Charles Eisenstein:
Die Krönung – Auszug: „Es gibt eine Alternative zur perfekten Kontrolle, die unsere Zivilisation so lange angestrebt hat, und die sich mit jedem Fortschritt wieder ein Stück weit entzieht, wie eine Fata Morgana am Horizont. Ja, wir können den bisherigen Weg in Richtung zunehmender Vereinsamung, stärkerer Abschottung, mehr Herrschaft und größerer Getrenntheit fortsetzen. Wir können zulassen, dass mehr Getrenntheit und Kontrolle normal werden, im Glauben sie seien nötig um uns Sicherheit zu gewähren, und eine Welt akzeptieren, in der wir uns davor fürchten, einander nah zu kommen. Oder wir können diese Pause, diese Unterbrechung der Normalität zum Anlass nehmen, einen Weg in Richtung Wiedervereinigung, Ganzheitlichkeit, Wiederherstellung von verlorenen Beziehungen und Gemeinschaft und unserer Wiedereingliederung in das Netz des Lebens einzuschlagen. (…) Eine schönere Welt schimmert ganz nah unter der Oberfläche und poppt auf, sobald die Systeme, die sie unter Wasser halten, ihren Griff lockern.“
Rolling Stone:
Why We’re Living in the Age of Fear (Artikel von 2016) – Auszug: "Vor allem Angst versetzt Menschen in einen Alarmzustand, der sie wütend und missionarisch macht, wenn es darum geht, was sie glauben. Es ist wie eine Krankheit, die Millionen von Menschen im ganzen Land infiziert. (...) Für die Massenmedien, Versicherungsgesellschaften, Big Pharma, Interessengruppen, Anwälte, Politiker und viele andere ist diese Angst Milliarden wert. Und zum Glück für sie ist diese Angst auch sehr leicht zu manipulieren. (...) Wenn man sich die Zellebene des präfrontalen Kortex und des Hippocampus – die denkenden und Gedächtnis bildenden Teile des Gehirns – dann anschaut, wenn jemand unter ständiger Angst lebt, kann man tatsächlich sehen, wie sie abschalten. Sie schrumpfen. Die entscheidende Kombination von Unsicherheit und der Wahrnehmung einer wachsenden Bedrohung hat historisch zu einem verstärkten Wunsch nach Autoritarismus geführt."
Spiegel:
"Die Zahlen sind vollkommen unzuverlässig" – Interview mit Prof. Gerd Antes - Auszug: „Wenn in Deutschland plötzlich viel mehr getestet wird, findet man zwangsläufig auch mehr Infizierte. Ob sich wirklich mehr Menschen angesteckt haben, weiß man dann aber nicht. (…) Wir wissen nicht, wie viele Menschen sich bislang mit dem neuen Coronavirus infiziert haben und wie viele jeden Tag hinzukommen. Außerdem ist unklar, wie viele Menschen ursächlich an einer Infektion sterben. (…) Entscheidend ist, wie die Todesfälle gezählt werden. Derzeit gilt im Prinzip jeder Tote, der mit dem Virus in Verbindung steht, als Corona-Todesfall. Die Wahrheit ist deutlich komplexer, denn viele von denen, die jetzt am Coronavirus sterben, wären möglicherweise auch ohne das Virus gestorben, aber später. (…) Bei Krankheiten, die nicht so im Fokus stehen wie Covid-19, ist aber davon auszugehen, dass öfter die Grunderkrankung als Todesursache erfasst wird. (…) Wir müssen sehr regelmäßig, vielleicht jede Woche, einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt auf Infektionen untersuchen.“
30. April 2020