Empfehlungen November 2020

20. November 2020

Milosz Matuschek: Zensur in Zeiten von Corona: wovor hat man eigentlich solche Angst? – Auszug: „Es ist schon interessant: da nennt die Bundesregierung ein Gesetz ausgerechnet „Bevölkerungsschutzgesetz“ (zum Vergleich: das Ermächtigungsgesetz von 1933 war eine „Verordnung zum Schutz von Staat und Volk“), verankert dort eine nie dagewesene Machtfülle für den Bundesgesundheitsminister, der per Verordnungen durchregieren kann, peitscht das Gesetz dann im Eiltempo durch drei Verfassungsorgane und wundert sich, dass jemand darin totalitäre Tendenzen sieht! Am gleichen Abend ging es bei „Maischberger“ übrigens um die Klimakrise. Die meisten Medien interessieren sich gerade jedenfalls weniger für den Zustand der Demokratie in Deutschland, als die Bevölkerung. (...) Und es war ausgerechnet in dieser sensiblen Phase der Gesetzesverabschiedung, als die Zensurschraube der letzten Wochen nochmal merklich angezogen worden ist. Scheinbar ist jegliche Kritik nur noch unter hohem Risiko möglich. Der Journalismus versagt in der ersten Prüfung. Allein in den letzten Wochen verschwanden die reichweitenstarken freien Kanäle von Rubikon und Samuel Eckert von YouTube. Gestern wurde der Kanal KenFM ohne weitere Vorwarnung von Youtube gelöscht. (…) Die einfache Frage, die man sich als unbefangener Beobachter jetzt stellen kann und als wachsamer Bürger auch muss, lautet: Wenn alles gerade mit rechten Dingen zugeht, so hervorragend wissenschaftlich abgesichert, verfassungskonform und moralisch einwandfrei ist: wovor hat man dann so eine Angst?“

Tichys Einblick: Die Bilder der Gewalt – so statuiert man ein Exempel. In Berlin wurde die Corona-Demo zwischen Reichstag und Brandenburger Tor gewaltsam über vier Stunden lang geräumt. Die neue Affinität der Oberpazifisten zur Staatsgewalt ist bemerkenswert. – Auszug: "Es sind Szenen, die auch für Berlin ungewöhnlich sind. (…) Der Wasserwerfer mit dem Namen 'Blu 2‘ bringt sich nur wenige Meter vor dem Reichstagsgebäude in Stellung, mit nach vorne gerichteten, blau blinkenden Leuchten. Er verrichtet sein nasses Werk. Aber es geht nicht um eine, zwei oder drei Salven; er und sein stählerner Kollege werden den ganzen Nachmittag weitermachen, nur mit kurzen Unterbrechungen. Sie werden die Kreuzung Straße des 17. Juni / Ebertstraße vor dem Brandenburger Tor räumen. Zentimeter um Zentimeter, Teilnehmer um Teilnehmer, Liter um Liter. (…) Die Bilder, die dabei entstehen, sind nicht deshalb so unglaublich, weil Wasserwerfer und Pfefferspray unendlich brutal wären, sondern weil man so etwas in dieser Republik nicht mehr für möglich gehalten hätte. (…) Bei jeder anderen Demonstration hätten die heutigen Bilder ein Presse-Echo sondergleichen erzeugt, das der Polizei binnen Minuten Einhalt geboten hätte. Ich sah Kinder in Regenjäckchen um den Hals ihrer Mutter, als die Salve gerade vorbeizog, Rentner die mithilfe des roten Kreuzes verzweifelt versuchten, mit Wasserflaschen ihre hochroten Augen zu säubern. Ich sah Polizisten mit Kanistern auf dem Rücken und den Sprühgeräten in der Hand, die Tränengas gegen Bürger verspritzen, gegen Sitzblockaden junger Frauen. Und immer wieder: Blu 2 wirft und wirft und wirft. Nicht dass ich das für Argumente hielte, aber bei jedem anderen Demozug sähe man diese Bilder auf allen Kanälen zum quängelnden Ton der Reporter. Hier wird mit medialem Schweigen Zustimmung vermittelt.“

Cicero: "Ich vertraue meinem Immunsystem“ – Der Berliner Hausarzt und Internist Erich Freisleben steht in seiner Praxis Tag für Tag an vorderster Corona-Front. Im Interview rät er zu mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Virus. Gute Ernährung, frische Luft und Sport stärkten das Immunsystem weit besser als Panik und Isolation. – Auszug: "Im Unterschied zur ersten Welle im Frühjahr, als die Angst vor der Ansteckung die allergrößte Sorge war, erlebe ich mittlerweile viele Patienten in meiner täglichen Sprechstunde, die geradezu zermürbt sind und seelische Symptome zeigen. Sie zeigen weniger Zuversicht auf das Leben und die Zukunft. Die Menschen befinden sich in einer Art Dauerspannung, die an ihren Kräften zehrt. Wenn ich das Gefühl habe, die Pandemie macht mich ohnmächtig, ist das für den Körper eine Katastrophe. (…) In der täglichen Praxis erlebe ich immer wieder, dass Resignation die Tür öffnet für Krankheiten. Ein großes Problem ist auch die Einsamkeit und die [sich] daraus ergebenen Folgeschäden. Das medizinische Fachgebiet der Psychoimmunologie lehrt uns, wie groß der Einfluss der Psyche auf das Immunsystem ist. (…) Wenn man sich vorstellt, dass unter dem Druck der Pandemie ein neues Impfverfahren eingeführt wird, das gleichzeitig ein neues Kapitel aufschlägt an Manipulationen im biogenetischen Bereich, können wir gar nicht ausdenken, was in Zukunft am evolutionären Bestand des menschlichen Genpools sonst noch manipulativ verändert werden wird – ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt. Aber wenn dies einmal geschieht, ist das nicht mehr rückgängig zu machen.“

13. November 2020

Arte: Corona: Sicherheit kontra Freiheit. Deutsche, Franzosen und Schweden in der Krise. (Dokumentarfilm, Länge 52 Minuten; Anmerkung Stefan Korinth: Ein hervorragender Film, auf den wir hier erneut hinweisen, weil solche Beiträge im deutschen Fernsehen ansonsten kaum vorkommen. Die Doku zeigt, wie die Regierungen in Deutschland und Frankreich durch ihre Lockdownmaßnahmen unglaublich viel sozialen, wirtschaftlichen und politischen Sprengstoff in die Gesellschaften getragen haben. Es kommen viele kluge und besonnene Stimmen zu Wort. Aber besonders aus Deutschland auch einige erschreckende Aussagen.) – Auszug: „Schuldirektorin Antje Schmidt: „Für mich ist jeder Einzelne ein Mensch, der im Zweifelsfall eine Krankheit weitergeben kann. Das ist die einzige Überlegung und Tatsache, die mich leitet.“ [29:30] Eine Schülerin: „Gestern in der Deutsch-Stunde haben wir es geschafft, alle zu überreden, die Masken anzuziehen. Das war ein schönes Gefühl, denn wenn alle die Maske runter haben, dann hat man schon ein unwohles Gefühl.“ [31:50] Karl Lauterbach (SPD): „Die demokratische Einschränkung von Freiheiten in Pandemiezeiten ist ein Instrument, möglichst viele Freiheiten, die man noch hat, zu schützen.“ [43:50] Altersheimbewohnerin Ingeborg Feldmann: „Wir sind eingesperrt. Man ist ja kein freier Mensch, so dass man mal sagen kann: Jetzt gehst Du dahin oder nur mal ein paar Schritte die Straße rauf – das darf man ja alles nicht mehr.“ [45:50]

Dennis Schneble: Moral in Zeiten der Coronoia – Auszug: „Der Biologe Marc Hauser hat anhand von Gedankenmodellen in Form ethischer, zunehmend verzwickter ausgestalteter Zwickmühlen erforscht, welche Lösungen für Menschen in bestimmten Zwangssituationen moralisch vertretbar wären und welche nicht. Basis hierfür ist ein außer Kontrolle geratener Waggon auf einer Eisenbahnstrecke vor einem Bahnhof. In der Grundvariante sitzt eine Person im Stellwerk und hat die Möglichkeit, durch das Umstellen einer Weiche den Waggon auf ein Nebengleis zu leiten. Damit rettet sie zwar fünf Personen das Leben – sorgt aber dafür, dass eine Person auf dem Nebengleis vom Waggon zermalmt wird. Hier stimmen die meisten Befragten überein, dass dies in diesem Fall zulässig und vertretbar wäre. (…) Viele der [durch Corona] besonders Verängstigten haben meines Erachtens auch deshalb jegliche noch vorhandenen moralischen und ethischen Hemmungen verloren, weil man die Menschen ganz allgemein in einer derart totalitären Art und Weise verobjektiviert, also ihrer Menschenwürde beraubt hat, dass in diesen eben gar keine Menschen mehr gesehen werden, sondern nur noch Gegenstände – und dies auch noch in Form von „Biowaffen“ bzw. „Virenschleudern“. In diesem Falle hat man natürlich auch überhaupt keine Skrupel mehr, unzählige Menschen vom Waggon überrollen zu lassen bzw. sie ins soziale und finanzielle Elend oder gar (vor allem in der dritten Welt) in den Hungertod zu schicken. Wenn dadurch möglicherweise andere vor dem herannahenden Corona-Waggon „gerettet“ werden könnten.“

Harald Walach: Neue Daten – neues Leid? Eher: neue Hoffnung! Auszug: „In der Tat: ein Anstieg der prozentual – im Verhältnis zur Anzahl der Tests – positiv auf Sars-CoV-2 Getesteten auf aktuell 5,6% ist festzustellen. Ist dieser Anstieg Besorgnis erregend? Wenn man vom Narrativ des Killervirus ausgeht vermutlich schon. Denn daran ist erkennbar, dass die „Maßnahmen“ – Maskentragen, Appelle zur Vorsicht – die Verbreitung von Viruspartikeln nicht verhindern können. Fatal – wenn es sich denn wirklich um ein Killervirus handeln würde. (…) Da der Verlauf der Hospitalisierungen mindestens am Anfang den Verlauf der prozentual positiv getesteten Fälle spiegelt und der Verlauf der Todesfälle diesem ungefähr zwei bis drei Wochen hinterherhinkt, müsste sich eigentlich die Zahl der Hospitalisierungen und der Todesfälle diesem Trend mittlerweile angepasst haben, wenn die Sars-CoV-2 positiv Testungen einen direkten Zusammenhang mit den klinischen Fällen hätten. Das haben sie offenkundig nicht. (...) Die schon öfter vermutete Kreuzimmunität wurde jetzt mehrfach bestätigt, u.a. sogar von einer Arbeitsgruppe der Charité. (…) Daher ist auch die allgemeine Maskenhysterie, mit denen unsere Kinder überall in der Schule und wir alle an vielen Orten konfrontiert sind, nicht zu rechtfertigen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass es kaum irgendeinen haltbaren Beleg für die Wirksamkeit solcher Masken gibt. Der Cochrane-Review, der die Wirksamkeit von Masken bei Grippeviren untersucht hat, die in Größe und Art dem Sars-CoV-2 sehr nahe kommen, kommt zum Ergebnis, dass Masken wirkungslos sind, und zwar alle Typen. (…) Es fällt auf, dass in den Ländern, in denen Maskentragen sogar im Freien obligatorisch war und teilweise wieder ist, wie in Spanien oder Belgien, die Zahl der klinischen Fälle und Todesfälle nicht niedriger, sondern höher ist. “

Achgut: Karl Lauterbach und der IQ-Verlust: Macht Corona dumm? Auszug: „Karl Lauterbach, fleischgewordenes Martinshorn der Ära Corona, hat wieder einmal Alarm geschlagen – und zwar sehr erfolgreich. (…) Lauterbach behauptet also, es habe einen Vorher-nachher-Vergleich gegeben bei den Personen, die Corona-positiv waren. Dabei habe sich herausgestellt, dass diejenigen mit schweren Covid-19-Verläufen im Zuge ihrer Erkrankung heftige 8,5 IQ-Punkte eingebüßt hätten. Kurz, SARS-CoV-2 macht dumm. Alles falsch. Nichts dergleichen fand statt. Einen Vorher-nachher-Abgleich gab es nicht – konnte es gar nicht geben, weil es keine Vorher-Tests gab. Die Studienautoren setzten nur die Ergebnisse der Corona-Positiven in Relation zu den Resultaten der restlichen Testteilnehmer. Bei denen mit „schweren Verläufen“ stellte sich heraus, dass sie im Schnitt um 8,5 Punkte schlechter abgeschnitten hatten als andere, die nicht Corona-positiv getestet waren. Ob die (sehr wenigen) schwer Covid-19-Erkrankten bereits zuvor „kognitiv schwächer“ (vulgo: blöder) als der sonstige Durchschnitt waren, weiß man nicht. (…) Auch die weiteren Behauptungen von Kassandra-Karl sind unhaltbar oder unzutreffend. Die Studie zeigt nicht, dass bei Personen „mit leichten Symptomen“ die „Denkfähigkeit deutlich eingeschränkt“ wurde. Die von den Autoren ermittelte Abweichung ist minimal, die „deutliche Einschränkung“ hat Lauterbach dazugedichtet, genau wie die „wahrscheinlich bleibenden“ Schäden.“