Norman Ohler:
Harro und Libertas. Eine Geschichte von Liebe und Widerstand (Kiepenheuer & Witsch) – Im April 1933 wird Harro Schulze-Boysen, der 23-jährige Herausgeber der unabhängigen Zeitschrift „Gegner“, von der SS verhaftet und schwer misshandelt. Sein bester Freund, der Jude Henry Erlanger, überlebt die Torturen nicht. Fortan sinnt Harro auf Rache. Als er ein Jahr später die bezaubernde Libertas aus einer alteingesessenen deutschen Adelsfamilie trifft, ist es nicht nur um die beiden geschehen, sondern gemeinsam knüpfen sie ein Netzwerk, das sich länger als jede andere Gruppierung dem Naziterror entgegenstellt. Bis zur Entdeckung der Gruppe – von der Gestapo „Rote Kapelle“ genannt – im Sommer 1942 vereinen Harro und Libertas über 150 meist junge, häufig künstlerisch veranlagte Menschen, wobei Frauen mit 40 Prozent stark repräsentiert sind – eine Besonderheit im deutschen Widerstand. Unterstützung für jüdische Freunde, geheim verbreitete Flugschriften, eine spektakuläre Zettelklebeaktion im Herzen Berlins sowie die Weitergabe militärischer Informationen aus Harros Dienststelle, dem Reichsluftfahrtministerium, an die Alliierten gehören zu ihren zahlreichen, brandgefährlichen Aktionen. Gleichzeitig leben Libertas und Harro einen offenen Liebes- und Lebensstil und weigern sich, ihre Freiheiten, auch was das intime Zusammenleben betrifft, der rigiden NS-Moral unterzuordnen. Es ist der Widerstand der Berliner Bohème.
KenFM M-Pathie:
Interview mit Ronald Steckel – „Die seelischen Kräfte der Menschen“ – Auszug: „Die Veränderung, die wir ersehnen, die wir auch denken können, die wir auch fühlen können – es ist ja so, dass eigentlich fast jeder von uns seelisch und geistig die gegenwärtige Realität mühelos überholen kann – also das heißt, in uns sind praktisch Utopien gespeichert, Arten und Weisen des menschlichen Zusammenlebens, die anständig sind, wo man den Anderen wirklich achtet – ich glaube, dass das alles kommt, aber es wird lange dauern, weil es kommt nicht über Institutionen, sondern es kommt über Menschen.“
Andrei Nekrasov:
The Magnitsky Act – Behind the Scenes (Dokumentarfilm) – Der US-Finanzier Bill Browder war in den 1990er Jahren der größte ausländische Finanzinvestor Russlands. Laut Browder wurde sein Unternehmen 2009 von russischen Beamten und Kriminellen entwendet und für einen 230 Millionen Dollar Steuerbetrug missbraucht. Sein Anwalt Magnitsky habe dies aufgedeckt, sei deshalb verhaftet und in einem Moskauer Gefängnis ermordet worden. Browder lobbyierte in der Folge für ein Magnitsky-Gesetz in den USA ("Magnitsky Act"), das 2012 erstmals russische Offizielle mit Sanktionen belegte. Der Regisseur Andrei Nekrasov, ein bekannter Putin-Kritiker, wollte diese Geschichte verfilmen. Doch während der Dreharbeiten kamen ihm Zweifel, denn: Magnitsky war nicht Anwalt, sondern Buchhalter Browders, und er wurde nicht als Whistleblower, sondern als Verdächtiger im Steuerbetrugsfall verhaftet, den Browder mithilfe der Mafia selbst organisiert haben soll. Der Dokumentarfilm zeichnet diese überraschende Wende nach. ARTE, das den ursprünglichen Film in Auftrag gegeben hatte, wollte ihn nicht mehr ausstrahlen. Eine Vorführung im Europaparlament wurde kurzfristig abgesagt. Kein Wunder - der Film macht exemplarisch klar, wie westliche Milliardäre und Politiker Geschichten für das Anti-Russland-Narrativ spinnen und instrumentalisieren. Einer der brisantesten und entlarvensten Filme dieses Jahrzehnts.
Focus:
Sehnsucht nach Knallhart-Maßnahmen: In Deutschland macht sich eine eigenartige Lust am Lockdown breit – Auszug: „Die Volksgemeinschaft ist zurück. Das Ideal einer Gesellschaft, in der Egoismus und Eigensinn keinen Platz mehr haben und alle sich einem großen Ziel verpflichtet fühlen, war etwas aus der Mode geraten. Die Pandemie hat auch das verändert. Die Volksgemeinschaft ist jetzt das Virus-Kollektiv. (…) Schon der unüberlegte Genuss eines Glühweins kann einen zum Volksschädling machen. (…) Der Ton schwankt zwischen Kanzel und Kasernenhof beziehungsweise zwischen Predigt und Anschiss. „Macht den Laden zu, ihr Deppen“, rief Jan Böhmermann Anfang des Monats (...) „Lockdown jetzt“, schrie der sanfte Kollege von der „Zeit“ auf Twitter, um dann Verwünschungen gegen die „Egoisten“ folgen zu lassen, die das Gemeinwohl gefährden. (…) Zu viel „Leugnung, Egoismus und Renitenz“ hätten den Lockdown unausweichlich gemacht, erklärte der ZDF-Chefredakteur Peter Frey im „heute journal“. Ich bin noch antiautoritär erzogen. Ich stamme aus einer Generation, die eine gewisse Aufsässigkeit und Widerspenstigkeit nicht als Makel, sondern als Vorzug sah und die es bis heute eigenartig findet, wenn Journalisten wie Erziehungsbevollmächtigte auftreten.“
Dietrich Brüggemann:
Brief an keinen Freund – Auszug: „Wir sitzen also wieder zwecks Virusbekämpfung zuhause. Wir wollen da aber immer noch Licht anschalten. Und duschen und heizen und was essen und im Internet einkaufen und Fernsehen gucken. Und die Müllabfuhr soll auch kommen. Und die Krankenhäuser müssen weiter funktionieren, dafür muß die Krankenschwester ihr Kind in die Kita bringen können, dafür muß die Erzieherin an den Arbeitsplatz kommen, dafür muß die U-Bahn fahren (...) Vielleicht fällt uns an dieser Stelle auf, dass all die Leute, die jetzt weiter zur Arbeit gehen müssen, eins gemeinsam haben: Sie haben größtenteils nicht studiert. Eine Schicht von Intellektuellen und (teilweise immer noch) Besserverdienenden setzt sich also in ihre Wohnungen und läßt sich von den weniger Privilegierten bedienen. (…) Ein gewisses Element von religionstypischer Doppelmoral steckt da schon drin, würde ich sagen. (…) Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der Kritik an politischem Handeln selbstverständlich war. Neuerdings ist man aber, wenn man Kritik äußert, anscheinend ein Menschenfeind. Oder psychisch krank. Oder gar „rechts“. Ich bin ein wenig verwundert, mit was für Begriffen hier hantiert wird.“ (Brüggemann ist ein erfolgreicher Drehbuchautor und Regisseur)
Neues Deutschland:
Unaufgeregt, pragmatisch, radikal – Nachruf auf den Aktivisten Christian Krähling, der das Gesicht des Widerstands bei Amazon war – Auszug: "Christian Krähling, Beschäftigter und Betriebsrat bei Amazon in Bad Hersfeld, Gewerkschafter und Streikaktivist der ersten Stunde, ist am 10. Dezember gestorben, an seinem 43. Geburtstag. Soweit bislang bekannt ist, starb er eines natürlichen Todes. Für alle, die ihn kannten, war das ein Schock, niemand hatte damit gerechnet. (...) Noch in der Woche zuvor hatte Krähling den jüngsten Streik in den beiden Bad Hersfelder Amazon-Lagern mitorganisiert."
Welt:
"Verzweiflung, Aggression und Hilflosigkeit“ – Pflegeexpertin Hedwig François-Kettner wirft der Politik Versäumnisse beim Schutz von Pflegeheimen vor und schildert drastische Zustände. Die Bewohner seien erneut vom öffentlichen Leben ausgesperrt. – Auszug: "Während des ersten Lockdowns sahen sich die Heimbewohner plötzlich eingesperrt und vom öffentlichen Leben ausgesperrt. So ist es jetzt wieder. In vielen Heimen gibt es keine Beschäftigungstherapie, keine gemeinsamen Mahlzeiten. Ich kenne ein Heim, das sogar medizinische Physio- und Ergotherapie unterbindet. Typisch ist das Schicksal aus meinem Bekanntenkreis, einer 92-jährigen Frau, nahezu taub. Es stellte sich heraus, dass im Lockdown niemand mehr die Batterien der Hörgeräte wechselte. Fernsehen war damit ausgeschlossen, Telefonieren mit der Tochter auch. Sie hat vier Monate lang das Zimmer nicht verlassen, sie war regelrecht eingekerkert. Die erste Besucherin entdeckte an ihr offene, dick angeschwollene Beine. Sie war ungepflegt und in ihrer Demenz weit fortgeschritten. Ein körperlicher, geistiger Verfall im Zeitraffer.“
Simone Weil Center for Political Philosophy:
Panel Discussion: Theo-Politics, Tragedy and Memory – This is the second in a series of online discussions sponsored by the Simone Weil Center for Political Philosophy. Panelists Nicolai Petro, Susannah Black, Paul Grenier, Matthew Dal Santo, Michael Martin, and Vasily Shchipkov will consider what Russia’s past tells us about Russia today. What is Russia? What in its tradition – despite, perhaps because of, its differences from our own – calls forth our respect? What doesn’t? While the greatness of Russian art, thought and literature is widely acknowledged, it is less often granted that Russia forms a distinct civilization. And yet, increasingly, this is what Russians themselves believe. For some, the apotheosis of this civilization is the Eastern Orthodox church (Holy Rus); for others it is the Soviet experience, especially its victory over Nazi Germany. For still others, it is both. (And of course some Russians reject all such notions, including any distinctiveness.)
Zeit Onlne:
Dobrindt: Politik hat Vorbildfunktion gegen Impfskepsis – Auszug: „CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht Politiker in der Corona-Pandemie angesichts von Impfskepsis in der Bevölkerung in einer Vorbildfunktion. ‚Es geht nicht um ein Impfprivileg, sondern es geht um ein Impfvorbild’, sagte Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. ‚Deswegen sollte die Politik am Anfang des Impfprozesses mit dabei sein.‘ Das Einstehen für das Impfen sei deutlich wichtiger als der mögliche Vorwurf, die Politik wolle sich ein Privileg verschaffen.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Dobrindt hat vollkommen recht. Merkel, Spahn, Söder, Wieler, Lauterbach und alle vehementen Impfbefürworter in den Regierungen in Bund und Ländern müssen sich selbstverständlich zuerst impfen lassen. Bevor der im Eilverfahren durch die Zulassung gepeitschte Impfstoff dann anschließend den Schwächsten der Gesellschaft angeboten wird, sollte zudem ein ausreichend langer Prüf- und Beobachtungszeitraum liegen, in dem die Öffentlichkeit sich davon überzeugen kann, wie gut die Spitzen der Politik das Mittel selbst vertragen. Alles andere wäre Foul Play.)
Focus:
Medizin-Professor: Lockdown-Politik ist endgültig gescheitert – das rächt sich bei Impfung. Deutschland ist im Lockdown – schon wieder. Während die Politik im Sommer noch bezweifelt hatte, dass es jemals wieder so weit kommen würde, hat Infektiologe Matthias Schrappe genau das vorhergesagt. Seit Monaten fordert er einen Strategiewechsel bei der Pandemiebekämpfung. – Auszug: "Die Zahlen sind (...) nicht verlässlich. Statt kontinuierlich eine repräsentative Stichprobenstudie durchzuführen, die breit das Geschehen in der Bevölkerung abbildet, arbeiten Politik und RKI seit Monaten mit Meldedaten. Das Problem dabei: Wenn wir wenig testen, finden wir auch wenig. Würden wir mehr testen, würden wir sicher auch mehr Fälle finden. Das gilt gerade bei einer Infektionskrankheit, die oft ohne Symptome verläuft. Wir wissen also nie, wie viele Menschen wirklich infiziert sind. Das ist kein befriedigender Zustand und vor allem deshalb so schlimm, weil ja alle getroffenen Entscheidungen mit diesen unzuverlässigen Zahlen legitimiert werden. Der zweite Kardinalfehler der Bundesregierung ist es, bei den Zahlen Ziele festzulegen, die nicht erreichbar sind. (…) So zu tun, als würden wir mit einem Lockdown mitten im Winter zahlenmäßig zurück auf Sommerniveau kommen, halte ich für einen Fehler. Vor allem dann, wenn jede Kritik daran abgewiesen wird. In der Gesellschaft entsteht so der Eindruck, es geht überhaupt nicht darum, was realistisch erreichbar ist, sondern nur um die Begründung beschlossener Maßnahmen. Für den Zusammenhalt und die Akzeptanz der Maßnahmen ist das ganz schlecht und zeigt eine gewisse Beratungsresistenz bei der Bundesregierung.“
SNA News:
Toxikologe Hockertz: Zulassung des Corona-Impfstoffs ist "vorsätzliche grobe Körperverletzung“ – Einer der renommiertesten Kritiker der schnellen Corona-Impfstoffentwicklung ist der Toxikologe Prof. Stefan Hockertz. Er war Direktor und Professor des Institutes für Experimentelle und Klinische Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf. Im Interview nennt er die schnelle Impfstoffzulassung "vorsätzliche grobe Körperverletzung“. – Auszug: "Es ist immer ganz schlimm, wenn die Wissenschaft von der Politik bestimmt wird. Das sehe ich jetzt und das tut mir im Herzen weh. Unsere heiligsten ethischen Grundsätze, die wir in der Wissenschaft haben, den Menschen zu schützen, werden für die Politik über Bord geworfen. Die Politik regiert in Wissenschaft hinein – über das Robert-Koch-Insitut, das Paul-Ehrlich-Institut und das Friedrich-Loeffler-Institut. Dort arbeiten hervorragende Wissenschaftler, aber sie sind nun mal direkt der Bundesregierung unterstellt. Und deshalb müssen diese Kollegen, die dort arbeiten oder Verantwortung tragen, das tun, was ihnen die Regierenden, sprich Frau Merkel und Herr Spahn, aufgeben. Das kann nicht gut gehen. Wenn Politik Wissenschaft beeinflusst, das endet in der Regel fatal.“
Welt:
Merkel: „…dann werden wir noch sehr lange eine Maske tragen müssen“ – Auszug: „Die Bundesregierung setzt auf eine europäische Zulassung des ersten Impfstoffes kurz vor Weihnachten, noch vor dem Jahreswechsel könnten Impfungen starten. (…) Merkel erläuterte, Ziel sei eine ‚Herdenimmunität‘, wofür laut Experten 65 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden müssten – eines Tages auch weltweit. Falls mehr als 40, 50 oder 60 Prozent der Menschen sich nicht impfen lassen wollten, ‚dann werden wir noch sehr lange eine Maske tragen müssen‘. Dann sei die Herdenimmunität nicht zu erreichen. Die Kanzlerin bekräftigte erneut: ‚Wir wollen keine Impfpflicht einführen.‘“ (Anmerkung Paul Schreyer: Was denn nun – mehr als 40, 50 oder 60 Prozent? Und wer legt das fest? Merkel und ihre politischen Berater? Das Parlament? Experten? Welche Experten? Die nun schon eingeübte Methode, Entscheidungen, die die Grundrechte der gesamten Bevölkerung betreffen, in vagen, schwammigen Sätzen ohne jeden erkennbaren und transparenten Beratungs- und Abwägungsprozess zu dekretieren, ist mit einem Rechtsstaat nicht vereinbar.)
Ärzteblatt:
Daten von geimpften Patienten dürfen nicht verloren gehen – Auszug: „Medizinische Fachgesellschaften warnen vor folgenreichen Datenlücken in der ersten Phase der Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. In dieser Phase seien für die Impfungen nicht die üblichen Versorgungsstrukturen wie niedergelassene Ärzte zuständig, sondern Impfzentren. Diese nutzten jedoch nicht die üblichen Abrechnungswege, sondern hätten eigene Logistik, eigene Datenflüsse und Dokumentationen. (…) ‚Damit wäre es nicht möglich, aussagekräftige Studien zur Sicherheit durchzuführen, obwohl dies gerade in der ersten Phase, in der vulnerable und besonders exponierte Gruppen geimpft werden sollen, besonders wichtig ist‘, hieß es in einem Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium, die Ständige Impfkommission und das Robert-Koch-Institut. Nur durch eine solide wissenschaftliche Bewertung werde es aber dauerhaft möglich sein, das Vertrauen der Bevölkerung in die Impfung sicherzustellen.“
Novo Argumente:
Der Wissenschaft folgen – wohin? Die Vorstellung, dass man Erkenntnisse „der Wissenschaft“ unmittelbar in politische Maßnahmen umsetzen sollte, hat in der Geschichte viel Leid verursacht. Ein Beispiel dafür ist die Eugenik-Bewegung. – Auszug: „Zwischen dem Ende des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts (…) hat die gesamte intellektuelle Welt hochentwickelter Länder die folgenden Ideen für selbstverständlich und wissenschaftlich streng bewiesen gehalten: 1. Verschiedene Menschen haben wertvollere oder weniger wertvolle Erbanlagen, und dies bestimmt den Wert einer menschlichen Person; d.h. es gibt von Natur aus höherwertige und minderwertige Menschen. 2. Durch natürliche Auslese werden minderwertige Menschen aussortiert, die höherwertigen profitieren, was zum allgemeinen Fortschritt der Menschheit führt. 3. Da Zivilisation und Kultur die Wirkung der natürlichen Auslese schwächen, tragen sie zur Verbreitung minderwertigen Erbfaktoren bei, die sonst eliminiert würden (...). 4. Um die Gefahr der Entartung des gesamten Menschengeschlechtes vorzubeugen, müssen hochwertige Personen mit wissenschaftlich begründeten politischen Maßnahmen ihr Erbgut bzw. ihren Genpool schützen. (…) In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts betrachtete man Eugenik als eine Art „Superwissenschaft“. (…) Sämtliche damalige Argumentation für eugenische Maßnahmen [Zwangssterilisationen, Heiratsverbote, Menschenversuche etc.] von Kalifornien bis nach Finnland gründete auf einem wichtigsten Punkt: Solche Maßnahmen seien wissenschaftlich notwendig.“
Neue Rheinische Zeitung:
Nazi Doctors – reloaded. Die notverordneten medizinisch-hygienischen Corona-Maßnahmen sind antidemokratische Relikte der nazifaschistischen Vergangenheit – Auszug: „Die Bekämpfung des Virus ist alles bestimmend, das soziale Wohlergehen der Menschen und ihre psychische Gesundheit bleiben auf der Strecke. Diese Art des staatlichen Vorgehens zur Ausrottung des Virus erinnert an den Nazifaschismus, an die Rolle der totalitären Medizin-Fundamentalisten des ärztlichen Standes. Über sie – die „Nazi Doctors“ – hat Robert Jay Lifton geforscht und eine umfassende Studie vorgelegt (…) ‘Totalitäre Ideologien betäuben die Angst vor dem Tod durch die Betonung der eigenen Unbesiegbarkeit und Allmächtigkeit.‘ Möglich ist dies durch spezifische massenpsychologische Manipulationen in Gestalt (1.) der vereinheitlichten Kommunikation, (2.) einer kontinuierlichen Verhaltenskontrolle, (3.) eines Kults der „Reinheit“, (4.) eines Kults des Geständnisses und der Unterwerfung durch angepasstes Verhalten, (5.) der Vergötterung von Wissenschaft, (6.) der sprachlichen Prägung eingängiger Formeln, (7.) des Vorrangs der Gefährlichkeitsdoktrin gegenüber dem Individuum und seinen Freiheitsrechten, (8.) der letztendlichen Verfügbarkeit über das Lebensrecht derjenigen, die sich den „höheren Prinzipien“ widersetzen.“
Harald Walach:
Mortalität in Deutschland 2020 und die letzten vier Jahre – Auszug: „Derzeit purzelt alles durcheinander, Weihnachten ist bedroht, das Chaos steht vor der Tür, scheint es. Denn es sterben jeden Tag so viele Leute an Corona, heißt es, wie bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen. (...) Nüchtern betrachtet sterben eigentlich immer und an jedem Tag viele Leute, vor allem in einem Land mit 82 Millionen Einwohnern. Ist also die Anzahl der Menschen, die derzeit sterben, größer als man es aus früheren Jahren kennt? Denn das ist ja wohl die entscheidende Frage. Die habe ich mir gestellt. Die kurze Antwort ist: nein. (…) Ich habe hier die Daten aus der deutschen Mortalitätsstatistik des Statistischen Bundesamtes verwendet, die sich jeder herunterladen kann. (…) Es gibt keine außergewöhnliche Mortalität in Deutschland. Was es an Ausreißern in diesem Jahr gab, war früher im Jahr und dürfte, so wie in Schweden auch, eher durch eine Verschiebung der Mortalität über die Jahre zustande gekommen sein. Ich wiederhole, was ich schon seit Wochen schreibe: In den Daten ist keine Spur eines Killervirus zu sehen. Nur im Fernsehen und in der Politik.“
Telepolis:
Schuldenhaushalt 2021 – wer muss sparen, wer darf feiern? Eine halbe Billion Euro hat sich die scheidende GroKo für das Wahljahr 2021 genehmigt. Die sozialen Folgen sind unabsehbar, weil sie sich einem gerechten Lastenausgleich zugleich verweigert. – Auszug: „Indem sich Regierung und Oppositionsmehrheit nun mit Forderungen nach neuen staatlichen Leistungen überbieten, dabei aber zwingende Bedingungen für den Schuldenabbau durchzusetzen nicht willens oder fähig sind, schaffen sie eine verheerende Hypothek für die ohnehin Benachteiligten dieser Gesellschaft. (…) Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene. Die Armen sterben oder blechen. Die Reichen werden reicher und müssen – bislang zumindest – kaum damit rechnen, für die Übernahme der Kosten dieser geoökonomischen Katastrophe herangezogen zu werden. (…) Angesichts der anstehenden Wahl (gemeint ist die Bundestagswahl am 26.9.2021) wird die Debatte von zwei in ihrem Wirken verheerenden Fraktionen bestimmt. Auf der einen Seite stehen die Hardliner, die eine Einschränkung und einen potentiellen Abbau von Bürger- und Freiheitsrechten in Kauf nehmen, weil eine harte Linie in einer von Angst getriebenen Gesellschaft Pluspunkte bringt. Auf der anderen Seite stehen die Spendierer, die Staatsgelder mit vollen Händen, unüberlegt und zu oft sinnfrei derart verteilen, dass Großkonzerne profitieren, die wahren Verlierer aber alleine gelassen werden.“
Club der klaren Worte:
"Immer wieder wird jungen Menschen suggeriert, wer keine Maske trägt, sei ein Mörder!“ (Michael Hüter) – Auszug: "Kinder und Jugendliche sind keine Virusgefahr für die Gesellschaft, auch nicht für die Alten, Kranken und Betagten. Kinder sind und bleiben unsere einzige Zukunft! Wer das Lachen eines Kindes nicht erträgt, wer die mentale Gesundheit eines Kindes nicht erträgt, wer Kinder zu Masken und sonstigem zwingt, ist selbst krank. Nicht erkrankt an Covid-19, sondern an Lieblosigkeit, Ignoranz, Hass und Entmenschlichung. Eines zeigt die Geschichte der Menschheit beeindruckend und wiederholt: Keine Seuche, kein einziger Virus kann so viel Not, Leid, Krankheit, Elend und auch Tod verursachen, wie eine mental kranke Gesellschaft, die Gier, die menschliche Anmaßung und vor allem die Selbstüberschätzung. Davor sollten wir unsere Kinder schützen!“
Welt:
Das Leopoldina-Desaster – Auszug: „Die sogenannte ‚Ad-hoc-Stellungnahme‘ der Leopoldina, die einen ‚harten Lockdown‘ fordert, ist alles andere als ein wissenschaftliches Dokument, sie ist auch keine wissenschaftliche Zusammenfassung eines Forschungsstandes. Sie ist ein Sammelsurium von sorgenvollen Aussagen über die aktuelle Situation, kombiniert mit einigen drastischen Vorschlägen, die ihre Autorität daraus ziehen sollen, dass die Autoren nun einmal in leitenden Funktionen im Forschungsbetrieb tätig sind. Der wissenschaftliche Gehalt ist so gering, dass wohl jede aufmerksame Zeitungsleserin, jeder ‚Tagesschau‘-Zuschauer und jede internetaffine Gymnasiallehrerin den Text hätte verfassen können, einschließlich der Diagramme.“ (Anmerkung Paul Schreyer: Der brisante Artikel wird von der WELT hinter einer Bezahlschranke versteckt. Im Einzelnen geht Boris Reitschuster auf den Text ein, siehe der Hinweis unten.)
Stiftung Corona Ausschuss:
Sitzung 31: Der Damm bricht liebevoll – Auszug: Jura-Professor Martin Schwab (Min. 24): „Der Staat, der einem Gewerbetreibenden verbietet, Geld zu verdienen, muss ihm sagen, wo es herkommt. (…) Man hätte ja, wenn man schon den Paragraph 28a des Infektionsschutzgesetzes einführt [der Schließungen ermöglicht], auch den Paragraphen 56, da steht die Entschädigung drin, mit reinschreiben können. (…) Ich meine, dass der 28a aus diesem Grunde verfassungswidrig ist, weil hier die Berufsausübung verboten wird, ohne dass über die Entschädigungsfrage überhaupt nachgedacht wird. (…) Da rede ich von der Berufsfreiheit aus Artikel 12 des Grundgesetzes.“)
Boris Reitschuster:
Impfstoff: „Genetisch manipuliertes Virus“. Experte warnt vor Risiken und Nebenwirkungen – Auszug: „Nach einer Impfung werde die Zahl der positiven Corona-Tests ansteigen, weil durch den Impfstoff die Menschen quasi „infiziert“ würden, warnt Professor Stefan Hockertz, Immunologe, Toxikologe und Pharmakologe sowie Professor an der Universität Hamburg. (…) Nach dem derzeitigen Forschungsstand sei unklar, ob Geimpfte infektiös bleiben. Daneben gebe es viele weitere Unklarheiten, so Hockertz: „Man weiß im Prinzip nichts über diese Impfung, gar nichts, aber man will sie Ende Dezember verpflichtend, ich meine sozial verpflichtend, unter die Menschen bringen. Das halte ich für kriminell“. (…) Die geplanten Impfzentren in Deutschland, in denen an einem Tag bis zu 300 Menschen geimpft werden sollen, hält Hockertz für unverantwortlich: „Das geht nicht, es muss doch eine Anamnese vorher gemacht werden!“ – also eine Erfassung der gesundheitlichen Vorgeschichte. (…) Besonders warnt Hockertz vor dem Wirkstoff, mit dem AstraZeneca seine Impfung plant. (…) Es ist ein genetisch manipuliertes Virus, das uns verabreicht wird. Da entstehen für mich unglaublich viele Fragen, die alle nicht beantwortet sind.“
Anti-Spiegel:
Covid-19-Situation in Russland: Kein Lockdown, kaum Beschränkungen, aber die Welt geht nicht unter – Auszug: „Die russischen Angaben über tödliche Verläufe sind praktisch identisch mit den deutschen Angaben. Trotzdem fehlt in Russland die Panik, die in Deutschland von Politik und Medien verbreitet wird. Und auch die Einschränkungen sind überschaubar. (…) Daher sind die Medienberichte und die Erzählungen, die ich aus Deutschland höre, für mich ziemlich surreal. Und trotz des im Vergleich lockeren Umgangs mit Covid in Russland sind die Zahlen nicht höher, als in Deutschland, wenn man sie mit der Bevölkerungszahl in Relation setzt. (...) Nachdem in Deutschland der „Lockdown-Light“ nun schon über einen Monat in Kraft ist, hätte man annehmen sollen, dass die Zahlen sich stärker unterscheiden. Das tun sie aber nicht und daher kann man sich durchaus fragen, ob die deutschen Maßnahmen berechtigt sind, die ja ungeheure Kollateralschäden in der Wirtschaft und damit für die Menschen zur Folge haben.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Autor Thomas Röper lebt in St. Petersburg.)
UKK Philadelphia:
Priest who volunteered for COVID-19 vaccine trial passes away (Priester, der freiwillig an der COVID-19-Impfstoffstudie teilnahm, verstirbt) – Auszug: „John M. Fields, a Pennsylvania priest who had participated in the third and final phase of Moderna’s COVID-19 vaccine trial, died November 27. Fr. Fields, a priest of the Ukrainian Catholic Archeparchy of Philadelphia, was 70 and died at his home in Philadelphia. The cause of death was an apparent heart attack, according to Fr. Michael Hutsko, pastor of Saints Peter and Paul Church in Mt. Carmel, Pennsylvania. Fr. Fields did not have COVID-19 (…) Metropolitan Archbishop Borys Gudziak of Philadelphia said in a statement that he and Fr. Fields, who served as communications director of the archeparchy, had just spoken before Thanksgiving and that Fr. Fields ‚was in good spirits and seemingly improving in his health.‘”
Swissmedic:
Erklärung des Access Consortiums zu den geforderten Nachweisen für COVID-19-Impfungen (4.12.) – Auszug: „Die Arzneimittelbehörden von Australien, Kanada, Singapur, der Schweiz und des Vereinigten Königreichs (Access Consortium) haben die regulatorischen Anforderungen an Zulassungsgesuche für COVID-19-Impfungen und an die Pharmacovigilance nach einer Zulassung festgelegt. (…) Für die Nachweise zur Sicherheit der COVID-19-Impfung sind ausreichend Daten erforderlich, um zu gewährleisten, dass auch seltene Nebenwirkungen identifiziert werden. Nach der letzten Impfdosis müssen die Teilnehmenden von klinischen Versuchen während mindestens 2 Monaten (Medianwert) weiter begleitet werden (Follow-up). Ein längerer Follow-up von mindestens 6 Monaten für gewisse Versuchspersonen ist zu bevorzugen, damit das potenzielle Risiko verzögerter unerwünschter Wirkungen und einer durch die Immunisierung verstärkten Atemwegserkrankung evaluiert werden kann. Die Teilnehmenden der klinischen Versuche sollten mindestens 1 Jahr lang und idealerweise länger kontrolliert werden, um in Erfahrung zu bringen, wie lange der Impfschutz anhält und ob die Sicherheit auch längerfristig gegeben ist. Damit die Regulierungsbehörden die Sicherheit beurteilen können, benötigen sie Zugang zu den Daten dieser Follow-up-Studien, ebenso wie zu Daten aus nicht-klinischen Versuchen, unter anderem von Studien zum Risiko einer durch die Impfung verstärkten Atemwegserkrankung.“
Prof. Harald Walach:
Corona-Krise: Das Stolpern geht weiter – Neue Einsichten, neue Bewegungen? – Auszug: „Unser Immunsystem ist in der Regel stark genug, um mit diesem Erreger fertig zu werden. Ng und Kollegen fanden vor allem bei Kindern und anderen Uninfizierten breite Kreuzimmunität gegen diesen Sars-CoV-2 Erreger, aufgrund der Immunität gegen andere Coronaviren in bis zu 43% aller Fälle. Das wäre es wert verbreitet zu werden, anstatt der Wiederholung der Impfmantras. Peter Doshi hat in einem lesenswerten Beitrag im British Medical Journal kürzlich darauf hingewiesen, dass die derzeit laufenden Studien uns keine Aussage darüber ermöglichen werden, ob diese Impfstoffe tatsächlich harte Outcomes, Todesfälle, Krankheitsfälle, Intensivpflicht reduzieren. Denn dazu sind sie nicht ausgelegt. Vielmehr haben wir die Lektionen über den Haufen geworfen, die wir durch die Contergan-Affäre gelernt haben. (…) Eine der Konsequenzen [daraus] war, dass es keine Arzneimittel- und Impfzulassung mehr ohne Toxizitätsprüfung und ohne Reproduktionstoxizitätsprüfung geben sollte. Und genau diese Prüfung auf mögliche Schäden bei der Reproduktion wird hier bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe u.a. weggelassen. Wie töricht kann eigentlich eine Gesellschaft sein, dass sie eine solche Lektion schon nach 60 Jahren vergisst, alles, wegen eines vermeintlichen Killervirus?“
Frankfurter Allgemeine:
Geht es ohne Impfpflicht? – Auszug: „Es wäre falsch, das Thema [Impfpflicht] kategorisch mit einem Tabu zu belegen. Denn es gibt ein Szenario, in dem diese Option zumindest offen diskutiert werden müsste. Einmal angenommen, die derzeit aussichtsreichen Impfstoffkandidaten erweisen sich als sicher und als wirksam. Angenommen, sie werden zugelassen und in großer Zahl produziert. Wie soll die Regierung ihre schwächsten Bürger vor einer Infektion schützen, wenn sich nur eine Minderheit für die Impfung entscheidet? Wie lange kann man von Alten und chronisch Kranken verlangen, aus diesem Grund in Isolation zu leben?“ (Anmerkung Stefan Korinth: Diese Argumentation wird uns zukünftig wohl häufiger begegnen. Doch unklar bleibt: Wenn ein Impfstoff sicher, wirksam und in ausreichender Menge verfügbar ist, wie der FAZ-Autor voraussetzt, dann könnte sich doch jeder, der es möchte, impfen lassen und wäre definitiv geschützt. Warum sollten dann auch alle anderen zur Impfung gezwungen werden?)
ABDA:
Gesprächsrunde der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am 4. Dezember 2020 mit Jens Spahn und ABDA-Präsident Friedemann Schmidt – Auszug: Jens Spahn: „Wenn der Patient fragt: ‚Soll ich mich impfen lassen?‘ Und wenn dann der Apotheker oder der Arzt sagt: ‚Weiß nicht‘ oder ‚Besser nicht‘ oder ‚Vielleicht nicht als Erstes, erst mal gucken‘, dann hat das eine enorme Wirkung (…) auf die Impfbereitschaft. Die Frage, wie wird in Apotheken auf das Thema reagiert, wie wird Stimmung oder Nicht-Stimmung oder Gegenstimmung dazu gemacht, hat einen Rieseneinfluss auf die Impfbereitschaft. Wir werden morgen mit den Ärzten eine Diskussionsrunde machen, um da Offenheit zu befördern und ich kann mir vorstellen, das wir das mit den Apothekern auch nochmal machen. Einerseits fachlich, andererseits aber auch um für eine positive Grundstimmung zu werben.“ (Anmerkung Stefan Korinth: Stimmung machen, Offenheit befördern, Werben – wer Jens Spahn zuhört, bekommt den Eindruck, hier geht es nicht um Fakten, also das was bei einer fachlichen Impfberatung im Mittelpunkt stehen sollte, sondern darum Ärzte und Apotheker emotional zu überwältigen.)
Corona-Transition:
Anweisung an Ärzte und Apotheker: „Bitte sprechen Sie die Risiken nicht an“. Ärzte und Apotheker sollen gegenüber Patienten keine Bedenken zu Corona-Impfstoffen äußern. – Auszug: „Eine ähnliche Aufforderung, Bedenken über mögliche Impfrisiken zu minimieren, kommt vom Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper. In einem Schreiben, das Corona Transition vorliegt, richtet sich Dupper mit folgenden Worten an die Ärzteschaft: ‚Damit die Impfaktion, die ja auf Freiwilligkeit beruht, erfolgreich sein wird, muss eine hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft in der breiten Bevölkerung erreicht werden. Wir möchten Sie deshalb bitten, bei Ihrer täglichen Arbeit mit den Patientinnen und Patienten die Vorbehalte, die sicherlich aufgrund der noch dürftigen Informationslage zu den neuartigen Impfstoffen in gewissem Maße nachvollziehbar sind, im Rahmen Ihrer Beratungsfunktion zu reduzieren. Nur durch eine hohe Impfakzeptanz kann das Virus wirksam bekämpft und eingedämmt werden.‘“
Clemens Heni:
Panik haben macht Spaß, denken nicht – Auszug: „Es ist erstaunlich, wie viele Menschen auf ihrem Panikmodus beharren, es muss ein Wunsch nach Konformität dahinterstecken, so unermesslich groß, wie schon lange nicht mehr. (…) Man spielt also mit, tut so, als würde es sich um eine bewiesene Tatsache handeln, dass außergewöhnlich viele Menschen an Corona versterben und suhlt sich in dem Gefühl “auf der richtigen Seite zu stehen”. Und zwar zum Preis seines Verstandes. Jeder, der nicht gegen diesen Satz Einspruch erhebt, zahlt diesen Preis ganz bewusst. (…) Und plötzlich entdecken alle ihr Mitleid mit den Alten und Kranken. Aber natürlich nur ihr abstraktes Mitleid. Denn der Mensch direkt vor einem – ohne Maske aber mit Attest z.B. – der bekommt den ganzen Hass zu spüren, den die Konformisten ob ihrer Bedeutungslosigkeit in sich tragen. Mitleid hat man natürlich immer nur mit den Abwesenden. Den ganz Alten, den Risikogruppen. Mit den konkreten Alten dann aber wieder nicht, die sagen, Corona sei ihnen egal und sie wollen Besuch und Tanztee und Weihnachten mit der Familie. Mit denen will man nicht mitfühlen.“
Cicero:
Dieses Programm passt nicht mehr zum Auftrag – Ist die Erhöhung des Rundfunkbeitrags gerechtfertigt? Darüber sollte ehrlich gestritten werden können. Der Dramaturg Bernd Stegemann über einen Rundfunk, der die Meinungsvielfalt nicht mehr ausgewogen abbildet und dessen "Vollversorgung“ nicht mehr zeitgemäß ist. – Auszug: "Wer regelmäßig die Tagesthemen schaut, kann inzwischen vorhersagen, wie der allabendliche Kommentar lauten wird. Für diese Prognose braucht es keine magischen Fähigkeiten, sondern es reicht die Phantasie, um sich vorzustellen, wie ein Politiker der Grünen das Geschehen kommentieren würde. (…) Wenn sich der ÖRR aufgrund seiner politischen Monokultur zum Spartensender eines bestimmten Milieus erklärt, wird die Begründung, warum alle dafür bezahlen sollen, schwierig. (…) Inzwischen hat jeder Fernsehzuschauer verstanden, dass die Redaktionen von ARD und ZDF die AfD eklig und Fridays for Future toll finden, dass sie vor Friedrich Merz warnen und am liebsten Angela Merkel auf Lebenszeit im Kanzleramt sähen. (…) die Gesellschaft kann es sich nicht länger leisten, ihre Widersprüche nur vor den Bildschirmen auszutragen. Die grundlegenden Streitfragen unserer Zeit sollten auch im Fernsehen verhandelt werden. Dazu ist es notwendig, dass die Darstellung der Widersprüche nicht schon selbst tendenziös ist, so wie es das TV-Desaster 'Ökozid' gerade vorgeführt hat. Und die leidige Frage, ob diese oder jene Meinung überhaupt im Rundfunk auftreten darf, gehört zurück in den Zensurschrank totalitärer Gesellschaften.“
KenFM:
The Great Pretext – Der große Vorwand für eine Dystopie (Anmerkung Ulrich Teusch: Das ist die deutsche Übersetzung eines äußerst lesenswerten Artikels von Diana Johnstone – auf die englische Fassung hatten wir am 26.11. hingewiesen. Im Zentrum steht die Kritik an dem Buch "Covid-19: The Great Reset“ von Klaus Schwab und Thierry Malleret.) – Auszug: "Das ganze Buch hindurch scheinen sich die Autoren mit den vermuteten Auswirkungen der weit verbreiteten 'Angst‘ vor dem Virus zu brüsten, die die Menschen dazu bringen soll, jene radikalen Veränderungen zu wünschen, die sie sich vorstellen. Sie verwenden technokratisches Psychogeschwätz, um zu verkünden, dass die Pandemie bereits dabei sei, die menschliche Mentalität so zu verändern, dass sie sich an die neue Realität anpasst, die sie für unvermeidlich halten. (…) Dies ist die Stimme der Möchtegern-Global Governance. Von oben entscheiden Experten, was die Massen wollen sollen, und verdrehen die angeblichen Wünsche des Volkes, damit sie in die Profitschemata passen, mit denen sie hausieren gehen. Ihre Schemata konzentrieren sich auf digitale Innovation, massive Automatisierung durch 'künstliche Intelligenz‘ und schließlich sogar auf die 'Verbesserung‘ des Menschen, indem sie ihn künstlich mit einigen Eigenschaften von Robotern ausstatten: z.B. Problemlösung ohne ethische Ablenkungen.“
Norbert Häring:
Rezension von “Covid-19: The Great Reset” von Klaus Schwab und Thierry Malleret – Auszug: „Nur eine Revolution könnte Macht und Reichtum der globalen Elite gefährden, die durch alle Krisen hindurch immer mehr Reichtümer anhäuft und sich Besteuerung und Regulierung weitgehend entzogen hat. (…) Ein Revolution zu vermeiden ist DAS Ziel von Schwabs Wirken. Sein Buch ist ein kleiner Teil davon. (…) Diejenigen, die sich als potentiell wirkmächtig und gefährlich herausstellen, werden umgarnt, zu Versammlungen in allen Teilen der Welt geflogen, mit Jobangeboten und Stipendien geködert und so unmerklich in einem Netz von Abhängigkeiten verstrickt, aus dem sie sich nicht mehr befreien können, ohne in die Bedeutungslosigkeit abzustürzen. Wer sich dieser Umarmung entzieht, darf hilflos zusehen, wie andere Reformer mit weniger Berührungsangst zu den Mächtigen zu Hoffnungsträgern hochstilisiert werden. So will das World Economic Forum sicherstellen, dass keine Reformbewegung außer Kontrolle gerät, die etwa die Marktmacht und Steuerprivilegien von Digital-, Finanz- und Gesundheitskonzernen angreifen könnte. Lasst uns über den Großen Neustart reden! Damit alles bleiben kann wie es ist.“
Welt:
Kubicki rechnet mit Öffentlich-Rechtlichen ab – Auszug: "Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki wirft dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, vielfach einseitig zu berichten und Ängste zu schüren. Damit würden die Rundfunksender ihrem Programmauftrag nicht gerecht, sagte Kubicki (...) Egal ob Flüchtlings-, Klima- oder Corona-Krise – ARD und ZDF würden mit Hysterie reagieren und dabei die Narrative der Regierung übernehmen. Durch die ständige Corona-Berichterstattung etwa werde dort 'weniger Aufklärung als Angst verbreitet', die letztlich Argumente schwächer werden lasse (...). Der Trend, dass sich Journalisten nicht mehr als neutrale Berichterstatter verstünden, sondern einen 'Haltungsjournalismus' verträten, also die richtige moralische Haltung zu kennen vorgäben, führe zum Verschweigen von abweichenden Tatsachen und Positionen, kritisierte Kubicki. (...) Kubicki kritisierte auch, dass die ARD keine sogenannten Corona-Kritiker in Talkshows einlade."
Clemens Heni:
Wie antidemokratisch und ‘chinesisch’ denkt Angela Merkel? – Auszug: „Die Tageszeitung Die Welt (...) zitiert Bundeskanzlerin Angela Merkel: ‚Wo kommen wir da raus? Wo kommt China raus? Wo kommt Südkorea raus? Wenn die alle mal viel besser die Masken tragen und nicht so viel ,Querdenker‘-Demos haben, sondern derweil schon wieder wirtschaftlichen Aufschwung, dann fragt sich, wo Europa landet nach dieser Pandemie.‘ – Das ist der Kern des Jahres 2020 und aller folgenden Jahre, die noch kommen werden. Das ganze antidemokratische Denken von Merkel und der Politik zeigt sich in diesem Zitat. Die Kanzlerin mag keine Diskussionen, keine Kritik und keine freie Meinungsäußerung, keine Demonstrationen. Gab es seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland eine antidemokratischere Äußerung eines Kanzlers in diesem Land? Merkel spricht nicht nur für die gesamte politische Klasse, sie spricht auch für fast alle Medien, vorneweg ARD, ZDF, Deutschlandfunk, RTL, Spiegel, Zeit, Süddeutsche, FAZ, Frankfurter Rundschau, linke Blogger*innen und Aktivist*innen, die ihr Links-Sein im März 2020 abgelegt haben und staatsfetischistisch und irrational wurden.“
Tichys Einblick:
Bei Illner: Ein magischer Hauch von zivilisierter Debatte – Auszug: „Das Thema an diesem Donnerstagabend war: „Rechts, links, quer – wer profitiert von Angst und Spaltung“. Mit im Studio ist tatsächlich ein AfD-Politiker. Aber ganz anders als erwartet, ist er nicht nur da, um vorgeführt zu werden. Tatsächlich darf er ausreden, seine Punkte machen, und ihm wird sogar manchmal zugebilligt, Recht zu haben. Die Debatte ist so zivilisiert, dass man sich gleich mehrmals vergewissern muss, ob man tatsächlich beim ZDF eingeschaltet hat. (…) Es gehe noch nicht um eine „Corona-Diktatur“ sagt er, aber es gäbe Einschnitte in Freiheiten, die durch das Grundgesetz eigentlich geschützt sein sollten. Mit dieser Einstellung ist er gar nicht so weit vom nächsten Gast entfernt, der ehemaligen Linken-Chefin Sahra Wagenknecht. Sie sieht die Corona-Maßnahmen vor allem als Gefahr für die unteren Schichten. Sie sagt ebenfalls: ‚Wir haben keine Corona-Diktatur, aber wir haben auch keine funktionierende Demokratie‘.“
The Blogcat:
The Great Pretext. Der große Vorwand... für eine Dystopie. In ihrem Buch 'Covid-19: The Great Reset' präsentieren uns Klaus Schwab und Thierry Malleret vom WEF die Stimme einer vermeintlichen globalen Regierung. – Auszug: „Das ganze Buch hindurch scheinen sich die Autoren mit den vermuteten Auswirkungen der weit verbreiteten 'Angst' vor dem Virus zu brüsten, die die Menschen dazu bringen soll, jene radikalen Veränderungen zu wünschen, die sie sich vorstellen. Sie verwenden technokratisches Psychogeschwätz, um zu verkünden, dass die Pandemie bereits dabei sei, die menschliche Mentalität so zu verändern, dass sie sich an die neue Realität anpasst, die sie für unvermeidlich halten. (…) Dies ist die Stimme der Möchtegern-Global Governance. Von oben entscheiden Experten, was die Massen wollen sollen, und verdrehen die angeblichen Wünsche des Volkes, damit sie in die Profitschemata passen, mit denen sie hausieren gehen. (...) Dem Great Reset steht eine breite Straße offen, aus dem einfachen Grund, dass ihm nichts im Wege steht. Kein weitverbreitetes Bewusstsein für die Probleme, keine wirksame politische Volksorganisation, nichts. Schwabs Dystopie ist schon allein aus diesem Grund beängstigend. “ (Diana Johnstone)
RT Deutsch:
Russischer Verteidigungsminister Schoigu über Kramp-Karrenbauers Appell: „Rede einer Grundschülerin“ – Auszug: „Unabhängig von den ausgegebenen Geldern sei es Fakt, dass die russische Seite massiv in die Modernisierung ihrer Streitkräfte investiert habe und über neue Waffen verfüge. Die Bedrohung sei sehr viel evidenter geworden, sagte Kramp-Karrenbauer und wies auf das Sicherheitsgefühl in europäischen Regionen östlich von Deutschland und in Schweden an. Die Ministerin wiederholte: Wenn wir aus einer Position der Stärke heraus hier in Verhandlungen – auch in Abrüstungsverhandlungen – kommen wollen, dann müssen wir unsere Position stärken. Auch das war immer eine gute Tradition deutscher Außenpolitik, und das sollte sie für die Zukunft auch bleiben. (…) Am Sonntag kommentierte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu die Worte seiner Amtskollegin persönlich. (…) Schoigu merkte an, dass dies die zweite deutsche Verteidigungsministerin ist, die Appelle dieser Art äußert. Er erinnerte daran, dass er Kramp-Karrenbauers Vorgängerin Ursula von der Leyen nach einer ähnlichen Aussage geraten hatte, ‚ihren Großvater zu fragen, wie es sich anfühlt, aus einer Position der Stärke heraus mit uns zu sprechen‘.“
23. Dezember 2020