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Wenn billig teuer kommt

Der höhere Preis von Bio-Produkten im Supermarkt schreckt weiterhin viele Kunden ab. „Bio“ gilt oft als elitär, als Hobby der Wohlhabenden. Unter den Tisch fällt, dass die konventionelle Landwirtschaft mit versteckten Kosten für die Allgemeinheit einhergeht, deren Ausmaß erheblich ist. Wo liegen Lösungen?

SUSANNE WOLF, 26. März 2026, 12 Kommentare, PDF

Bio ist wertvoll – soweit der Konsens zumindest unter einer wachsenden Zahl von Konsumenten, die dafür meist höhere Preise in Kauf nehmen – und sich das leisten können. Doch müssen Bio-Lebensmittel eigentlich zwingend teurer sein als konventionell produzierte? Der Begriff „Kostenwahrheit“ stellt das in Frage. Gemeint ist damit, dass für Schäden, die von der konventionellen Landwirtschaft verursacht werden, derzeit oft die Allgemeinheit gerade steht. Für Deutschland hat die 2019 von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierte Zukunftskomission Landwirtschaft, beruhend auf einer Studie der Boston Consulting Group, 90 Milliarden Euro Folgeschäden für die Umwelt errechnet, die von der traditionellen Landwirtschaft jährlich verursacht würden.

Preisvergleich im Supermarkt: Zahlreiche Produkte aus biologischer Landwirtschaft sind erheblich teurer als konventionell hergestellte – insbesondere tierische Produkte wie Eier oder Fleisch. Konsumenten, die mit ihrem Haushaltsbudget sorgsam umgehen müssen, greifen so lieber zu den günstigeren Produkten. Die höheren Preise für Bio-Produkte werden mit höheren Produktionskosten aufgrund arbeits- und platzaufwändigerer Verfahren im biologischen Pflanzenbau und in der Bio-Tierhaltung erklärt. Dazu kommt eine zeit- und kostenintensivere Verarbeitung, geringere Verarbeitungsmengen und dadurch höhere Stückkosten.

Bio als Marktnische

Das Grundprinzip der biologischen Landwirtschaft ist die Kreislaufwirtschaft. Dazu gehören eine natürliche Düngung mit Kompost, Tiermist oder Pflanzenresten sowie ein Verbot von chemisch-synthetischem Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden). Angepasste Sorten, die Förderung von Nützlingen und eine ausgewogene Fruchtfolge verringern den Krankheits- und Schädlingsdruck. Die Tierhaltung ist artgerecht mit großen Stallflächen, Einstreu und viel Auslauf. Das Futter ist biologisch erzeugt, Gensoja und Tiermehl sind nicht erlaubt. Auf Antibiotika und Hormone wird verzichtet. Bei der Verarbeitung von Biolebensmittel sind Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder künstliche Aromen verboten.

Obwohl Bio-Landwirtschaft weltweit am Vormarsch ist, bleibt sie in den meisten Ländern eine Marktnische. In Österreich, EU-weit Vorreiter beim Bio-Anbau, wurden im Jahr 2025 insgesamt 27 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche biologisch bewirtschaftet – also mehr als ein Viertel. In Deutschland waren es 2024 lediglich 11 Prozent der Flächen. Der geringe Anteil liegt zum Teil daran, dass die konventionelle Landwirtschaft von der EU gefördert wird und große Höfe zudem das meiste Geld erhalten. Kleine Landwirte kämpfen dagegen zunehmend ums Überleben.

Externe Kosten der Landwirtschaft

Die Agrarindustrie gehört zu den größten Umweltsündern: Um die Erträge zu steigern, werden Pestizide und Kunstdünger eingesetzt, mit schweren Folgen nicht nur für Natur und Tierwelt, sondern auch für die menschliche Gesundheit. Das wurde zuletzt in der Debatte um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat deutlich. Monokulturen zerstören die Böden und verbrauchen große Mengen an Wasser; in der Massentierhaltung leiden die Tiere unter widernatürlichen Bedingungen. Zudem kommt Soja als Tierfutter zum Einsatz, das dort angebaut wird, wo früher Wälder standen.

Die „intensive konventionelle Landwirtschaft“ sei „mit verantwortlich“ für negative Umweltauswirkungen, so Bio Austria, Fachverband für 12.000 Biobauern. „Dazu gehören Hochwasser durch weniger Speicherkapazität der Böden genauso wie Verunreinigung des Trinkwassers mit Pestiziden oder die Freisetzung von – in gesunden Ackerböden gebundenem – Kohlenstoff.“

Der in der Biobranche verankerte Verein Enkeltaugliches Österreich (ETÖ), der die österreichische Landwirtschaft „zukunftstauglich machen“ möchte, arbeitet seit 2024 an einer umfassenden Meta-Analyse bestehender Studien: Die OECD schätze demnach die externen Kosten der Landwirtschaft auf 78 bis 157 Milliarden Euro – das entspräche etwa 0,5 bis 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU. Weitere Schlussfolgerungen der ETÖ-Analyse: Der fortschreitende Verlust der Artenvielfalt belaste den europäischen Haushalt mit geschätzten 5 bis 10 Milliarden Euro pro Jahr. Wasserverschmutzung und übermäßiger Wasserverbrauch würden mit weiteren 4 bis 7 Milliarden Euro zu Buche schlagen, während die Luftverschmutzung zusätzliche 5 bis 10 Milliarden Euro jährlich verschlinge. Hinzu kämen gesundheitliche Folgekosten durch Pestizideinsatz von schätzungsweise 2 bis 5 Milliarden Euro jährlich.

Barbara Holzer aus dem ETÖ-Vorstand erklärt, eine eigene Umfrage belege, dass viele Menschen nicht wüssten, dass sie „für die Folgekosten konventioneller Landwirtschaft mehrfach bezahlen – einmal beim Einkauf und ein zweites Mal über ihre Steuern.“ Mehr als 80 Prozent der Befragten wünschten sich, dass Folgekosten der konventionellen Landwirtschaft durch eine verstärkte bioregionale Lebensmittelproduktion vermindert werden, auch, um die Produkte günstiger zu machen. Gleichfalls mehr als 80 Prozent forderten demnach, der Staat solle die bioregionale Landwirtschaft stärker fördern, um zur Verringerung der Folgekosten beizutragen. Laut ETÖ-Berechnungen würden durch eine Umstellung auf 100 Prozent Bio-Landwirtschaft die Kosten in Österreich um mindestens ein Drittel sinken.

Ministerium: „Darstellung nicht ohne Weiteres nachvollziehbar“

„Lebensmittelproduktion hat in erster Linie die Aufgabe, unsere Ernährung zu sichern sowie gesunde und sichere Lebensmittel zu liefern“ sagt eine Sprecherin des deutschen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). „Ob kleine oder große Betriebe, ob konventionell oder ökologisch wirtschaftende Betriebe – sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer Versorgungssicherheit.“ Das BMLEH setze sich für das „bürokratiearme Sichtbar- und Messbarmachen von erbrachten Nachhaltigkeitsleistungen“ ein. Verbraucher will man „bei der Produktentscheidung unterstützen“. Um Forschungsvorhaben zu unterstützen, die sich mit der Transparenz bei Nachhaltigkeitsleistungen im Agrar- und Ernährungssektor beschäftigen, habe das Ministerium zudem eine Grundlagenstudie „True Cost Accounting Roadmap“ gefördert.

„Die Darstellung, dass konventionelle Landwirtschaft zwangsläufig intensiv und mit negativen Umweltwirkungen verbunden ist, ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar“, heißt es derweil aus dem österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Es stimme zwar, dass in der konventionellen Landwirtschaft auf Grund der verfügbaren Betriebsmittel eine höhere Intensivierung leichter realisierbar sei als in der biologischen Landwirtschaft. Das Agrarumweltprogramm ÖPUL und die hohen Teilnehmerraten von über 80 Prozent der Betriebe mit über 80 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche, „auch bei konventionell wirtschaftenden Betrieben“, zeige jedoch, dass dies „nicht zwangsläufig der Fall sein muss“, so eine Sprecherin des Ministeriums. Negative Wirkungen auf Grundwasser, Erosion und Humusabbau seien nicht automatisch mit der Produktionsweise – biologisch oder konventionell – verknüpft, sondern hingen stark von einer standortangepassten Bewirtschaftung ab.

Was kosten Lebensmittel die Allgemeinheit wirklich?

Der Frage der realen Kosten ging Dr. Tobias Gaugler vom Institut für Materials Resource Management der Universität Augsburg in der 2018 erschienenen Studie „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“ nach. „Unsere Untersuchungen offenbaren eine teils enorme Differenz zwischen den aktuellen Erzeugerpreisen und den wahren Kosten“, sagt Gaugler.

„Die höchsten externen Folgekosten und damit größten Fehlbepreisungen gehen mit der Produktion konventionell produzierter Fleisch- und Wurstwaren einher.“ Diese müssten auf Erzeugerebene dreimal so teuer sein, wie sie derzeit sind, die zweithöchsten Aufschläge müssten für konventionell hergestellte Milchprodukte erfolgen, die niedrigsten für Bio-Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs, so der Forscher. Bei tierischen Produkten sei die Höhe der externen Kosten vor allem durch die energieintensive Aufzucht der Nutztiere bedingt: Futtermittelanbau, Beheizung und Belüftung der Ställe sowie der Stoffwechsel der Tiere führten zu Austragungen von reaktivem Stickstoff und von Treibhausgasen sowie zu einem Energiebedarf, der bedeutend höher sei als bei pflanzlichen Produkten.

„Für viele negative Klima-, Umwelt- und Gesundheitsfolgen, die sich aus der Produktion von Lebensmitteln ergeben, kommen aktuell weder die Landwirtschaft noch die Konsumenten auf“, kritisiert Gaugler. Ein weiteres Beispiel sei die von Verbrauchern getragene Wasserrechnung für die Aufbereitung von Trinkwasser, welches aufgrund von Düngemitteln belastet sei. „Hier handelt es sich um eine Form von Marktversagen, dem mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen begegnet werden müsste.“

Lösungsvorschläge

Beispiele und Vorschläge, wie Bio-Produkte günstiger als konventionell hergestellte werden könnten, kommen aus verschiedenen Richtungen: Dänemark etwa erhebt eine Pestizidsteuer, die laut dem Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) den Pestizideinsatz gesenkt und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit von Bio-Erzeugern erhöht hat. Die ZKL und die – von der Bundesregierung 2019 als „Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung“ gegründete, inzwischen aber wieder eingestellte – Borchert-Kommission schlugen vor, die Mehrwertsteuer auf Fleisch schrittweise von sieben auf 19 Prozent anzuheben, um damit die Kosten für größere Tierwohl-Ställe zu bezahlen. Diese müssen derzeit einerseits von Tierhaltern, die ihre Tiere auf Bio-Niveau halten, selbst getragen werden und werden zugleich auf die Käufer des dementsprechend teuren Bio-Fleisches und anderer tierischer Bio-Produkte abgewälzt.

Das Ministerium in Wien sieht das gegenüber Multipolar kritisch: „Eine höhere Besteuerung von Fleisch berücksichtigt nicht, dass die Tierhaltung in Österreich eine entscheidende Rolle beim Erhalt der Kulturlandschaft spielt, insbesondere in der Almwirtschaft.“

Der BÖLW, Fachverband der deutschen Biobauern, fordert die Regierung derweil auf, Bio gezielt auszubauen, etwa in Form einer ökologischen Steuerreform und einer auf den Mittelstand ausgerichteten Wirtschaftspolitik. Zudem schlägt der BÖLW Steuern auf chemisch-synthetische Pestizide und fossil erzeugte Düngemittel vor.

In Österreich legte der Umweltdachverband bereits 2019 der damaligen Regierung ein 5-Punkte-Programm für eine ökosoziale Steuerreform vor, um „Kostenwahrheit“ zu schaffen. Ein Punkt daraus lautete: „Die ökosoziale Steuerreform verlagert das Gewicht der Steuerleistung strukturell in Richtung Besteuerung von Energie- und Ressourcenverbrauch. Menschliche Arbeitskraft wird durch eine Senkung der Lohnnebenkosten steuerlich entlastet, hoher Energie- und Ressourcenverbrauch stärker belastet.“ Der Vorschlag wurde nie umgesetzt, die Regierung führte lediglich eine reine CO2-Steuer ein.

Bio-Einkauf ohne Mehrkosten möglich?

Eine Studie des Instituts für biologischen Landbau FiBL im Auftrag von WWF Österreich argumentiert, dass ein Einkauf in Bio-Qualität ohne Mehrkosten möglich sei, wenn der eigene Ernährungsstil „nachhaltiger“ ausgerichtet werde. Demnach könne sich eine durchschnittliche vierköpfige Familie einen Warenkorb in Bio-Qualität leisten, wenn sie sich gesünder und umweltfreundlicher ernährt und die Verschwendung von Lebensmitteln reduziere.

„Für den eigenen Speiseplan heißt das: mehr Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte und im Gegenzug weniger Tierprodukte, Süßigkeiten und Softdrinks”, so Pegah Bayaty vom WWF. Sie fordert von der Bundesregierung „mehr Bewusstseinsbildung und Unterstützung für einen biologischen und pflanzenreichen Einkauf” – konkret eine Mehrwertsteuersenkung auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte sowie eine durchgängige Haltungs- und Herkunftskennzeichnung für tierische Produkte im Handel und in der Gastronomie. Die größten Einsparungseffekte können durch eine rein pflanzliche Ernährung erzielt werden, ergänzt Studienautor Martin Schlatzer vom FiBL.

Nachfrage nach Bio-Produkten steigt

Während immer mehr Konsumenten nach Bio-Produkten greifen, werden Bio-Landwirten oft Steine in den Weg gelegt. „In Österreich ist seit Ende 2024 kein Neueinstieg in die Bio-Maßnahme des Österreichischen Programms für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) mehr möglich, Ende 2025 ist auch der Umstieg innerhalb laufender Verpflichtungen ausgelaufen“, schreibt Bio-Austria. „Die ÖPUL-Maßnahme ,Biologische Wirtschaftsweise’ ist die Kernmaßnahme für Biobetriebe, um ihre Leistungen, die sie für die Gesellschaft erbringen, auch entsprechend abgegolten zu bekommen“, erklärt eine Sprecherin. Betriebe, die bereits am ÖPUL an anderen laufenden Maßnahmen teilnehmen, hätten aktuell keine Möglichkeit mehr, in die Bio-Maßnahme zu wechseln, falls sie ihren Betrieb auf Bio umstellen möchten. „Umstellen können sie trotzdem, haben zur Zeit aber keinen Zugang zu einer entsprechenden Fördermöglichkeit“, so die Sprecherin weiter.

„Das BMLUK setzt sich weiterhin aktiv für die Weiterentwicklung des Bio-Sektors in Österreich ein“, heißt es dazu aus dem Ministerium in Wien. Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik strebe man „einen geeigneten Maßnahmenmix“ an, der darauf abziele, „den Bio-Sektor nachhaltig zu unterstützen“. Dazu würden Agrarumweltzahlungen und auch „gezielte Bewusstseinsbildung und Beratungsmaßnahmen“ zählen. Der Markterfolg der Bio-Produktion sei dabei entscheidend für ihre Weiterentwicklung.

Auch in Deutschland steigt die Nachfrage nach Bio, zugleich wird Bio-Gemüse aus dem Ausland importiert, wie der BÖLW kritisiert. „Die Bio-Gemüsebäuerinnen und -bauern in Deutschland können aus zwei Gründen oft nicht mit ausländischer Ware kostenmäßig mithalten: Erstens wegen der höheren Lohnkosten insbesondere gegenüber Anbaubetrieben in Süd- und Südosteuropa, zweitens wegen der meist kleineren Größe ihrer Betriebe“, erläutert eine Sprecherin.

Auch Bio ist verbesserungswürdig

Dass auch in der Bio-Landwirtschaft nicht alles perfekt ist, erklärt Bio-Landwirt Hubert Stark: „Das Bodenleben wird hier, ebenso wie in der konventionellen Landwirtschaft, meist ausgeblendet.“ Stark setzt sich mit der von ihm begründeten Humusbewegung für eine „regenerative Landwirtschaft“ ein.

„Alle reden gerade von Biodiversität, zugleich haben wir nach wie vor Monokulturen auf den Feldern, ebenso in der Bio-Landwirtschaft. Das passt nicht zusammen“, sagt der Bio-Bauer im Interview mit Multipolar. Auch in der ökologischen Landwirtschaft würden Böden durch schwere Maschinen zerstört oder durch lange unbewachsene Zeiträume geschädigt, so Stark. In der regenerativen Landwirtschaft dagegen gehe es darum, Böden wieder zu beleben und Humus aufzubauen. „Humus speichert nicht nur Kohlenstoff und Wasser, sondern auch wichtige Pflanzennährstoffe und trägt wesentlich zu einem ausgeglichenen, gesunden Boden bei“, erklärt Stark. Durch Humusaufbau könnten Böden Ertragsschwankungen durch Trockenheit, Hitze oder Starkregen besser abfedern. „Wasser wird länger gespeichert und ist somit auch in Trockenperioden verfügbar.“

Statt auf Veränderungen seitens der Regierung zu warten, plädieren Experten wie Hubert Stark dafür, selbst aktiv zu werden. „Wir benötigen ein Umdenken, dass das nicht eine kleine Gruppe stemmen kann. Wir brauchen mehr Menschen, die aktiv mit ihren Händen den Boden pflegen.“ Um Böden wieder fruchtbarer zu machen, brauche es Zeit und das Verständnis der gesamten Bevölkerung, ist Stark überzeugt – und ist damit nicht alleine.

Namhafte Vertreter der Permakultur wie Charles und Perrine Hervés-Gruyer kommen zu demselben Ergebnis. „Eine Gesellschaft kann nicht mit nur zwei bis drei Prozent Landwirten überleben“, schreiben die französischen Pioniere in ihrem Buch „Unser Leben mit Permakultur“. Und weiter: „Aber die Bauern von morgen werden nicht aus der schrumpfenden Bauernklasse kommen, sondern aus den Städten, Büros, Geschäften, Fabriken usw. Eines ist sicher: Sie werden nicht mit den Modellen der Vergangenheit auf das Land gehen.“

Über die Autorin: Susanne Wolf, Jahrgang 1968, arbeitet seit 2011 als freie Journalistin. 2013 erhielt sie den zweiten Platz des Österreichischen Zeitschriftenpreises. 2022 war sie Mitinitiatorin der Petition „Für eine Erneuerung des Journalismus in Österreich“. Zuletzt erschien ihr Buch „Die Freiheit in mir“.

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Diskussion

12 Kommentare
KARL REITTER, 27. März 2026, 09:50 UHR

Derartige Berechnungen sind immer problematisch. Sie werden fast immer aus einem sehr spezifischen Blickwinkel vorgenommen und oftmals fließen sehr problematische Annahmen ein. Nur so ein Beispiel: Die Pendlerpauschale, ein von der Steuer absetzbarer Betrag für Menschen, die eben zur Arbeit pendeln, wird als Subvention des fossilen Kapitals berechnet. Die so geringeren Steuereinnahmen können meiner Ansicht nach höchstens sehr indirekt als Subvention dieses Kapitals berechnet werden. Wenn in diesem Bericht "negative Klima-, Umwelt- und Gesundheitsfolgen" als Kosten der traditionellen Landwirtschaft berechnet werden, so frage ich mich schon, wie wurden diese denn berechnet? Welche Annahmen und Kausalitäten liegen diesen Berechnungen zugrunde? Öffentlich gemacht sind sie nicht. Kurzum: Ich bezweifle die Objektivität dieser Berechnungen massiv, so sie überhaupt ernsthaft durchführbar sind.

PAUL SCHREYER, 27. März 2026, 12:15 UHR

Welche Annahmen und Kausalitäten liegen diesen Berechnungen zugrunde? Öffentlich gemacht sind sie nicht. Kurzum: Ich bezweifle die Objektivität dieser Berechnungen massiv, so sie überhaupt ernsthaft durchführbar sind.

Die Studie der Boston Consulting Group, die 90 Milliarden Euro jährliche Folgeschäden für die Umwelt errechnet, ist im Artikel verlinkt:

https://www.bcg.com/securing-the-future-of-german-agriculture

Auf Seite 44 findet man dort eine Tabelle mit der „Herleitung der externen Kosten“. Wenn man dort ins Detail geht, stößt man allerdings in der Tat schnell an Grenzen der Belegbarkeit. So wird beim größten Posten in Höhe von 47 Milliarden Euro („Verlust von Ökosystemleistungen“) darauf verwiesen, man gehe als Referenz von einem Wert von drei Prozent des BIP aus, und verweist zum Beleg auf die „Biodiversitäts Strategie 2020“ der EU-Kommission.

https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-7-2012-0146_EN.html

Dort findet man auch tatsächlich eine entsprechende Formulierung („biodiversity loss is currently reducing global GDP by 3 % each year“), doch ohne Quelle. Natürlich finden solche Berechnungen nicht im akademischen, luftleeren Raum statt, sondern in einem politischen Rahmen mit bestimmten Zielen. So lässt sich über die Höhe der Zahlen also sicher trefflich streiten. Das Grundargument, wonach die konventionelle Landwirtschaft externe Kosten und Schäden verursacht, die die Allgemeinheit zu tragen hat, wird dadurch aber nicht völlig unplausibel, scheint mir.

RALLE, 27. März 2026, 12:55 UHR

Den Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger pauschal zu verurteilen, halte ich für falsch. Dafür leben zu viele Menschen auf der Erde, die ohne Einsatz chemischer Hilfsmittel verhungern würden. Monokulturen führen zwangsweise zu weniger Ertrag und werden daher auch von der konventionellen Landwirtschaft nicht betrieben. Bio kann erfolgversprechend sein, wenn die Produktion transparent abläuft (Kann ich wirklich sicher sein, wenn ich Bio-Eier kaufe, dass die nicht aus Legebatterien kommen?).

Was die „Folgekosten“ von traditionell hergestellten Lebensmitteln betrifft, die zahlen wir doch schon im Überfluss. Da schlägt nicht nur die CO2-Steuer ins Gewicht, sondern auch der Wasser-/Abwasserpreis, den jeder Haushalt entrichten muß. Mit dem Erwerb klassischer Lebensmittel zahle ich auch Steuern. Mir wird hier nichts geschenkt.

Wir leben hier schon in einer überregulierten Gesellschaft. Politiker (oftmals ohne Sachverstand) treffen Entscheidungen, deren Folgen sie offensichtlich nicht einschätzen können. Wie oft Fleisch auf den Tisch kommt („nachhaltige“ Ernährung), geht den Staat nichts an.

HELENE BELLIS, 30. März 2026, 14:45 UHR

»Monokulturen führen zwangsweise zu weniger Ertrag und werden daher auch von der konventionellen Landwirtschaft nicht betrieben.«

Echt jetzt? Woher kommt dann überhaupt das Wort, wenn's gar keiner betreibt...?

SUSANNE WOLF, 1. April 2026, 14:45 UHR

„Dafür leben zu viele Menschen auf der Erde, die ohne Einsatz chemischer Hilfsmittel verhungern würden.“

Zahlreiche Expertenstimmen weisen darauf hin, dass langfristig nachhaltige Landwirtschaft nur dann möglich ist, wenn wir weniger tierische Produkte konsumieren und die Verschwendung von Lebensmittel reduziert wird.
https://www.etoe.at/bio-kann-die-welt-ernaehren/

„Monokulturen führen zwangsweise zu weniger Ertrag und werden daher auch von der konventionellen Landwirtschaft nicht betrieben“

Gerade in der konventionellen Landwirtschaft sind Monokulturen die Norm, sowie auf großen Bio-Höfen, wie auch Hubert Stark im Artikel kritisiert.

SIGRID PETERSEN, 28. März 2026, 15:45 UHR

Es sind bestimmt so einige Verbesserungen in der landwirtschaftlichen Produktion von Lebensmitteln und deren In-Markt-Bringung möglich. Angefangen bei der Bildung (mal wieder!) Dieses betrifft auch Aufklärung über die regionale Versorgung und deren Vorteile. Und dann auch Kennzeichnung.

Und ja, Fleisch wird m.E. zu billig und damit meist in schlechterer Qualität produziert. Die Art von Massentierhaltung, die dieses billige Fleisch für „jeden Tag Fleisch auf dem Teller“ produziert, sollte verschwinden. Aber die Akzeptanz wird nur durch Bildung und Aufklärung, nicht Verdammung, erreicht. Auch die Einsicht, dass Fleisch nicht jedenTag auf dem Teller sein muss (oder noch weniger).

Schau ich mir die zu Grunde liegende Studie an, bin ich gleich alarmiert. Auf Seite 4: „Unser besonderer Dank gilt dem Team des WWF Deutschland für seine konstruktiven Beiträge und Unterstützung bei der Evaluierung der Analysen.“ WWF! Eine wenig neutrale Informationsquelle.

Externe Kosten! (Oder versteckte Kosten, wie in der Untertitelbeschreibung genannt.) Allein die CO2-Kosten sind zuförderst Ideologiekosten, eine neue Bepreisung, um das Staatssäckel zu füllen und dem Bürger das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zu den „Feinstaubkosten“ (Studie) möchte ich hier das „Fraunhofer“ zitieren:

„Der Feinstaubgrenzwert ist eigentlich völlig widersinnig: Was wir mit den Messgeräten messen, ist zu 90% natürlicher Feinstaub, und an diesem Feinstaub ist niemand gestorben bisher – der ist seit Jahrmillionen in der Luft. Der Anteil der Diesel-PKW daran ist so marginal, dass man ihn eigentlich gar nicht messen kann.“ (Prof. Matthias Klinger, Leiter Fraunhofer-Institut für Verkehrssysteme, 2020)

Ich würde gerne einmal eine Aufstellung externer Kosten für all die im heutigen Kontext (was so gedacht und angestrebt wird) genannten „nachhaltigen“ Produkte sehen. Angefangen bei den Erneuerbaren Energien über die energetische Sanierung von Gebäuden bis hin zu sämtlichen so called ökologischen Unterfangen. Wer würde sich zu so einer Untersuchung aufmachen? Wer würde diese finanzieren?

Über die Nitratbelastung durch die Landwirtschaft im Wasser gibt es auch unterschiedliche Aussagen.

Österreich kann, denke ich, schlecht als Vorbild für Deutschland genommen werden, denn dort stehen der Bevölkerung mehr als die zweifache landwirtschaftliche Fläche pro Kopf zur Verfügung. Bio-Ackerflächen brauchen für den gleichen Ertrag die doppelte Fläche. Und wie sieht es mit den 12 % Anbauflächen (aller Ackerflächen) in Deutschland aus, auf denen Monokulturen für energetische Zwecke gehalten werden? Dann die zwangsweise „stillgelegten Flächen“, die damit nur eine geringere Fruchtwechselrate ermöglichen? Hier ist kein Umdenken zu erwarten, weil ja nachhaltig.

Zum Fleischverzicht: Ich denke, auch hier lohnt es sich, den Rechner zu betätigen: Fleisch hat den 3- bis über 20-fachen Kalorienwert zu Gemüse. 3,3-fach gegenüber der Kartoffel. 250 g Fleisch auf dem Teller entsprechen 825 g Kartoffeln oder zweieinhalb Kilo Porree. Eine Milchkuh kann nur mit der Milch rein rechnerisch nach Kalorienbedarf täglich 53 Menschen ernähren. Ein ausgewachsenes (600 kg) Schlachtrind kann (bei 40% Verwertung für Fleischprodukte) 960 Teller mit 250 g Fleisch füllen. Oder eine 4-köpfige Familie über zwei Jahre mit 2 x wöchentlich 250 g Fleisch/Person. Der Rest des Schlachtviehs dient auch sinnvollen Zwecken.

Natürlich gehen da vorher jede Menge Kilo Graspflanzenprodukte in diese Tiere, die fressen aber hauptsächlich Dinge, die wir nicht essen können. Sozusagen „Abfälle“ (Strunke und Reste) - oder wie jetzt gerade Getreide, das mangels ausreichender Düngung nicht die erforderlichen Proteine-(mengen) aufweist, um zum Backen geeignet zu sein (Resultat der Düngemittelverordnung) - aus der Lebensmittelproduktion für uns Menschen.

Anhang:

Eine Anmerkung zum Sojaschrot, das wegen des Eiweißgehalts in der Tierfütterung Verwendung findet und stark kritisiert wird: Auch Sojaschrot ist aus den Resten der Lebensmittelproduktion für den Menschen hergestellt. Die Frage wäre, ob die „Fleischverzichter“ auf Sojaprodukte verzichten würden, um der Sojaproduktion in den Regenwäldern ein Ende zu setzen. (Der Gewinn aus Soja ist im Futtermittelanteil etwas höher, weil der Anteil pro Tonne deutlich höher (80%) liegt. Die Henne oder das Ei?)

HELENE BELLIS, 30. März 2026, 14:40 UHR

»Getreide, das mangels ausreichender Düngung nicht die erforderlichen Proteine-(mengen) aufweist, um zum Backen geeignet zu sein«

Dieses Argument habe ich schon anderswo gelesen, kann es aber nicht so recht nachvollziehen: ich kaufe seit Jahrzehnten Biogetreide bzw. Biomehl, und das ist hervorragend zum Backen geeignet. Auch wenn es nicht mithilfe synthetischer Düngemittel produziert wird. Es geht also definitiv auch ohne diesen Dünger, mal abgesehen davon, daß es jahrhundertelang ebenfalls kein Problem war, mit »normal« angebautem Getreide Brot und andere Dinge zu backen.

Aber das war ja schon während der Coronajahre so bemerkenswert: die Preise für Biolebensmittel stiegen längst nicht so wie jene für konventionelle Produkte, u. a. eben weil dieser (chemische) Dünger gar nicht benötigt wurde und die dafür notwendigen erhöhten Preise also auch nicht bezahlt werden mußten.

Aber jetzt bitte nicht wieder argumentieren, daß nur mit synthetischem Dünger alle ernährt werden können, das glaube ich in dieser Kurzform nämlich nicht.

RALLE, 31. März 2026, 18:20 UHR

"aber jetzt bitte nicht wieder argumentieren, daß nur mit synthetischem Dünger alle ernährt werden können, das glaube ich in dieser Kurzform nämlich nicht."

Glauben ist nicht Wissen.

"abgesehen davon, daß es jahrhundertelang ebenfalls kein Problem war, mit »normal« angebautem Getreide Brot und andere Dinge zu backen."

Nein, war es nicht. Nur dass damals (z.B. im 17. Jahrhundert) die Weltbevölkerung bei ca. 600 Mio Menschen lag (da werden nicht so viel Lebensmittel benötigt, wie für 8 Mrd.) Hinzu kommt, dass häufige Missernten (auch bedingt durch fehlende Pestizide) viele Menschen das Leben kosteten.

SIGRID PETERSEN, 31. März 2026, 15:00 UHR

Antwort auf Helene Bellis v. 30.3.26 14:40

Da haben Sie sicher ganz recht, dass dieses Phänomen Bio-Getreide nicht betrifft. Der Grund dafür ist, dass Bio-Landwirte keinen Kunstdünger verwenden (dürfen) und somit von den Einschränkungen des Kunstdüngergebrauchs dann auch nicht betroffen waren. Quelle für die Aussage ist bei mir Anthony Lee, der für sich auch sagt, er würde gerne mit Mist und Dung düngen, wie die Biobauern, aber der nächste Hof, der in ausreichender Menge liefern könnte, läge mehr als 100 km von seinem Hof entfernt. Wie viele kleine Höfe in seiner Umgegend liegen, weiß ich nicht, aber vermutlich selbst wenn, wäre das Zusammentragen von vielen Höfen nicht mehr wirtschaftlich?

Dieses ist ein weiteres Argument dafür, dass es sinvoll ist, viele kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe, statt wenige Groß(!)betriebe zu haben. Das ist allerdings nicht gewollt.

Ich möchte noch hinzufügen, dass jahrhundertelang Getreide "normal" angebaut wurde, weil man eben mit dem Stallmist und -dung gedüngt hat. Früher waren die Höfe meist auch sowohl in der Tierhaltung als auch im Getreide- und Gemüseanbau tätig oder zumindest gab es diese verschiedenen landwirtschaftlichen Ausrichtungen innerhalb eines Dorfes oder in der nahen Umgebung.

Zudem denke ich, dass die Böden insgesamt nicht mehr das Nährstoffangebot von früher aufweisen - dazu gibt es auch Untersuchungen, was im Vergleich zu "früher" letztlich noch an Vitaminen und Mineralstoffen in den Gemüsen und Getreiden enthalten ist - und der Gedanke der "Humusbildung" etc. wie im Artikel angeführt sehr interessant ist. Wenn es denn in der notwendigen Skalierung (für möglichst alle konventionell arbeitenden Landwirte) möglich ist.

HELENE BELLIS, 1. April 2026, 18:30 UHR

@Ralle

"aber jetzt bitte nicht wieder argumentieren, daß nur mit synthetischem Dünger alle ernährt werden können, das glaube ich in dieser Kurzform nämlich nicht."

Glauben ist nicht Wissen.

Das ist korrekt. Dafür weiß ich aber, daß

(-) in den Industrieländern zu viel produziert, zu viel weggeworfen und zu viel gegessen wird.

(-) bei uns auf Äckern und Feldern statt Lebensmittel Pflanzen angebaut werden, die als angeblich nachwachsende Rohstoffe durch's Auto oder den Kamin gejagt werden.

(-) auf Saatgut Patente angemeldet werden, die viele (Klein-)Bauern gerade in ärmeren Ländern in die Abhängigkeit bzw. weitere Armut treiben.

(-) diese Liste sich fortsetzen läßt.

Es gibt also eine ganze Menge Stellschrauben, an denen man zuvorderst drehen könnte, bevor man behauptet, daß es einzig und allein der synthetische Dünger sei, der für die Ernährung der Weltbevölkerung unabdingbar sei. Und bevor das nicht passiert, sehe ich auch die Alternativlosigkeit nicht.

Wenn man mal die großen Düngemittel- und Saatguthersteller – Monsanto, Bayer und viele andere mehr – bezüglich Lebensmittelanbau analog zu den Pharmafirmen setzt, die ja auch meinen, ohne sie gäbe es keine Gesundheit, dann ergibt sich hier möglicherweise eine andere Sicht der Dinge. Nämlich, daß diejenigen, die ihre Produkte als lebensnotwendig darstellen, überhaupt erst dafür verantwortlich sind bzw. waren, daß es heutzutage ums Leben und die Lebensnotwendigkeit geht. Ohne Pharmaindustrie wären die Leute nicht dermaßen mental bzw. physisch abhängig von Medikamenten (oder Impfstoffen), und ohne Düngemittelhersteller oder Saatgutpatenthalter würde die Landwirtschaft sich eben an der Natur orientieren, die wie der menschliche Körper eigentlich alles hat, um mit Widrigkeiten alleine fertigzuwerden. Klingt so gesehen eigentlich ganz logisch, oder?

@Sigrid Petersen
Ich könnte mir sogar vorstellen, daß mittlerweile das Getreide so hochgezüchtet wurde, daß diese neuen Sorten ohne Kunst(!)dünger tatsächlich nicht mehr ausreichend Nährstoffe (bzw. »Back«stoffe) herstellen. Genauso wie man ja auch sagt, daß nur deswegen viele Menschen immer mehr Lebensmittel nicht vertragen, weil diese sich viel zu weit von ihrer ursprünglichen Natürlichkeit entfernt haben. Das gilt bspw. auch für Milch oder Äpfel: viele Äpfelallergiker können alte Sorten problemlos essen; und in Rohmilch ist auch alles drin, was der Mensch benötigt. Argumentiert wird bei Letzterer dann (wie auch beim Rohmilchkäse) mit irgendwelchen bösen Bakterien, obwohl ein gesunder Körper damit in aller Regel überhaupt keine Probleme hat.

Die Probleme, die von dieser Industrie gelöst werden wollen, hat sie selber produziert, und dies sicherlich nicht aus Versehen.

MARIUS, 1. April 2026, 21:35 UHR

Liebe Frau Bellis,
herzlichen Dank für den Kommentar vom 01.04.2026, 18:30 Uhr. Er spricht mir aus der Seele.

In puncto Lebensmittelverschwendung möchte ich einen Dokumentarfilm empfehlen. TASTE THE WASTE, von Valentin Thurn (2011): https://www.youtube.com/watch?v=Pz70ztcSNYM

Und wer einen Eindruck davon bekommen möchte, wie sich die 'vermeintlich naive' Idee eines ökologischen Gleichgewichts entwickelt und folglich aussehen kann, dem sei der Dokumentarfilm UNSERE GROßE KLEINE FARM (2019) ans Herz gelegt: https://www.youtube.com/watch?v=X6gllTSmhbk

FRIDOLIN, 1. April 2026, 01:00 UHR

Hier wird seit langer Zeit erforscht, wie es sich mit Bio- und "konventionellem" Anbau verhält: https://rodaleinstitute.org/science/farming-systems-trial/

Beeindruckend sind m.E. mögliche Veränderungen durch Skalierung des Regenerative Farmings wie z.B. vom ehemaligen konventionellen Bauern Nick Padwick, der Prinzipien, wie auch in der von Elaine Ingham gegründeten Schule soilfoodweb.com vermittelt, in Norfolk angewendet: https://www.youtube.com/watch?v=TaB3QqsNT3g&t=29s

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