Corona-Impfung: Ex-US-Präsidentenberater Fauci kannte früh mögliches Fehlgeburtsrisiko

Fauci 2021: Impfreaktionen könnten „theoretisch mit Fehlgeburten im ersten Trimester in Verbindung stehen“ / Fauci und weitere hochrangige US-Behördenmitarbeiter sprachen dennoch öffentliche Impfempfehlung aus / Stiko hebt Empfehlung zur Corona-Impfung für Schwangere auf

17. August 2026
Washington / Berlin.
(multipolar)

Neu veröffentlichte Unterlagen mit Daten aus dem Diensttelefon des ehemaligen US-Präsidentenberaters Anthony Fauci zeigen, dass dieser bereits im Januar 2021 von einem Fehlgeburtsrisiko bei der Impfung Schwangerer wusste. In einer Nachricht schrieb er, viele Menschen würden einen „signifikanten Zytokinsturm und Fieber nach der zweiten Dosis“ entwickeln. Bei einem Zytokinsturm gerät das Immunsystem außer Kontrolle. Diese Reaktionen, so schrieb Fauci, könnten „theoretisch mit Fehlgeburten im ersten Trimester in Verbindung stehen“.

An der Diskussion mit Fauci zur Impfung Schwangerer waren die Mediziner Vivek Murthy und Rochelle Walensky beteiligt. Murthy wurde kurz darauf (März 2021) Generalarzt („Surgeon General“) und damit, so erklärt das „Ärzteblatt“ die Position, „ranghöchster Arzt im amerikanischen Gesundheitswesen“, mit der Aufgabe, „eine Art nationale Präventionsbehörde“ zu leiten. Walensky leitete ab Januar 2021 die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), das US-Pendant zum Robert Koch-Institut (RKI). Walensky antwortete unmittelbar auf Faucis Nachricht: „Definitiv ein guter Punkt, vor allem nach der zweiten Dosis“. Auch Murthy schrieb, Faucis Hinweis „hinsichtlich Zytokinsturm nach der zweiten Dosis“ sei „ein wirklich guter Punkt“.

Am selben Tag hatte kurz zuvor John Mascola, damals Direktor der Impfstoffforschung am Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), Fauci per SMS informiert, dass „in ersten Studien“ eine Corona-Impfung von Schwangere im ersten Trimester „aufgrund von möglichem Fieber und höheren Fehlgeburtsraten vermieden“ werde. Es ist nicht klar, auf welche Studien sich Mascola bezog. Fauci bedankte sich anschließend per SMS für die Information und schickte besagte Nachricht an Murthy und Walensky.

Das Trio diskutierte auch weitere Vorbehalte zur Impfung Schwangerer. So schrieb Fauci: „Manche Leute (sogar weibliche Gesundheitsfachkräfte) haben Bedenken, sehr früh in der Schwangerschaft einen ‚genetischen‘ Impfstoff zu spritzen“. Man müsse einen Umgang mit dieser „Fehlwahrnehmung“ finden, dass mRNA „irgendwie in deine Gene gelangen könnte“. Wenn sich diese Annahme auf einen sich entwickelnde Föten ausweite, würden „Ängste zunehmen“. Murthy schrieb, auch er habe „von den Sorgen gehört, dass die mRNA Mutationen im sich entwickelnden Fötus auslösen“ könne.

Kurz darauf wies Murthy auf einen Beitrag der Weltgesundheitsorganisation hin, der aufgrund fehlender Daten von einer Impfung Schwangerer mit dem Moderna-Präparat abrät. Murthy zeigte sich „überrascht“ von dieser „starken Behauptung“, die das „öffentliche Vertrauen“ gefährde. Man sehe sich mit einer „Flut an Fragen“ konfrontiert. Fauci schrieb, man müsse bei jeder Impfung, „bei der Daten zu schwangeren Frauen fehlen“, die „potentiellen Risiken gegen den Nutzen abwägen“. Covid-19 könne „vor allem während der Schwangerschaft“ eine „ernsthafte Erkrankung“ sein. In den Studien seien Schwangere nicht zugelassen gewesen, aber nach der Notfallzulassung seien über 10.000 Schwangere geimpft worden. Es seien „keine Probleme aufgetaucht“. Auch Toxizitätsstudien bei Tieren hätten keine Alarmsignale ergeben. Walensky stimmte dem zu.

Im August 2021 sagte Fauci öffentlich, die Impfung zehntausender Schwangerer sei von der CDC nachverfolgt worden, es habe keine Hinweise auf Nebenwirkungen gegeben. Es sei „wirklich ziemlich klar, dass Schwangere geimpft werden sollten“. Auch Stillen nach der Impfung sei „eine gute Idee“, um das „Baby zu schützen“. Im September 2021 appellierte die CDC, die Impfrate unter schwangeren und stillenden Frauen zu erhöhen. Auch bei einer geplanten Schwangerschaft riet die Behörde „dringend“ dazu, sich impfen zu lassen. Der Nutzen übersteige „bekannte oder potentielle Risiken“, sowohl für die Schwangeren als auch für Fötus oder Kind. Im Februar 2022 riet Murthy „jederzeit“ während einer Schwangerschaft zur Impfung, „idealerweise so früh wie möglich“.

Auch in Deutschland wurde Schwangeren frühzeitig die Impfung empfohlen. So forderte etwa Stefan Kluge, heute Sachverständiger der CDU/CSU in der Corona-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, seinerzeit im Mai 2021: „Wir sollten in Deutschland unbedingt auch Schwangere impfen“. Damit setzte er sich über die Ständige Impfkommission (Stiko) hinweg. Denn die Stiko definierte schwangere und stillende Frauen generell erst im September 2021 als „zu impfende Zielgruppe“. Nach einer kontroversen Sitzung der Corona-Enquete-Kommission in Brandenburg zu den Impf-Folgen für Schwangere Ende Juni, hob die Stiko im Juli die generelle Impfempfehlung unter anderem für Schwangere auf. Sie gilt aber noch „bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung oder beim Auftreten schwangerschaftsassoziierter Komplikationen“

Hebammen und Mediziner kritisieren die Impfung von Schwangeren bis heute – sowohl mit Blick auf Geburtenrückgang und Totgeburten als auch hinsichtlich der mangelhaften Datengrundlage. Das Online-Magazin „Infosperber“ berichtete 2025, Pfizer habe eine wichtige, randomisiert-kontrollierte Studie gestoppt. Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) habe diese Studie zwar im Rahmen der vorläufigen Zulassung zur Auflage gemacht. Doch nach wenigen Monaten, sei diese Studie 2021 mit Zustimmung der US- Arzneimittelbehörde FDA und der EMA abgebrochen worden. Der Pfizer-Impfstoff habe zudem bei einem Laborversuch mit Ratten im Jahr 2021 zu Fehlgeburten geführt. Bei einem anderen Experiment 2021 hätten sich Nanopartikel des Impfstoffs überall im Körper der Tiere verteilt und sich unter anderem in den Eierstöcken konzentriert. Im Oktober 2022 berichtete der „Focus“, eine Studie habe mRNA in Muttermilch nachgewiesen.