für eine Aggression oder zumindest für militärischen Druck, um die Militärmaschine der NATO näher an das Herz Russlands heranzubringen. Wir können jetzt sehen, wie gut sich ihre Streitkräfte auf einen Krieg vorbereitet hatten. Und den Nazis ging es nicht nur um die Tötung von Juden. Im Nazismus geht es um die Vorherrschaft einer Nation über eine andere. Der Nationalsozialismus bedeutet die Erniedrigung anderer Nationen. Das Regime und die Gesellschaft in der Ukraine ähnelten sehr dem Deutschland der 1930er Jahre. (...) Ich glaube nicht, dass es in absehbarer Zeit einen Machtwechsel in Russland geben wird, denn wir führen einen Überlebenskrieg. Es ist ein Krieg mit dem Westen, und die Menschen scharen sich um ihren Führer. Dies ist ein autoritäres Land, und die Führung hat immer ein offenes Ohr für die Stimmungen des Volkes. Aber ich sehe keine wirklichen Anzeichen für eine Opposition. Auch in den USA oder anderswo wurde niemand wirklich für den Krieg im Irak bestraft, so dass wir Zweifel an der Wirksamkeit der Demokratie haben. (...) Wir wollten einen gerechten Frieden, aber die Gier und Dummheit der Amerikaner und die Kurzsichtigkeit der Europäer haben gezeigt, dass sie das nicht wollen. (...) Die Amerikaner und ihre NATO-Partner unterstützen die Ukraine weiterhin mit Waffenlieferungen. Wenn das so weitergeht, liegt es auf der Hand, dass Ziele in Europa getroffen werden könnten oder werden, um die Kommunikationslinien zu unterbrechen. Dann könnte der Krieg eskalieren. Zum jetzigen Zeitpunkt wird dies immer wahrscheinlicher. Ich denke, die Generalstabschefs der US-Streitkräfte sind der gleichen Meinung wie ich. (...) Der Westen hat mehrere Aggressionen begangen. Wir sind jetzt auf der gleichen moralischen Ebene, wir sind gleich, wir handeln mehr oder weniger wie Sie. Ich bedaure, dass wir unsere moralische Überlegenheit verloren haben. Aber wir kämpfen in einem existenziellen Krieg. (...) Was Europa im Moment tut, ist absolut selbstmörderisch."
RND:
Ehemaliger Merkel-Berater Vad: Lieferung von schweren Waffen an Ukraine falsch – Der ehemalige militärpolitische Berater von Altkanzlerin Merkel bezweifelt, dass die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine eine gute Idee ist. Man müsse die Probleme vom Ende her denken, sagt Brigadegeneral a.D. Erich Vad. – Auszug: "'Wir machen im Moment sehr viel Kriegsrhetorik – aus guter gesinnungsethischer Absicht', sagte Vad. 'Aber der Weg in die Hölle ist bekanntlich immer mit guten Vorsätzen gepflastert. Wir müssen den laufenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine vom Ende her denken. Wenn wir den Dritten Weltkrieg nicht wollen, müssen wir früher oder später aus dieser militärischen Eskalationslogik raus und Verhandlungen aufnehmen.' Vad warnte davor, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin das Menschsein abzusprechen und ihn zum krankhaften Despoten abzustempeln, mit dem man nicht mehr reden könne. So völkerrechtswidrig und furchtbar der Ukraine-Krieg sei, er stehe doch in einer Kette vergleichbarer Kriege jüngeren Datums. 'Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan – so neu ist das alles nicht', sagte Vad. Auch die viel zu vielen toten Zivilisten und die Massaker, die sich jetzt im Ukraine-Krieg ereigneten, seien leider nicht außergewöhnlich. (…) Ebenso zweischneidig sei es, Putin vorzuwerfen, dass er die Ukraine und die Krim zur geopolitischen Einflusssphäre Russlands rechne. Es werde dann gesagt, dass das eine obsolete Sichtweise des 19. Jahrhunderts sei. 'Doch für die Amerikaner gilt bis heute die Monroe-Doktrin, die besagt, dass auf dem amerikanischen Kontinent keine Interventionen fremder Mächte geduldet werden. (...)'“
Welt:
Die Impfstoff-Knebelverträge von "Big Pharma“ – Geheimhaltung der Vertragsinhalte, Zugeständnisse an die Hersteller bei Ausfällen oder Nebenwirkungen: Mit dem Verkauf des Corona-Impfstoffs zwangen Konzerne Länder zu umstrittenen Deals. Für manche Länder war der Preis besonders hoch – jetzt kommen Details ans Licht (hinter Bezahlschranke) - Auszug: "Die Covid-Impfungen gehören zu den machtvollsten Geschäften in der Geschichte der Pharmazie. Pfizer, Biontech, Moderna, Johnson & Johnson und AstraZeneca erzielten damit im vergangenen Jahr einen Umsatz von 71 Milliarden Euro. Dabei zwangen sie Regierungen ihren Willen auf und verfolgten eine Strategie, mit der sie ihre Gewinne maximieren und ihre Risiken begrenzen konnten. Die Angst war dabei ihr bester Verbündeter. Mehrheitlich sind die Verträge geheim, doch als von Ländern wie Albanien, der Dominikanischen Republik oder Brasilien unterzeichnete Vereinbarungen durchsickerten, zeigte sich die Macht, mit der Firmen wie Pfizer ihre Bedingungen durchgesetzt haben. Zain Rizvi ist Pharma-Experte für Public Citizen, einer New Yorker Bürgervereinigung, die Zugang zu neun dieser Vereinbarungen erhielt. Rizvi hat sie unter die Lupe genommen. 'Wir haben ein kaputtes System, in dem die Pharmaunternehmen zu viel Macht besitzen', sagt Rizvi, Autor des Berichts 'Pfizer’s Power': 'Das muss sich dringend ändern.' Pfizer versichert, dass die Forderungen übliche Praxis seien und das Unternehmen verpflichtet sei, den Ländern zu den besten Lösungen zur Immunisierung der Bevölkerung und zur Beendigung der Pandemie zu verhelfen. 'Haftungsfreistellungsklauseln sind im Zusammenhang mit Impfstofflieferungen an Regierungen während eines Gesundheitsnotstands üblich', so eine Sprecherin. Bei der Schweinegrippe-Pandemie habe es ähnliche Verträge gegeben. Tom Wright von Transparency International ist da anderer Meinung. Er sagt, dass die neuen Klauseln weit über das bisher Gesehene hinausgehen würden ...“
Welt:
Biontech-Vakzin: Erkenntnisse, die der deutschen Impfpraxis fundamental widersprechen – Auszug: „Eine Studie zeigt: Der Biontech-Impfstoff müsste nach Alter gestaffelt dosiert werden, um optimal zu wirken. Durch die Einheitsdosen kann ein Teil der Älteren nicht auf vollen Schutz hoffen, Jüngeren drohen Überdosis-Reaktionen. (…) Vor allem für Kinder und Jugendliche sei das dringend: In Deutschland erhalten auch alle ab zwölf Jahren sowie Schwangere die Einheitsdosis von 30 Mikrogramm. (…) Offen gesteht Biontech-Firmensprecherin Jasmina Alatovic zur Impfdosierung ein: ‚Es ist richtig, bei den Jüngeren reichen 20 Mikrogramm, manchmal sogar 15 Mikrogramm aus.‘ Eine altersangepasste Dosierung der Impfstoffe sei ‚prinzipiell zwar eine elegante Lösung‘, so Alatovic, ‚aber nicht praktisch, wenn man so rasch wie möglich fünf Milliarden Menschen impfen muss‘. Daher habe man sich unter dem Druck der Pandemie entschieden, ‚dass 30 Mikrogramm die angemessene Dosis für alle ist‘, sagt Alatovic.“ (Bezahlschranke)
Biontech:
Jahresbericht an die US-Börsenaufsicht (übermittelt am 30.03.2022) – Auszug (übersetzt): „Risikofaktoren: Wir könnten nicht in der Lage sein, eine ausreichende Wirksamkeit oder Sicherheit unseres COVID-19-Impfstoffs und/oder variantenspezifischer Formulierungen nachzuweisen, um eine dauerhafte behördliche Zulassung in den USA, Großbritannien, der Europäischen Union oder anderen Ländern zu erhalten, in denen der Impfstoff für den Notfalleinsatz zugelassen oder eine bedingte Marktzulassung erteilt wurde. Während unserer klinischen Studien oder sogar nach Erhalt der behördlichen Zulassung können schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auftreten, die die klinischen Studien verzögern oder beenden und die behördliche Zulassung oder Marktakzeptanz unserer Produktkandidaten verzögern oder verhindern könnten. (…) Unsere zukünftigen Einnahmen aus dem Verkauf unseres COVID-19-Impfstoffs hängen von zahlreichen Faktoren ab, u. a: (…) die Dauerhaftigkeit der durch unseren Impfstoff COVID-19 hervorgerufenen Immunreaktion, die in klinischen Studien noch nicht nachgewiesen wurde (…) das Sicherheitsprofil unseres COVID-19-Impfstoffs, einschließlich der Frage, ob bisher unbekannte Nebenwirkungen oder ein erhöhtes Auftreten oder ein höherer Schweregrad bekannter Nebenwirkungen im Vergleich zu den während der klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen bei unserem COVID-19-Impfstoff festgestellt werden“
Verve Times:
Bioweapons Expert Speaks Out About US Biolabs in Ukraine – Auszug (übersetzt): „Während die USA die Anschuldigungen Russlands vehement zurückweisen, sagt Boyle, dass nach seinen bisherigen Erkenntnissen die Labore in der Ukraine auf Geheiß des US-Pentagons biologische Kriegsforschung betreiben – einschließlich ethnisch-spezifischer biologischer Waffen –, genau wie die russischen Behörden behaupten. (…) Boyle zufolge verfolgen die US-Regierung und das Pentagon schon seit geraumer Zeit eine ‚umfassende Politik‘, um Russland mit Labors für biologische Kriegsführung zu umgeben und dort biologische Waffen für den Einsatz gegen Russland bereitzuhalten. Die USA verfügen auch über derartige Labors in Zentralasien, sagt er. (…) Um das Heilmittel – den Impfstoff – herzustellen, müssen sie zunächst die imaginäre Bedrohung schaffen, sei es ein aufgemotzter natürlicher Krankheitserreger durch Funktionserweiterung (‚gain-of-function’) oder eine synthetische Biowaffe. All diese Arbeiten sind also insofern ‚offensiv‘, als sie für militärische Zwecke genutzt werden können. Die Forschung im Bereich der biologischen Verteidigung ist nicht rein defensiv, denn wer sich mit biologischer Verteidigung befasst, ist automatisch an der Entwicklung biologischer Waffen beteiligt.“
Consortium News:
Chris Hedges: The Pimps of War – Auszug (übersetzt): „Die unverantwortliche Gruppe von Neokonservativen und liberalen Interventionisten, die zwei Jahrzehnte militärischer Fiaskos im Nahen Osten inszeniert haben, schüren nun einen selbstmörderischen Krieg mit Russland. (…) Sie sind Zuhälter des Krieges, Marionetten des Pentagons, eines Staates im Staate, und der Rüstungsunternehmen, die ihre Think Tanks - Project for the New American Century, American Enterprise Institute, Foreign Policy Initiative, Institute for the Study of War, Atlantic Council und Brookings Institute - großzügig finanzieren. Wie ein mutierter Stamm eines antibiotikaresistenten Bakteriums können sie nicht besiegt werden. Es spielt keine Rolle, wie falsch sie liegen, wie absurd ihre Theorien sind, wie oft sie lügen oder andere Kulturen und Gesellschaften als unzivilisiert verunglimpfen oder wie viele mörderische Militärinterventionen schief gehen. Sie sind unbewegliche Stützen, die parasitären Mandarine der Macht, die in den letzten Tagen eines jeden Imperiums, einschließlich des amerikanischen, von einer selbstzerstörerischen Katastrophe in die nächste stürzen. (…) Diese Ideologen haben die Leichen ihrer Opfer nicht gesehen. Ich schon. Auch Kinder. Jeder tote Körper, über dem ich in Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Gaza, Irak, Sudan, Jemen oder Kosovo stand, Monat für Monat, Jahr für Jahr, entlarvte ihren moralischen Bankrott, ihre intellektuelle Unehrlichkeit und ihren kranken Blutdurst. Sie haben nicht im Militär gedient. Ihre Kinder dienen nicht in der Armee. Aber sie schicken eifrig junge amerikanische Männer und Frauen in den Kampf und in den Tod für ihre selbsttäuschenden Träume vom Imperium und der amerikanischen Hegemonie. Oder sie stellen, wie in der Ukraine, Hunderte von Millionen Dollar für Waffen und logistische Unterstützung bereit, um lange und blutige Stellvertreterkriege zu führen.“
Telepolis:
"… kann aber nicht billigen, dass Putin dadurch zum Verbrecher geworden ist" – Peter Vonnahme über die mediale und öffentliche Haltung zum Ukraine-Krieg, doppelte Standards und was das mit unserer Rechtskultur zu tun hat – Auszug: "[Vonnahme:] Zu den grundlegenden Werten unserer Rechtskultur gehört, dass man stets mit gleichen Maßstäben misst ('no double standards'). Hiergegen wurde zuletzt massiv verstoßen. Auch hierzu ein Beispiel: Russland hat durch den Überfall auf die Ukraine massiv gegen das Völkerrecht verstoßen; daran ist nichts zu deuteln. Die westliche Welt hat mit massiven Sanktionen reagiert. (…) Ich frage mich eben: Warum spricht man erst jetzt über Sanktionen für Völkerrechtsverstöße? Im letzten Vierteljahrhundert hätte wiederholt Anlass bestanden, darüber nachzudenken. Ich erinnere nur an die Kriege in Ex-Jugoslawien, in Afghanistan, im Irak und in Libyen. (…) [Frage:] Straffreiheit für westliche Rechtsbrecher kann aber doch nicht bedeuten, Putins Angriffskrieg durchgehen zu lassen. [Vonnahme:] Deswegen habe ich auch gefordert, dass Putin wegen seiner Kriegsverbrechen in der Ukraine vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gestellt werden soll; Voruntersuchungen hierfür laufen inzwischen. Ich habe jedoch (...) hinzugefügt, dort könnte sich Putin mit US-amerikanischen Präsidenten (z. B. Bush, Clinton, Obama) zum Spaziergang im Gefängnishof verabreden. Dieser Gedanke ist naheliegend, wenn man mit gleichen Maßstäben messen will. Ich kenne jedoch keinen namhaften Politiker oder Medienvertreter, der Sympathie für diese Idee geäußert hat. Warum ist das so? Weil wir die Guten sind?“
Antiwar:
Prosecute Vladimir Putin for War Crimes? Yes, Alongside MbS, MbZ, George W. Bush, Barack Obama, and Other Unworthies – Auszug: "Any war crimes trial should start with Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman and United Arab Emirates Crown Prince Mohammed bin Zayad. They initiated a brutal war of aggression against Yemen in which upwards of 400,000 civilians have died. The principal accomplices, always knowledgeable and sometimes enthusiastic, of the royal killers were Presidents Barack Obama, Donald Trump, and Joe Biden, whose administrations serviced the US-provided war planes, supplied munitions used to bomb weddings, funerals, school buses, and other civilian targets, gave intelligence used for targeting, and for a time refueled Saudi and Emirati aircraft. US officials could not claim to be surprised at their culpability: the State Department warned that they could be held responsible for war crimes. Other governments, too, should be prosecuted. For instance, Guardian columnist Owen Jones wrote of the United Kingdom: 'Through our staunch military alliance with the Saudi dictatorship, our government is directly complicit with these atrocities.' George W. Bush is another good candidate for a trial on his aggressive, unjustified attack on Iraq, based on manipulated and fabricated 'intelligence'. His war ended up killing hundreds of thousands of Iraqi civilians, as well as triggering years more of conflict. Former UK Prime Minister Tony Blair, today spending his golden years profiting after acting as Bush’s 'poodle', would be an appropriate co-conspirator. And these should be just the start.“
The National Interest:
What Does Bucha Mean for Russia’s Relations With the West? Spurred by fresh allegations of wartime atrocities, the West is gearing up for what could be a years-long maximum-pressure campaign against Russia – Auszug: "The architects of the mounting Western sanctions regime against Moscow made clear at the outset of the war that their intent was to destroy the Russian economy; or, as one U.S. official put it to Axios, to return the Russian people to 'Soviet-level' living standards. But unless the purpose is simply to avenge Ukraine, destroying Russia’s economy cannot be a goal in and of itself—there must be an underlying policy objective. That objective is becoming increasingly obvious: over one month into the war, there is a growing belief in Washington that Ukraine can win. 'Of course they can win this', said Pentagon spokesman John Kirby. 'The proof is literally in the outcomes that you’re seeing everyday ... absolutely they can win.' It appears, then, the goal is to mount an economic and political maximum-pressure campaign against Russia while keeping the war going for as long as possible with continued arms shipments and other forms of military aid to Ukraine. If Ukraine’s armed forces can eventually turn the tide to the extent of being able to mount a counteroffensive into the Russian-aligned separatist Donetsk and Luhansk People’s Republics (DPR and LPR), Russia would potentially be dealt a humiliating defeat in a war it was widely expected to win. From the Crimean War to the Russo-Japanese War and World War I, major battlefield defeats have historically been accompanied by periods of internal instability for Russia. This sequence of events would put Washington’s Russia hawks within a hair’s breadth of a goal that had eluded them since at least 2014: regime change in Russia.“
UnHerd:
Why Putin’s invasion failed – Tactical incompetence doomed it from the start (Edward Luttwak) – Auszug: "The most important tactical failure came right at the start. In the pre-dawn hours of the war on February 24, elite 'air assault' infantry proved incapable of executing the key mission of the entire invasion. This was the Coup de Main that was to secure the Antonov airfield in Kyiv’s Hostomel exurb and open the way to the heart of the city, from where Zelenskyy was expected to flee in panic, leaving Ukraine’s forces leaderless and exposed. Arriving in a fleet of helicopters, the Russians duly seized the little-used airfield. Ilyushin Il-76 heavy transports were then expected to bring in many more troops to secure it, pending the arrival of mechanised units from nearby Belarus. But Zelenskyy and his ministers, who had gathered for war instead of fleeing, immediately ordered an all-out effort to counterattack the Russians with any and all forces that could reach the scene quickly. In any normal scenario, to send odd lots of soldiers against cohesive elite units would be a sure recipe for disaster – but the ferociously determined Ukrainians overcame the Russians, who were disconcerted by having to fight hard just to survive, instead of advancing triumphantly to Kyiv’s central square, the Maidan. The IL-76 transports could not land amid the fighting, so the surviving airborne troopers had to be relieved by troops from Belarus. By that point, Ukraine’s forces were mobilised nationwide and the rapid capture of central Kyiv was out of the question.“
Welt:
Dass Nazis Le Pen wählen, ist noch das geringste Problem – Emmanuel Macron liegt nach wie vor vorn, doch Marine Le Pen hat so gute Chancen wie nie zuvor, in zwei Wochen französische Präsidentin zu werden. Für die Ukraine könnte das den Untergang besiegeln. Und für Deutschland eine echte "Zeitenwende“ einläuten. – Auszug: "Das Ergebnis dieses ersten Wahlgangs belegt zunächst die Pulverisierung der demokratischen Mitte in Frankreich. Die beiden ehemaligen Volksparteien, die Sozialisten und die bürgerlich-konservativen 'Républicains' (LR), kamen zusammen auf nicht einmal sieben Prozent. Die Kandidatin der Sozialistischen Partei, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, erreichte erbärmliche 1,7 Prozent. Valérie Pécresse, Kandidat der Républicains, liegt bei 4,8 Prozent. Der Bedeutungsverlust jener Lager, die seit 1958 die Säulen der fünften französischen Republik bildeten, geht einher mit einer massiven Stärkung radikaler Kräfte. Rechnet man die Stimmen der Rechtsextremen Marine Le Pen (23,4 %), des Rechtsradikalen Eric Zemmour (7,0), des Rechts-Nationalen Nicolas Dupont-Aignan (2,1 %), des Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon (21,95) sowie die rund 4 Prozent der übrigen linksradikalen Kandidaten und die 2,3 Prozent des kurios-anti-kapitalistischen Schäfers Jean Lassalle zusammen, dann haben mehr als 60 Prozent der Franzosen für radikale oder irrationale Politikentwürfe gestimmt. Die Herausforderung für Macron in den zwei Wochen bis zur Stichwahl besteht darin, dass er auch unter diesen, von der etablierten Politik frustrierten und enttäuschten Wählern noch Stimmen holen muss, um zu gewinnen. Leicht wird das nicht.“
CNN:
"There are no words for the horror I've seen in Bucha," European Commission chief says – Auszug (übersetzt): „‚Es gibt keine Worte für das Grauen, das ich in Butscha gesehen habe, für das hässliche Gesicht von Putins Armee, die die Menschen terrorisiert‘, sagte von der Leyen am Samstag in der polnischen Hauptstadt Warschau bei der internationalen Veranstaltung ‚Stand Up For Ukraine‘. ‚Ich habe so viel Bewunderung für unsere tapferen ukrainischen Freunde. Sie führen unseren Krieg.‘ [im Original: ‚They are fighting our war.‘] ‚Es ist unser Kampf, den sie führen, denn die Ukraine kämpft nicht nur um ihre Souveränität und Integrität, sondern auch um die Frage, ob die Menschlichkeit siegen wird oder ob abscheuliche Verwüstungen die Folge sein werden‘, sagte von der Leyen.“
Bastian Barucker:
Corona: Eine massenpsychologische Betrachtung (Interview mit dem Schweizer Psychoanalytiker Franz Renggli, Jahrgang 1942, der bereits vor 30 Jahren zum Thema „Die Pest als Ausbruch einer Massenpsychose“ publizierte) – Auszug: „Das Angstpotenzial in den Menschen ist riesig. Und da hat es jetzt einen Ausbruch gegeben. (…) Die Gesellschaft ist von Angst besessen, ohne es zu wissen. (…) So funktioniert der Industriekapitalismus. Wir brauchen diese Ängste. (…) Es gibt verschiedene Hotspots in unserem Leben – Aggression, Sexualität, Trauer. Aber der wirkliche Hotspot ist die Ohnmacht. Da brechen wir innerlich zusammen. (…) Wir brauchen erst einmal eine Sensibilität. Eine Sensibilität, wie schnell wir uns verletzt fühlen und wie schnell wir ausweichen in eine Sucht. Dass man immer mehr spürt: Wann bin ich aktiviert, wann ist wieder ein altes Trauma bei mir ausgelöst worden. (…) Die wirklichen Schätze sind in der Tiefe von unseren Ängsten vergraben, und wenn wir die Ängste befreien können, dann brechen diese Schätze auf – dann kommen unsere kreativen Tendenzen, unsere menschlichen Tendenzen zum Vorschein. Das ist meine große Hoffnung. (…) Wenn dieser Glaube an die Politiker langsam zerbricht, dass wir dann an unsere eigene Autorität, an unsere eigene Kraft, an uns selber zu glauben beginnen. Aber es braucht Mut, von diesen starken Elternbildern Abschied zu nehmen.“
Welt:
Corona-Maßnahmen evaluieren? Drosten meldet Zweifel an – Auszug: „Ein von Regierung und Bundestag eingesetzter Sachverständigenausschuss soll die deutschen Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung evaluieren. (…) Hierfür wurde ein Sachverständigenausschuss ins Leben gerufen, den Bundesregierung und Bundestag mit prominenten Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen besetzt haben. Wie WELT AM SONNTAG aus Regierungskreisen erfuhr, haben nun mehrere Ausschuss-Mitglieder Zweifel geäußert, wonach eine präzise Bewertung politischer Entscheidungen nicht möglich sei. Zu ihnen gehört der Charité-Chefvirologe Christian Drosten. Dieser sagte in einer Sitzung, dass es besser wäre, nicht die Sinnhaftigkeit einzelner Maßnahmen zu bewerten: Ein solches Vorgehen könne nach hinten losgehen. Man brauche mehr Rohdaten. Dabei war schon im November auf Wunsch der Sachverständigen die Frist zur Fertigstellung ihrer Evaluation um sechs Monate nach hinten verschoben worden. Nun müssen die Mitglieder ihr Ergebnis bis Ende Juni der Bundesregierung vorlegen, die dann wiederum drei Monate Zeit hat, um die Ergebnisse – zusammen mit einer Stellungnahme – an den Bundestag zu übermitteln. (…) Die aktuelle Entwicklung ist auch deshalb interessant, weil die Einsetzung des Gremiums eine Rolle bei der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die pauschalen Schulschließungen im Rahmen der Bundesnotbremse gespielt hatte. (…) Indem er den Sachverständigenausschuss geschaffen habe, sei der Gesetzgeber aber eben nicht in dieser Hinsicht untätig geblieben, argumentierte das Bundesverfassungsgericht.“ (Bezahlschranke)
Berliner Zeitung:
Sahra Wagenknecht im Interview: "Ich bin kein bedingungsloser Pazifist“ – Die Linkenpolitikerin spricht über ihre hochumstrittene Haltung zum Ukrainekrieg, die vielen Fernsehauftritte und ihre Ablehnung jeder Art von Impfpflicht. – Auszug: "Was ich auch scheinheilig finde, ist das Gerede von einer 'Zeitenwende'. Ja, dieser Krieg ist ein Verbrechen, das Leid der Menschen in der Ukraine ist unermesslich. Aber gilt das für die vielen anderen Kriege, die allein in den letzten 20 Jahren geführt wurden, nicht in gleichem Maße? Für den Irak, für Afghanistan, für die Bombardierung libyscher und syrischer Städte? Im Jemen sterben täglich Kinder und Frauen, weil es massive Militärschläge der von Saudi-Arabien geführten Allianz gibt. Da wird seit Jahren ein ganzes Land in Schutt und Asche gebombt – und das sind jetzt unsere neuen Partner, bei denen wir betteln, dass sie uns Öl und Gas liefern, weil wir es nicht mehr aus Russland beziehen wollen. (…) In Russland herrscht ein autoritärer Oligarchenkapitalismus, das wurde von mir auch schon vor dem Krieg angesprochen. Außerdem ist Russland die zweitgrößte Atommacht der Welt und wie andere Großmächte denkt es in Einflusssphären. Eine ehrliche Position dazu ist nur möglich, wenn man nicht mit zweierlei Maß misst. Der Krieg in der Ukraine ist genauso zu verurteilen wie die von den USA angeführten Kriege in Jugoslawien, im Irak, in Afghanistan oder in Libyen. Es wäre völlig falsch, den russischen Krieg milder zu beurteilen, aber man sollte sich auch erinnern: als amerikanische Bomben auf den Irak fielen – ein Krieg, der mindestens 500.000 Menschen das Leben gekostet hat –, gab es keinerlei Sanktionen. Und in Afghanistan, wo 20 Jahre lang ein blutiger Krieg mit zahllosen zivilen Opfern geführt wurde, hat sich Deutschland sogar beteiligt.“
The Intercept:
The U.S. Has Its Own Agenda Against Russia - Ukraine is ground zero for the expansion of the U.S.-Russia proxy war (Jeremy Scahill) – Auszug: "The war in Ukraine is simultaneously a war of aggression being waged by Putin and part of a larger geopolitical battle between the U.S., NATO, and Russia. 'We are engaged in a conflict here. It’s a proxy war with Russia, whether we say so or not', said Leon Panetta, the former CIA director and defense secretary under Barack Obama. 'I think the only way to basically deal with Putin right now is to double down on ourselves, which means to provide as much military aid as necessary.' Speaking to Bloomberg News on March 17, Panetta laid out the U.S. strategy: 'Make no mistake about it: Diplomacy is going nowhere unless we have leverage, unless the Ukrainians have leverage, and the way you get leverage is by, frankly, going in and killing Russians. That’s what the Ukrainians have to do. We’ve got to continue the war effort. This is a power game. Putin understands power; he doesn’t really understand diplomacy very much.' It should not be assumed that the strategies and actions being employed by Washington and its allies in their proxy war against Moscow will always be in the best interest of Ukraine or its people. Likewise, Ukraine’s calls for military support and action from the West – however justifiable and sincere they are – may not be in the best interest of the rest of the world, particularly if they increase the likelihood of nuclear war or World War III. The desire to avoid this scenario by advocating for a negotiated solution to the war that addresses Russia’s stated concerns or its rationale for the invasion is not a capitulation to Putin and it is not appeasement. It is common sense.“
Achgut:
Widerruf der Zulassung statt Impfpflicht – Unsere Parlamentarier sind verpflichtet, die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten. Sie dürfen kein Gesetz erlassen, das dazu führt, dass noch mehr Menschen durch die "Impfstoffe“ getötet werden oder zu Schaden kommen. – Auszug: "Es gab (…) nie eine durch SARS-CoV-2 verursachte Pandemie, da bei einer solchen alle Altersschichten betroffen sind und es in allen Schichten zu Opfern kommen muss. Bei COVID-19 liegt das Medianalter der Toten aber deutlich über 80 und nicht beim Median der Weltbevölkerung oder der einzelnen Länder. (…) Seit Sommer 2021 war klar, (...) dass die 'Impfstoffe' gegen SARS-CoV-2 unwirksam und gefährlich sind, weil sie zu einer Expression des toxischen SPIKE-Proteins in zahlreichen Geweben der 'Impflinge' führen. Dieses Proteinfragment, das im Organismus lange persistiert, führt zu akuten und chronischen Entzündungsreaktionen und zu schweren Gefäß- und Nervenerkrankungen, die oft tödlich enden, und zwar in allen Altersgruppen. Noch deutlich mehr Menschen werden durch die Impfung chronisch krank. Wir haben seit Sommer 2020 immer davor gewarnt, dass es sich bei der 'Impfung' mit diesem Antigen um eine Massenvergiftung handelt. Momentan sorgt eine Ver- und Behinderung der offiziellen Meldung von Impfschäden dafür, dass es noch keine realistischen amtlichen Zahlen darüber gibt. Aber die Meldungen über den Tod oder schwere Erkrankungen von Impflingen nehmen spürbar zu. (…) Statt über eine Impfpflicht nachzudenken, sollte den Corona-'Impfstoffen' die Zulassung entzogen werden.“
Berliner Zeitung:
Impfnebenwirkungen: "Jeden Patienten, den man impft, ganz genau anschauen“ – An der Uniklinik Marburg wird die Long-Covid-Ambulanz von Patienten überrannt, die Schäden nach der Impfung haben. Kommen sie tatsächlich von der Impfung? (Interview mit dem Kardiologen Prof. Dr. Bernhard Schieffer) – Auszug: "Wir gehen im Moment davon aus, dass es nicht durch die Impfung selbst ausgelöst wird, sondern dass es sich um eine Reaktivierung einer vorbestehenden Virusinfektion handelt, einen vorbestehenden Immundefekt, der bisher unbekannt war, oder einen Gendefekt, der bisher unbekannt war. Aus einem uns unbekannten Grund schaltet das Immunsystem um und es kommt zum Aufflammen von Symptomen, deren Ursache sich in einer unkontrollierten Entzündungsreaktion findet. (…) Im angloamerikanischen Sprachraum sind diese sogenannten Adverse Events bereits im Januar beschrieben worden. Es ist ein sehr guter Ausdruck für dies Geschehen, weil er keine direkte Beziehung zwischen der Impfung und den Symptomen herstellt, die man dann sieht. Auf dem Boden der bisherigen wissenschaftlichen Daten weltweit sieht es nicht danach aus, als sei die Impfung direkt dafür verantwortlich. Sondern die Impfung ist ein immunologischer Prozess, der so stark ist, dass der Körper auf einmal die Kontrolle über andere Virusinfektionen oder andere immunologische Defekte verliert, die er vorher beherrscht hat. (…) Es ist eine Immunreaktion, die den Körper so beschäftigt, dass er die Beherrschung über schon abgeheilte immunologische Prozesse und virale Infektionen verliert.“
Welt:
Ich konnte kaum ein Glas Wasser heben, Autofahren wurde gefährlich – Nach drei Impfungen spürte ich irgendwann einen stechenden Schmerz. Obwohl ich journalistisch oft über Corona berichte, dauerte es lange, bis bei mir der Groschen fiel: eine Impfnebenwirkung. Was ich seitdem im deutschen Gesundheitssystem erlebt habe, ist nicht in Ordnung (Elke Bodderas, hinter Bezahlschranke) – Auszug: "Warum es so lange brauchte, bis der Groschen fiel? Weil es nicht sein durfte. Weil ich nicht auf die Idee kam, mein Körper könnte die Impfung nicht akzeptieren. Weil ich selbst mehrfach geschrieben hatte, dass Nebenwirkungen durch die Covid-Impfstoffe selten vorkommen (und dabei jedes Mal geringschätzig die medizinische Grundregel abtat, wonach es keine Wirkung ohne Nebenwirkung gibt). Weil ich vor meiner großen und teils impfskeptischen Familie mit gutem Beispiel vorangehen wollte. Weil die Gesellschaft für Rheumatologie es nur in 'seltenen Fällen' für möglich hält, dass die Impfung Rheumaschübe hervorruft. Weil ich die Bemerkung eines Harvard-Professors, wonach die Impfung Arthralgien (Gelenkschmerzen) hervorrufen kann, erst drei Monate nach meiner zweiten Impfung im Internet fand. Weil ich bei allen drei Impfberatungen dreimal dieselbe Antwort bekam auf die Frage, ob mein vorbelasteter Körper mit Gelenkschmerzen reagieren oder gar das Rheuma zurückkommen könnte. Sie sagten alle das Gleiche: Nein. Nein. Nein. Dazu gab es ärztlich ablehnende Kopfbewegungen und nichtssagende Bemerkungen, die ich inzwischen vergessen habe. Aber ich verstand: Du bist überängstlich. Hysterisch. Nervig. Stell dich nicht so an.“
Rubikon:
Freiwillige Unfreiheit – Die pandemische Notsituation ist nicht vorbei, wir treten vielmehr in eine neue Phase ein, in der die Bevölkerung sogar nach Maßnahmen schreit. – Vögel, die im Käfig nie das Fliegen lernten, werden sich wohl immer vor der Freiheit jenseits der Gitterstäbe fürchten. Die Deutschen – so scheint es – hat man in den vergangenen zwei Jahren durch die Panik-Politik mit einer Mischung aus Angst und erlernter Hilflosigkeit übermannt. Vor allem Angst und Hilflosigkeit im Angesicht der Freiheit. Durch das mantraartige Eintrichtern der Sicherheits-Dogmen wurden die Ketten in die Köpfe vieler Deutscher verpflanzt, sodass es ihrer im Außen gar nicht mehr bedurfte. Die Gefängnismauern kamen immer näher, mit dem Ergebnis, dass sie jetzt im Geist der Menschen selbst aufragen. Auf erschreckende Weise wurde dies im April diesen Jahres sichtbar, als in weiten Teilen des angstgeschüttelten Landes die Maßnahmen aufgehoben wurden – und viele Menschen sich dennoch weiterhin an diese hielten, sie geradezu einforderten. Die Maske wurde offenkundig für viele zu einem neuen Körperteil des Homo pandemicus, sodass ein dauerhaftes Ablegen derselben einer Amputation gleichkäme. Dass die Maßnahmen inzwischen jeder Sinnhaftigkeit entbehren, scheint niemanden so recht zu kümmern. Die ritualisierten Hygiene-Gesten wurden zu einem fortdauernden Selbstzweck. Als kritischer Beobachter kommt man unweigerlich zu dem Resümee: Man kann die Deutschen aus dem Lockdown holen, aber den Lockdown nicht aus den Köpfen der Deutschen. Er kam, um zu bleiben
Welt:
Jetzt gehen Russland langsam die Soldaten aus – Der Abzug aus dem Norden der Ukraine soll den russischen Truppen neue Kraft für den Kampf im Osten verleihen. Doch die Armee ist laut Militärexperten kaum in der Lage, die hohen Verluste zu kompensieren. Um die Ostukraine unter Kontrolle zu bringen, hat Putin nur eine Option (hinter Bezahlschranke). – Auszug: "Tatsächlich gehen Experten davon aus, dass von den etwa 120 in der Ukraine eingesetzten Bataillonskampfgruppen (Battalion Tactical Groups, BTGs) der Russen mehr als 20 gänzlich aufgerieben wurden. Andere haben so viel Kriegsgerät, Fahrzeuge und Soldaten verloren, dass sie ohne Ersatz für gefallene oder verletzte Soldaten, und dem Austausch oder langwieriger Wartung von beschädigtem Gerät nicht einsetzbar sind, also nicht sofort zur Verfügung stehen. 'Die russischen Streitkräfte haben Verluste jenseits jeglicher Vorstellungskraft hinnehmen müssen, manche Schätzungen gehen von 10 bis 15 Prozent aus, ich würde eher von 30 bis 50 Prozent der Kampftruppen an der Front ausgehen', meint etwa Mark Hertling, ehemaliger Oberbefehlshaber der US-Armee in Europa. Laut Nato-Schätzungen aus der vergangenen Woche hat Russland bis zu 40.000 Soldaten durch Tod, Verwundung, Gefangennahme oder Desertation verloren. (...) [Hertling] weist darauf hin, dass die russischen Truppen sich schon monatelang zu Truppenübungen 'im Feld' in Belarus aufgehalten hatten und dann 6 Wochen intensive Kampfhandlungen erlebt haben. 'Physische, mentale und emotionale Faktoren haben ihre Spuren hinterlassen. Viele haben Kriegsverbrechen begangen. Diese Truppen sind meiner Ansicht nach am Ende', so Hertling. Ähnlich sieht es der führende britische Militärstratege Lawrence Freedman. 'Von denen, die an der ersten Welle der Invasion beteiligt waren, oft Eliteeinheiten, sind manche Einheiten zur Hälfte, manche sogar noch stärker dezimiert worden', schreibt Freedman. 'Manche Einheiten sind so weit aufgerieben worden, dass sie nicht wieder eingesetzt werden können, andere sind zumindest in absehbarer Zukunft nicht einsatzbereit.'“
junge Welt:
Corona-App keine Dauerlösung – Bundesdatenschutzbeauftragter legt Jahresbericht vor. Gesetzliche Regelungen für Arbeitswelt angemahnt – Auszug: "Auf einer Pressekonferenz in Berlin, bei der er den Tätigkeitsbericht seiner Behörde für 2021 vorstellte, warnte Kelber am Dienstag davor, Gesundheitsdaten dauerhaft für bestimmte Berechtigungsnachweise heranzuziehen. Der Nachweis über die Apps sei 'praktisch und unter den Umständen auch datenschutzfreundlich gelöst', sagte er. Es dürfe aber auf keinen Fall zum Standard werden, dass Gesundheitsdaten überall als eine Art Eintrittskarte verwendet würden. (...) Kritisch bewertete der Datenschutzbeauftragte die Pläne der Politik, bei der Modernisierung der öffentlichen Register auf ein zentrales Identifikationsmerkmal zu setzen. Bundestag und Bundesregierung hätten sich entschieden, dazu in allen Registern die Steuer-ID einzuführen. 'Aus unserer Sicht steht das in einem Konflikt mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, dass es keine einheitliche Identifikation der Bürgerinnen und Bürger über alle Lebensbereiche geben darf', so Kelber. Als Alternative habe man eine Technologie vorgeschlagen, bei der alle Register über eigenständige Identifikationen verfügen, die dann im Hintergrund verknüpft werden können.“
German Foreign Policy:
"Alles unterhalb eines Kriegseintritts” – Bundesregierung stellt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine in Aussicht. In Italien und Griechenland blockieren Transportarbeiter Rüstungsexporte in das Kriegsgebiet. – In Berlin wächst der Druck, weitere Waffen an die Ukraine zu liefern. Nach der Ankündigung von Außenministerin Annalena Baerbock, den ukrainischen Streitkräften "auch Systeme“ zur Verfügung zu stellen, "die wir bisher nicht geliefert haben“, verlangt der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz, nun die Ausfuhr schwerer Waffen in Betracht zu ziehen. "Alles, was unterhalb eines Kriegseintritts möglich ist“, solle "machbar sein“, fordert der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt. Eine Liste mit potenziell exportierbarem Kriegsgerät im Wert von 300 Millionen Euro liegt bereits vor. Die Forderungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, zu dem die Verhandlungen zwischen Kiew sowie Moskau laut Aussage ukrainischer Unterhändler Fortschritte machen. Bereits in der vergangenen Woche hatte der britische Premierminister Boris Johnson gefordert, Kiew solle sich erst auf einen Waffenstillstand einlassen, wenn es "militärisch in der stärkstmöglichen Position“ sei. In Italien und in Griechenland dagegen blockieren Transportarbeiter Waffenlieferungen in das Kriegsgebiet: Man wolle in der Kriegführung, heißt es zur Begründung, kein "Komplize“ sein
Welt:
Roadmap zur Weltherrschaft – Auch wenn es derzeit nicht so scheint: Der gefährlichste Feind des Westens ist nicht Russland, sondern China. Xi Jinping und Wladimir Putin arbeiten an einer engen Partnerschaft und machen andere von sich abhängig. Bittere Wahrheit: Die USA und ihre Verbündeten sind isoliert wie nie (Stefan Aust, hinter Bezahlschranke) – Auszug: "Während Deutschland aus Kohle und Atomenergie aussteigt, investiert China in die Förderung und Verarbeitung von Rohstoffen in Russland und steckt dort Geld in Solar- und Windparks. Russland wiederum hilft China beim Bau von vier Atomkraftwerken. Auch will Moskau seine Gaslieferungen in die Volksrepublik verzehnfachen (!). Dazu müssen die Pipelines erweitert und modernisiert werden, aber es gibt keine Zweifel, dass die Chinesen das schnell schaffen. Wie die Volksrepublik es bereits erfolgreich in Afrika getan hat, will sie in Russland die Infrastruktur ausbauen, unter anderem Autobahnen, und Getreidespeicher für die Landwirtschaft einrichten. Die Rohstoffe in den Weiten Sibiriens und China mit Hunderten Millionen fleißigen und gut ausgebildeten Arbeitskräften – eine fruchtbare Verbindung, aber möglicherweise eine todbringende für die Feinde beider Länder. Hinzu kommt: Die Chemie stimmt zwischen Putin und Xi Jinping. Beide sehen sich als Vollstrecker einer historischen Mission, ihre Reiche wieder groß zu machen. Beide fühlen sich vom Westen gedemütigt. Putin durch den Zerfall der Sowjetunion, unter dem er auch persönlich gelitten hat – der ehemalige KGB-Offizier musste sich zuerst als Taxifahrer verdingen. Xi Jinping denkt in noch größeren Dimensionen, spricht immer wieder über das, was die Kolonialmächte vor Jahrhunderten China angetan haben.“
Alschner Klartext:
Pfusch oder Verschwörung? – Covid als “strukturelles tiefgründiges Ereignis” (Piers Robinson) – Auszug: „Wenn es also gar nicht um ein Virus geht, um was könnte es dann tatsächlich gehen? (…) Nach zwei Jahren massiver gesellschaftlicher Verwerfungen durch Anstrengungen, ein saisonales Atemwegsvirus einzudämmen, und in Anbetracht des Festhaltens an wesentlichen Aspekten des Narrativs von COVID-19 trotz erheblicher wissenschaftlicher Einwände, liegt die Vermutung nahe, dass hinter den Maßnahmen nicht nur Fehler und Inkompetenz, sondern Korruption und eine gezielte politische und wirtschaftliche Einflussnahme stehen. (…) Für diejenigen, die in Konzernen, in der Politik, in den Medien oder in der Wissenschaft verantwortliche Positionen innehaben, ist die Angst, als ‚Verschwörungstheoretiker‘ abgestempelt zu werden, üblicherweise ausreichend, um den Enthusiasmus für eine ernsthafte Untersuchung dessen zu dämpfen, wie mächtige und einflussreiche politische und wirtschaftliche Akteure die Reaktionen auf COVID-19 zur Verfolgung politischer und wirtschaftlicher Ziele gestaltet haben könnten. Aber es steht jetzt einfach zu viel auf dem Spiel, als dass man sich eine solche Vorsicht oder gar Feigheit erlauben könnte.“ (deutsche Übersetzung von Uwe Alschner)
Alschner Klartext:
Interview mit Dr. Silvia Behrendt zum geplanten internationalen Pandemie-Vertrag – Auszug: Alschner: „Es gibt jetzt eine Initiative, die darauf ausgelegt ist, die WHO zu ermächtigen, tatsächlich dann weltweit bindende Entscheidungen zu treffen. Ist das richtig?“ – Behrendt: „Man muss mehrere Ebenen unterscheiden. Erstens ist etwas unklar, durch welchen Prozess überhaupt dieser Vertrag zustandekommen soll. (…) Es wurde anfänglich behauptet, es gibt kein rechtsbindendes Instrument, mit dem man Pandemien beherrscht. Und das stimmt eben nicht und das wissen eigentlich alle Politiker. Es gibt diese Internationalen Gesundheits-Vorschriften, das ist die Grundlage der Pandemie. Ohne diese Gesundheitsvorschriften würde es nie Covid-19 gegeben haben, weil dieses Notfall System durch diese Vorschriften etabliert wurde, und das ein bindender Vertrag ist. (…) Die Global Health Actors haben sehr konkrete Vorstellungen, wie sie in Zukunft Pandemien regeln möchten. Das passiert aber wieder alles auf dem Konzept der ‚Global Health Security‘. Wenn man das kennt, dann versteht man auch, was die Akteure wollen.“
Tagesschau:
Bundespräsident zu Russland-Politik: "Ich habe mich geirrt" – Auszug: „Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat erstmals eigene Fehler und Irrtümer in der Politik gegenüber Russland eingeräumt. ‚Mein Festhalten an Nord Stream 2, das war eindeutig ein Fehler. (…) Wir sind gescheitert mit der Errichtung eines gemeinsamen europäischen Hauses, in das Russland einbezogen wird. Wir sind gescheitert mit dem Ansatz, Russland in eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur einzubinden.‘“ (Anmerkung Paul Schreyer: Wer in der Bundesregierung hat einen solchen Ansatz denn je ernsthaft und mit Nachdruck verfolgt? An dem „gemeinsamen europäischen Haus, in das Russland einbezogen wird“ hat doch, abseits von Sonntagsreden, schon seit Jahren keiner der politisch Verantwortlichen in Deutschland besonderes Interesse gezeigt. Steinmeier, der im Februar 2014 als Außenminister tatenlos zugesehen hatte, wie ein von ihm unterzeichnetes Abkommen mit Janukowitsch und der damaligen ukrainischen Opposition, das Stabilität, auch mit Russland, hätte ermöglichen können, durch einen US-gestützten Machtwechsel einfach weggewischt wurde, erscheint noch in seiner Selbstkritik heuchlerisch.)
ARD Panorama:
Enthüllungen eines Insiders – Scharpings Propaganda im Kosovo-Krieg (Beitrag aus dem Jahr 2000) – Auszug: „Seine Behauptung vor Kriegsbeginn: Das ‚Massaker‘ von Rugovo. Ende Januar 1999, knapp zwei Monate vor Kriegsbeginn, gehen diese Leichenbilder um die Welt. Allgemeines Entsetzen. 23 Tote Albaner, nebeneinander. Für Scharping ist damit klar: ein Massaker der Serben. (…) Prof. Dieter Lutz: ‚Sieht man das Geschehen und auch die Aussagen von Scharping in der Gesamtschau, so muss man festhalten, dass er immer übertrieben hat, immer auch am Rande dessen war, was die Wahrheit ist, bis hin zu Falschaussagen, wenn wir den Hufeisenplan nehmen. Und ich glaube, es lässt sich damit erklären, dass er versucht hat, durch diese Übertreibungen und Überhöhungen sich selber unantastbar zu machen.‘“
Foreign Policy in Focus:
Russia, Ukraine, NATO, and the Left – In not recognizing multiple imperialisms, is the Left also guilty of Americocentrism? – Auszug: "So, did Putin invade in order to keep NATO out of Ukraine? Objecting to NATO is one thing. But waging a war that invariably leads to the strengthening of NATO suggests that this is not the key question here. If the main aim were to take NATO membership off the table, Russia could have kept its troops surrounding Ukraine and announced that it was ready to invade. It would have then held off any attack pending emergency talks on Ukrainian neutrality. If rejected, it might have begun a limited incursion into the lands already controlled by separatists and threatened an escalation without an agreement on NATO. Ukrainian President Volodymyr Zelensky said soon after the invasion that he was open to discussing the question of neutrality. Putin could have taken various steps short of all-out war to address what so many have said is Russia’s main grievance. So, there must have been something else going on. And it hasn’t been hidden. (…) Putin has repeated endlessly, and with signal clarity, what he thinks of Ukraine apart from the question of NATO. The NATO question is certainly not unimportant, but western analysts who keep stressing its absolute centrality are just plain guilty of not letting easterners, even in this case Vladimir Putin himself, speak for themselves. Yet Putin is clear: if NATO, one year ago, had taken membership off the table, Putin would still be left with the problem of Ukraine insisting that it is a completely separate entity from Russia.“
Krass & Konkret:
Gräueltaten an Zivilisten: Was ist in Bucha geschehen? Vier Tage nach dem Rückzug der russischen Truppen wurden vom ukrainischen Verteidigungsministerium Fotos und Videos von Gräueltaten an Zivilisten angeblich durch russische Truppen verbreitet – und es kam blitzschnell zu einer Medienkampagne und zur Ankündigung neuer Sanktionen. – Auszug: "Der Vorfall dient nun einer massiven Kampagne, eine neue Sanktionswelle gegen Russland loszutreten und das russische Militär für Kriegsverbrechen verantwortlich zu machen. Die Maschine läuft so gut geschmiert, dass der Verdacht entsteht, dass hier irgendetwas nicht stimmen könnte, auch wenn es natürlich sein kann, dass ausschließlich russische Soldaten für die Gräueltaten verantwortlich sind. (…) Wir wissen trotz der Bilder und einiger Aussagen nicht, was in der Kleinstadt wirklich passiert ist, vor allem weil die Bilder erst vier Tage nach der Einnahme veröffentlicht wurden. (…) Wenn das russische Verteidigungsministerium erklärt, die russischen Truppen hätten Bucha am 30. März verlassen, bis dahin sei kein einziger Zivilist Opfer von Gewalttaten geworden, ist das ebenso unglaubwürdige strategische Kommunikation wie die von der Alleinschuld der russischen Truppen. (…) Erstaunlich ist im Westen, dass die Bilder ohne weitergehende Prüfung als Beweise für russische Gräueltaten verwendet werden. Es fehlt jede journalistische Skepsis gegenüber der ganz gewöhnlichen strategischen Kommunikation der Kriegsparteien. Es ist bei aller möglichen Solidarität mit Kiew naiv, davon auszugehen, dass dort die pure und unverfälschte Wahrheit verkündet wird, während aus Russland, auch Mordor in der Ukraine genannt, nur Fakes und Desinformation kommen.“
Counterpunch:
Putin is Being Written Off as an Ineffectual Monster, but a Russian Defeat is Far From Guaranteed (Patrick Cockburn) – Auszug: "I feel frustrated with those who condemn war atrocities, but then use them as a reason to go on fighting a war that will inevitably produce even more such atrocities. If saying that 'war is an atrocity' is to be any more than a platitude, then the only way to end the killing is to end the conflict. This is not to let the perpetrators of war crimes off the hook, but a recognition that wars makes such crimes inevitable – though no less culpable. Yet there are a growing number of politicians and pundits willing to fight to the last Ukrainian to defeat the Russian bear. Some of this is fuelled by popular outrage at Russian brutality against civilians, which is on television every night. Politicians, particularly in Washington and London, relish the thought of Russia being trapped in a Ukrainian quagmire without much concern about what happens to more than 40 million Ukrainians living on this battlefield. (…) The atrocities committed by Russia in Ukraine should lead to greater condemnation of similar crimes in Aleppo, Gaza, Raqqa, Sanaa, Mosul and a myriad of places in Afghanistan. But somebody will always stick up their hand and say that this is 'how about-ism' – a silly argument which has become a hypocrites’ charter. It is also against common sense: would anybody argue that publicising a murder in Lancashire somehow devalues the vileness of a murder in Kent. Yet at the height of the bombing of Ukraine, a raft of US Senators want to do just that by closing down an investigation into Israel’s bombing of Gaza.“
Welt:
Dauerthema Impfpflicht: Sie kommt. Sie kommt nicht. Sie kommt. Sie kommt nicht. Kommt sie? – Auszug: „Nach monatelanger Debatte soll der Bundestag am kommenden Donnerstag über die Impfpflicht entscheiden. (…) Die Impfpflicht ab 18 Jahren scheint vom Tisch, auch wenn die Initiatoren des Entwurfs dies öffentlich dementieren. Am Donnerstag berichteten dann einige Medien, die Kompromisssuche liefe nun auf eine vorbehaltlose Impfpflicht ab 50 Jahren hinaus. Nach Informationen dieser Zeitung ist aber auch diese Variante wenig wahrscheinlich. (…) Bleibt die Union bei ihrer Haltung, hoffen die Unterstützer des Ü-18-Vorschlags und der Beratungspflicht auf etwas anderes: Die Union könnte zwar ihren Antrag einbringen, sich aber bei der Abstimmung der anderen Vorschläge enthalten. Dann könnte doch noch einer der beiden anderen Anträge durchkommen. Das liegt am Abstimmungsverfahren: Für die Entscheidung reicht eine einfache Mehrheit, also mehr Ja- als Nein-Stimmen. Abgeordnete, die sich enthalten oder bei der Sitzung nicht teilnehmen, werden nicht mitgezählt. Wichtig ist auch, in welcher Reihenfolge abgestimmt wird. Wird als weitestgehender Antrag zunächst über den Entwurf der Impfpflicht ab 18 Jahren entschieden, könnten sich die Befürworter unter den Abgeordneten im Anschluss noch anderen Vorschlägen anschließen. Noch ist die Reihenfolge allerdings unklar, am Dienstag wollen die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen darüber abstimmen.“ (Bezahlschranke)
Berliner Zeitung:
„Eine Impfpflicht würde das Tor zum Missbrauch weit öffnen“. Der Berliner Arzt Erich Freisleben wird von Patienten mit Impfnebenwirkungen überrannt. Er hat eine Therapie gefunden – doch er kann nicht allen helfen – Auszug: „Schon im Mai 2021 ist ein 62-jähriger Patient an einer Sinusvenenthrombose verstorben. Er war sonst bis auf Bluthochdruck kerngesund. Seine Frau hatte ihn zu der Impfung gedrängt, was sie heute bitter bereut. (...) Er sagte noch auf dem Sterbebett: „Sag allen, sie sollen sich nicht impfen lassen.“ Das war für mich ein Schock. Damals hat man noch gedacht, eine Blutverdünnung würde ausreichen in solchen Fällen. Heute weiß man, dass man Kortison geben muss, um die massiven Entzündungsvorgänge einzudämmen. (…) Es gibt offenbar bei einem Teil der Menschen Gerinnungsprozesse, von denen man nichts merkt, die über Monate stattfinden, aber wir wissen nicht wo. Wir können sie nur an indirekten Werten feststellen. (…) [Zudem haben] wir hier Autoimmunprozesse in besonderer Form vorliegen (…) Es sind Prozesse, die wie Autoimmunprozesse ablaufen, die ich aber an den Blutwerten nicht erkenne. Die Leute kommen mit Symptomen, die man in dieser Kombination nicht kennt. (…) Wenn wir von drei Prozent mit schweren Impfnebenwirkungen ausgehen, wären das über eine Million Menschen allein in Deutschland. (…) Wir müssen uns klarmachen, dass wir mit der mRNA-Impftechnik ein völlig neues Prinzip haben, das wir nicht kennen, das wir innerhalb eines Jahres aus dem Boden gestampft haben und bei dem wir uns in einer Frühphase der Prüfungen befinden. Da hat man normalerweise sämtliche Nebenwirkungen akribisch zu dokumentieren und Zusammenhänge zu untersuchen. Aber das passiert nicht.“
Neulandrebellen:
Traumanovelle – Auszug: „Ich bin raus. Nach sechs Jahren im Gesundheitswesen habe ich das Handtuch geschmissen. (…) Die Pandemie hat das Arbeitspensum nochmal drastisch erhöht – gleichzeitig die Arbeitsbedingungen erschwert. Die letzten Monate, ich will ganz ehrlich sein, waren ein traumatisches Erlebnis. Mich plagten teilweise Alpträume. (…) Zuletzt schien sich die Arbeit jener, die die Verwaltung am Laufen hielten, auf genau eine Frage zu reduzieren, die man in verschiedenen Varianten stellen konnte: Sind Sie geimpft? (...) Die Leute umklammerten beim Eintritt ins Büro ihr gelbes Impfbüchlein, als sei das die Zutrittskarte in die wunderbare Welt der medizinischen Betreuung. Dann erzählten sie brav, dass sie alle Impfungen hätten und quasi jede Berechtigung hätten, hier zu sein. (…) Vor der Pandemie war die FFP2-Maske ja bekanntlich eine Staubschutzmaske, die man längstens 75 Minuten tragen sollte – nun trugen sie Mitarbeiter im Gesundheitswesen acht, neun oder gar zehn Stunden am Tag. Auch dann, wenn sie nur an einem Schreibtisch saßen. (…) Das alles hat man als Angestellter offenbar als völlig normal zu erachten. Zweifel sind gar nicht erst vorgesehen. Wie man sich dabei fühlt, ob man das als Mitarbeiter übergriffig und grenzüberschreitend findet, interessiert wirklich niemanden. (…) Dann kam die Zeit, als sie ungeimpfte Mitarbeiter in die Enge trieben. (…) Ich war aus dem Schneider, weil ich schon vorher gekündigt hatte, man ließ mich in Ruhe. Aber ich beobachtete, wie sie andere unter Druck setzten – und wie offenbar kaum jemand etwas dabei fand. Niemand, der auf diese Weise vor die Tür gesetzt wurde, kommt je zurück ins Gesundheitswesen.“
Junge Welt:
Beispiellose Kriegstreiberei – Auszug: „Dank hoher Auflagen und Einschaltquoten waren die deutschen Leitmedien, allen voran ARD, ZDF, Spiegel, FAZ, Bild und Co., auch schon vor dem Ukraine-Krieg in der Lage, bestimmte Lesarten wichtiger Ereignisse durchzusetzen. Was aber seit Beginn des russischen Angriffs inszeniert wird, dürfte beispiellos sein. (...) Das Problem ist dabei nicht der Umfang der Berichterstattung, sondern deren erschreckend homogene Ausrichtung. Journalisten der bürgerlichen Medien verhalten sich so gut wie ausnahmslos, als hätten sie vor Dienstantritt Befehle im Brüsseler NATO-Hauptquartier abgeholt. So ergaben sich reihenweise absurde Situationen, in denen die Journaille die Politik vor sich hertrieb. Vertreter der Regierungsparteien wurden inquisitorisch befragt, warum sie nicht bereit seien, eine Flugverbotszone über der Ukraine durchzusetzen oder Kampfflugzeuge zu liefern. Politiker von SPD und Bündnis 90/Die Grünen standen plötzlich wie Friedenstauben da. Pensionierte Generäle mussten sich gegenüber Talkmasterinnen dafür rechtfertigen, dass sie davon abrieten, einen dritten Weltkrieg auszulösen.“
29. April 2022