Morgendämmerung in den Chibinen, einem Gebirge auf der russischen Halbinsel Kola, nördlich des Polarkreises | Bild: Shutterstock

In eigener Sache: Multipolar-Jahresrückblick

2025 geht zu Ende und die Redaktion blickt zurück – auf die thematischen Schwerpunkte in diesem Jahr, auf neue Stimmen, und das, was unsere Leser am meisten interessierte.

REDAKTION, 19. Dezember 2025, 5 Kommentare, PDF

Für Multipolar war 2025 ein anstrengendes und alles in allem gutes Jahr. Unsere im Vorjahr gestartete Meldungen-Rubrik konnten wir fest etablieren und damit unsere nachrichtenjournalistische Ausrichtung stärken. Objektivität und Verlässlichkeit der übermittelten Nachrichten bleiben uns dabei wichtig – jede Meldung geht durch einen aufwändigen redaktionellen Lektorats- und Qualitätssicherungsprozess. 2025 erschienen über 200 dieser Meldungen, die im Median 43.000 Mal aufgerufen wurden (Vorjahr: 38.000). Auch unsere seltener erscheinenden längeren Artikel – in diesem Jahr publizierten wir 60 – stoßen auf wachsenden Zuspruch. Im Median wurden sie 68.000 Mal aufgerufen (Vorjahr: 55.000). Dieser Zuwachs geht nicht auf bezahlte Werbung zurück – wir schalten keine –, sondern offenbar auf Empfehlungen durch Leser und Weiterverbreitung durch andere Medien.

Multipolar soll dabei keine Plattform sein, auf der die immer gleichen Namen zu Wort kommen, stattdessen wollen wir offen bleiben für neue Stimmen. In diesem Jahr publizierten acht Autoren erstmals bei uns: Herzlich willkommen Katja Leyhausen, Jean Merlin von Agris, Volker Rekittke, Lena Böllinger, Christian Kreiß, Gaby Weber, Éva Péli und Wolf Reiser!

Corona und kein Ende

Die Aufarbeitung der Corona-Zeit ist auch 2025 ein Schwerpunkt gewesen. Die Veröffentlichung der von Multipolar freigeklagten RKI-Protokolle hatte bereits im Vorjahr eine breite mediale Debatte angestoßen, die 2025 nun zur Einsetzung einer Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages geführt hat. Zu Beginn des Jahres folgte Multipolar-Mitherausgeber Paul Schreyer, selbst kein Parteimitglied, einer Einladung, auf dem BSW-Bundesparteitag in Bonn zu diesem Thema zu sprechen. Der dazu verfasste Beitrag „Das sind Dinge, die vor einen Untersuchungsausschuss gehören“ zählte mit 180.000 Aufrufen zu den meistgelesenen des Jahres. Auch sein Text „Corona-Aufarbeitung als Demokratisierung“ – Zitat: „Die Aufarbeitung muss vor Ort geschehen – darin liegt auch die Chance für eine überfällige Demokratisierung des Landes“ – war mit 140.000 Aufrufen populär.

Die Aufarbeitung selbst ist das weniger. Ein Versuch Schreyers, in seiner Heimatstadt Rostock eine solche öffentliche Aufarbeitungsveranstaltung im Rathaus zu initiieren, bei der unter anderem Lehrer und Mediziner kritisch zurückblicken, scheiterte im November am Widerstand der Bürgerschaftsfraktionen von SPD, Grünen und Linken.

Bereits im Frühjahr gab es gravierende Neuigkeiten zum Virusursprung. Via ZEIT und Süddeutscher Zeitung wurde vermeldet, dass der deutsche Auslandsgeheimdienst der Bundesregierung bereits 2020 mitgeteilt hatte, von einem Laborursprung des Coronavirus auszugehen – das Virus also absichtlich erzeugt wurde und keine Laune der Natur war, wie jahrelang behauptet. Die Vermutung steht im Raum, dass dies auch der Anlass für die bislang ungeklärte Hochstufung der Risikobewertung im März jenen Jahres war. Diese Enthüllung führt zu einer völlig neuen Einschätzung der Corona-Zeit. „Lockdown aus Angst vor der Biowaffe?“ titelte Multipolar dazu im März. Der Beitrag wurde 130.000 Mal aufgerufen.

Daran knüpfte im Juni der mit 190.000 Aufrufen meistgelesene Beitrag des Jahres an: „Das ganze Konstrukt ist eine Biowaffe“. Der freie Forscher Dirk Gerhardt erläuterte im Multipolar-Interview, dass das Virus mit mindestens 15 auf den Menschen angepassten Bindungswegen auf maximale Schadwirkung konstruiert war. Das Virus – aber auch die Impfstoffe –, sind, so zeigen die Erkenntnisse, tatsächlich „Langzeitbiowaffen“, deren Wirkung sich erst über Jahre entfaltet, da Krankheitsprozesse ausgelöst werden, die oft nicht unmittelbar tödlich sind. Im Interview wurde zudem auf die neuen peer-reviewten Forschungen eingegangen, die in diesem Jahr erstmals auch von der WHO diskutiert wurden, und die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zeigen, dass das Coronavirus menschengemacht ist.

Alle müssten damit – eigentlich – umdenken, nicht nur die Impfbefürworter, sondern auch diejenigen, die das Virus bislang für kaum gefährlich hielten. Diese Schlussfolgerung stieß jedoch auf einigen Widerstand unter den Lesern. Multipolar strebt an, das Thema im neuen Jahr noch einmal aufzugreifen und die verschiedenen Blickwinkel zusammenzuführen.

Auch die folgenden Texte versuchten Wesentliches zur Aufarbeitung der Corona-Jahre beizutragen:

  • Maskenpflicht: Wie das Robert Koch-Institut die Öffentlichkeit täuschte – Das RKI hatte das Maskentragen im öffentlichen Raum zunächst abgelehnt, schwenkte während des Lockdowns im April 2020 aber überraschend um. Die Professorin für Krankenhaushygiene Ines Kappstein hat in ihrem aktuellen Buch nachgewiesen, wie die Behörde damals eine Evidenz für die Wirksamkeit der Masken nur vortäuschte – und damit die Beschlüsse der Regierung zu einer Maskenpflicht ermöglichte. Multipolar analysierte die RKI-Protokolle zu dieser 180-Grad-Wende, veröffentlichte Auszüge aus dem Buch und interviewte die Autorin – alles nachzulesen in einem Sammelbeitrag, der 115.000 Mal aufgerufen wurde.

  • Herzerkrankungen nach Corona-Impfung: Wann wusste das Paul-Ehrlich-Institut Bescheid? – Das staatliche Institut sieht bis heute „kein Risikosignal“, doch schon im Februar 2021 kamen Warnungen aus Israel und ab Mai 2021 registrierten die Notaufnahmen deutscher Kliniken einen starken Anstieg „kardiovaskulärer Vorstellungsgründe“ – zeitgleich zur Massenbehandlung mit den Corona-Präparaten. Ab wann wusste die Behörde Bescheid? Die brisante Chronologie wurde 100.000 Mal aufgerufen.

  • 13 Millionen Euro: Wie Pharma-Anwälte mit Steuergeld über 1.000 Klagen von Corona-Impfgeschädigten abwehren – In den Kaufverträgen für die Corona-mRNA-Präparate hatte sich die Bundesregierung auf eine Haftungsfreistellung für die Hersteller eingelassen: Klagen Geschädigte vor Gericht, übernimmt der Staat die Kosten der Pharma-Anwälte. In über 1.000 Gerichtsverfahren ist so bislang ein zweistelliger Millionenbetrag an Biontech & Co. geflossen. Die Gerichte verlassen sich bei ihren Entscheidungen auf Gutachter, die von der Regierung abhängig sind – ein gravierender Interessenkonflikt, der von den Richtern ignoriert wird. Der Multipolar-Beitrag zu diesem Skandal wurde 130.000 Mal aufgerufen.

  • „Das ist nicht hinnehmbar“ – Deutsche Forscher haben auf der Grundlage amtlicher Daten in diesem Jahr erstmals nachgewiesen, dass in der Corona-Zeit nur jeder siebte positive PCR-Test tatsächlich mit einer Corona-Infektion einherging. Im Interview mit Multipolar erklärten die Forscher ihr Vorgehen und schilderten zudem, welche Hürden die Veröffentlichung ihres Papiers verzögerten.

  • „Man verliert seinen Glauben in die Institutionen“ – Ein 50.000 Sterbefälle umfassender Anstieg der Übersterblichkeit im dritten Corona-Jahr in Deutschland, der statistisch nicht mit COVID-19, Long COVID oder der Grippe korrelliert, aber mit der Corona-Impfquote: Das ist die wichtigste Erkenntnis aus einer aktuellen Studie deutscher Forscher. Im Interview mit Multipolar erläuterte Mitautor Christof Kuhbandner im Dezember die brisanten Ergebnisse – und seine Schwierigkeiten, diese zu publizieren.

Fehlende Folgeberichterstattung, fehlender Mut

Diese Liste enthält Texte und Recherchen, die angesichts ihrer Relevanz normalerweise eine Folgeberichterstattung vieler Medien und eine darauf folgende breite öffentliche Debatte hätten auslösen müssen. Doch nichts davon war der Fall. Die Multipolar-Texte werden gelesen – auch von Kollegen im Mainstream – aber dann wird dort offenbar der Kopf wieder in den Sand gesteckt, sei es wegen einer ablehnenden ideologischen Haltung beim Thema Corona oder aus Angst vor internem Gegenwind bis hin zur Kündigung. Zugleich scheint die Überzeugung „man kann ja nichts machen“ verbreitet zu sein – ein passiver Fatalismus, der für die zu beobachtende Misere zunehmend mitverantwortlich ist.

Zwar schreibt sich jedes Medium gern Mut und Courage auf die eigenen Fahnen, doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus. So feuerte die Berliner Zeitung ihre Redakteurin Lena Böllinger, die sich dafür eingesetzt hatte, dass Corona-Aufarbeitung dort ernst genommen wird und entsprechende Texte des Autors Bastian Barucker im Blatt erscheinen konnten – mit großer Leserresonanz. Das war von der Zeitung offenbar ab dem Zeitpunkt nicht mehr gewollt, als SPIEGEL und Übermedien kurz nacheinander die Nase über den „eifrigen Skandalisierungswillen“ des „Wildnispädagogen Barucker“ gerümpft hatten. Mutmaßlich wollte sich die Zeitung nach dieser Schelte aus etablierten Kollegenkreisen von etwaigem Aktivismus distanzieren um professionell zu erscheinen.

Doch ist es zweierlei, einen möglicherweise aktivistisch aufgeladenen Text durch ein gutes Lektorat sachlicher und hochwertiger zu machen, oder eben den Autor gleich ganz zu canceln und die ihn betreuende Redakteurin zu kündigen. Der Kampf gegen Aktivismus kippt so in einen Kampf gegen Aufklärung. Der zuletzt gecancelte Text Baruckers erschien letztlich bei Multipolar, und Böllinger, die kürzlich vor Gericht einen Erfolg gegenüber der Berliner Zeitung erzielte, verstärkt seit diesem Jahr mit großer Professionalität das Multipolar-Redaktionsteam. Das ist schön für uns – besser für die Medienlandschaft insgesamt wäre es allerdings, wenn die kritischen Stimmen an mehr Orten eine Heimat fänden, nicht an weniger.

Kontokündigungen in der Presse

Ein positives Beispiel, wo Multipolar-Recherchen in diesem Jahr Eingang in eine größere Debatte fanden, sind die Kontokündigungen bei Regierungskritikern, insbesondere oppositionellen Medien, das sogenannte „Debanking“. Zu diesem weithin totgeschwiegenen Phänomen hatten wir schon mehrfach publiziert, und im Juli nun mit einer Chronik nachgelegt, die kontinuierlich aktualisiert wird und die bislang 115.000 Mal aufgerufen wurde. Der Beitrag hat Überblickscharakter und widerlegt das gängige Argument, es handle sich um Einzelfälle.

Die AfD griff unsere Recherchen auf, auch da sie selbst massiv von solchen Kündigungen betroffen ist, und setzte das Thema im November auf die Tagesordnung des Bundestages. Der entsprechende Antrag mit dem Titel „Politisch motivierte Kontokündigungen durch Banken verbieten“ verwies mehrfach auf die Multipolar-Debanking-Chronik und führte aus, dass „regierungskritische Journalisten, Medienhäuser und Oppositionsparteien“ betroffen sind.

Die Bundestagsdebatte dazu zeigte allerdings ein erschreckend niedriges Niveau. Ein CDU-Abgeordneter erklärte dort, jeder solle sich „zunächst selbst fragen, was er zu der Kündigung beigetragen hat“, und ein SPD-Abgeordneter war der Auffassung, die Kontokündigungen bei AfD-Kreisverbänden seien „Ausdruck einer demokratischen Wertebasis“. Die Debatte fokussierte zudem rein auf die AfD, die Kündigungen der Konten regierungskritischer Medien wurden von keinem der Redner von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken angesprochen. Immerhin berichteten im Zusammenhang mit der Debatte erstmals auch etablierte Medien zu dem Thema, darunter die Tagesschau und die Neue Zürcher Zeitung, beide mit nachdenklichem bis kritischem Unterton.

Ukraine und kein Ende

Ein weiterer unserer meistgelesenen Texte war der Beitrag „Washingtons langer Kampf gegen russische Energie für Europa“ des österreichischen Historikers Hannes Hofbauer, der 150.000 Mal aufgerufen wurde. Er beschrieb darin die großen politisch-ökonomischen Linien, die im täglichen Nachrichtenfeuer untergehen.

Der Krieg in der Ukraine war – wenig überraschend – ein Schwerpunkt in diesem Jahr. Wir bemühten uns dabei auch um eine regelmäßige Darstellung des konkreten Kriegsverlaufs, was in den Medien oft vernachlässigt wird. Multipolar-Leser erhielten immer wieder sachliche Updates, wie die Lage sich an der Front entwickelte, so im Februar, im März im August im Oktober und im Dezember. Wären die dort beschriebenen fatalen Entwicklungen für die Ukraine breiter und ehrlicher in den Medien diskutiert worden, dann hätte politischer Druck für eine Verhandlungslösung – wie sie die ukrainischen Bürger selbst schon lange und mehrheitlich wünschen – weitaus eher aufgebaut werden können. Die ständigen medialen Beschönigungen zur Lage der ukrainischen Armee waren und sind bis heute wesentlich, um den Krieg und westliche Waffenlieferungen zu verlängern und Friedensverhandlungen hinauszuzögern.

Auch unsere aufwändige, auf eigene Kosten im Frühjahr durchgeführte repräsentative Umfrage, die für Deutschland zum gleichen Ergebnis kam – „Frieden statt Krieg: Mehrheit der Deutschen will andere Ukraine-Politik“ – wurde von etablierten Medien nicht etwa zitiert, sondern ignoriert. Die Umfrage zeigte: Haben die Bürger in Deutschland eine Auswahl, so entscheidet sich die große Mehrheit für Friedensbemühungen statt Kriegsverlängerung.

Zum Ende des Jahres veröffentlichten wir ein Interview mit dem Kremlberater Sergej Karaganow, der die Europäer eindringlich vor einem Atomkrieg warnt und blickten zurück auf den selten beleuchteten Umstand, dass die Nato-Osterweiterung Mitte der 1990er Jahre massiv durch die Rüstungsindustrie vorangetrieben wurde.

Rasender Reporter

Wir hatten weitere Themen. Unser Autor Rumen Milkow reiste im Frühjahr durch Südeuropa und fing bei den ganz unterschiedlichen Volksprotesten in Rumänien, Serbien und der Türkei die Stimmung ein. Seine drei Reportagen bieten ein unverstelltes Bild der Ereignisse in diesen Ländern. Milkow, der selbst bulgarische Wurzeln hat, sprach die Leute direkt auf der Straße an und erhielt so ungefilterte Einblicke.

Good news

Multipolar hatte wenig Positives zu berichten in diesem Jahr, doch einige Akzente konnten zumindest gesetzt werden, so zum Thema freie Schulen und regenerative Landwirtschaft. Bei beidem geht es um den „Nachwuchs“ und damit unser aller Zukunft.

Am Ende des Jahres konnten wir nun auch endlich das lange angekündigte Multipolar-Buch veröffentlichten, mit ausgewählten Essays aus den Jahren 2020 bis 2025. Die erste Auflage ist nach knapp drei Wochen bereits so gut wie verkauft, so dass wir nachdrucken werden. Bestellen kann man das Buch exklusiv hier.

Die Redaktion verabschiedet sich nun in die Weihnachtspause. Ab 12. Januar geht es an dieser Stelle weiter. Wir wünschen allen Lesern und allen unseren treuen Unterstützern eine besinnliche Weihnachtszeit und ein friedliches und ideenreiches neues Jahr! Möge den guten Geistern die Kraft nicht ausgehen.

Titelbild: Morgendämmerung in den Chibinen, einem Gebirge auf der russischen Halbinsel Kola, nördlich des Polarkreises | Bild: Shutterstock

CAROLA, 19. Dezember 2025, 14:10 UHR

Liebe Multipolar-Redaktion,
vielen Dank für Ihre unermüdliche Arbeit und auch für Sie erholsame und friedliche Weihnachtstage und ein erfolgreiches neues Jahr! Auf die Fortsetzung zum Artikel von Dirk Gerhardt bin ich jetzt schon gespannt.
Viele Grüße und alles Gute!

CHRISTOPH KLEIN, 19. Dezember 2025, 20:45 UHR

Dem Dank und den guten Wünschen der vorigen Zuschrift schließe ich mich gerne und überzeugt an.

HELENE BELLIS, 20. Dezember 2025, 12:05 UHR

Lieber Herr Korinth,
Lieber Herr Schreyer,

mindestens einmal im Jahr ist es Zeit, öffentlich DANKE zu sagen.

Danke dafür, daß es Multipolar gibt; danke dafür, daß Sie sich nicht kleinkriegen lassen und danke dafür, daß dies alles in einem sehr sympathischen Rahmen stattfindet.

Ihnen beiden samt Familien, der Multipolar-Autorenschaft, allen unbekannten Leserinnen und Lesern sowie den mal mehr, mal weniger engagierten Mit-KommentatorInnen wünsche ich von Herzen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest sowie ein ebensolches neues Jahr.

Möge 2026 viel, viel besser werden, als unsere Alpträume es befürchten lassen und sich schlußendlich doch eher das wirklich Gute, (Mit-)Menschliche und Befriedende durchsetzen, auf daß wir alle noch ein paar schöne weitere Jährchen vor uns haben.

In diesem Sinne eine angenehme Auszeit, die man von der Politik ja auch durchaus gut gebrauchen kann!

LISA MARIA LEWIN, 21. Dezember 2025, 11:30 UHR

Was meinen Sie so nett mit "Auszeit von der Politik"? Haben wir denn nicht viel mehr desselben: eine Auszeit von der Gesellschaft, weil selbige insgesamt immer schwerer erträglich ist? Wenn ich mit meinem kleinen Verstand nur langjährige Freunde nach ihrer Beziehung zu ihren Kindern befrage (die eine hat allein 3 Töchter, ein anderer hat 5 Töchter zusammen mit seiner Ehefrrau), dann wird mir erklärt, dass es unnmöglich ist, mit den Kindern über den Zustand der Welt zu reden, weil jede/r davon nämllich in einer separaten, eigenen Bubble lebt. Also könnte man (wie ich mal wieder) meinen: sogar eine Auszeit von gesellscchaftlicchem Miteinander haben wir immmerzu schon. Man kann diese aber massiv vertiefen, indem man die "Umwelt" oder andere Schlachtworte als Ausrede instrumentalisiert.

Ein Gegenteil vonn dieser Gesellschaftsflucht bietet Multipolar mit seinen Lesehinweisen, die löblicherweise nicht blasenborniert (parteilich beschränkt) sind. Liebe Grüße auch von meinem kleinen Verstand als Grundschullehrerin.

AXEL R. KLEIN, 21. Dezember 2025, 11:25 UHR

Sehr geehrte Redaktion,

über den regelmäßigen Zuwachs an Interesse für Ihr Magazin, freue ich mich. Hin und wieder ist die Aufmerksamkeitsverteilung überraschend. Vielen Dank für die erste Buchfassung von wichtigen Multipolar-Artikeln. Dass Frau Böllinger bei Ihnen mitarbeitet ist erfreulich, den Hintergrund erfuhr ich neulich von Frau Velazquez.

Natürlich freue ich mich auf die angestrebte Auseinandersetzung von Dr. Wodarg mit Herrn Gerhard und/oder Prof. Wiesendanger. Zuletzt fehlte mir in Ihrer Pressenotiz zu Herrn Wallasch der Hinweis, dass eine obskure Website wie "Psiram" überhaupt kein Impressum braucht und sich demzufolge auch keine Landesmedienanstalt für dieses Hetzportal und seine "journalistischen" Standards interessiert.

Ein schönes Buchprojekt wäre auch die Analyse der persönlichen Beziehungen innerhalb der Oppositionsmedien, die in KenFM, Rubikon, Nachdenkseiten u.a. wurzelten und sich in verschiedenen Buchprojekten abbildeten, aber aus der Außenperspektive leider keine übergeordnete Zusammenarbeit erkennen lassen.

Zuletzt sei noch auf einen weißen Fleck sämtlicher Oppositionsmedien hingewiesen: Während die Interessen des militärisch-industriellen Komplexes der USA gerne hin und her gewälzt werden, bleiben die Interessen des russisch-chinesischen militärisch-industriellen Komplexes völlig unbeleuchtet. Dass es die ebenso gibt, dürfte unstrittig sein. Warum fehlt diese Betrachtung regelmäßig in "unseren" Medien? Sollte ich die übersehen haben, bin ich für Hinweise dankbar, denn eine Weltsicht bei der die Verkäufe von angereichertem Uran durch die Russische Förderation an die USA außer Acht bleibt, kann nicht realistisch sein.

Schöne Grüße
Axel Klein

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