Erich Fromm:
Die Furcht vor der Freiheit – Der Psychoanalytiker und große Denker Erich Fromm verließ Deutschland 1933 und schrieb dieses Buch 1941 im Exil. Nazi-Deutschland war ihm zufolge kein Ergebnis Hitlers großer Tücke. Nein, Millionen Deutsche gaben bereitwillig ihre Freiheit auf, weitere Millionen standen dem gleichgültig gegenüber. Sie schalteten ihr Selbst aus und machten sich zum Werkzeug einer überwältigend starken Macht. Alles in der Hoffnung, Kraft zu erwerben, die ihrem Selbst fehlte. Der autoritäre Charakter, der nach oben buckelt, aber nach unten selbst Autorität sein will, ist Fromm zufolge typisch für weite Teile des deutschen Kleinbürgertums und die menschliche Grundlage des Faschismus. Fromms Analysen verdeutlichen nicht nur Ursachen des Verhaltens der Durchschnittsmenschen, sondern auch der Mächtigen. Machtgier ist kein Zeichen von Stärke, sondern wurzelt in der Unfähigkeit, auf eigenen Füßen zu stehen. Narzissmus bedeutet gerade einen Mangel an Selbstliebe. Spätestens bei Fromm lernt man, dass diese Charaktere nicht zu Solidarität und Empathie fähig sind, womit er bereits vor 80 Jahren die Phrasen von heute entlarvte.
Gregory Peck:
To Kill a Mockingbird – Atticus Finchs Plädoyer. "Now, gentlemen, in this country our courts are the great levelers. In our courts, all men are created equal. I'm no idealist to believe firmly in the integrity of our courts and of our jury system. That's no ideal to me. That is a living, working reality!" Gregory Peck gewann einen Oscar für seine brillante Darstellung des Südstaatenanwalts, der in dieser Verfilmung des berühmten Romans von Harper Lee einen der Vergewaltigung beschuldigten Schwarzen verteidigt. Die Art und Weise, wie der Film eine Zeit, einen Ort und vor allem eine Stimmung einfängt, macht ihn zu einem Meisterwerk. Schauplatz ist eine staubige Südstaatenstadt zur Zeit der Depression. Eine weiße Frau beschuldigt einen schwarzen Mann (Tom Robinson) der Vergewaltigung. Obwohl er offensichtlich unschuldig ist, ist der Ausgang des Prozesses eine ausgemachte Sache, so dass kein Anwalt bereit ist, Robinson zu verteidigen – außer Atticus Finch, einer der angesehensten Bürger der Stadt. Sein Einsatz vor Gericht kostet ihn viele Sympathien, bringt ihm aber den Respekt und die Bewunderung seiner beiden mutterlosen Kinder ein.
C.J. Hopkins:
Ein Sturm zieht auf – Auszug: „Ich habe keine Kristallkugel oder so was, aber ich erwarte, dass die Dinge diesen Herbst ziemlich hässlich und in der absehbaren Zukunft vielleicht noch hässlicher werden. (…) Unsere Bemühungen waren nicht umsonst, aber nicht erfolgreich genug, um den Hergang der Dinge, wie sie nun passieren, aufhalten zu können... Ein Ablauf, der stets klar war; ein Vorgang, den jede totalitäre Bewegung benötigt, um die Marschrichtung einzuhalten. Man kann nicht ganze Gesellschaften in quasi totalitäre Systeme verwandeln ohne innere Unruhen, Chaos, Randale, Krieg oder eine andere Art von Verheerung. Die Gehirnwäsche an den Massen ist schön und gut, aber an einem gewissen Punkt muss man jene Menschen, die sich der „Realität“ der Neuen Normalität widersetzen, dazu bringen, sich gesetzwidrig zu verhalten, damit man hart gegen sie vorgehen und in offizielle Feinde verwandeln kann. (…) Sie werden den Druck hochhalten und das Tempo erhöhen, und die offizielle Propaganda, die Absurditäten und die Verwirrung, die sich ständig ändernden Regeln und die Massenhysterie und die eklatanten Lügen. So lange, bis wir in Restaurants und Kneipen ausflippen, in Schulen und im öffentlichen Verkehr, und bis Einrichtungen der New Normals in der Nacht verwüstet werden oder Schlimmeres, und andere Formen der „direkten Aktion“. An dem Punkt heißt es: Das Spiel ist aus. Denn dann haben sie gewonnen. Dann werden wir jene „Extremisten“ sein, vor denen sie sich selbst gewarnt haben. Und sie werden mit uns tun und lassen können was sie wollen, und unsere früheren Freunde (jetzt New Normals) werden dazu applaudieren oder schweigend wegsehen.“
German Foreign Policy:
Krieg der Satelliten. Die Bundeswehr erhält ein neues Weltraumkommando in Uedem (Niederrhein). Deutsche Soldaten haben bereits an Weltraummanövern teilgenommen – Auszug: „Die U.S. Space Force hat im März 2020 ihre erste Offensivwaffe gegen fremde Satelliten, die diese jammen und sie damit lahmlegen kann, offiziell in Dienst gestellt; dabei hieß es, der Teilstreitkraft stünden auch weitere, allerdings vorerst noch geheimgehaltene Waffen für Angriffe auf Ziele im All zur Verfügung. Im Juli 2020 sorgten US-Vorwürfe für Diskussionen, bei einem schnell fliegenden Projektil, das der russische Satellit Kosmos-2543 ausgestoßen habe, handle es sich um eine neue russische Weltraumwaffe. In Paris heißt es, französische Militärsatelliten der nächsten Generation sollten auch offensiv bewaffnet werden, beispielsweise mit Schusswaffen oder mit Laserkanonen. US-Militärkreise analysieren seit geraumer Zeit äußerst intensiv die Weltraumoperationen Chinas; zuletzt hieß es Ende vergangener Woche unter Berufung auf Pentagon-Quellen, die Volksrepublik investiere umfassend in neue Waffen, die Satelliten gegnerischer Staaten jammen oder zerstören können sollten.“
Krass & Konkret:
Nawalny-Giftanschlag: Peinlicher Fehler der OPCW sorgt für Unruhe – Auszug: „Jetzt hat die OPCW im Jahresbericht für 2020 Erstaunliches über den Nawalny-Fall bekannt gemacht. Nawalny war bekanntlich am Donnerstag, den 20. Juli 2020, auf dem Flug von Tomsk nach Moskau im Flugzeug zusammengebrochen. Es machte am Vormittag um 9 Uhr Tomsker Zeit (etwa um 5 Uhr Moskauer Zeit bzw. 4 Uhr MESZ) eine Notlandung in Omsk, wo Nawalny im Krankenhaus von den russischen Ärzten mit Atropin sicherheitshalber behandelt wurde, auch wenn Vergiftung nur als eine mögliche Ursache galt. (…) In der ersten Fassung des OPCW-Berichts hieß es, Deutschland habe die OPCW schon am 20. August, also am Tag, als Nawalny während des Flugs zusammenbrach, um Unterstützung gebeten. Das Technische Sekretariat habe dann in Bezug auf “die vermutete Vergiftung eines russischen Bürgers” ein Team zu einem technischen Unterstützungsbesuch geschickt. (…) Ein solches Gesuch um Technische Unterstützung hätte mehrere Tage zuvor, nicht am Tag des Vorfalls eingereicht werden müssen, das hätten mehrere Experten gesagt. Heute wurde nach einiger Aufregung schließlich das Datum in dem Dokument auf den 4. September korrigiert, allerdings ohne Angabe von Gründen. (…) Für Alexander Schulgin, dem russischen OPCW-Vertreter, ist das die Bestätigung, dass der Anschlag auf Nawalny “eine eindeutig außerhalb Russlands geplante Provokation” sei. Überdies habe Deutschland noch immer nicht die acht Gesuche der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation um internationale Rechtshilfe beantwortet.“
Norbert Häring:
Deutschland geht Macrons Weg in den Überwachungsstaat mit – Auszug: "Bayerns Ministerpräsident Söder findet die Idee des französischen Präsidenten, nicht gegen Covid Geimpfte gezielt zu schikanieren, nachahmenswert, die grün-schwarze baden-württembergische Regierung kündigt sogar gleich an, das im Herbst auch umzusetzen. Ohne allgegenwärtige digitale Überwachung und Kontrolle geht das nicht. (…) Die Heilbronner Stimme berichtete, dass in Baden-Württemberg vollständig gegen Corona Geimpfte sowie Genesene ab Anfang September „alle Rechte zurückbekommen“ sollen. Das habe Uwe Lahl, Amtschef im Stuttgarter Sozialministerium, gegenüber der Zeitung erklärt. Für nicht vollständig Geimpfte oder Ungeimpfte solle es dann eine Testpflicht geben bei den Besuchen von Restaurants, Bars, Clubs, Kultur- oder Sportveranstaltungen. (…) Offenbar regieren in Stuttgart Verfassungsfeinde, die nicht wissen, was Grundrechte sind, und dass autoritätsgeile Politiker und Bürokraten diese nicht willkürlich außer Kraft setzen dürfen. (…) Geimpfte, die sich an ihrer scheinbaren Privilegierung freuen und das vielleicht sogar gut finden, sollten neu nachdenken. Es geht ja hier nicht (mehr) um die Bekämpfung einer ungewöhnlich gefährlichen Krankheit. Es geht darum, eine allgegenwärtige digitale Überwachungs- und Kontrollinfrastruktur aufzubauen und die Menschen an diese zu gewöhnen. Zu den künftig auf Schritt und Tritt kontrollierten gehören die Geimpften genauso wie die Nichtgeimpften.“
Science Files:
COVID-19 verhindert auch Selbstmorde? Weitere Merkwürdigkeiten der amtlichen Statistik – Auszug: „Allen wissenschaftlichen Studien zum Trotz hat das Statistische Bundesamt Anfang Juli Daten veröffentlicht, die zeigen, dass im Jahr der beiden Lockdowns 2020 nicht mehr, sondern weniger Selbstmorde in Deutschland statistisch erfasst wurden als in den Jahren davor. Die Formulierung ‚statistisch erfasst‘ haben wir mit Bedacht gewählt (…) Beim Statistischen Bundesamt selbst, findet sich die folgende Apokryphe: ‚Die Zahl der Suizide lag im Jahr 2020 nach der vorläufigen und noch nicht vollständigen Auswertung bei 8 565. Sie lag damit bislang leicht unter der Zahl von 2019 (9 041 Suizide).‘ Aus welchem Grund das Statistische Bundesamt Zahlen veröffentlichen sollte, die NICHT vollständig sind und keinerlei Angabe dazu, in welcher Hinsicht die Daten nicht vollständig sind, machen sollte, dass ist eine Frage, die man z.B. damit beantworten kann, dass die Pressemeldung dazu dient, Fake News zu verbreiten. Die korrekten Zahlen werden dann irgendwann nachgeschoben, unbemerkt oder ignoriert von den MS-Medien, die bereits Entwarnung gegeben haben. (…) Nimmt man die Daten für bare Münze, dann muss man daraus den Schluss ziehen, dass SARS-CoV-2 nicht nur Krebstote zu verhindern im Stande ist, sondern auch dazu beiträgt, die Selbstmordwilligkeit in der Bevölkerung zu senken, und zwar vor allem in den Monaten November und Dezember. In beiden Monaten stürzt die Anzahl der Selbstmorde regelrecht ab und erreicht rund 60% der Vorjahres-Niveaus."
Wall Street Journal:
U.S. Drug-Overdose Deaths Soared Nearly 30% in 2020, Driven by Synthetic Opioids – Fentanyl, along with isolation and stress from Covid-19 pandemic, propelled surge, experts say. – Auszug: “Drug-overdose deaths in the U.S. surged nearly 30% in 2020, the tragic result of a deadlier supply and the destabilizing effects of the Covid-19 pandemic, according to preliminary federal data and public health officials. The estimated 93.331 deaths from drug overdoses last year, a record high, represent the sharpest annual increase in at least three decades, and compare with an estimated toll of 72,151 deaths in 2019, according to provisional overdose-drug data released Wednesday by the Centers for Disease Control and Prevention. ‘That is a stunning number even for those of us who have tracked this issue', said Brendan Saloner, associate professor of health policy and management at the Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health. 'Our public health tools have not kept pace with the urgency of the crisis.’ The surge, the 2020 data show, was driven largely by a proliferation of fentanyl, a powerful synthetic opioid whose use has spread across the nation.”
Wall Street Journal:
U.S. Drug-Overdose Deaths Soared Nearly 30% in 2020, Driven by Synthetic Opioids – Fentanyl, along with isolation and stress from Covid-19 pandemic, propelled surge, experts say. – Auszug: “Drug-overdose deaths in the U.S. surged nearly 30% in 2020, the tragic result of a deadlier supply and the destabilizing effects of the Covid-19 pandemic, according to preliminary federal data and public health officials. The estimated 93.331 deaths from drug overdoses last year, a record high, represent the sharpest annual increase in at least three decades, and compare with an estimated toll of 72,151 deaths in 2019, according to provisional overdose-drug data released Wednesday by the Centers for Disease Control and Prevention. ‘That is a stunning number even for those of us who have tracked this issue', said Brendan Saloner, associate professor of health policy and management at the Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health. 'Our public health tools have not kept pace with the urgency of the crisis.’ The surge, the 2020 data show, was driven largely by a proliferation of fentanyl, a powerful synthetic opioid whose use has spread across the nation.”
Bild:
Heide Park: Keine Fotos für Besucher ohne Maske im Fahrgeschäft! - Auszug: „Wer richtig enttäuschte Gesichter sehen will, stellt sich für eine Viertelstunde an den Ausgang des zweitgrößten deutschen Freizeitparks. Hier werden Familien, die ihre Erinnerungsbilder (rund 10 Euro pro Aufnahme) abholen wollen, reihenweise ohne Fotos nach Hause geschickt. Sobald ein Familienmitglied seinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz nicht trägt, wird die Aufnahme unwiederbringlich gelöscht – und wenn's nur die Kinder sind, denen die Maske in der Wildwasserbahn heruntergerutscht ist. (…) Wissenschaftlich betrachtet ist eine Maskenpflicht im Freien völliger Unsinn. Aerosol-Forscher weisen seit Monaten immer wieder darauf hin, dass die Infektionsgefahr an der frischen Luft nahe null liegt – erst Recht, wenn man mit 50 Stundenkilometern durch Steilkurven und Serpentinen rast wie in den Fahrgeschäften des Heide Parks. Eine Kleinigkeit, von der die Welt nicht untergeht – aber die exemplarisch zeigt, wie eine Politik, die irrationale Hypervorsicht und autoritären Kontrollwahn predigt, unsere Gesellschaft verändert hat. Das Virus können wir wegimpfen. Aber aus unseren Köpfen müssen wir die Pandemie selbst vertreiben.“
Neulandrebellen:
Kinder, wollt Ihr ewig leben? – Auszug: „Ist es Fürsorge, Verantwortungsgefühl oder gar ein Umdenken, wenn Bildungsministerin Anja Karliczek nach den Sommerferien zum Präsenzunterricht, ja, sogar einer Präsenzpflicht zurückkehren möchte? Nein, weder Fürsorge noch sonst etwas Ähnliches ist ausschlaggebend für diesen Sinneswandel. Es ist vielmehr der unbedingte Wille, Kinder impfen zu lassen. Und zwar entgegen jeder Vernunft. So lange haben die Kinder Rücksicht genommen, ist dieser Tage oft zu vernehmen. Jetzt wird es Zeit, den Kindern etwas zurückzugeben, so der Tenor. (…) Nun sind aber weder ein fehlender Impfstoff noch das böse Virus oder die angeblichen „Virenschleudern“ Kinder dafür verantwortlich, dass es seit anderthalb Jahren Einschränkungen in Schulen gibt. Denn die Schulschließungen haben Politiker beschlossen, sonst niemand. Das Argument des angeblichen Schutzes der Kinder könnte heuchlerischer und gelogener kaum sein. Solange es keinen Impfstoff gab, mussten die Kinder alles erdulden, was der Politik einfiel. (…) Die große Sorge um die Kinder ist einzig und allein auf den Impfwunsch der Politik zurückzuführen. Das ist verachtend und sollte justiziabel sein.“
Telepolis:
"Der Nato und einer starken transatlantischen Allianz verpflichtet". Der Menschenrechtsinterventionismus der Grünen tarnt sich als Kampf für das Gute, dient aber vor allem dem Erhalt der westlichen Vorherrschaft – Auszug: „Die Grünen präsentieren sich generell gerne als die Partei, die sich den Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte auf ihre Fahnen geschrieben hat, und entfalten dabei einen geradezu missionarischen Eifer. Auffällig ist jedoch, dass ihr Ansatz sehr selektiv ist. In erster Linie geraten nur Länder in ihren Fokus, die nicht zum Kreis der Bündnispartner zählen. Ein typisches Beispiel waren die sehr unterschiedlichen Reaktionen bezüglich des Vorgehens chinesischer Sicherheitskräfte gegen die Krawalle in Hongkong 2019 und ihrem französischen Pendant gegen gleichzeitige Demonstrationen der "Gelbwesten". (…) Indem die Grünen sich dafür starkmachen, nationale wirtschaftliche Interessen dem Kampf gegen Russland und den Aufstieg Chinas unterzuordnen, beflügelt ihr Höhenflug in Washington die Hoffnungen für die Zeit nach Merkel. (…) Die linke innerparteiliche Kritikerin der Grünen, Antje Vollmer, beklagt, "viele Führungskräfte in Politik und Medien" in "den liberalen Demokratien westlichen Zuschnitts" würden "in einer eigenen Blase, mit eigenen Wertmaßstäben" leben und innereuropäische Konflikte, "ob mit Griechenland und Italien, ob mit Ungarn und Polen oder gar mit Russland" würden "in der Regel vom hohen Ross eines moralischen Imperialismus ausgefochten". (…) Die "regelbasierte Ordnung", von der die Nato-Mächte und die Grünen reden, ist schlicht die, die sie ‒ als "die Guten" ‒ selbst festlegen. So gebührt es dem Hegemon und wird von den USA auch schon lange praktiziert. Unter Berufung auf diese Ordnung will man auch weiterhin am Völkerrecht vorbei sich in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen, ihre Souveränität missachten, sie mit Wirtschaftsblockaden strangulieren oder gar militärisch intervenieren können.“
Business Insider:
Nicht mehr einzig die Inzidenz: Robert-Koch-Institut plant Wende in der deutschen Corona-Politik – Ein internes Dokument des Robert-Koch-Instituts stellt eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als einzigem Faktor für die Corona-Maßnahmen in Deutschland in Aussicht. – Auszug: "Wegen der Impfung verliert die Inzidenz zunehmend an Aussagekraft. So rechnet das RKI mit einer 'Abnahme des Anteils schwerer Fälle‘, da die Risikogruppen fast vollständig durchgeimpft sind. Selbst bei höheren Infektionszahlen wird Corona für das Gesundheitssystem somit weniger gefährlich. (…) Bei einigen Politikern trifft das RKI-Papier auf Zustimmung: Die mögliche Abkehr vom Inzidenz-Wert könnte 'die langersehnte Wende für uns alle‘ sein, sagte Friedrich Merz (65, CDU) am Wochenende der 'Bild‘: 'Der kollektive Entzug von Grundrechten für die gesamte Bevölkerung‘ ließe sich 'nicht aufrechterhalten‘. Er forderte Zusagen an die jungen Menschen in Deutschland: 'Der Schulunterricht, Kindergärten, der Unterricht an Universitäten in Präsenz finden ab dem Herbst definitiv wieder statt!‘ Auch Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), warnte davor, nur auf die Inzidenz zu blicken: Wenn es in einer vierten Corona-Welle 'viele positive Befunde, aber keine Kranken mehr hat‘, könnte man die Lage 'sehr gelassen sehen‘. Gassen sagte weiter: Deutschland müsse sich 'mit höheren Infektionszahlen arrangieren‘. Und das auch ohne extrem hohe Impfquoten, wie sie etwas das Robert-Koch-Institut anstrebt. 'Impfquoten von 90 Prozent sind Science Fiction.‘“
RT DE:
Dr. Heinz und die (Un-)Freiheit der Ungeimpften: Ein Plädoyer für die Zweiklassengesellschaft? – Ausgangssperren, Maskenpflicht – und nun Freiheitsentzug wegen Impfverweigerung? Was hierzulande seit März 2020 an Grundrechtseinschränkungen realisiert wird, wäre vorher undenkbar gewesen. Ist die Verschwörungstheorie von heute die Realität von morgen? – Auszug: "Von einer Zweiklassengesellschaft, wie sie Herr Heinz [Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz] anstrebt, ist dort [im Grundgesetz] nichts zu lesen. Auch nicht, dass Menschen durch das Schüren von Angst und die Androhung von Freiheitsentzug zu Dingen gezwungen werden, die sie partout nicht wollen. Zudem ist der begeisterte Fliegenträger – wie einst Karl Lauterbach – überhaupt nicht befugt, über Reisefreiheit der Bürger, das Begehen von öffentlichen Plätzen wie Schwimmbädern oder eben ob sie sich impfen lassen wollen oder nicht zu entscheiden – kein Arzt, kein Wissenschaftler und auch kein steinreicher IT-Freak aus Seattle ist dazu befugt. Herr Heinz ist kein gewählter Politiker und noch weniger Mitglied einer möglichen Zweidrittelmehrheit im Bundestag, die das Grundgesetz bezüglich seiner Aussagen ändern könnte. (…) Also, dann noch mal ab auf die Schulbank und einen Blick ins Grundgesetz geworfen, Herr Heinz! Bei Nachhilfebedarf fragen Sie einfach mal bei den Menschen in Ostdeutschland nach, die (nicht nur) für Ihre Reisefreiheit 1989 auf die Straße gegangen sind.“
Tagesspiegel:
Warum ein Abendessen im Kanzleramt Besorgnis auslösen kann – Unparteilichkeit ist keine Haltung, sondern eine Fähigkeit, die immer wieder neu einzuüben ist. Die AfD stellt sie auf die Probe – Auszug: "Der 'Bild‘ fiel auf, dass Richter und zu Richtende gerade erst beisammensaßen, beim jährlichen Abendessen im Kanzleramt. Eine liebe Gewohnheit; ein vertraulicher Austausch der Spitzen von Exekutive und Judikative. Die Öffentlichkeit erfährt so gut wie nichts darüber. Die im Anschluss versandte Pressemitteilung besteht aus drei Sätzen, wobei der letzte auf die gute Tradition verweist. Es ist nicht klar, welche Erträge diese Treffen haben. Klar aber ist, dass sie, intransparent, wie sie sind, eine gewisse Skepsis verdienen. Vielleicht sogar irgendwann einmal eine 'Besorgnis', namentlich die der Befangenheit. Die AfD hat in dem demnächst terminierten Verfahren schon einen Antrag eingereicht. Er wird das Gericht auf die Probe stellen.“
Strafgesetzbuch (StGB):
§ 130 Volksverhetzung: (1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder 2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
RND:
„Ich würde gar keinen finanziellen Anreiz setzen“: Psychologe fordert ungewöhnliche Strafe für Impfverweigerer. Der Sozialpsychologe Florian Kaiser erklärt, wen Anreize wirklich zu einer Impfung bewegen können und worauf es ankommt – Auszug: „Florian Kaiser: Viel besser ist im Fall der Impfverweigerung eine Steuerung über das Risiko: Wer sich nicht gegen Corona impfen lassen möchte, muss auch die Corona-Behandlung selbst bezahlen, sollte er oder sie erkranken. Das halte ich für das beste Mittel, um auch Impfgegnern einen Anreiz zu setzen, sich impfen zu lassen. Außerdem ist das auch im Sinne des Krankenkassensystems: Mit der Impfverweigerung verletzen Personen das Solidarprinzip der Krankenversicherung, und deshalb sollten sie auch nicht auf die Solidarleistung zurückgreifen dürfen, sollten sie selbst verschuldet später an Covid-19 erkranken.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Die Behandlungskosten davon abhängig zu machen, ob jemand „selbstverschuldet“ krank geworden ist, ist ein klassisch neoliberaler Vorschlag, der sich wie so viel anderes in diesen Corona-Zeiten als „solidarisch“ präsentieren kann. Setzte sich solch ein Vorschlag durch, wäre das das Ende des Solidarsystems, denn die Logik könnte und würde auf jede Krankheit angewendet werden. Auch in anderen Passagen des Interviews merkt man, dass der Professor ziemlich schlecht informiert ist. So meint er etwa, durch einen Corona-Test könne eine Erkrankung leicht und mit hoher Zuverlässigkeit nachgewiesen werden. Immerhin rät er vom Einsatz von Überwachungs- und Strafsystemen zur Durchsetzung der Spritze ab. Aber nicht aus Empathie, sondern weil es ineffektiv wäre. Das Interview zeigt, wie zynisch, berechnend und kalt solche Menschen argumentieren.)
The Guardian:
New Zealand children falling ill in high numbers due to Covid ‘immunity debt’. (Neuseeländische Kinder erkranken in hoher Zahl aufgrund von Covid 'Immunitätsschuld') – Auszug übersetzt: „Das Phänomen der "Immunitätsschuld" tritt auf, weil Maßnahmen wie Absperrungen, Händewaschen, soziale Distanzierung und Masken nicht nur bei der Bekämpfung von Covid-19 wirksam sind. Sie unterdrücken auch die Ausbreitung anderer Krankheiten, die sich auf ähnliche Weise übertragen, darunter Grippe, Erkältung und weniger bekannte Atemwegserkrankungen wie RSV. (…) Langfristig kann dies zu eigenen Problemen führen: Wenn bakterielle und virale Infektionen bei Kindern nicht zirkulieren, entwickeln sie keine Immunität, was zu größeren Ausbrüchen führt. (…) Je länger diese Perioden der 'viralen oder bakteriellen Niedrig-Exposition' sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von zukünftigen Epidemien. (…) Neuseeland hat in den letzten fünf Wochen fast 1.000 RSV-Fälle gemeldet, so das Institute of Environmental Science and Research. Der übliche Durchschnitt liegt bei 1.743 über die gesamte 29-wöchige Wintersaison. Australien erlebt ebenfalls einen Anstieg. Die überfüllten Krankenhäuser in Victoria sind ebenfalls von ungewöhnlich hohen RSV-Raten betroffen."
Rubikon:
Die Blöße der Kanzlerin. Ein Auftritt Merkels zeigt: Vielleicht war die Corona-Politik doch kein geplanter Coup – für einen solchen ist sie offenbar zu inkompetent – Auszug: „Am 23. Juni 2021 gab Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag ein Statement über PCR-Tests und den Ct-Wert ab. Sie belehrte, redete herum und stellte dabei, wie zu erwarten war, jede Menge falscher Behauptungen auf. Aber an einer Formulierung konnte man sehen, dass sie wirklich keine Ahnung hat. (…) „Der Ct-Wert ist irgendeine Konzentration in Abhängigkeit von der Zeit.“ Nein! Ct-Wert bedeutet: „cycle threshold-Wert“, also Zyklus-Schwellenwert. Da geht es nicht um Zeit! „Abhängigkeit von der Zeit“, das hört sich wissenschaftlich und wissend an, ist aber völlig falsch. (…) Frau Merkel hat eine Ausbildung als Physikerin erhalten. Und in der Physik gibt es tatsächlich die typische Abhängigkeit eines Wertes von der Zeit. Zum Beispiel zeigt ein Weg-Zeit-Diagramm eine Kurve, die den zurückgelegten Weg in Abhängigkeit von der Zeit darstellt, und man schreibt s(t) oder st. Nun sieht man, dass Frau Merkel diesen – über Pandemie oder Not-Pandemie entscheidenden – Ct-Wert einfach wie einen ihr noch aus Studienzeiten bekannten physikalischen Wert behandelt. Oder anders gesagt, es zeigt sich, dass sich die Bundeskanzlerin nicht einmal mit dem Rudimentärsten beschäftigt hat, obwohl es eine Frage von allergrößter Bedeutung ist und sie die politische Verantwortung trägt!“
Reitschuster:
Deutschland im Griff der „weißen Folter“. Wie die Bevormundung der Bürger zur Norm wurde (Dr. Bodo Neumann) – Auszug: „Welche Methoden werden angewendet, damit die Bevölkerung die massiven Einschränkungen der Grundrechte akzeptiert und hinnimmt? Aus psychologischer Sicht und somit aus Sicht des Autors werden bewusst oder auch unbewusst Methoden der „weißen Folter“, auch psychische Folter genannt, angewandt. Als konkretes Beispiel zur „weißen Folter“ sollen hier angelehnt an „Bidermans Diagramm des Zwangs“ die psychologischen Methoden und Vorgehensweise des „Corona-Zwangs“ der Regierung dargestellt werden. (…) Es sind nach Biderman die sieben folgenden Methoden, den menschlichen Willen zu zerbrechen und den Menschen auf Gehorsam zu programmieren: 1. Isolation von Menschen, 2. Monopolisierung der Wahrnehmung, 3. Erniedrigung und Entwürdigung, 4. Erschöpfung und Schwächung, 5. Androhen von negativen Folgen, 6. Gelegentliche Zugeständnisse und Lockerungen, 7. Omnipotenz demonstrieren.“
Telepolis:
Krisenzustand mit Verpflichtung zu "persönlichen Diensten". Corona-Pandemie führt zum Entwurf einer Gesetzesreform in Spanien, die neben Zwangsverpflichtungen auch die Beschlagnahme des Eigentums der Bürger vorsieht – Auszug: „Das sieht der Entwurf zu einer Reform des "Gesetzes über die Nationale Sicherheit" vor, die es in sich hat. Wie die große Tageszeitung El País berichtet hat, die der sozialdemokratischen Regierung von Pedro Sánchez nahesteht, sollen die Bürger in einem Krisenfall zu "persönlichen Leistungen" verpflichtet werden können, die von einem "Nationalen Sicherheitsrat" angeordnet werden. Der "Krisenzustand" ist nebulös definiert (…). Es wird nicht einmal von einer Bedrohung, wie ein Kriegsfall, gesprochen. Es ist klar, dass nicht nur die Coronavirus-Pandemie gemeint ist, in der nun an dieser Reform gebastelt wird. So sieht der Entwurf auch die Aussetzung aller Aktivitäten ähnlich wie im Lockdown im vergangenen Jahr vor. (…) Jeder Demokratie unwürdig ist auch die geplante faktische Gleichschaltung der Medien. Sie sollen dazu verpflichtet werden, auf präventiver und operativer Ebene mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten und sollen entsprechende Informationen - also Regierungspropaganda - verbreiten.“
Tichys Einblick:
Offenbarungseid bei Illner: Gegenmeinungen zu hören, spaltet den Diskurs – Auszug: „Es geht nur noch um Angst. Wenn es einem darum ginge, sich zu informieren, dann hätte man den Fernseher gestern Abend aus gelassen. Denn es kommen keine Informationen mehr, die man nicht schon fünf Mal gehört hat, vier Mal allein von Karl Lauterbach. (…) Das wirklich bemerkenswerte an diesem Abend ist aber, dass Karl Lauterbach verglichen mit einem weiteren Gast noch vergleichsweise harmlos erscheint – denn Christina Berndt, Wissenschaftsjournalistin der Süddeutschen Zeitung ist auch da. (…) Nur ein Dauerlächler wie Frau Berndt ist in der Lage, einen Satz zu sagen, wie gestern bei Illner geschehen: „Es ist oft ein mediales Problem, dass man denkt, man müsste auch die Gegenmeinung hören.“ Das sagt Berndt – mit einem Lächeln auf den Lippen. Und niemand widersprach dieser Frau, die sich „Wissenschaftsjournalistin“ nennt.“
Empore:
Druckabfall im Gendergap – Dreierlei zur Linguistik des Hoseninhalts (2) – Auszug: „Das Wort ‚Lehrer‘ mag ebenso wie ‚Lehrender‘ jemanden bezeichnen, der lehrt, also ebenfalls der Form nach ein substantiviertes Verb sein, aber dieser verbale Charakter ist aus der Semantik längst entwichen. Der Lehrer ist nicht einer, der gerade eben etwas tut, sondern jemand, der dauerhaft etwas ist, und im Idealfall ist er es mit Leib und Seele. Ein Lehrender dagegen ist Funktionär einer Anstalt, in der gerade Unterricht stattfindet. Er tut etwas, und wenn er es getan hat, dann ist er kein Lehrender mehr, sondern ein Nachhausegehender und Mittagessender. Ein Lehrer bleibt Lehrer, egal was er gerade tut. Er bleibt es, wenn er ein echter Lehrer ist, sogar nach seiner Pensionierung. (…) „Ich bin Arzt“, das sagt man mit Stolz und Selbstbewusstheit, im unsympathischeren Fall sogar mit Standesdünkel. Jedenfalls sagt man es anders als man sagt „ich bin Patientenbehandelnder“, „ich bin Sprechstundeabhaltender“, „ich bin Hausarztleistungenerbringender“. Und vor allem meint man es anders. Aber gerade dieses Meinen, dieses tiefere semantische Empfinden zu verändern, ist ja das Kernanliegen der Gender-Utopisten. Sie wollen keine gefestigten Menschen, die sich ihrer Identität sicher sind, und das womöglich lebenslang. Sie wollen fluide Augenblickswesen, die sich jeden Tag neu erfinden und aushandeln. Und ich habe echt keine Ahnung, warum sie das wollen.“
Milosz Matuschek:
Hat Corona das Bundesverfassungsgericht eingeschläfert? Eine Verfassung lebt nur in dem Maße, wie sie mit Leben gefüllt wird. Das gilt besonders in einer Bewährungsprobe, wie der jetzigen Pandemie. – Auszug: "In Zeiten von Corona ist das Bundesverfassungsgericht eine einzige herbe Enttäuschung, ein Totalausfall. Der ehemalige Wirtschaftsanwalt, CDU-Abgeordnete und Merkel-Vertraute Stephan Harbarth ist nunmehr Gerichtspräsident und spätestens mit ihm kam der Sand ins Getriebe. Bisher wartet man zum Beispiel vergeblich auf Urteile in der Hauptsache. Anders als in Eilverfahren genügt dann keine summarische Prüfung und grobe Abwägung zwischen Maßnahme und Nachteilen mehr. Kläger gegen die Corona-Maßnahmen, wie der Rechtsprofessor Murswiek und der Medizinrechtler Carlos A. Gebauer werfen dem Gericht eine Verschleppungstaktik vor. In drei Monaten ist Bundestagswahl. Schonzeit für die Regierung und Winterschlaf für das Grundgesetz? Institutionen sind keine Schönwettergewächse, Verfassungen erst recht nicht. Sie werden verdächtig, wenn sie sich nicht bewähren. Sie beschleunigen die Erosion des Vertrauens des Bürgers in den Staat, wenn sie von der Ferne wie eine Oase der Sicherheit und ein Bollwerk wirken und sich in der Stunde der Gefahr als Papiertiger oder Fata Morgana entpuppen. Die Institutionen der Wahrheitsvermittlung, allen voran Journalismus und Wissenschaft, wirken gerade dysfunktional bis asynchron, und das Bundesverfassungsgericht droht ein Schlafmützenverein in roten Roben zu werden.“
Cicero:
"Die Medien haben eine Mitschuld“ – Der Medienforscher Stephan Ruß-Mohl wirft den deutschen Medien vor, in der Corona-Krise überzogene Angst geschürt und Druck auf die Politik ausgeübt zu haben. Ein Gespräch über die Zwänge der Aufmerksamkeitsökonomie und was dagegen getan werden muss (hinter Bezahlschranke) – Auszug: "[Die Medien] haben eine Mitschuld. Und das ist etwas, was sie partout nicht bereit sind zu konzedieren, worüber ich mich wundere. Der Tenor hat sich natürlich im Laufe der Zeit verändert, die Berichterstattung ist von regierungslammfromm zu vielfältigeren Perspektiven gelangt. Aber gerade in der Anfangszeit schürte allein schon die exzessive Menge an Berichten Panik. (…) Die bloße Menge ist das primäre Problem. Die Medien sind im Grunde genommen nicht in der Lage, uns vorzuschreiben, was wir denken. Aber sie sind in der Lage, uns sehr stark dahingehend zu beeinflussen, worüber wir nachdenken und womit wir uns beschäftigen. Und wenn 60 bis 70 Prozent der Nachrichten und dazu noch Sondersendungen im Anschluss an die Nachrichtensendungen sich einem einzigen Thema widmen, dann ist das eben das Thema, das die Menschheit beschäftigt. So viel wurde nicht einmal über 9/11 berichtet – und das war nun wirklich ein historischer Einschnitt.“
Berliner Zeitung:
Experten fordern Aussöhnung in Corona-Debatte – Der Bevölkerung müsse die Angst in der Pandemie genommen werden, um die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden – Auszug: "16 Experten und Expertinnen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen aus Deutschland und Österreich wenden sich mit einer umfangreichen Untersuchung an die Öffentlichkeit. Sie wollen die 'aufgeladene öffentliche Debatte zu Covid-19 versachlichen, ins Verhältnis setzen und so in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext bringen‘, wie die Initiatoren in einer Mitteilung schreiben. (…) Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot sagte der Berliner Zeitung, es gehe um 'eine Bestandsaufnahme‘ der bisherigen Corona-Politik. Ziel sei es, den Blick in die Zukunft zu richten: 'Wir müssen verhindern, dass wir im Herbst wieder in eine Situation schlittern, in der hektisch und ohne Differenzierung Maßnahmen beschlossen werden, die zu einem gesellschaftlichen Ausnahmezustand führen.‘ Dazu müsse die 'Hysterisierung‘ aus der Diskussion genommen werden. Das Virus dürfe 'nicht zum Vorwand genommen werden, um unsere Rechtsordnung zu verschieben‘. Im Vorfeld der politischen Entscheidungen müsse es 'einen Raum für legitime Kritik geben‘. Guérot (…) mahnt: 'Wenn wir Andersdenkenden grundsätzlich unterstellen, dass sie niederen Motiven geleitet seien, dann bewegen wir uns auf eine para-autoritäre Gesellschaft zu.‘“
Achgut:
Künftig ein Unterschied zwischen dicken und dünnen Bürgern? Die Politik arbeitet daran, den Ausnahmezustand zu perpetuieren. In Angst gehalten, soll der Bürger parieren. Abweichlern droht der dauerhafte Entzug von Grund- und Freiheitsrechten. – Auszug: "Wer sich nicht impfen lässt, so [Kanzleramtsminister] Brauns Invektive, kann wohl in Zukunft nicht mehr vollumfänglich am öffentlichen Leben teilnehmen und verliert seine Grundrechte, deren Verletzung Deutschland in zwei klar voneinander unterscheidbare Gruppen spaltet: Geimpfte und Ungeimpfte. (…) Letztere werden in ihren bürgerlichen Freiheiten beschnitten und in vielen Dingen des Lebens bewusst benachteiligt. Im Prinzip ein eklatanter Tatbestand der Diskriminierung, die ansonsten gerne ständig von allen Seiten beklagt wird. Diese Zweiteilung in Geimpfte und Ungeimpfte erfordert die Beantwortung einiger wichtiger Fragen: Müssen Nichtgeimpfte etwa dieselben Abgaben, Steuern und Gebühren bezahlen wie Geimpfte? Da ihnen ja ein Teil der Bürgerrechte und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben genommen wird, warum sollten sie etwa zur Finanzierung der Infrastruktur in gleichem Maße herangezogen werden wie die privilegierten Geimpften? Niemand bucht ja ein Hotel, um danach im Schlafsack auf dem Parkplatz zu übernachten. Für Anwälte entsteht hier wahrscheinlich ein El Dorado mit unzähligen Klagemöglichkeiten. Man könnte Herrn Braun zu recht fragen: Sollten wir nicht in dieser Logik ebenfalls einen Unterschied zwischen dicken und dünnen Bürgern machen? Erstere verursachen im Durchschnitt viel höhere Gesundheitskosten, sind anfälliger gegen Krankheiten und verbrauchen mehr Ressourcen. Das ist im strengen Sinne vollkommen unsolidarisch, um nicht zu sagen, asozial. Muss man also Helge Braun in Zukunft die Nahrung rationieren oder ihn zu einer Magenverkleinerung zwingen? Soll man ihn von gesundheitlichen Leistungen ausschließen, so wie das manche heute schon für 'Impfverweigerer‘ ganz offen verlangen? Der Kanzleramtsminister verschweigt in seinen Ausführungen ein wichtiges Merkmal der propagierten Impfung gegen Corona: Die Impfstoffe sind immer noch einer ‚bedingten Zulassung‘ unterstellt, weshalb auch die epidemische Notlage um jeden Preis aufrechterhalten werden muss. Die Testphasen der zugelassenen Impfstoffe wurden, wie bekannt, stark verkürzt, die Langzeitwirkungen sind unbekannt, Nebenwirkungen treten sehr viel häufiger auf als bei vorherigen Impfungen.“
Fassadenkratzer:
Die Öffentliche Meinung als objektive Macht – Auszug: „Alle Herabdämpfung des Bewusstseins gibt Wesen des Bösen die besondere Möglichkeit, unbemerkt inspirierend in uns hineinzuwirken. Daher ist es so wichtig, nicht schönen allgemeinen Phrasen und Schlagworten wie Demokratie, Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker, Solidarität usw. zu folgen, sondern sich immer so genau wie möglich selbst denkend darum zu bemühen, was sie eigentlich bedeuten. Denn in dem Augenblick, wo man gangbare Worte gebraucht, die nicht aus den eigenen Gedanken stammen, sondern aus der Sprachgewohnheit heraus übernommen sind, wird man, wenn auch nur für einen kurzen Moment, gedankenlos und damit nicht mehr bei vollem Bewusstsein. Wenn aber die eigenen Gedanken fehlen, dringen mit den Worten fremde in uns ein, die uns beherrschen. Es geht also darum, uns aus dem Gruppenbewusstsein, in das wir durch die öffentliche Meinung versetzt sind, immer in unser eigenes individuelles Bewusstsein zu erheben. Das ist der beste Schutz vor Manipulation und Fremdbestimmung und der einzige Weg zu Freiheit und Selbstbestimmung.“
Pressenza:
Wer ernährt die Welt wirklich? – Auszug: „Es sind immer noch Kleinbauern und Familienbetriebe, die 70 % aller weltweit produzierten Nahrungsmittel erzeugen. Und genau die gilt es, zu stärken, anstatt ihnen die Handlungsfreiheit zu nehmen und sie zu Sklaven eines Systems machen zu wollen, das – wenn es nach dem Willen der Agrarlobby geht – komplett durchpatentiert, durchtechnologisiert und durchautomatisiert werden soll. (…) In ihrem Buch ‚Wer ernährt die Welt wirklich?‘, das bereits 2014 geschrieben wurde, und das aber angesichts der allgemeinen politischen Untätigkeit der letzten Jahre im Bezug auf die inzwischen von vielen gesellschaftlichen Gruppen weltweit eingeforderte Agrarwende mitnichten an Aktualität verloren hat, zeigt die bekannte Aktivistin und Wissenschaftlerin Vandana Shiva Lösungen auf und entlarvt schonungslos die lebensfeindlichen Strategien der mächtigen Global Players, die uns in schön verpackten Worten und mit wohlklingenden Namen verkauft werden sollen. (…) ‚Wer denkt, dass eine neue Welt von oben nach unten entstehen kann, hat es nicht verstanden. Das Leben wächst von unten nach oben, und nur durch Lokalisierung wird eine neue Welt entstehen.‘“
Welt:
RKI fordert Impfquote von mindestens 85 Prozent. Bislang hielt das RKI eine Immunisierung von 80 Prozent der Bevölkerung für notwendig. Jetzt hat es die Schätzung nach oben korrigiert. (Aus den Leserkommentaren unter dem Artikel: „Die Korrektur nach oben ist sicher eine Anweisung aus dem Kanzleramt, um den kommenden Lockdown ab Herbst zu rechtfertigen. (...) Völlig unrealistisch, in keinem Land werden 85% erreicht. Das ist eine rein politische Zahl. (…) "In den Modellszenarien des RKI" Mehr brauche ich gar nicht wissen. Wie das RKI Modelle erstellt und wie realistisch die Annahmen darin sind, sollte auch der letzte verstanden haben. (…) Erst waren es 60%, dann 70% und jetzt 85%. Warte auf die Ansage, dass demnächst 150% geimpft sein müssen. (…) Wie es, wenn die Risikogruppen geimpft sind und die Impfung wirkt, zu einer Überlastung der Intensivstationen kommen soll, wird das RKI wohl selber nicht wissen. (…) Wenn die 85 % in greifbarer Nähe sind, werden eben 95% und dann 100% aus dem Ärmel geschüttelt, beides Zahlen die zwar nie erreicht werden können, aber dass ist ja der Sinn daran. So kann man endlich dauerhaft Beschränkungen begründen.“)
Rubikon:
Gefährliche Ahnungslosigkeit. Die fatalen Fehlentscheidungen in der Coronapolitik lassen sich direkt auf das Halbwissen von Kanzlerin Merkel zurückführen – Auszug: „Am 23. Juni 2021 hat sich die Kanzlerin in der offenen Fragestunde des Bundestages mit ihrer himmelschreienden Inkompetenz zu Corona endgültig selbst entthront. (…) Wer nicht weiß, was ein CT-Wert ist, hat die gesamte Argumentationsgrundlage des „neuen Normal“ nicht verstanden. Nach anderthalb Jahren Pandemie immer noch Begrifflichkeiten wie SARS-CoV-2, COVID 19, PCR und CT synonym zu verwenden, durcheinanderzuwirbeln oder kreativ neu wortzuschöpfen bedeutet, nicht zu wissen, wovon man redet. Für eine Bundeskanzlerin, die Deutschland kompetent durch die schwerste Krise nach 1945 geführt haben will, ist dieser Vorgang skandalös. (…) Merkel weiß offensichtlich nur sehr vage, worüber sie redet. Und diese Frau führt Deutschland seit anderthalb Jahren durch die Pandemie Aufschrei der Medien? Fehlanzeige. Stattdessen bügelt man den Skandal kurzerhand als „Versprecher“ und „Missverständnis“ ab. Die ARD schaffte es sogar, Merkels Lapsus diametral umzudrehen. In der Tagesschau vom 23. Juni war es die Kanzlerin, die die „Wissenslücken der fragenden Abgeordneten konsequent aufdeckte“. Eine derartig kompromisslose Huldigung der politischen Führung trotz des offenkundigen Versagens erinnert stark an die „Aktuelle Kamera“ der DDR.“
RT de:
Russisch-Orthodoxe Kirche: Impfverweigerer begehen eine Sünde. Nun schloss sich auch die Russisch-Orthodoxe Kirche der staatlichen Impfkampagne an – Auszug: „Der Vorsitzende der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, hat im russischen Fernsehen erklärt, dass Impfverweigerer eine Sünde begehen würden. Für diese würde man zeitlebens die Konsequenzen tragen müssen. Hilarion zufolge wenden sich immer wieder Gläubige an Priester und gestehen, dass sie für den Tod anderer Menschen verantwortlich seien, da sie sich nicht impfen gelassen haben: ‘Sie kommen und fragen: 'Wie kann ich jetzt damit leben?' Und es fällt mir jetzt schwer zu sagen, wie man damit leben soll. Dein ganzes Leben lang musst du für diese Sünde büßen. Und die Sünde besteht darin, dass du an dich selbst gedacht hast, nicht aber an deine Mitmenschen.‘“ (Anmerkung Stefan Korinth: Noch immer gibt es zehntausende obdachlose Kinder und Jugendliche in Russland. Sie leiden unter Hunger, Gewalt, Drogen und vermeidbaren Krankheiten. So lange das so ist und die orthodoxe Kirche nebenan schamlos ihre vergoldeten Kruzifixe und Kirchenkuppeln präsentiert, sollten die Kirchenfürsten zu den angeblichen Sünden anderer Menschen lieber schweigen.)
Gunnar Kaiser:
Die Freiheit der Wissenschaft ist in Gefahr: Prof. Dr. Christof Kuhbandner im Gespräch – "Es kann nicht sein, dass wir als Gesellschaft an einen Punkt gekommen sind, wo man als Wissenschaftler Angst haben muss, wissenschaftliche Fakten in die Öffentlichkeit zu bringen", sagt der Psychologe Prof. Dr. Christof Kuhbandner. Die von ihm verfassten, peer-reviewten Fachpublikationen von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen haben ihm einen unschönen Titel beschert: er sei ein "Wissenschaftler, der Corona leugnet". Über den Dächern von München reden wir über das Thema Corona aus einer psychologischen Perspektive, über Risikokommunikation, das Milgram-Experiment, Konformismus, den Keim des Gehorsams und den Ethos des Wissenschaftlers – das Hinterfragen jeglicher von Experten "verkauften" Wahrheit. Der Universitätsprofessor spricht über die Rolle der Psychologie in der Pandemie, die zwei Wege einschlagen kann: sie kann sich entweder dazu entscheiden, Theorien und Konditionierungstechniken als Werkzeug zu benutzen, Menschen dazu zu bewegen, automatisierte Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Kuhbandner präferiert jedoch eine zweite Option: die Befähigung des Menschen, an ihn herangetragene Informationen, Handlungsvorschriften und Normen eigenständig zu durchdenken. Das ist die Aufgabe der Psychologie, sagt er, den Menschen zum kritischen Denken zu führen.
STAT:
Pfizer and BioNTech speed up timeline for offering Covid-19 vaccine to placebo volunteers (01.01.2021) – Auszug: „Pfizer and its partner BioNTech plan to offer their Covid-19 vaccine to any clinical trial volunteer who received placebo by March 1, several months earlier than initially planned. The decision represents the conclusion of a complex and public kabuki dance between the Food and Drug Administration, Pfizer, and vaccine volunteers, as well as with Moderna, which developed its own Covid-19 vaccine. The FDA and its advisers pushed hard for volunteers to remain on placebo as long as possible to gather more safety and efficacy data about the vaccines, while the companies argued volunteers should receive the vaccines sooner for both ethical and practical reasons. (…) In many trials, such as those for cancer, it’s simply assumed that patients who received placebo will get the treatment once the study is completed. This step is known as crossover. But the matter of how placebo crossover should be handled during a pandemic was left open by both the FDA and the U.S. government’s Operation Warp Speed effort, which sped vaccine development, when the studies began in July [2020]. Consent forms given to volunteers, obtained by STAT, made no mention of when or if those who received placebo would get the two-dose vaccine.“
Der Westen:
Markus Lanz (ZDF): Karl Lauterbach enthüllt brisantes Mutanten-Experiment – „Gegen jede Impfung immun“ – Auszug: „Der Bundestagsabgeordnete spricht über ein Corona-Experiment an der Universität von Haifa. Dort habe man in einem Versuch Corona-Viren gegeneinander konkurrieren lassen. ‚Dann hat man zum Schluss Viruskulturen gehabt, die gegen jede bekannte Impfung immun waren.‘ Es sei ‚ein bisschen ein unschöner Versuch‘, aber er sei nötig, um herauszufinden, was dem Virus überhaupt maximal möglich ist. Zuerst seien bei dem Experiment Varianten entstanden, die sich ‚ähnlich wie Delta‘ entwickelt haben. Am Ende jedoch ganz andere Varianten, die gegen alle Impfungen und auch das Blut von bereits Genesenen ‚komplett immun waren‘. Mit diesen Ausführungen schockt Karl Lauterbach einen weiteren Lanz-Gast, den ehemalige ‚Spiegel‘-Chefredakteur und ‚Welt‘-Herausgeber Stefan Aust. ‚Ist das nicht ein hochriskantes Experiment?‘, fragt Aust. Lauterbach wiegelt ab: ‚Nee, das Experiment ist nicht so riskant. Dort werden die Kulturen ja weggeschmissen, fertig ist.‘ Doch Aust fügt sarkastisch hinzu: ‚Hoffentlich nicht auf dem Markt in Wuhan…‘“
RT DE:
Sachsen-Anhalt: Strenge Corona-Auflagen auch ohne Corona-Fälle – Auszug: „Im Landkreis Börde liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei null. Trotzdem müssen sich Schüler und Eltern für Abschlussfeiern testen lassen und dort Masken tragen. Denn die kürzlich vom Bund bis Ende September verlängerte ‚epidemische Lage von nationaler Tragweite‘ kennt keine Null. (…) Wie kann das sein in einem Landkreis, in welchem seit über einer Woche niemand mehr positiv getestet wurde? Das wollte die Autorin von Kreissprecher Uwe Baumgart wissen. Doch er winkte ab: ‚Da müssen Sie sich an das Land wenden.‘ An dessen Verordnung müsse man sich halten, so der Sprecher. ‚Wir sind nur eine Behörde, die hier Vorgaben erfüllt, und das haben wir gemacht.‘ Martin Bollmann vom Landessozialministerium, das auch für Gesundheit zuständig ist, stellte klar: ‚Einige Maßnahmen, wie Maske tragen und Testen sind in der aktuellen Corona-Schutzverordnung unabhängig vom Inzidenzwert definiert.‘ Und die Verordnung fuße auf den Regelungen zur ‚epidemischen Lage von nationaler Tragweite‘. ‚Wir können ja nichts dafür, dass der Bund die Regelung verlängert hat, und daran haben wir uns zu halten‘, so Bollmann. Eine Null sehe diese nicht vor.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Die Aussagen lassen tief blicken: „Wir sind nur eine Behörde, die hier Vorgaben erfüllt“ und „wir können ja nichts dafür, dass der Bund die Regelung verlängert hat“. Die Corona-„Inzidenz“ mag auf Null sinken, aber ein anderes Virus verbreitet sich weiter ungebremst: die organisierte Verantwortungslosigkeit.)
Radio München:
T-Zell-Immunität bestätigt: Nachhaltiger Schutz für den Organismus (Interview mit Dr. Juliane Walz) – Auszug: "Über die erfreuliche T-Zell-Antwort auf SARS-CoV-2 wurde bereits am 30. September 2020 eine Studie veröffentlicht. Es war die Arbeitsgruppe um die Privatdozentin Dr. Juliane Walz am Universitätsklinikum Tübingen, die diese im Ergebnis wichtige Untersuchung publizierte. Ihre Studie wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Kurz zusammengefaßt: 180 Probanden, die vorher eine Covid-19 – Erkrankung durchgemacht hatten, zeigten zu 100 Prozent eine T-Zell-Antwort, auch, wenn vorher keine Antikörper nachgewiesen werden konnten. In Wisssenschaftskreisen ist unstrittig, dass dies der umfangreichste und wirkungsvollste Schutz für den Organismus darstellt. (…) Juliane Walz: ‚Die T-Zell-Antworten, die wir in diesen Probanden entdeckt haben, die nie Kontakt zu SARS-CoV-2 hatten, die haben uns sehr erstaunt. Wir haben diese Probanden zunächst als Negativkontrolle in der Studie eingesetzt und waren umso mehr überrascht, dass wir in 81 Prozent der Fälle auch T-Zell-Antworten sehen konnten. Da die Proben von diesen Probanden weit vor Erstbeschreibung des Virus eingefroren wurden, konnten wir sicher sein, dass diese nie Kontakt zu SARS-CoV-2 hatten. Es handelt sich hierbei um Kreuzreaktivitätszellantworten, die durch Ähnlichkeit von SARS-CoV-2 zu den humanen Erkältungscoronaviren entstehen.‘"
Radio München:
... und was davon kann die Impfung verstärken oder gar ersetzen? (Interview mit dem Arzt Paul Brandenburg) – Auszug: „[Die T-Zell-Testung] ist ein Verfahren um herauszufinden, ob man sich jede Form von Impfung sparen kann. Wir reden hier von einem spezifischen Nachweisverfahren für diese spezifischen T-Zellen, die Träger der Langzeitimmunität sind. Da gibt es mittlerweile verfügbar im ganzen Land private Labore, die das machen. Da liegen die Kosten so bei 100 bis 120 Euro. (…) Wenn man mit diesem Test den Nachweis erbringt, dass man spezielle Lymphozyten hat, die sich auf dieses Virus schon eingeschossen haben, dann kann man sagen: Eine bessere Wahrscheinlichkeit, in Zukunft immun zu sein, die gibt es nach heutigem Wissensstand nicht. Das heißt, wenn ich mit diesem Testergebnis komme – meine spezifischen T-Zellen reagieren auf SARS-CoV-2 – dann ist mit einer Impfung absolut nichts mehr zu gewinnen. Es ist sogar hoch wahrscheinlich, dass diese Form der Immunität erheblich besser ist, als die von der Impfung vermittelte Immunität.“
TKP:
Britischer Experte Dingwall: Covid-Ansteckung für Kinder sicherer als Impfung – Auszug: „Professor Robert Dingwall [Mitglied der britischen Impfkommission JCVI] betont, dass „Kinder durch natürliche Immunität nach einer Infektion besser geschützt werden können, als wenn man sie bittet, das ‚mögliche‘ Risiko eines Impfstoffs einzugehen“. (…) Das JCVI wurde nach Medienberichten gebeten, eine Empfehlung für die Regierung auszuarbeiten, ob Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren geimpft werden sollten. Bisher war die Kommission aber noch nicht bereit dafür grünes Licht zu geben, zumindest bis es mehr globale Daten zur Bewertung ihrer Sicherheit bei Kindern gibt. (…) Er sagte dass es 'längst überfällig ist, in Panik über die Infektionsraten zu geraten und sie zwanghaft zu veröffentlichen. Auch die Hospitalisierungsraten sind zunehmend irreführend, da eine bessere Therapie die Aufenthaltsdauer reduziert. Covid ist jetzt weit davon entfernt, eine wichtige Ursache für Sterblichkeit zu sein.' Er schlug auch vor, dass diejenigen, die Entscheidungen treffen, gut daran täten, sich daran zu erinnern, dass 'die Medizin keine Unsterblichkeit liefern kann, und es ist zutiefst schädlich für die Gesellschaft, zu implizieren, dass sie es kann'.“
RT de:
Menschenrechte: Die Heuchelei des Westens ist atemberaubend. Das Schweigen über Todesfälle indigener Kinder in Kanada zeigt, dass es bei Menschenrechten zweierlei Maß gibt. Während der Westen China wegen Xinjiang anprangert, bleibt es in Fall Kanadas auffallend ruhig, obwohl dort immer mehr Massengräber zum Vorschein kommen – Auszug: „Wie der Rest der Anglosphäre (USA, Australien, Neuseeland, Großbritannien) auch, trägt Kanada immer noch das Gefühl der moralischen Überlegenheit in sich. Der Glaube an die eigene Darstellung als absoluter Maßstab der Rechtschaffenheit dient wiederum dazu, Reue für die Episoden aus der eigenen Geschichte zu unterdrücken. Das Land begegnet den aufgedeckten Verbrechen weitgehend ungerührt und desinteressiert und konzentriert sich stattdessen darauf, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Kanada vertritt die typisch anglofone Haltung, dass Gräueltaten "aus der Vergangenheit" keine politische Bedeutung mehr haben. Hier kann man jedoch schwerlich von "Vergangenheit" sprechen, denn die Schule, in der sich der jüngste Gräberfund ereignete, wurde noch bis 1997 betrieben.“
Netzfrauen (2019):
Dramatische Szenen in Kanada! – Schwer bewaffnete Polizei überfällt Indigene Protestler gegen Mega-Pipeline – Auszug: „Wirtschaftliche Interessen zeigen immer wieder, dass Menschen auf der Strecke bleiben und solche „Probleme“, die im Weg stehen, gern mit schwer bewaffneter Polizei beseitigt werden. Menschen gegen Konzerne haben nur wenig Chancen. Stiehlt man den Menschen ihr Land und sie protestieren, dann verhaftet man sie und stellt sie vor Gericht. Genau das passiert gerade in Kanada. (…) Am Montag, den 7. Januar 2019, verhaftete die RCMP 14 Demonstranten an einer Brücke über den Morice River. Bilder von schwer bewaffneten Mounties in militärischem Stil, die Aktivisten der First Nations verhaften, haben in dem Land, das sich mit Toleranz, Höflichkeit und Multikulturalismus rühmt, weltweite Empörung ausgelöst.“
Global Research:
The 9/11 Plan: Cheney, Rumsfeld and the “Continuity of Government” (Paul Schreyer, 2013) – Auszug: "Cheney and Rumsfeld don´t seem to be driving forces in this 'game‘, but merely two talented managers, risen to the top in the stream of events. Author James Mann, who had disclosed their involvement in the COG plan first in 2004, described their political role this way: 'Their participation in the extra-constitutional continuity-of-government exercises, remarkable in its own right, also demonstrates a broad, underlying truth about these two men. For three decades, from the Ford Administration onward, even when they were out of the executive branch of government, they were never far away. They stayed in touch with defense, military, and intelligence officials, who regularly called upon them. They were, in a sense, a part of the permanent hidden national-security apparatus of the United States, inhabitants of a world in which Presidents come and go, but America keeps on fighting.‘“
German Foreign Policy:
Der Zwanzigjährige Krieg – Die Bundeswehr hat Afghanistan verlassen. Kriegsbilanz: eine Viertelmillion Todesopfer, eine schwer geschädigte Bevölkerung, die Taliban rasant auf dem Vormarsch. Der zweitlängste und bislang blutigste Militäreinsatz der Bundesrepublik Deutschland ist zu Ende. Nach einem knapp zwanzigjährigen Krieg trafen am gestrigen Mittwoch die letzten Soldaten der Bundeswehr, die in der Nacht zuvor Afghanistan verlassen hatten, auf dem Luftwaffenstützpunkt Wunstorf nahe Hannover ein. In den Kämpfen am Hindukusch sind dem "Costs of War Project" an der US-Elitehochschule Brown University zufolge ungefähr eine Viertelmillion Menschen ums Leben gekommen; hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Opfern, die an direkten Kriegsfolgen verstarben. Fast sieben Millionen Afghanen sind auf der Flucht; zahllose Menschen sind verletzt oder verstümmelt, darunter Zehntausende Kinder. Allein die US-Aufwendungen für das Gemetzel belaufen sich auf mehr als 2,2 Billionen US-Dollar; die Bundesregierung gibt die Ausgaben für den Bundeswehreinsatz mit 12,2 Milliarden Euro an. Während die westlichen Truppen abziehen, erobern die Taliban immer weitere Teile Afghanistans; in Kürze dürften dort die Machtverhältnisse vom September 2001 wiederhergestellt sein, also unmittelbar vor Kriegsbeginn
17. Juli 2021