Bild: picture alliance/dpa/Reuters/Pool | Christian Mang

Faktencheck zum Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10.8.

Die Ministerpräsidentenkonferenz unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag ihren Willen bekundet, dass Ungeimpfte demnächst nur noch dann am öffentlichen Leben teilnehmen dürfen, wenn sie ihre Gesundheit durch einen kostenpflichtigen Test beweisen. Multipolar dokumentiert Auszüge aus dem Beschluss und überprüft die Aussagen.

PAUL SCHREYER, 11. August 2021, 11 Kommentare

Hinweis: Dieser Beitrag ist auch als Podcast verfügbar.

Das Gremium, das selbst kein Verfassungsorgan ist und dessen Beschlüsse keine Rechtsgültigkeit besitzen, das aber seit Frühjahr 2020 sämtliche Corona-Maßnahmen anordnet, hat erneut getagt, diesmal mit dem Ziel, die Impfquote in der Bevölkerung zu erhöhen. Einige zentrale Passagen aus dem fünfseitigen Beschluss sollen im Folgenden überprüft werden.

Der Beschlusstext beginnt mit den Worten:

„Nachdem im Frühjahr die Infektionszahlen gesunken sind und sich im Sommer auf niedrigem Niveau befunden haben, steigen diese in den letzten Wochen wieder an.“

Richtig ist, das die Verbreitung vieler Viren, darunter auch der Coronaviren, dem jahreszeitlichen Verlauf folgt. Nach einem Tiefpunkt zur Mitte des Sommers breiten sich diese Viren in jedem Jahr schrittweise wieder vermehrt aus.

„Wie sich die Infektionszahlen entwickeln, hängt maßgeblich davon ab, wie hoch die Impfquote in Deutschland ist. (...)“

Ein kausaler Zusammenhang von Impfquote und durch PCR-Tests bestimmten absoluten Fallzahlen („Infektionszahlen“) ist nicht belegt und ist ohne Berücksichtigung der Testmenge und anderer Faktoren auch nicht schlüssig. Steigende absolute Zahlen von Positivtests belegen, isoliert betrachtet, noch keine wachsende Gefährdung der Öffentlichkeit.

„Dass eine sehr hohe Impfquote erforderlich ist, liegt insbesondere daran, dass die inzwischen in Deutschland vorherrschende Virusvariante 'Delta' nochmal erheblich ansteckender ist, als die bisherigen Virusvarianten.“

Da das Maß der Ansteckungsfähigkeit eines Virus nichts über dessen Gefährlichkeit und Tödlichkeit aussagt, ist die suggerierte Logik („liegt daran, dass“) nicht stichhaltig.

„Gut ist allerdings, dass die Impfstoffe auch gegen diese Variante eine hohe Wirksamkeit aufweisen.“

Das ist zweifelhaft und viele Indizien sprechen für das Gegenteil, insbesondere die zahlreichen Impfdurchbrüche, also COVID-19-Erkrankungen von vollständig Geimpften, von denen in Deutschland vom Robert Koch-Institut (RKI) bislang 9.000 Fälle dokumentiert sind. Das RKI räumt ein, dass es sich bei diesem Wert noch um eine Untertreibung handelt und erklärt, dass „ein möglicherweise unterschiedliches Testverhalten bei Geimpften und Ungeimpften zu Verzerrungen führen“ kann und die Wirksamkeit der Impfstoffe daher „eher überschätzt“ werde. Damit gemeint ist die Tatsache, dass Geimpfte naturgemäß nur sehr selten getestet werden – etwa bei einer Krankenhauseinweisung –, und daher Infektionen bei ihnen in der Regel unentdeckt bleiben.

In Großbritannien hat eine Untersuchung des Imperial College mit 100.000 Teilnehmern Anfang August herausgefunden, dass 44 Prozent aller positiv Getesteten vollständig geimpft waren.

Bei einem lokalen COVID-19-Ausbruch in den USA im Juli mit circa 500 positiv Getesteten waren 74 Prozent voll geimpft, von diesen wiederum 80 Prozent symptomatisch. Die zahlreichen infizierten Geimpften konnten also andere anstecken.

„Wer nicht geimpft ist, muss sich absehbar regelmäßig testen lassen, wenn er in Innenräumen mit anderen Menschen zusammentrifft, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. (...)“

Da eine Ausbreitung des Virus, wie die oben genannten Zahlen zeigen, maßgeblich auch von Geimpften ausgeht, ist diese Einteilung von Menschen nicht sachlich begründbar und wissenschaftlich unsinnig.

„Die Impfstoffe haben sich sowohl in den Zulassungsstudien als auch in der monatelangen weltweiten millionenfachen Anwendung als sehr sicher (...) erwiesen.“

Daran bestehen erhebliche Zweifel. Dem letzten Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) ist zu entnehmen, dass allein in Deutschland bis zum 30. Juni (aktuellere Daten sind bislang nicht veröffentlicht) mehr als 100.000 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen in Zusammenhang mit der Impfung erfasst wurden, davon 10.000 schwere Fälle, darunter die inzwischen schon bekannten auffälligen Häufungen von Thrombosen und Herzmuskelentzündungen. Darüber hinaus sind die Langzeitwirkungen und mögliche Spätschäden aufgrund der Kürze der Anwendungszeit noch unklar. Indizien geben Anlass zu großer Sorge, was mögliche Spätschäden angeht.

„Wer über einen vollständigen Impfschutz verfügt, schützt damit sich und andere vor der Ansteckung durch das SARS-CoV2-Virus und damit die Gesellschaft vor einer erneuten Ausbreitungswelle des Virus.“

Die Aussage ist in der Form, wie bereits dargelegt, falsch.

„Über eine vergleichbare Immunität verfügt, wer von einer COVID19-Erkrankung genesen ist (eine Auffrischimpfung bei Genesenen ist nach 6 Monaten erforderlich). Geimpfte und Genesene werden deshalb von bundes- oder landesrechtlichen Regelungen, die Testauflagen vorsehen, ausgenommen.“

Da die Herleitung falsch ist, ist dieser Beschluss sachlich nicht begründbar. Anmerkung: Auch die Geimpften können sich ihrer teilweise wieder gewährten Rechte nicht sicher sein. In einer Fußnote des Beschlusses heißt es:

„Vorgaben die zum Schutz vor möglichen neuen Virusvarianten dienen, bei denen die Wirksamkeit der Impfung unklar oder ungenügend ist, können abweichen.“

Für Geimpfte gelten die Freiheiten also womöglich lediglich bis zum Auftauchen der nächsten Virusvariante.

„Tests sollen Vorraussetzung sein für: Zugang als Besucher zu Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe, Zugang zur Innengastronomie, Teilnahme an Veranstaltungen und Festen (z.B. Informations-, Kultur-oder Sportveranstaltungen) in Innenräumen, Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (z. B. Friseur, Kosmetik, Körperpflege), Sport im Innenbereich (z.B. in Fitness-Studios, Schwimmbädern oder Sporthallen), Beherbergung: Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts“

Menschen, die sich die offenbar schlecht wirksamen und mit Nebenwirkungen behafteten Impfstoffe auch zukünftig nicht injizieren lassen wollen und die sich regelmäßige Tests nicht leisten können, soll somit nicht nur die Teilnahme am öffentlichen Leben verwehrt werden, sondern teils sogar die Körperpflege (Friseurbesuch).

Politisch gesehen widerspricht eine Teilung der Bevölkerung mit unterschiedlichen Rechten für Geimpfte und Ungeimpfte dem Grundgesetz (Artikel 3: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“) sowie der Grundrechtecharta der Europäischen Union (Artikel 21: „Diskriminierungen insbesondere wegen (…) der genetischen Merkmale (…) sind verboten.“) Mit dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon im Jahr 2009 erhielt diese Charta Rechtsverbindlichkeit.

Fazit: Geimpfte sind weder selbst vor dem Virus geschützt, noch ungefährlich für andere. Sie mögen zwar weniger Menschen anstecken als Ungeimpfte, der Unterschied ist aber nicht groß und eindeutig genug, um auch nur ansatzweise die geplanten Maßnahmen zu rechtfertigen, die zu einer beispiellosen Diskriminierung einer Bevölkerungsgruppe führen. Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz gründen auf nachweislich falschen Annahmen und sind daher sachlich nicht begründbar. Sie widersprechen dem Grundgesetz und der Grundrechtecharta der Europäischen Union. Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten haben bei ihren Erwägungen den Boden der Realität und der Gesetze verlassen.

Diskussion

11 Kommentare
RIPPLE, 11. August 2021, 22:10 UHR

Warum glaubt ein großer Teil der Bevölkerung diesen Menschen immer noch?

Kann man es sich inzwischen gar nicht mehr als Teil des eigenen Lebens vorstellen: Fernsehberichte oder YouTube-Videos aus der Zeit vor 2020. Alltägliche Lebenssituationen ohne Masken aus 2019 oder früher wirken inzwischen schon wie Filmsequenzen aus der Zeit von Charlie Chaplin und Buster Keaton. Irgendetwas stimmt nicht. Als ob sich alle irgendwie etwas zu eckig und etwas zu schnell bewegten. Grobkörnige Erinnerungen an eine Zeit vor unserer Geburt.

Dabei ist es nur eineinhalb Jahre her, dass wir mit Gesichtern gelebt und Luft geatmet haben, dass wir uns anlächeln konnten und Kinder mit anderen Kindern spielen durften ohne dass ein psychopathischer Schwerverbrecher ihre Seele mit der Angst zuschweißte, sie würden dadurch ihre Oma töten.

Kann sich noch jemand erinnern wie das ist, in das Gesicht einer wildfremden Frau zu schauen? Draußen? Auf der Straße oder in der U-Bahn? In das Gesicht einer lächelnden Frau, die sich vielleicht gerade mit ihrer Freundin unterhält? Kinder, die sich auf dem Heimweg von der Schule herumblödelnd gegenseitig die Zunge rausstrecken? Herumblödeln? Heute?

Noch weniger kann man sich vorstellen, dass unser Leben ohne jeden epidemischen Anlass so zerstört wurde wie es zerstört wurde, sondern nur weil unter der Bezeichnung "Coronapandemie" der Weltkrieg gegen uns inszeniert wurde, der am Ende eines kapitalistischen Zyklus für unvermeidlich gehalten wird.

Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass zu dieser Zerstörung unseres Lebens, der Zerstörung unserer materiellen Grundlagen, dem Diebstahl der Kindheit, der Traumatisierung der Jugend, dass zu dieser allesumgreifenden Zerstörungsorgie kein Anis Amri, kein Mohammed Atta, kein Saddam Hussein und kein Osama Bin Laden auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätten, dass diese allesumgreifende Zerstörungsorgie ausschließlich "unsere" Politiker auf Geheiß des Kapitals und mit Hilfe der Medien des Kapitals über uns bringen konnten und gebracht haben.

Es fällt schwer zu glauben, dass der behauptete Kriegsgrund gegen uns ein Emmanuel-Goldstein-Virus (Orwell, "1984") ist, der nicht mehr Realitätsgehalt hat als Saddams Massenvernichtungswaffen, Kuweits Brutkästen oder der Angriff auf ein US-Kriegsschiff im Golf von Tonkin. Alles Kriegsgrundlügen vollkommen ohne jeden Wahrheitsgehalt. "So etwas gibt es, wenn überhaupt, dann doch nur in Geschichtsbüchern aber doch nicht in der Realität! Nicht hier, nicht jetzt, nicht an MIR exekutiert! Ich bin doch wirklich!"

Ja, es tut weh und es fällt schwer zu glauben. Man kann es sich noch nicht mal vorstellen.

Der Gedanke tut weh, dass nichts von dem Leid, das die Zeit seit dem Jahr 2020 definiert, begründet ist und dass all das Leid ausschließlich durch Lügen über uns gebracht worden ist, die im Rahmen vieler "Events" jahrelang immer wieder zusammen mit den Medien geprobt worden waren und jetzt endlich an uns exekutiert werden.

Religiöse Menschen sagen, sie möchten nicht in einer Welt ohne Gott leben. Und deshalb würden sie mit fürchterlicher Intensität glauben, dass es einen Gott wirklich gibt. Sie müssten es glauben. Sie hätten gar keine andere Wahl als an Gott zu glauben, versichern sie. Sie nennen das dann ein höheres Wissen.

Aber auch wenn du nicht in einer Welt leben wollen solltest, in der kein kühlschrankgroßer Diamant in deinem Garten vergraben liegt, wird dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass in deinem Garten tatsächlich ein kühlschrankgroßer Diamant vergraben liegt, nicht höher.

Und das gleiche gilt hier: Auch wenn du aus psychologischen Gründen nicht in einer Welt leben willst, in der Söder, Merkel, Lauterbach und Spahn ohne jeden epidemischen Anlass dein bisher gekanntes Leben willkürlich bzw. dem Willen des Kapitals folgend beenden (Drosten hatte es 2009 ja schon mal versucht!), hat dein als lebensnotwendig empfundener Glaube von katholischer Intensität, dass die Genannten letztendlich vielleicht doch dem Narrativ entsprechend nur eine Epidemie eindämmen wollen, nicht mehr Einfluss auf die Realität als der Glaube desjenigen, der nicht in einer Welt ohne Gott leben möchte. Oder in einer Welt ohne kühlschrankgroßem Diamanten im eigenen Garten.

Ohne den Propagandaterrorismus der Medien hätten wir absolut nichts von irgendeinem Virus des Grauens mitbekommen. Alles seit Januar 2020 ist Religion. Der Religionsstifter ist das akkumulierte Kapital. Die Propheten sind in Deutschland Spahn, Söder, Lauterbach, Merkel, Drosten, die Medien und die durch die Medien Ferngesteuerten. Kirchenvater könnte Fauci sein, oder Klaus Schwab, aber ich will das Gleichnis nicht überstrapazieren.

So ist das leider, unabhängig davon, ob man das einsehen will/darf oder nicht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass in deinem Garten tatsächlich ein kühlschrankgroßer Diamant vergraben liegt, oder dass das Universum tatsächlich von einem unsichbaren Gespenst grad so gebracht wurde, wie der Klapperstorch die kleinen Kinder bringt, und dass dieses unsichtbare Gespenst sich brennend dafür interessiert, was du hier im äußeren Bereich eines Spiralarmes einer höchst durchschnittlichen Galaxie auf dieser mickrigen Erde nachts alleine unter deiner Bettdecke mit deinem Schiedelwutz machst, das alles ist sogar noch wahrscheinlicher, als dass wir seit dem Jahr 2020 von einem Erkältungsvirus bedroht werden, das intensivere Maßnahmen notwendig macht als all die früheren Jahre.

Gott und Diamant sind deshalb noch wahrscheinlicher als das behauptete Virus des Grauens, weil wir keine Zahlen haben, die Beweise gegen Gott oder gegen deinen Diamanten sind, aber wir haben Zahlen (die echten Zahlen, nicht die aus den Medien, obwohl... wenn du zuhören kannst, kannst du diese echten Zahlen hin und wieder sogar in den Medien widerwillig zwischen den Zähnen hindurchgepresst und gemurmelt hören, kurz bevor Wieler nach dem Verkünden von Zahlen nahe der Nulllinie "Schlimm! Schlimm! Schlimm!" stöhnt und Claus Kleber wieder "HABT ANGST!" schreit), wir haben Zahlen, die beweisen, dass es im ganzen Jahr 2020 keine bedrohliche epidemische Situation gab. Keine. Im Jahr 2021 auch nicht. Auch in Indien nicht.

Die einen religiösen Menschen sagen, sie möchten nicht in einer Welt ohne Gott leben. Die anderen religiösen Menschen sagen, sie möchten nicht in einer Welt leben, in der Merkel ohne epidemische Notlage leben- und staatzerstörende Maßnahmen verordnet.

Der größte Unterschied zwischen beiden Religionen ist, dass in der einen Religion die Hostie geschluckt, in der anderen gespritzt wird.

Nein. Das stimmt nicht. Es gibt einen noch gößeren Unterschied:

In der einen Religion tötet dich die Hostie wenigstens nicht.

DIRK BOTSCHEN, 12. August 2021, 16:05 UHR

Danke Frau/Herr? Ripple! Das Sahnehäubchen zu dem hervorragenden Faktencheck von Herrn Schreyer.

A. TERSTEGGE, 11. August 2021, 22:15 UHR

Vielen Dank für diese sachliche Analyse. Endlich mal ein Faktencheck, der seinen Namen verdient!

SONJA PASCH, 12. August 2021, 15:00 UHR

Danke an Paul Schreyer für eine wieder einmal beeindruckend präzise und fundierte Recherche, die die völlige Evidenzfreiheit, um nicht zu sagen Willkür aufzeigt, mit der hier Grundrechte außer Kraft gesetzt werden und einer Impf-Apartheid der Weg gebahnt wird. Wollen wir so leben?

Eine sachliche Ergänzung noch: Im Text heißt es: „Geimpfte [...] mögen zwar weniger Menschen anstecken als Ungeimpfte...“. Nicht einmal dies ist belegt, vielmehr zeigt eine aktuelle Studie der CDC, die im Ärzteblatt vom 30. Juli zitiert wird, dass „geimpfte Menschen, die sich mit Delta infizieren, das Virus genauso leicht weitergeben wie nichtgeimpfte Infizierte. Geimpfte Delta-Infizierte weisen dabei offenbar eine Viruslast auf, die mit nicht geimpften Delta-Infizierten vergleichbar ist.“

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/126034/US-Gesundheitsbehoerde-Delta-Variante-so-ansteckend-wie-Windpocken-trotz-Impfung

HELENE BELLIS, 12. August 2021, 15:45 UHR

Vielen Dank, Herr Schreyer, für diesen sehr notwendigen Text. Dennoch fehlt mir ein bißchen was, daher hier zwei Anmerkungen von mir:

1.) Sie zitieren bzw. schreiben:

„Über eine vergleichbare Immunität verfügt, wer von einer COVID19-Erkrankung genesen ist (eine Auffrischimpfung bei Genesenen ist nach 6 Monaten erforderlich). Geimpfte und Genesene werden deshalb von bundes- oder landesrechtlichen Regelungen, die Testauflagen vorsehen, ausgenommen.“

Da die Herleitung falsch ist, ist dieser Beschluss sachlich nicht begründbar. Anmerkung: Auch die Geimpften können sich ihrer teilweise wieder gewährten Rechte nicht sicher sein.

Die Herleitung ist falsch, keine Frage, aber nicht nur die, denn sie bezieht sich ausschließlich auf die Geimpften. Selbst wenn wir davon ausgehen, daß es ein Virus gibt, und daß dieses Virus infektiös ist, dann wäre ja die Quintessenz dieser Aussage, daß – neben den Geimpften – auch die sogenannten Genesenen von den Zugangsbeschränkungen bzw. Restriktionen (Test oder Impfung) ausgenommen sind. Eben weil sie angeblich das SARS-CoV-2-Virus (derzeit) nicht mehr weitergeben können.

Was aber sind denn überhaupt die sogenannten »Genesenen«? Nach offizieller Definition doch nichts anderes als Menschen, die irgendwann einmal (hier: innerhalb der letzten 6 Monate) einen positiven PCR-Test hatten. Wie wir alle wissen, besagt ein positiver PCR-Test jedoch genau gar nichts aus. Insofern könnten hier auch Menschen, die bspw. einen falsch-positiven Test hatten, jetzt ungestraft, also unbehelligt, überall ein und aus gehen und – um beim Narrativ zu bleiben – das Virus verbreiten. Denn auch wenn sie damals, also zur Zeit ihres Testes, tatsächlich nicht »infiziert« waren – jetzt könnten sie es sein.

Es gibt also von offizieller Seite bestätigte Fakten, die keinen anderen Schluß zulassen, als daß neben den Geimpften auch Genesene keinesfalls sicher vor einer Infektion und insofern ggf. verantwortlich für deren Weiterverbreitung sind. Es gibt ja nicht einmal – und dies wird auch nicht verlangt – eine Bestätigung, daß sie tatsächlich erkrankt waren!

2.) Sie schreiben:

»Menschen, die sich die offenbar schlecht wirksamen und mit Nebenwirkungen behafteten Impfstoffe auch zukünftig nicht injizieren lassen wollen und die sich regelmäßige Tests nicht leisten können, soll somit nicht nur die Teilnahme am öffentlichen Leben verwehrt werden, sondern teils sogar die Körperpflege (Friseurbesuch).«

Hier stört mich die Fixierung auf die Ungleichbehandlung zwischen jenen, die sich Tests leisten können und ärmeren Menschen, für die das nicht der Fall ist.

So ungerecht das sich anhören oder sogar sein mag, jetzt auf ein Bezahlen der Tests für Bedürftige zu bestehen, hieße, den falschen Baum anzubellen. Das war im letzten Jahr ähnlich, als es darum ging, daß Hartz-IV-Bezieher ihre Masken bezahlt haben wollten und keine öffentliche Stelle dafür aufkommen wollte. Gut so! sage ich da. Wollen wir die Unterdrückung etwa noch durch ein entsprechendes Gesetz bestätigen und manifestieren?! Es geht weder darum, daß sich auch arme Menschen »ihre« Maske leisten können, noch darum, daß auch Arme und Geringverdiener ihre »notwendigen« Tests bezahlt bekommen. Die Masken wie die Tests sind Unterdrückungsmechanismen allererster Güte, und diese sollten und müssen wir bekämpfen.

Denn was würde passieren, wenn Mitte/Ende September von Seiten der Politik plötzlich »klein beigegeben« wird und die Tests weiterhin kostenlos sind? Dann haben alle ihre Empörung aufgebraucht, aber leider nicht dafür, daß diese elenden, erniedrigenden, gesundheitsschädlichen und absolut nichts aussagenden Tests unabdingbar sein werden, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben oder gar das notwendigste zum Essen einzukaufen. Zumindest wenn man ungeimpft ist und dies bleiben möchte.

Wenn überhaupt, sollte man den Fokus meiner Ansicht nach auf die Testverweigerer legen, egal ob arm oder wohlhabend. Denn die hätten im Zweifelsfall auch dann noch keinen Zutritt zum Café, zum Kino oder im schlimmsten Fall zum Supermarkt, wenn die Bedürftigen ihn bezahlt bekommen. Werden die sich dann sagen lassen müssen, daß sie selber schuld sind? Am Geld kann es dann ja schließlich nicht (mehr) liegen. Dabei sind diese Verweigerer die einzigen, die versuchen, das Problem bereits an seiner Wurzel zu packen und damit zu lösen. Hätten alle schon seit Frühjahr 2020 das Testen konsequent abgelehnt (oder wäre es von Anfang an für alle mit Kosten verbunden gewesen), wären wir möglicherweise nie so weit gekommen. Denn mit jedem einzelnen Test füttern wir das Narrativ und damit unsere eigene Versklavung.

HELENE BELLIS, 23. August 2021, 15:55 UHR

Zum Thema »Wer oder was ist ein Genesener« hier noch eine Aktualisierung. Der heute bei multipolar verlinkte Artikel der Berliner Zeitung (1) stellt fest, daß jemand, der Antikörper gegen SARS-CoV-2 hat, NICHT als »genesen« gilt.

Wir haben hier also eine Regierung, die nicht nur Menschen als von Covid-19 genesen bezeichnet, die dies unter Umständen gar nicht sind (siehe Punkt 1.) meines obigen Kommentars), sie erkennt Leute, die NACHGEWIESENERMAẞEN eine entsprechende Infektion durchgemacht haben – was durch einen Antikörpertest wissenschaftlich fundiert und medizinisch damit beweisbar ist – nicht als sogenannte »Genesene« an.

Damit ist der Ausschluß von Ungeimpften – der selbst, wenn diese infektiös wären, schon in keinster Weise mit dem Grundgesetz vereinbar ist – auch noch komplett unwissenschaftlich. Soviel Dreistigkeit war lange nicht mehr. Es wäre schön, diese Information würde sich rechtzeitig vor den Bundestagswahlen noch herumsprechen. Auch wenn man befürchten muß, daß die einzige Reaktion unserer Regierung wohl die wäre, auf eine komplette 1G-Regelung umzuschwenken. Daß jemand, der ausreichend Antikörper gegen SARS-COV-2 hat, sogar besser geschützt ist als dagegen »geimpfte«, auch diese wissenschaftliche und medizinische Binsenwahrheit würde in Berlin wohl nicht anerkannt. Wie denn auch, wo es um wirkliche Fakten doch nicht geht und allem Anschein nach in der Causa Corona auch nie gegangen ist.

(1) https://www.berliner-zeitung.de/news/berlin-impfen-und-corona-die-crux-mit-den-genesenen-li.178454

PATRICK GRETE, 12. August 2021, 16:30 UHR

Lieber Paul, vielen Dank für diesen kritischen Artikel. Ich kann einige Deiner Schlüsse nicht nachvollziehen. Vielleicht magst Du das noch mal verdeutlichen.

1.) Du siehst keine logische Begründung von der Impfquote auf die Infektionszahlen (also Menschen, die einen positiven PCR-Test haben). Ist es nicht so, dass bei Menschen mit Antikörpern (ob durch Impfung oder Genesung) im Blut sich zwar das Virus noch kurz in den Atemwegen ausbreiten kann (da durch die Impfung und Erkrankung keine oder nur kaum sterilisierende Immunität aufgebaut wird), aber dann durch die Antikörper im Blut bekämpft werden? So ein Mensch hat dann einen positiven PCR-Test, aber das Virus wird viel schneller besiegt und daher ist die Zeit, wo dieser Mensch andere anstecken kann viel kürzer als bei Menschen ohne Antikörper. Dann ist es doch schlüssig zu behaupten, dass Menschen mit Impfung oder Genesung das Virus weniger weiter tragen und daher eine geringere Gefahr sind, als Menschen, die ungeimpft/-erkrankt sind.

2.) Du bezweifelst, die Aussage, dass die Impfstoffe eine hohe Wirksamkeit haben und führst Impfdurchbrüche an. Ist das nicht fast ein Strohmann-Argument? Hohe Wirksamkeit heißt eben nicht absolute Wirksamkeit. Insbesondere wird durch Impfung keine sterilisierende Immunität erzeugt. Letzteres bedeutet, dass man immer wieder positive PCR-Testungen haben wird. Aber die Frage ist, wie lange die Geimpften/Genesenen das Virus weitergeben können und diese Zeit ist definitiv kürzer als bei Ungeimpften. Hohe Wirksamkeit bezieht sich nicht auf PCR-Testungen sondern auf klinische Symptomatik (Schutz der körperlichen Unversehrtheit) und da sagt die Studienlage und auch die Zahlen des RKI, dass Menschen mit Impfung deutlich seltener Symptome und noch deutlich seltener in die Klinik müssen. Das siehst Du ganz gut auf S. 18 des Wochenberichts des RKI: Von den 713095 Fällen mit Symptomen seit dem 1.2.2021 (Altersgruppe 18-59) waren 0,8% mit vollständiger Impfung. Das ist in der höheren Altersgruppe schlechter. Dort ist der Anteil 27,5%. Aber da steht auch nicht, welche Symptome es waren. Husten und Schnupfen sind ja auch schon Symptome.

3.) Du bezweifelst die Sicherheit der Impfstoffe und beziehst Dich auf den Bericht des PEI, wo auf S. 12 von 10578 Verdachtsfällen schwerer Nebenwirkungen die Rede ist. Müsstest Du nicht auch diese Zahl ins Verhältnis mit der Gesamtzahl der verabreichten Impfungen setzen. Es wäre ein klassisches Strohmann-Argument wenn Du „Impfstoffe sind sehr sicher“ als „Es ist ausgeschlossen, dass es schwere Nebenwirkungen geben kann“ auffasst. Diese 10578 Verdachtsfälle schwerer Nebenwirkung traten nach insgesamt 74871502 Impfungen auf. Und davon sind es 173 Fälle der Myo- bzw. Perikarditis. Diese Detaillierung und Kontextsetzung geht bei Dir leider verloren. Man kommt so auf eine Rate von schweren Nebenwirkungen von 0,01%. Für die Myokarditis (tritt nur bei den mRNA-Impfstoffen auf) wären es 0,00028%. Wenn man jetzt einfach nur die Todesrate von 0,32 bis 0,64% von Corona nimmt, dann ist es doch korrekt zu behaupten, dass die Chance, an Corona zu sterben ungleich höher ist als eine schwere Nebenwirkung der Impfung zu haben. Wenn man nur die Fälle mit Lungenentzündung (als eine schwerere Erkrankung von Corona) nimmt, so tritt die bei 1% der Fälle auf. Selbst wenn man jetzt eine Dunkelrate von 1:3 oder nur 1:10 nimmt, ist doch der Vergleich immer noch zugunsten der Impfung. Oder siehst Du das anders?

So schlimm sieht es doch dann mit dem Faktencheck eigentlich gar nicht aus, oder wie siehst Du das?

Nach den Fakten kommt dann die politische Bewertung und da darf man engagiert streiten. Da sind wir recht nah beieinander. Ich für meinen Teil sehe keine Rechtfertigung mehr für Einschränkungen, da nun jeder entscheiden konnte, ob er oder sie per Impfung oder per Infektion Kontakt mit dem Virus machen möchte (nach der Pandemie ist die Endemie). Einschränkungen sind allerhöchstens noch für eine Übergangszeit zu rechtfertigen, da der Aufbau des Impfschutzes mehrere Monate braucht. Wer nach persönlicher Risikoabschätzung die Entscheidung gegen das Impfen trifft mag damit andere Menschen gefährden, die die gleiche Entscheidung getroffen haben, aber der Rest konnte sich mit Impfung schützen. Der Rest ist allgemeines Lebensrisiko. Ich sehe nicht, dass sich der Staat hier besonders einmischen müsste. Das gilt im Grunde auch für die Menschen, die sich nicht impfen lassen können, denn diese sind von allen Viren bedroht und wenn man die Existenz dieser Menschen als Begründung für Einschränkungen nähme, dann müsste man ja immer Lockdown machen, weil es immer Viren gibt, die rum gehen.

Aber das ist nur meine Meinung; offensichtlich gibt es da weniger freiheitliche im politischen Spektrum. Da werden wir dann wohl auf Verfassungsklagen warten müssen, also bis diese unverbindlichen Beschlüsse zu Verordnungen werden, die dann ungeimpfte Menschen einschränken. Die können dann sagen, dass ihr Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit auch das Recht umfasst sich nicht impfen zu lassen und sich alle, die das anders sehen impfen lassen konnten und daher hinreichend geschützt sind und das Restrisiko zum allgemeinen Lebensrisiko gehört. Und so wie wir akzeptieren, dass Menschen Rauchen und Trinken und ein gewisser Anteil davon Lungenkrebs oder Leberzirrose bekommt, so hat man eigentlich auch das Nicht-Impfen wollen zu akzeptieren.

SONJA PASCH, 12. August 2021, 22:15 UHR

Zu 2.): Wirksamkeit der Impfstoffe: Laut einer im "Lancet", einer der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, publizierten Studie liegt die absolute Wirksamkeit (ARR) der COVID-19-Impfstoffe bei knapp 1% (sic!); die von den Herstellern mit über 90% angegebene relative Wirksamkeit (RRR) ist wenig aussagekräftig: "ARRs tend to be ignored because they give a much less impressive effect size than RRRs: 1·3% for the AstraZeneca– Oxford, 1·2% for the Moderna–NIH, 1·2% for the J&J, 0·93% for the Gamaleya, and 0·84% for the Pfizer–BioNTech vaccines.“ Zit. nach: https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(21)00069-0/fulltext

PAUL SCHREYER, 13. August 2021, 02:00 UHR

1.) (...) Ist es nicht so, dass (....)? (...) Dann ist es doch schlüssig zu behaupten, dass (...)

Das ist mir zuviel Konjunktiv.

2.) (...) Hohe Wirksamkeit bezieht sich nicht auf PCR-Testungen sondern auf klinische Symptomatik

Die 95 Prozent beziehen sich auf Symptome (z.B. Husten) und positiven PCR-Test.

In UK waren, siehe Artikel, 44 Prozent aller positiv Getesteten vollständig geimpft. Das ist keine hohe Wirksamkeit, sorry.

3.) Du bezweifelst die Sicherheit der Impfstoffe (...) Man kommt so auf eine Rate von schweren Nebenwirkungen von 0,01%

Wie umfassend werden die Fälle denn erfasst? Siehe hier: https://multipolar-magazin.de/artikel/impf-nebenwirkungen

ACHIMS, 13. August 2021, 21:10 UHR

Es geht um die Eindämmung von Infektionen. Zur Bestimmung der Ausbreitung der Infektion wird ein PCR-Test verwandt, der weder eine Infektion noch die Infektiösität eines Menschen feststellen kann. Täglich werden viele Tests durchgeführt, deren positive Ergebnisse man aber nicht in das Verhältnis zur Gesamtzahl der gemachten Tests setzt. Die so erhaltenen absoluten Zahlen kann man also getrost in die Tonne treten. Politiker und Leitmedien benutzen jedoch diese Zahlen um uns Angst zu machen und uns von der Impfung zu „überzeugen“. Diejenigen die sich nicht „überzeugen“ lassen, nennt man Impfgegner, Coronaleugner, Aluhutträger usw. Die Wahrscheinlichkeit einer rechten Gesinnung gilt bei ihnen als hoch.

Laut Ministerpräsidentenkonferenz können diese Unbeugsamen demnächst nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen, es sei denn, sie unterziehen sich täglich einem kostenpflichtigen Schnelltest, der noch schlechter geeignet ist eine Infektion festzustellen als ein PCR-Test. Ich muß also dann für einen Test wohl viel Geld bezahlen, dessen Ergebnis äußerst zweifelhaft ist und den Menschen in meiner Umgebung eigentlich nur noch eine Illusion von Sicherheit geben kann. Was soll das?!

In was für einer Welt leben wir? Die Ministerpräsidentenkonferenz scheint mir eher sowas wie eine Muppet Show zu sein. Allerdings den Laienarstellern geht der Charme und Charakter der Originaldarsteller völlig ab. Einen häufigen Schnelltest kann und will ich mir auch nicht leisten. Damit wird einiges demnächst für mich nicht mehr möglich sein. Und damit stehe ich bestimmt nicht alleine da. Die Frage ist, wie geht es weiter, wenn dieser „Impfanreiz“ bei vielen Menschen nicht zieht?

Es geht aber doch auch anders :
https://tkp.at/2021/08/10/islands-chef-epidemiologe-herdenimmunitaet-muss-durch-uebertragung-des-virus-erreicht-werden/

Auch Impfbefürwortern sollte das doch zu denken geben:
https://corona-blog.net/2021/07/13/wissenschaftliche-studie-belegt-impfschaeden-wiegen-impfnutzen-nicht-auf-journal-zieht-darauf-die-arbeit-zurueck/

ACHIMS, 27. August 2021, 19:55 UHR

Heute ist Montag, der 23. August 2021, der vierte Tag, an dem in NRW die von der Ministerpräsidentenkonferenz am 8. August beschlossene 3-G Regel greift. Um etwas für meine Gesundheit zu tun, wäre ich heute ins Fitnessstudio gegangen, aber als Ungeimpfter und Ungetesteter wird mir dank des weisen Beschlusses der Zugang verweigert. Stattdessen schreibe ich jetzt diese Zeilen. Offiziell soll ein weiterer Anstieg der Infektionszahlen durch diese Maßnahme vermieden werden. Hierbei handelt es sich doch eher um eine erzieherische Maßname: Der dumme und verantwortungslose Corona-Impfverweigerer muß eben zu seinem Glück und im Interesse aller gezwungen werden.

Laut Professor Drosten ( siehe NDR https://www.ndr.de/nachrichten/info/Drosten-Schnelltests-sind-wohl-weniger-zuverlaessig-als-gedacht,coronavirusupdate178.html ) jedoch, schlägt der Schnelltest erst nach Tag eins des Symptombeginns an, und da ist man dann schon 3 Tage lang infektiös. Der Schnelltest vor dem Besuch eines Fitnessstudios, eines Restaurants etc., macht demnach überhaupt keinen Sinn. Wenn ich Symptome habe, bleibe ich einfach zuhause und fertig.

Jetzt kommen aber noch die symptomlos infizierten Menschen dazu. Laut des verlinkten RKI Papieres ( https://fragdenstaat.de/dokumente/9391-31003bewertungdesrkia/ ) findet der Schnelltest nur 58% der symptomlos Infizierten. Mit anderen Worten haben wir dann 42% falsch negative Ergebnisse. Dann kann man auch gleich eine Münze werfen: Jeder 2,38te symptomlose „Erkrankte“ wird nicht erkannt und kann somit, ohne es selbst zu ahnen, als Superspreader das Virus z.B. im Fitnessstudio verteilen.

Ich habe recht häufig zu hören bekommen, dass der PCR-Test deutlich genauer ist als der Schnelltest. Jedoch in einer Studie ( https://academic.oup.com/cid/article/71/10/2663/5842165 ) fand man nur bei 26 von 90 positiv getesteten Personen infektiöse Viren. Das klingt nicht danach, als ob man sich auf den PCR-Test verlassen sollte. Abgesehen davon gibt es ja noch andere Wissenschaftler, die den PCR-Test für unbrauchbar halten, um eine COVID-19 Erkrankung zu erkennen. Z.B. Frau Prof. Ulrike Kämmerer, die in einem Interview mit Herrn Prof. Martin Haditsch meinte, dass der PCR Test nichts taugt und dass dazugehörige Protokoll keinen Schuss Pulver Wert sei.

Ich komme zu dem Schluß, dass der PCR-Test deutlich schlechter ist, als er in den Leitmedien und von Politikern dargestellt wird. Wenn aber der unbrauchbare PCR-Test besser ist als der Schnelltest, dann ist der Schnelltest erst recht unbrauchbar. Somit glaube ich auch nicht an den oben stehenden Wert von 58%.

Aus dem „Papier“ zur Ministerpräsidentenkonferenz ( https://www.bundesregierung.de/resource/blob/974430/1949532/d3f1da493b643492b6313e8e6ac64966/2021-08-10-mpk-data.pdf?download=1 ), wird gar nicht auf die Qualität der Tests eingegangen. An der „guten“ Qualität der Tests scheint unter den Konferenzteilnehmern keinerlei Zweifel zu bestehen. Kein Wunder bei einer „Chefin“, die davon überzeugt ist, dass ein PCR-Test zu 100% die „Krankheit“ feststellen kann.

Mit Sicherheit gibt es bei den Ministerpräsidenten keinen Zweifel, was die Qualität der Impfstoffe angeht. Hier erklärt man, dass die Impfung nicht nur die eigene Erkrankung mit der Deltavariante verhindert, sondern auch deren Ausbreitung.

Ich finde, es gibt schon ein „paar“ Punkte, die Zweifel an der sterilen Immunität durch die Impfung wecken sollten. Z.B:

1.) Eine Studie, die man auf der Seite des CDC findet ( https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/70/wr/mm7031e2.htm): 469 Covid-19 Fälle wurden in Verbindung gebracht mit einigen Sommerevents. Die Delta-Variante war vorherrschend. Ca. ¾ der Infektionen traten bei vollständig geimpften Personen,deren Impfung mindestens 2 Wochen zurücklag, auf. Von den 5 Patienten, die ins Krankenhaus mussten, waren 4 vollständig geimpft.

2.) Selbst die Direktorin des CDC geht davon aus, dass die Impfstoffe lediglich vor schweren Erkrankungen schützen, die Übertragung aber nicht verhindern.

3.) Island ist fast „durchgeimpft“, und nachdem die Maßnahmen abgeschafft wurden, geht die Anzahl der Infizierten durch die Decke.

4.) Laut Dr. Renate Holzeisen ( ab ca. Minute 75 https://www.youtube.com/watch?v=8gzm2wXgQ7E ) geht aus den offiziellen Dokumenten der EMA, die sich wiederum auf die von den Produzenten eingereichten Daten beziehen, klar hervor, dass zum Zeitpunkt der bedingten Zulassung es keinen Hinweis auf eine durch die Impfung zu erreichende sterile Immunität gab (und bis heute gibt).

Also woher nehmen die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin ihre Gewissheit, dass die Impfung vor Ansteckung schützt? Sie können diese Sicherheit schlicht und ergreifend nicht haben! Sie tun nur so: Zitat aus dem Papier der Ministerpräsidentenkonferenz: „Wer über einen vollständigen Impfschutz verfügt, schützt damit sich und andere vor der Ansteckung durch das SARS-CoV2-Virus und damit die Gesellschaft vor einer erneuten Ausbreitungswelle des Virus. “

Sie stellen die sterile Immunität quasi als Fakt da! Das Gleiche gilt für die Sicherheit der Impfstoffe. Zitat aus dem Papier der Ministerpräsidentenkonferenz:

„Die Impfstoffe haben sich sowohl in den Zulassungsstudien als auch in der monatelangen weltweiten millionenfachen Anwendung als sehr sicher und gegen die in Deutschland derzeit vorherrschende Delta-Variante als wirksam erwiesen.“

Erstmal ist mir schleierhaft, wie die Zulassungsstudien eine Aussage bzgl. der Wirksamkeit der „Impfstoffe“ gegenüber der Delta-Variante machen können. Die Sicherheit und Wirksamkeit des „Impfstoffes“ wird, wie die sterile Immunität, praktisch als Fakt hingestellt.

Aber was ist mit den Wissenschaftlern, die das anders sehen? So wie in einem
Interview mit Prof. Christian Perrone und Dr. Anne-Marie Yim (https://tkp.at/2021/08/17/franzoesischer-impfexperte-professor-christian-perronne-zum-thema-covid-19-impfstoffe/). Ein paar Zitate:

Christian Perronne: „Genau das Gegenteil! Geimpfte Menschen sind durch die neuen Varianten gefährdet. Bei der Übertragung hat sich inzwischen in mehreren Ländern gezeigt, dass geimpfte Menschen in Quarantäne gestellt und von der Gesellschaft isoliert werden sollten. Ungeimpfte Menschen sind nicht gefährlich; geimpfte Menschen sind für andere gefährlich. Das wurde jetzt in Israel bewiesen, wo ich mit vielen Ärzten in Kontakt stehe. In Israel gibt es jetzt große Probleme: Schwere Fälle in Krankenhäusern treten bei geimpften Menschen auf. Und auch im Vereinigten Königreich gab es ein größeres Impfprogramm, und auch dort gibt es Probleme.“

Christian Perronne: „Doch jetzt verpflichten die Regierungen ihre Bürger, sich mit diesen so genannten „Impfstoffen“ impfen zu lassen – und in den Ländern, in denen sie das taten, kehrte die Epidemie, nachdem sie [bereits] beendet war, wieder zurück, und die Todesfälle begannen erneut. In Vietnam zum Beispiel war es ein erstaunlicher Erfolg, sie hatten nur ein paar Dutzend Todesfälle über mehr als ein Jahr, [die Epidemie] war beendet, und dann sagte einer der Minister: „Wir müssen die gesamte Bevölkerung impfen!“ Die Impfung ist jetzt fast obligatorisch, und nach dem Beginn dieser Impfkampagne kam die Epidemie zurück, und es traten wieder tödliche Fälle auf. Das ist der Beweis dafür, dass diese Impfungen kein Impfstoff sind, sondern das Wiederauftreten der Krankheit und auch Todesfälle begünstigen können.“

Christian Perronne: „Ich verstehe also nicht, warum die Politiker und die verschiedenen Behörden in den verschiedenen Ländern Massenimpfungen fordern, obwohl die Krankheit so mild verläuft. Und wir wissen, dass über 90 % der Fälle bei sehr alten Menschen auftreten. Und wir können sie behandeln: Wir haben Therapien. Es gibt Hunderte von Veröffentlichungen, die zeigen, dass frühe Behandlungen funktionieren: Es gibt Hydroxychloroquin, Azithromycin, Ivermectin, Zink, Vitamin D und so weiter – es funktioniert! Es gibt Veröffentlichungen!

All diese Produkte, so genannte „Impfstoffe“, sind also nutzlos, denn wir können eine Epidemie sehr wohl kontrollieren. Das beste Beispiel ist Indien: Dort leben fast anderthalb Milliarden Menschen in vielen verschiedenen Bundesstaaten. In den Bundesstaaten, in denen man die Menschen mit Ivermectin, Zink, Doxycyclin und Vitamin D behandelte, blieb die Epidemie auf einem sehr niedrigen Niveau: Sie war ziemlich schnell vorbei. Aber in den Staaten, in denen sie diese antibiotischen und antiviralen Behandlungen, die auf das Virus wirken, verboten haben, und [wo] sie den „Impfstoff“ und auch Remdesivir (aus Frankreich und Belgien kommend, weil Remdesivir so giftig und nicht wirksam war: die Franzosen und Belgier schickten Unmengen von Remdesivir an die indische Bevölkerung!) gefördert haben, in diesen Gebieten Indiens, in denen sie „Impfstoffe“ und Remdesivir verwendet haben, kam die Epidemie zurück, mit neuen Todesfällen. Das ist der Beweis dafür, dass man mit einer frühzeitigen Behandlung Erfolg haben kann und die Epidemie sehr schnell vorbei sein wird.“

Also nach Sicherheit und Wirksamkeit klingt das nun wirklich nicht. So wie die meisten Politiker bin ich weder Wissenschaftler noch Arzt. Und wenn Prof. Perronne und Anne-Marie Yim die einzigen wären, die die Maßnahmen und „Impfungen“ kritisieren, bitteschön. Sind sie aber nicht!

Es wird Zeit, dass Regierungen ihr ignorantes und arrogantes Verhalten ablegen, und mit der anderen Seite reden. Sich hinter „ihren“ Wissenschaftlern zu verstecken und ihr Mantra vom positiven Nutzen-Risiko der Impfung ist unerträglich. Es geht hier um viele Schicksale.

Das zur Schau getragene Selbstvertrauen vieler Politiker bzgl. der Coronapolitik macht mir Angst. Die Aussage von Herrn Lauterbach, der Impfstoff sei nebenwirkungsfrei, ist absurd. Hat er vielleicht völlig den Bezug zur Realität verloren? Regierungen, die bei einem solch ernsten Thema zu keinem Diskurs bereit sind, kann man wohl kaum noch demokratisch nennen.

Jetzt soll ich ständig mit einem unbrauchbaren Test belegen, dass ich für andere keine Gefahr bin. Mit einem Test, der dazu nicht in der Lage ist, und für den ich demnächst auch noch zahlen soll. Dann wird nicht nur der regelmäßige Besuch im Fitnessstudio, Restaurants etc. eine verdammt teure Angelegenheit. Für viele Menschen sogar unbezahlbar. Das ist lächerlich. Man kann das wohl auch als bösartig bezeichnen.

Mir wird eine „Impfung“ die, wenn überhaupt, nur mir selber Schutz bietet, als Akt der Solidarität verkauft. Das ist mir einfach zu hoch. Zweifel an der sterilen Immunität durch die Impfung gab es von Anfang an (selbst bei Pharmaunternehmen). Und von Anfang an wurde es von der Politik und den Leitmedien ignoriert. Jetzt zeigt es sich in der Praxis, dass sich keine sterile Immunität durch die Impfung erreichen lässt. Die Ministerpräsidenten machen jedoch unbeirrt weiter! Wir haben uns Impfen zu lassen! Punkt!

Sie verlangen, dass wir uns mit einem „Impfstoff“ impfen lassen, der viele und z.T. schwere (ggf. auch tödliche) Nebenwirkung hat und dessen Langzeitwirkungen noch keiner kennt. Ich denke, es gibt genug gute Gründe, diese Impfung zu verweigern (s.o). Schon alleine die Zahl der Menschen aus meinem persönlichen Umfeld, die unter Nebenwirkungen nach der Impfung gelitten haben, ist hoch. Wer große Angst vor dem Virus hat, kann sich ja impfen lassen. Aber es hat eben nichts mit Solidarität zu tun. Es muß jedem selber überlassen bleiben, ob er die Risiken, die mit der Impfung verbunden sind, eingeht.

Solange die Regierungen auf Propaganda und „Angst machen“ setzen und noch nicht mal den Versuch machen ihre Kritiker ernsthaft zu widerlegen, kann ich guten Gewissens die Impfung verweigern.

Kommentieren

Zum Kommentieren bitte anmelden.