Lothar Wieler, Jens Spahn und Angela Merkel am 11. März 2020 in Berlin | Bild: picture alliance / IPON / Stefan Boness

„Die Menschen sollen Angst haben“

Vor der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages kam erstmals die Corona-Risikobewertung zur Sprache. Erst deren Anhebung durch das Robert Koch-Institut ermöglichte den Lockdown und die Grundrechtsbeschränkungen im März 2020. Wer aber entschied das? Ein Blick über den deutschen Tellerrand zeigt, was damals passierte.

PAUL SCHREYER, 10. Juli 2026, 21 Kommentare, PDF

Helge Braun stützt sich schutzsuchend auf seine verschränkten Arme. Nein, einen Shutdown habe man am Sonntag, dem 15. März 2020 nicht beschlossen. Merkels damaliger Kanzleramtschef formuliert bedächtig und blickt, um Freundlichkeit bemüht, in die weite Runde des Europasaals in der vierten Etage des Paul-Löbe-Hauses, gleich zwischen Kanzleramt und Bundestag. An die Adresse der Sachverständigen der Enquete-Kommission, die ihm schräg gegenübersitzen, wendet er ein, „dass wir natürlich weder im Kanzleramt noch in Teilen des Kabinetts irgendeine solche Entscheidung hätten treffen können“, dies habe „gar nicht in der Verantwortung, in der Macht dieser Gruppe“ gestanden. Gleichwohl habe sich „selbstverständlich die Notwendigkeit eines Handelns auch mit entsprechenden Maßnahmen“ ergeben, so Braun. „Wir haben uns zu dem Zeitpunkt nahezu täglich das Risiko angeguckt und wir haben genau in diesem zeitlichen Zusammenhang sehr deutlich gesehen, dass wir uns in einem exponentiellen Wachstum befinden. Und das ist eben das Besondere.“

Nachgefragt hatte Tom Lausen, Sachverständiger für die AfD in der Corona-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, wo an jenem 7. Mai 2026 diese Frage erstmals angesprochen wurde – eine Frage, die im Zentrum der gesamten Coronakrise steht: Wer hat auf welcher Grundlage veranlasst, dass das Robert Koch-Institut (RKI) die Risikobewertung im März 2020 auf „hoch“ setzte, was Lockdown und Freiheitsbeschränkungen erst ermöglichte? Multipolar hatte sich um die Offenlegung der RKI-Krisenstabsprotokolle vor allem aus dem Grund bemüht, um dies zu erfahren. Denn die Gerichte argumentierten bei allen Zurückweisungen der Klagen von Bürgern gegen die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen mit jener Risikobewertung, die stets als untantastbar, unhinterfragbar galt.

Und so hatte es für beträchtliche politische Aufregung gesorgt, als Multipolar im Frühjahr 2024 aus dem schließlich freigeklagten Protokoll des RKI-Krisenstabs vom Montag, dem 16. März 2020 zitierte, dass „am Wochenende“ vom 14. auf den 15. März „eine neue Risikobewertung vorbereitet“ worden sei und „diese Woche hochskaliert“ werden solle, „sobald [geschwärzt] ein Signal dafür gibt.“ Dass der geschwärzte Name dem damaligen RKI-Vizepräsidenten Lars Schaade gehörte, erfuhr die Öffentlichkeit zwei Monate nach dem ersten Multipolar-Bericht. Unter Druck gesetzt von einem geradlinigen Richter am Verwaltungsgericht Berlin sowie dem medialen Wirbel rund um die Veröffentlichung der Protokolle hatte das RKI die Dokumente Ende Mai 2024 schließlich auch entschwärzt vorgelegt – wogegen es sich zuvor mit einer Armada teurer Anwälte jahrelang gewehrt hatte.

Ein politischer Beschluss?

„Es soll diese Woche hochskaliert werden“ – nicht etwa „wir beim RKI wollen das“ oder „wir müssen darüber beraten“, nein, „es soll“. Ein politischer Beschluss? Dass die Behörde nicht autonom über die Corona-Risikobewertung entschied, ist durch die RKI-Protokolle – insbesondere das Leak der vollständigen Dokumente sowie interner Mails im Juli 2024 – hinreichend deutlich geworden. So schrieb Schaade am 23. Februar 2020 in einer Mail an Wieler und hochrangige RKI-Kollegen: „Herr Rottmann [Heiko Rottmann-Großner, Unterabteilungsleiter im Gesundheitsministerium, Anmerkung P.S.] hat aufgrund der Situation in Italien um eine aktualisierte Risikobewertung gebeten.“ Am 2. März 2020 wiederum ist in den Protokollen zu lesen: „Es gab Kritik vom BMG [Bundesgesundheitsministerium, Anmerkung P.S.], dass das Risiko vom RKI zunächst zu gering eingestuft war.“ Die Regierung nahm also direkten Einfluss auf die Risikobewertung des RKI. Zu den genaueren Umständen präzisierte das Bundesgesundheitsministerium im Juli 2024 in einer schriftlichen Auskunft auf eine AfD-Anfrage:

„Die Entscheidung zur Hochstufung der Risikobewertung des RKI auf ‚hoch‘ wurde am Sonntag, dem 15. März 2020 vom damaligen Präsidenten des RKI [Lothar Wieler] und dem damaligen Vizepräsidenten [Lars Schaade] getroffen; weitere Mitarbeitende des RKI waren daran nicht beteiligt.“

Der Beschluss erfolgte somit ohne Diskussion im Krisenstab, dem dieses „es soll hochskaliert werden“ einen Tag später lediglich durch die Behördenleitung vorgetragen wurde, als Marschbefehl. Die Anwälte des RKI bestätigten in einem Schreiben vom September 2023 an das Verwaltungsgericht Berlin im Namen ihres Mandanten:

„Nach Abschluss dieser Prüfung bleibt es dabei, dass keine weiteren Dokumente vorhanden sind, die sich mit der Änderung der Risikobewertung (…) von ‚mäßig‘ auf ‚hoch‘ befassen. (…) Informationen, die nicht vorhanden sind, kann die Beklagte nicht herausgeben.“

Bis zur Veröffentlichung der RKI-Protokolle war man in Deutschland davon ausgegangen, dass die Entscheidung zur Hochstufung der RKI-Krisenstab getroffen habe, nach einer Beratung der dort versammelten Fachleute. Das RKI selbst hatte das auch so dargestellt, etwa im Dokument „COVID-19: Grundlagen für die Risikoeinschätzung des RKI“, das die Behörde 2020 auf seiner Webseite veröffentlichte:

„Die Risikobewertung wird durch den RKI-Krisenstab formuliert und situativ adaptiert. (…) Die Risikoeinschätzung ist die Beschreibung und Einschätzung der Situation für die Bevölkerung in Deutschland. Sie (…) nimmt (…) keine Vorhersagen für die Zukunft vor. Stattdessen beschreibt sie die aktuelle Situation für die Gesamtbevölkerung. (…) Die für die Schwerebeurteilung (= Schadensausmaß) genutzten drei Kriterien bzw. Indikatoren (Übertragbarkeit, Schwereprofil und Ressourcenbelastung) [werden] mit jeweils messbaren Größen beurteilt.“

Nur war das eben gar nicht passiert. Die Fachleute des Krisenstabes hatten zur Frage der Hochstufung selbst nichts „beurteilt“, „formuliert“ oder „adaptiert“, sondern lediglich die Ansage der beiden Vorgesetzten zur Kenntnis genommen. Die Behauptung, das RKI habe die Hochstufung – und damit die Grundlage für Lockdown und Ausnahmezustand – auf Basis fundierter wissenschaftlicher Beratungen seiner Fachleute getroffen, war im Lichte dieser Informationen nicht länger haltbar. Die Hochstufung – von der erst im Mai 2026 bekannt wurde, dass Wieler und Schaade sie am Telefon und ohne Protokollierung beschlossen – erfolgte abrupt und ohne dokumentierten Diskussionsprozess. Aber auf wessen Anweisung? Kaum vorstellbar, dass Wieler und Schaade hier allein, ohne politische Rückendeckung agiert hatten.

15. März: Kanzleramt stellt „große Weiche“

Vor der Enquete-Kommission nahmen Tom Lausen und Stefan Homburg, ebenfalls von der AfD als Sachverständiger benannt, die Verantwortlichen Lars Schaade und Helge Braun dazu ins Kreuzverhör – einer der seltenen Momente, in denen die Atmosphäre in der Enquete an einen Untersuchungsausschuss erinnerte, wie ihn alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien weiterhin ablehnen. Lausen und Homburg präsentierten einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, erschienen am 25. April 2020, und zitierten daraus:

„15. März. Im Kanzleramt tritt ein kleiner Kreis zusammen, der eine große Weiche stellen wird. Neben Merkel ist Vizekanzler Olaf Scholz da, Kanzleramtschef Braun, Innenminister Seehofer, Gesundheitsminister Spahn und RKI-Präsident Wieler. (…) Die Runde im Kanzleramt wird sich einig, einen Horror italienischen Maßstabs mit einer klaren Strategie zu verhindern: die Zahl der Infektionen so niedrig wie möglich zu halten, bis Medikamente und ein Impfstoff entwickelt sind. Das bedeutet: Shutdown in Deutschland.“

Der 15. März war auch genau jener Tag, an dem Wieler und Schaade die Hochstufung beschlossen. War dies also aufgrund der Übereinkunft im Kanzleramt geschehen? Das wäre von hoher Brisanz. Vor der Enquete reagierten Braun und Schaade dazu ausweichend. Kein Wunder: Denn handelte es sich tatsächlich um eine politische Entscheidung, dann dürften zahlreiche höchstrichterliche Urteile zur Legitimität der Corona-Maßnahmen hinfällig sein, die sämtlich darauf abhoben, die Risikobewertung sei eine unabhängig getroffene, rein faktenbasierte Einschätzung von fachlich versierten Wissenschaftlern, und damit ein ebenso solides wie zu akzeptierendes Fundament für das folgende restriktive Regierungshandeln. „Trust the science“ – man glaubte der RKI-Spitze um Lothar Wieler ganz einfach, dass die Hochstufung der Risikobewertung wissenschaftlich begründet gewesen und nicht bloß auf politischen Zuruf gefällt worden sei. Überprüft worden war das aber nie, von keinem Gericht, keinem Parlament und auch von keinem Leitmedium – bis heute nicht.

Dabei hatte Lars Schaade im September 2024, nach Veröffentlichung der RKI-Protokolle, als Zeuge vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück selbst eingeräumt, dass das RKI bei der Risikobewertung in einem politischen Einflussfeld agierte: Die Risikobewertung habe „normativen Charakter“, so Schaade, sei also regelsetzend, und falle deshalb in den Bereich des politischen „Managements“.

„Maßstab ist, was uns die Wissenschaftler sagen“

Nahezu alles hing an dieser Entscheidung. So hatte die Tagesschau am 20. März 2020 ihrem Publikum erklärt: „Staatsrechtler räumen ein, dass Ausgangssperren in Deutschland rechtliches Neuland sind. Da aber das Robert Koch-Institut die Corona-Gefährdung in Deutschland als 'hoch' einschätzt, lasse sich eine Ausgangssperre auf Grundlage des (...) Infektionsschutzgesetzes begründen (...)“. Merkel selbst hatte sich schon am 16. März, einen Tag nach ihrem Treffen mit Wieler im Kanzleramt, in einer öffentlichen Stellungnahme hinter dessen RKI versteckt: „Der Maßstab ist, was uns die Wissenschaftler sagen.“ Eine Täuschung, da man diesen Maßstab als Regierung selbst beeinflusste?

Diesen Eindruck teilen viele, die der Überzeugung sind, die Bundesregierung habe in der Corona-Zeit bewusst gegen die Bevölkerung agiert, in böser Absicht. Anderen wiederum erscheint die Hochstufung völlig unspektakulär, als gut begründete Notwendigkeit. Was stimmt nun?

Will man sich einer Antwort nähern, scheint ein Blick über den deutschen Tellerrand angeraten. Denn „Corona“ war damals überall. Schwedens Chefepidemiologe Anders Tegnell, dort verantwortlich für einen anderen Weg, schrieb in seinem Buch über jene Zeit, es habe international „ein kolossaler Druck“ geherrscht. Allerdings lege man in Schweden traditionell großen Wert auf eine „strikte Trennung zwischen Behörde und Regierung“, was auch gesetzlich festgeschrieben sei. „In einem zentralistisch gesteuerten Land wie beispielsweise Frankreich kann ein Minister in die laufende Arbeit eingreifen, während die schwedische Behörde weitestgehend unabhängig von der Regierung agieren kann.“ Wie sah es anderswo aus?

Liveticker-Hysterie

Ein Blick in den hektischen Nachrichten-Liveticker aus der Woche im März 2020, die der Ausrufung des Lockdowns vorausging, verdeutlicht die damalige Dynamik:

  • Mittwoch, 11. März: 17:35 Uhr: WHO bezeichnet Coronavirus-Verbreitung als Pandemie.
    18.58 Uhr: Trump trifft sich mit Bankchefs im Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump wird sich am Abend mit führenden Wall-Street-Managern treffen. Dabei soll diskutiert werden, wie die Finanzbranche auf die wirtschaftlichen Folgen des Virus-Ausbruchs reagieren soll, wie das Präsidialamt mitteilt. Im Weißen Haus erwartet werden die Chefs von Bank of America, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, Truist Financial und U.S. Bancorp. 22.20 Uhr: Italien schließt Bars, Restaurants und Geschäfte.

  • Donnerstag, 12. März: 02.10 Uhr: USA verhängen ab Freitag Einreiseverbot für Menschen aus Europa. 12.25 Uhr: China sieht Höhepunkt der Epidemie überschritten. Die Zahl der Neuerkrankungen gehe zurück. 14.15 Uhr: EZB kündigt zusätzliche Anleihekäufe an. 14.45 Uhr: Dax fällt um mehr als zehn Prozent. 20.20 Uhr: Frankreich schließt alle Schulen im Land. 21.20 Uhr: Dow Jones: Schwerster Verlust seit 33 Jahren

  • Freitag, 13. März: 12.40 Uhr: Bundesregierung sagt Kredite ohne Begrenzung zu. 15.46 Uhr: Spanien ruft wegen Coronavirus den Alarmzustand aus. 16.00 Uhr: In 13 Bundesländern bleiben Schulen und Kitas vorerst zu. 17.15 Uhr: WHO: Europa jetzt Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. 20.38 Uhr: Trump ruft nationalen Notstand aus.

  • Sonnabend, 14. März: 20.00 Uhr: Shutdown in Frankreich. 21.06 Uhr: Israel ordnet umfangreiche Schließungen an. 21.13 Uhr: Spanien verhängt Ausgangssperre.

Am Sonnabend, dem 14. März ereignete sich zudem im Nachbarland Österreich ein politischer Paukenschlag: Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte an, ab Montag Österreich „auf Notbetrieb hinunterzufahren.“ Der österreichische Gesundheitsminister Rudi Anschober schrieb in seinem Buch „Pandemia“ später über diesen 14. März: „Der Tag der großen Entscheidung. Ein besonders wichtiger in meinem politischen Leben, aber auch eine Zäsur in der Geschichte der Zweiten Republik. Wie eine Riesenwelle rollt die Pandemie nun seit wenigen Wochen über ganz Europa. Immer schneller, immer höher, immer gewaltiger. (…) Jetzt muss rasch und konsequent gehandelt werden.“

Rudi Anschober und Jens Spahn beim EU-Gesundheitsministertreffen am 25. Februar 2020 in Rom | Bild: picture alliance / photothek / Thomas Koehler

Das war die Situation, als Merkel, Scholz, Braun, Seehofer, Spahn und Wieler sich am Sonntag, dem 15. März im Kanzleramt trafen – und Wieler gemeinsam mit Schaade beschloss, das Risiko sei nun nicht mehr „mäßig“, sondern eben „hoch“. War das kopflose Hysterie oder rational begründet? Noch einmal Merkels Kanzleramtschef Helge Braun: „Wir haben uns zu dem Zeitpunkt nahezu täglich das Risiko angeguckt und wir haben genau in diesem zeitlichen Zusammenhang sehr deutlich gesehen, dass wir uns in einem exponentiellen Wachstum befinden. Und das ist eben das Besondere.“

Exponentielles Wachstum?

RKI-Präsident Lars Schaade ließ der Enquete-Kommission nach seinem Auftritt am 7. Mai noch eine schriftliche Stellungnahme zukommen, in der eine Tabelle ebenfalls die starke Zunahme der Coronafälle in der Woche vor dem Lockdown hervorhob. Auch die Zahlen aus Österreich, das den Lockdown kurz vor Deutschland beschloss, bilden dieses exponentielle Wachstum deutlich ab – zumindest scheint es auf den ersten Blick so. Darauf berief sich auch Anschober in der Parlamentssondersitzung am 15. März in Wien:

„Unser Leben wird sich in den nächsten Monaten massiv verändern müssen, damit wir den Virus tatsächlich aushungern können. (…) Zu den Zahlen – nur um zu zeigen, wie die Entwicklung ist –: Am Mittwoch in der Früh waren wir in Österreich bei 206 Erkrankungen, am Donnerstag dieser Woche bei 302, am Freitag bei 428, am Samstag bei 602 und heute, Sonntag in der Früh, bei 800. – Wir können das stoppen, davon bin ich überzeugt. Diese Zuwächse können wir in den Griff bekommen. Es liegt in unserer Hand, in unser aller Hand, und in unserer gemeinsamen Verantwortung, dass wir es schaffen, diesen Virus auszuhungern. Da ist jetzt jeder und jede Einzelne gefragt und gefordert. (Beifall bei Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) (…) 800 Erkrankte gibt es derzeit in Österreich: Bei zehn Personen ist derzeit eine Inten- sivbehandlung erforderlich, 98 sind im Spital, und der größte Teil – und das ist auch ermutigend –, 85 Prozent, können zu Hause gepflegt werden und abwarten, dass sie gesund werden. – Von dieser Stelle aus sage ich all denen, die jetzt schon betroffen sind: Gute Gesundheit und gute Genesung!“

Anschober bezeichnete Menschen mit positivem Coronatest in seiner Rede irrtümlich als „Erkrankte“, was wesentlich zur Dramatik beitrug. Doch von dieser Semantik einmal abgesehen: Was war mit den beängstigend rasch ansteigenden Zahlen? Begründeten sie nicht ausreichend das Vorgehen der Regierung? Multipolar hat diese Zahlen zu den täglichen PCR-Tests nachträglich aus archivierten Seiten des Österreichischen Gesundheitsministeriums rekonstruiert (hier der daraus entstandene Datensatz) und grafisch aufbereitet.

Abb. 1: Positive Coronatests in Österreich („Fälle“) | Datenquelle: Österreichisches Gesundheitsministerium

Die Kurve wirkt tatsächlich bedrohlich und ist der Form nach aus der damaligen Tagespresse vertraut. Sie scheint Anschobers Darstellung zu stützen. Weniger bekannt ist, dass die Referenzgröße, die Menge der Tests, genau wie in Deutschland auch in Österreich, ähnlich stark anstieg wie die Zahl der positiv Getesteten. Anders gesagt: Es wurde vermehrt nach dem Virus gesucht – und dann auch mehr gefunden.

Abb. 2: Positive Tests (blau) und Gesamtanzahl der Tests (orange) | Datenquelle: Österreichisches Gesundheitsministerium

Für Deutschland hatte Multipolar diesen Zusammenhang bereits im März 2020 recherchiert: Die Vervielfachung der Fälle ging auch hierzulande mit einer gleich starken Vervielfachung der Tests einher, wie selbst das RKI einräumen musste. Noch verständlicher wird der täuschende Eindruck der Kurve in Abbildung 1, in der die Fälle kumulativ – also aufsummiert – dargestellt werden, wenn man sich stattdessen die Zahl täglich neuer Fälle und täglich neuer Tests anschaut, die Beträge also nicht fortlaufend weiter aufsummiert.

Abb. 3: Neue positive Tests pro Tag (blau) und Gesamtanzahl neuer Tests pro Tag (orange) | Datenquelle: Österreichisches Gesundheitsministerium

Man sieht, dass die Anzahl der täglichen Coronatests in Österreich in der Woche vor dem ersten Lockdown ab dem 9. März massiv nach oben gedrückt wurde – von 200 auf fast 900. Der entscheidende Wert, die Positivenquote – also der Anteil der positiven Fälle an allen Tests (was die Verbreitung des Virus anzeigte) – erhöhte sich in der Woche vor dem Lockdown hingegen nur moderat: von 14 Prozent am Montag auf 17 Prozent am Sonnabend, als Kanzler Kurz den Lockdown verkündete.

Abb. 4: Anteil positiver Tests pro Tag in Prozent (27.2.-14.3.2020) | Datenquelle: Österreichisches Gesundheitsministerium

Daran war nichts „exponentiell“. Im Gegenteil, die Kurve der Positivenquote befand sich am Ende der entscheidenden Woche sogar schon wieder im Sinkflug. Die geringe Dramatik wird noch deutlicher, wenn man sich einen längeren Zeitverlauf anschaut, bis hin zum 1. April 2020.

Abb. 5: Anteil positiver Tests pro Tag in Prozent (27.2.-1.4.2020) | Datenquelle: Österreichisches Gesundheitsministerium

Bereits ab dem 13. März, noch vor dem Lockdownbeschluss, hatte sich die Quote der positiven Tests um 20 Prozent herum eingependelt. Von einer stark wachsenden Ausbreitung des Virus konnte keine Rede sein. Diese Zahlen erfasste und veröffentlichte das österreichische Gesundheitsministerium damals täglich – wenn sie auch nicht tabellarisch oder grafisch publiziert wurden, sondern lediglich als täglich neu aufsummierte Einzelzahl. Intern dürften solche Tabellen und Kurven von den Fachleuten im Ministerium aber selbstverständlich geführt worden sein. Die Positivenquote stieg jedenfalls ab dem 12. März nicht mehr dauerhaft. Steigende Fallzahlen wurden fortan bloß noch durch eine steigende Testmenge generiert.

Abb. 6: Neue positive Tests pro Tag (blau) und Gesamtanzahl neuer Tests pro Tag (orange) | Datenquelle: Österreichisches Gesundheitsministerium

Wie schon in Abbildung 3 sieht man auch hier, dass die blauen Balken (positive Tests) durch die roten Balken (Testmenge) „hochgezogen“ wurden. Den Fachleuten war dieser Zusammenhang klar. So ist in den 2026 freigegebenen Protokollen des Corona-Krisenstabs der Stadt Köln unter dem Datum 13. März 2020 zu lesen: „Wo viel gemessen wird, wird auch viel gefunden. Derzeit keine Eskalation.“ Das RKI hielt gleichen Sinnes in seinem Krisenstabsprotokoll vom 6. April 2020 fest, es stelle sich „generell die Frage“, ob „die Fallzahl aufgrund vermehrter Testung steigt“, denn „eine Zunahme der Testungen kann einen künstlichen Anstieg erzeugen, ohne dass sich der epidemiologische Verlauf ändert“.

Warum die Aufregung?

Auch andere Zahlen gaben damals Anlass zur Entwarnung. So sammelte das RKI schon seit Jahren eine repräsentative Stichprobe zur Verbreitung von Atemwegsviren in Deutschland („AGI Sentinel“ – ein Hinweissystem angeschlossener Arztpraxen), wo ab Ende Februar 2020 auch auf Corona getestet wurde. Die Ergebnisse waren ernüchternd undramatisch. Am 3. März hatte das RKI-Krisenstabsprotokoll zu den Untersuchungen des repräsentativen Sentinels vermerkt: „gestern 80 Proben getestet, alle negativ“, am 6. März: „gestern 213 Proben getestet, alle negativ“, und am 11. März dann: „AGI Sentinel Surveillance: kein neuer Fall“. Am 13. März schließlich, unmittelbar vor dem Lockdownbeschluss, vermeldete das RKI, in der aktuellen Woche sei bloß „in einer von 192 untersuchten Sentinelproben (0,5 %) SARS-CoV-2 identifiziert worden“. Was also war eigentlich los? Warum die ganze Aufregung?

Das fragten sich auch die Fachleute der Regierung in Österreich. Franz Allerberger, Facharzt für Infektiologie, Hygiene und Mikrobiologie, leitete damals den Bereich Öffentliche Gesundheit beim österreichischen RKI-Pendant AGES, saß im Beraterstab der Coronavirus-Taskforce des Gesundheitsministeriums in Wien und stand mehrfach mit Gesundheitsminister Anschober vor der Kamera. Bereits in der Woche vor dem Lockdown argumentierte er für den schwedischen Weg. Am 14. März warnte er seine Kollegen per Mail:

„Wir sollten versuchen, die derzeitige Sprachregelung bald zu ändern und möglichst schnell von der Botschaft ‚ganz gefährliches Virus‘ wegkommen. Das Virus ist so weit verbreitet, dass alles andere dazu führen wird, alles lahmzulegen, was Kollateralschäden verursacht, die weit über Covid-19 hinausgehen. Jede Botschaft, die als ‚ganz gefährliches Virus‘ missinterpretiert werden kann, ist kontraproduktiv. Sars-CoV-2 ist für über 80 Prozent der Bevölkerung nicht gefährlich.“

Rudi Anschober und Franz Allerberger am 2. April 2020 vor der Presse in Wien | Bild: picture alliance / Hans Punz / APA / picturedesk.com

Allerbergers Sicht wurde damals von mehreren hochrangigen Fachleuten in Wien geteilt. Er schilderte, dass außerdem im Fachbeirat der Europäischen Seuchenschutzbehörde ECDC, dem er angehörte, damals „ein Drittel der Experten der Meinung“ war, das Virus sei „nicht so tödlich wie angenommen, sondern eher grippeähnlich.“ Auch RKI-Vize Lars Schaade hatte noch am 28. Februar öffentlich erklärt: „Meine Einschätzung wäre, dass sich das in etwa bewegt in der Schwere wie eine starke bis sehr starke Grippewelle.“

Doch seltsamerweise blockten die Regierungen – und mit ihnen die Medien – solche fachlichen Einschätzungen aus berufenem Munde damals sämtlich ab. Am 12. März war Allerberger bei einer Sitzung auf Bundeskanzler Kurz getroffen, der einen klaren Kurs in die entgegengesetzte Richtung ausgab. So heißt es in einem internen Regierungsprotokoll jenes Tages, das einen Monat später an den österreichischen Rundfunk geleakt wurde:

„Kurz verdeutlicht, dass die Menschen vor einer Ansteckung Angst haben sollen bzw. Angst davor, dass Eltern/Großeltern sterben. Hingegen sei die Angst vor der Lebensmittelknappheit, Stromausfälle etc. der Bevölkerung zu nehmen.“

Dass die Regierung es sich zum Ziel setzte, der Bevölkerung Todesangst zu machen, darf nicht nur als abstoßend und unmoralisch gelten – es ist vor allem erklärungsbedürftig, um so mehr angesichts der wenig dramatischen Zahlen. Was war passiert?

Virus aus dem Labor

Erst im März 2025 wurde dazu etwas sehr Wesentliches bekannt: Der deutsche Auslandsgeheimdienst BND informierte demnach zu Beginn der Coronakrise Kanzleramtschef Helge Braun und Kanzlerin Angela Merkel, dass das Virus offenbar menschengemacht sei und aller Wahrscheinlichkeit nach aus einem Labor stamme. Die Regierungsspitze hielt diese Information geheim. Jens Spahn war nach eigener Aussage nicht informiert. Merkel selbst sah sich nach Bekanntwerden auf Pressenachfrage „außerstande, sich zu der Sache zu äußern“ – und schweigt seither konsequent dazu.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang Lothar Wielers Vertrautheit mit dem damaligen BND-Chef Bruno Kahl: Beide sind „enge Freunde“, „kennen sich seit Studienzeiten“ und „rudern bis heute gemeinsam auf dem Wannsee, Achter mit Steuermann“, so der ehemalige Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo 2021 in seinem Buch „Ausbruch“. Zu klären bleibt also: Lag die Information zur wahrscheinlichen Laborherkunft Merkel, Braun und Wieler auch am 15. März 2020 vor, als der Lockdown und die Hochstufung der Risikobewertung beschlossen wurden? Wusste auch der österreichische Bundeskanzler Kurz von dem künstlich scharf gemachten Virus, als er am 12. März intern zur Angstmache aufrief, wider den Rat der Experten, wider die Evidenz der Zahlen?

Der deutsche Geheimdienst war mit seiner brisanten Einschätzung jedenfalls nicht allein in Europa. Ebenfalls 2025 berichtete die britische Presse, dass auch die dortige Regierung damals entsprechend informiert wurde. So sandte der ehemalige Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, Richard Dearlove, im März 2020 ein geheimes Dossier an Premierminister Boris Johnson, wonach „kein vernünftiger Zweifel“ daran bestehe, dass das Virus aus einem chinesischen Labor stamme. Dearlove äußerte damals gegenüber dem britischen Innenministerium die Vermutung, dass die „wissenschaftlichen Einrichtungen in den USA und im Vereinigten Königreich sich abgesprochen haben, um eine Diskussion über den Ursprung der Covid-Pandemie zu verhindern“. Laut einer Recherche des US-Journalisten Seymour Hersh wusste die CIA bereits Ende November 2019 durch einen eigenen Agenten in Wuhan, dass ein Virus aus dem dortigen Labor entwichen war. Das passt zu einem älteren Bericht des US-Senders ABC, wonach das National Center for Medical Intelligence (NCMI) des US-Militärs „Ende November [2019] vor einer Seuche in der chinesischen Region Wuhan warnte“.

In diesem Licht betrachtet wird vieles plausibel – plausibler möglicherweise als die verbreitete Annahme, Regierungschefs weltweit hätten sich damals verschworen, um aus Herrschsucht oder im Interesse elitärer Kreise und Konzerne ihre Bevölkerungen zu unterdrücken. Zwischen diesen beiden Sichtweisen sind gleichwohl noch weitere Facetten denkbar. So gab es zahlreiche Trittbrettfahrer, also Akteure, die den internationalen Trend – wer oder was auch immer diesen initiiert hatte – erkannten, für sich zu nutzen versuchten und damit die Situation weiter eskalierten.

Kurz hört auf Netanjahu: Lockdown in Österreich

Um zu einem solchen Trittbrettfahrer – dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu – zu kommen, ist ein gedanklicher Umweg vonnöten, wieder über Österreich. Bundeskanzler Sebastian Kurz, damals 33 Jahre alt, suchte immer wieder die Nähe zu Mächtigen. In seiner Zeit als Außenminister hatte er 2015 das Silicon Valley besucht und dort erklärt, „globale Herausforderungen und Krisen“ erforderten „einen Schulterschluss der Politik mit neuen Medien wie Facebook und Co.“ 2018, inzwischen Kanzler, traf er Bill Gates, den er als „extrem inspirierend“ bezeichnete und lud den mächtigen langjährigen Google-Chef Eric Schmidt nach Wien ein. Schmidt lobte Kurz dort als den „vermutlich konsequentesten jungen Kanzler weltweit“ und beriet ihn fortan. Im gleichen Jahr besuchte der umtriebige Kurz auch den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und sicherte diesem seine Unterstützung zu. Netanjahu lobte den Österreicher anschließend als „wahren Freund Israels und des jüdischen Volkes“.

Sebastian Kurz und Benjamin Netanjahu 2018 | Bild: Österreichisches Bundeskanzleramt (Video-Screenshot)

Erst wenige Monate im Amt, hatte Kurz also zu einigen der Mächtigen der Welt enge Bande geknüpft. Insbesondere die Beziehung zu Netanjahu sollte sich dabei als wesentlich erweisen für seine Corona-Politik, die wiederum Deutschland beeinflusste. Als entscheidend bezeichnete Kurz selbst ein Telefonat mit dem Israeli am Montag, dem 9. März 2020, also zu Beginn der Woche, die dem Lockdown vorausging. Dieses Gespräch habe ihn „wachgerüttelt“ und den Ernst der Corona-Krise erkennen lassen. Es sei auch nicht bei diesem einen Gespräch geblieben. „Ich erinnere mich, dass wir im März einige Telefonate hatten und er sagte, ihr nehmt das nicht ernst genug in Europa, vor allem in Österreich, und wir sollten mehr tun. Das war eine Art Weckruf für mich“, so Kurz in einer Danksagung an Netanjahu im April 2020.

Netanjahus eigene Beweggründe zu einem harten Durchgreifen waren dabei wohl durchaus machttaktischer Natur. Ende November 2019 hatte die israelische Generalstaatsanwaltschaft wegen Korruptionsvorwürfen Anklage gegen ihn erhoben. Der Politiker versuchte zu der Zeit schon monatelang erfolglos eine Regierung zu bilden, was immer wieder zu Neuwahlen führte. Netanjahu war Ende 2019 also in mehrfacher Hinsicht politisch schwer angeschlagen. Die Staatsanwälte warfen ihm vor, teure Geschenke von befreundeten Milliardären angenommen sowie Medienunternehmern Marktvorteile verschafft oder zumindest versprochen zu haben – im Gegenzug für eine gefällige Berichterstattung.

Der Korruptionsprozess sollte am 17. März 2020 beginnen. Doch drei Tage vorher verkündete Netanjahus Justizminister angesichts des Coronavirus einen Ausnahmezustand für Gerichte: Fast alle Verfahren sollten pausieren, auch der Prozess gegen den Regierungschef. In der Vorwoche hatte ein Gericht dessen Bitte um Verschiebung des Verfahrens noch abgelehnt.

Ausnahmezustand als politische Rettung

Netanjahu nutzte die Krise blitzschnell, um mit schärfsten und autoritärsten Maßnahmen wieder politisch Fuß zu fassen. „Errichtet er die ‚erste Coronavirus-Diktatur‘?“, titelte der „Spiegel“ am 20. März und schrieb:

„Israels Regierungschef Netanyahu regiert in der Coronakrise per Notdekret, stärkt den Geheimdienst und greift massiv in die Persönlichkeitsrechte der Bürger ein – ohne Kontrolle des Parlaments. (…) Am Mittwoch [18. März] verhinderte Yuli Edelstein, Parlamentschef und Parteifreund von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, dass die Anfang März gewählten Abgeordneten ihren Job machen können. Er riegelte kurzerhand die Knesset ab und verhinderte damit nicht nur die Wahl seines eigenen Nachfolgers sondern auch, dass sich Parlamentskomitees konstituieren konnten – etwa ein Ausschuss, der den Umgang der Regierung mit der Coronakrise überwachen könnte. (…) Netanyahu hat also nur eine Minderheit der vom Volk gewählten Abgeordneten hinter sich, sein Parlamentssprecher und Parteifreund Edelstein blockiert aber die Rechte der Mehrheit. Deshalb sprechen längst nicht mehr nur politische Gegner Netanyahus von einem Putsch oder vom drohenden Ende der israelischen Demokratie.“

In jener Woche autorisierte Netanjahu außerdem den Inlandsgeheimdienst Schin Bet, die Handydaten der Bürger (die zuvor schon für „Antiterror“-Zwecke, wie zur Ortung von Gegnern, gesammelt wurden) zu nutzen, um Corona-Infizierte per Textnachricht aufzufordern, sich selbst zu isolieren. Bürger, die gegen solche Maßnahmen vor dem leeren Parlamentsgebäude demonstrierten, ließ er festnehmen. Mit Verweis auf das Virus hatte der israelische Regierungschef gleich noch ein Versammlungsverbot erlassen, auch das per Dekret, ohne Parlamentsbeschluss.

Um den Kreis zu schließen: Wenn Netanjahu bereits ab 9. März hinter den Kulissen mehrfach den österreichischen Bundeskanzler zu scharfen Maßnahmen aufforderte, dann tat er das wohl auch deshalb, um im Schatten solcher Eskalation seine eigene Macht zu sichern. Erst wenn andere Staatschefs Netanjahus scharfer Linie folgten, kam er damit selbst innenpolitisch durch, so das naheliegende Kalkül. Die Möglichkeit, einen Corona-Ausnahmezustand zu erklären, erschien vielen Politikern, die, auf welche Weise auch immer, in Schwierigkeiten steckten, verführerisch. Netanjahu jedenfalls erscheint als Trittbrettfahrer, der allerdings durch seine Beschlüsse seinerseits großen Einfluss auf den weiteren internationalen Verlauf der Krise nahm.

Und Wieler und Schaade, die deutschen Behördenleiter? Welche Erwägungen lenkten sie am 15. März 2020? Die „Fallzahlen“, deren fehlende Relevanz unter den Tisch fiel? Die dramatische Regierungserklärung von Kurz? Die Sorgen von Merkel? Das Geheimwissen über eine wahrscheinliche Laborherkunft, was in beängstigender Weise nahelegte, dass man es mit einer unberechenbaren Biowaffe zu tun hatte?

Notwendig bleibt ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, der diesen Fragen nachgeht. Ob und wann er kommt, ist ungewiss. Bis dahin obliegt es nicht zuletzt der Geradlinigkeit von Richtern, Parlamentariern, Wissenschaftlern und auch Journalisten, die Suche nach der Wahrheit nicht im Sande verlaufen zu lassen.

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21 Kommentare
HELENE BELLIS, 10. Juli 2026, 13:45 UHR

Einmal mehr kann ich zu dem Thema nur sagen: vielleicht hätte man auf gar niemanden hören, sondern mit gesundem Menschenverstand um sich blicken sollen. Wer Anfang 2020 (so gut wie) keine Nachrichten hörte oder sah, der merkte auch nichts von irgendwelchen Krankheiten, geschweige denn von einer Pandemie, bei der sich angeblich ein Großteil der Mitmenschen zu Tode hustete. Was sie nämlich schlicht und einfach nicht taten. Oder um es ganz kurz zu sagen: Da. War. Nix. Und dann ist es auch total egal, ob so ein angebliches Virus aus der Natur oder aus dem Labor kommt.

Was Schweden angeht, so war ich eigentlich der Überzeugung, daß man dort nach dem Schweinegrippeimpfungsdesaster, bei dem es allzuviele Narkolepsiefälle gegeben hatte, sich nicht mehr Hals über Kopf in eine neue (und vor allem quasi unbekannte) Impfung stürzen wollte. Meines Wissens war vor allem und in erster Linie das der Grund für die schwedische Zurückhaltung.

Wenn man nun noch bedenkt, daß die Schweinegrippehysterie ähnlich aufgezogen wurde, aber zum damaligen Zeitpunkt unsere (und andere?) Medien noch kritisch berichteten und es außerdem keinen PCR-Test gab (dessen Existenz ich einen Großteil der Schuld an dem ganzen Corona-Pandemie-Gefasel gebe), dann war das sicherlich die beste Entscheidung, die Anders Tegnell treffen konnte.

PAUL SCHREYER, 10. Juli 2026, 15:15 UHR

Und dann ist es auch total egal, ob so ein angebliches Virus aus der Natur oder aus dem Labor kommt.

Zu einfach gedacht. Es ist nicht egal mit Blick auf die Motivation der handelnden Entscheidungsträger. Ich denke, dieser Punkt ist sehr wichtig. Aus dem Labor hieß: vielleicht eine Biowaffe, jedenfalls etwas unkalkulierbar Bedrohliches.

HELENE BELLIS, 10. Juli 2026, 17:05 UHR

Lieber Herr Schreyer,

wir beide hatten diese Diskussion bereits mehrfach, und ich weiß nicht, ob wir uns da jemals irgendwie einig werden.

Was ich meine, ist Folgendes: Wenn da nichts ist, wenn es keine außergewöhnlichen Krankheitsfälle gibt, und auch nicht außergewöhnlich viele, und zwar (mehr als) zwei Monate, nachdem angeblich der erste deutschlandweite SARS CoV-2-Fall stattgefunden haben soll, dann ist es egal, ob da jemand im Labor herumgespielt hat und etwas »Biowaffe« nennt, oder ob das Virus Teil der jährlichen Grippevirenpopulation ist. Wenn es so schrecklich gefährlich wäre, hätte sich nämlich so langsam mal was ereignet. Wenn man aber rausschaut und (ich wiederhole mich): Da. Ist. Nix. – dann ist da auch nix.

Vielleicht versuche ich es mal mit einer Analogie: Ich stehe kochend in meiner Küche, und im Radio bringen sie eine aktuelle Meldung des Inhaltes, draußen wäre eine Giftgasbombe explodiert, ich müsse jetzt mindestens drei Tage oder gar drei Wochen lang alle Türen und Fenster schließen und dürfte auf gar keinen Fall rausgehen, weil ich sonst sterben müßte. Stunden später kommen meine drei Kinder nach Hause, denen man von dieser Explosion nichts erzählt hat, und die sind gesund und munter (und bleiben es auch später) und wissen von nix – gab's dann eine Giftgasbombe oder gab es keine? Bzw. wenn es sie gab, war sie dann tatsächlich so giftig wie kolportiert? So sehe ich das.

Sie hingegen sehen es anscheinend so: obwohl meine Kinder nach mehreren Stunden gesund hereinkommen, sind die Warnungen berechtigt gewesen, weil ja niemand wissen konnte, ob die Bombe tatsächlich giftiges Gas enthielt bzw. wie giftig das nun war. In Ihren Worten: » etwas unkalkulierbar Bedrohliches«. Nur daß ich eben an einem anderen Punkt ansetze als Sie, nämlich an dem, daß es für unsere Gesundheit und unsere Freiheit erstmal egal ist, was irgendjemand glaubt, solange er oder sie das nicht beweisen kann.

Daß das die Verantwortlichen nicht davon entbindet, sinnvolle und für das Volk angemessene Entscheidungen zu treffen, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Da stehen dann auch Motiviation, Geldflüsse, Macht, Einfluß und sonstige überwiegend undemokratische Positionen, die es ggf. zu erklären gibt.

PAUL SCHREYER, 11. Juli 2026, 08:50 UHR

@Hellene Bellis: Danke für die Erläuterung. So verstehe ich Ihre Überlegungen besser. Ihr Gedankengang setzt allerdings voraus, dass die Wirkung einer Biowaffe sofort oder jedenfalls sehr rasch für alle erkennbar wäre. Dies muss nicht so sein. Es können Viren künstlich konstruiert wären, die Menschen nur langsam schwächen und schädigen. Indizien, die wir bei Multipolar im Interview mit Dirk Gerhardt 2025 vorgestellt haben, legen nahe, dass genau das passiert sein könnte:

https://multipolar-magazin.de/artikel/corona-biowaffe

Das macht es plausibel, dass eine Unsicherheit über einen möglichen – oder sogar wahrscheinlichen – Laborursprung im März 2020 für Entscheidungsträger sehr relevant gewesen sein kann.

MICHAEL GÜNTHER, 10. Juli 2026, 19:30 UHR

Hallo Frau Bellis und Herr Schreyer,

ich möchte feststellen, dass es wirklich keinen Widerspruch zwischen Herrn Schreyers Artikel und klärendem Kommentar sowie Ihrem Punkt des 'es war schlicht nix außergewöhnlich Gesundheitsgefährdendes' gibt. Ich stimme dem mittlerweile nach mehreren Jahren Datenanalysen vorbehaltlos zu, jedenfalls für das Jahr 2020, siehe auch mein heutiger Kommentar. Ab 2021 wissen wir, dass es langfristig außergewöhnlich Wirksames gab und gibt und geben wird.

Was jedoch Herr Schreyer im Kern meint, ist dies: Für den weiteren Verlauf der Geschichte ist es WESENTLICH, a) die Motivation des kleinen Kreises von mächtigen, handelnden und somit vollumfänglich und zuallererst verantwortlichen Personen im März 2020 aufzudecken, denn das sagt so extrem viel über die herrschenden Grundprinzipien und - mechanismen der Machtausübung im aktuellen Deutschland aus, es geht im 'cui bono?' (Wem nützt es?). Das darf so definitiv nicht weitergehen.

Und b): Es geht hier um nicht mehr und nicht weniger als die Frage, für die herausstechend in Deutschland Herr Wiesendanger seinen Kopf hinhält, nämlich, was die Mächtigen hier eigentlich in den Frankenstein-Labors tun -- nämlich 'gain-of-function'-Basteln an Erregern, sie bauen furchtbare Waffen! Warum auch immer diesmal nur so ein sich vermutlich schnell in den üblichen Gefährlichkeitsrahmen hineinmutierendes Coronavirus aus den Bastellaboren der Militärs, Geheimdienstler und BigPharma-Bediensteten dieser Welt freikam, es kann auch mal ein wirklich übles Zeug entfleuchen oder freigesetzt werden. Und das muss die Menschheit verhindern, genau wie den Einsatz von Atombomben.

Es muss also aus mindestens diesen zwei fundamentalen Gründen geklärt werden, woher SARS-CoV-2 stammt, und wie und warum es in die Welt gelangte.

Michael Günther

HELENE BELLIS, 11. Juli 2026, 12:35 UHR

@Paul Schreyer

Nach Ihrer These hat die damalige Bundesregierung – mit der kurzfristig anberaumten und nirgendwo abgesprochenen Hochskalierung, die im sogenannten Lockdown endete – also versucht, die Bevölkerung vor einer möglichen Biowaffe, d. h. vor einer potentiell sehr großen Gesundheitsgefährdung, zu bewahren. Zu diesem Zweck wurden nicht wenige Grundrechte (gesetzeswidrig!) einkassiert. Das könnte man evtl. sogar glauben. Wenn dann nicht als »Rettung« vor dieser angeblichen Biowaffe eine ziemlich unausgegorene »Impfung« angepriesen wurde, bei der es eben dieser Bundesregierung total egal war, welche Auswirkungen sie auf die Bevölkerung hatte. Ergibt das Ihrer Ansicht nach Sinn?

DIRK GERHARDT, 12. Juli 2026, 10:20 UHR

Nach meiner Hypothese macht das sehr viel Sinn. Es ist eine Auswirkung diverser Fehleinschätzungen. Als erstes muss man wissen, dass vor 2020 noch niemals irgendein SARS-oder MERS-Impfstoff funktioniert hatte. Dazu gibt es Aussagen von Morens, Pearlman, Hotez und weiteren. Es war immer ADE ein Riesenproblem, also infektionsverstärkende Antikörper, sowie das Problem der falschen (nicht mukosalen) Antikörper. Hier hatte man ein Virus mit unbekanntem Bedrohungspotenzial, konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Furinspaltstelle als neues, wesentliches Merkmal, und untersuchte anfangs nicht auf weitere Schadcodes.

Stattdessen nahm man bereits in Entwicklung befindliche Systeme (sowohl BioNTech, Moderna, als auch das sog. 2P-Lock konnten so schnell auf SARS-CoV-2 "umgebaut" werden, weil sie eh schon angelegt waren) und machte vor allem auf Schnelligkeit (McLellans nicht funktionierendes 2P-Lock war auf Proteinbasis fertig, bevor am 21.1.2020 das erste Mal die Furinspaltstelle öffentlich erwähnt wurde). Dann kamen im April 2020 die ersten, internen Ergebnisse. Diese zeigten- kein ADE und hohe Zahl von Antikörpern, vor allem bei Gesamt-Spike-Protein als Antigen, weil es stark immunogen war. DAS überzeugte die Macher im Hintergrund noch mehr davon, dass es eine Biowaffe war. Denn in deren Denkweise fukntionieren Biowaffen nur so: Agent - Antidot- Impfstoff. Weil keine Biowaffe ohne schnelle Gegenmaßnahmen und ohne Immunität eigener Kräfte. In diesem Augenblick war unser Schicksal besiegelt.

Statt langsam zu machen und zu hinterfragen, warum ausgerechnet jetzt Impfstoffe zu funktionieren schienen, hat man noch schneller gemacht und wegen der EUA-Zulassungskriterien alle Antidots verdammt, verfolgt und ausgeschaltet, weil man 100% Impfquote und schnellste Zulassung erreichen wollte. Dass die Impfungen dann mutmaßlich der 2. Vektor der Biowaffen-Verbreitung waren und diese selbst erst zu den ultimativen Langfristschäden führen würden, dass das Virus so gebaut worden sein konnte, dass vordergründig Impfstoffe zu funktionieren schienen, konnte sich da noch keiner vorstellen. Fehleinschätzungen und mangelnde Vorstellungskraft, das sind m.E.n. die Treiber hinter den Maßnahmen.

CHRISTIAN SCHANTZ, 27. Juli 2026, 08:55 UHR

@Paul Schreyer:

„Es können Viren künstlich konstruiert wären, die Menschen nur langsam schwächen und schädigen. Indizien, die wir bei Multipolar im Interview mit Dirk Gerhardt 2025 vorgestellt haben, legen nahe, dass genau das passiert sein könnte“

Natürlich ist das möglich und es gibt Indizien dafür, aber bei der mRNA „Impfung“ ist es bewiesen, dass sie die Menschen teilweise schnell, teilweise langsam geschwächt und geschädigt hat. Nach dem, was man heute weiß, ist es genau so, wie das Stefan Hockertz in dem von Multipolar verlinkten Interview mit Radio München beschrieben hat: Die Biowaffe ist die „Impfung“ und nicht das Virus. Und das Virus war der Türöffner für diese „Impfung“.

Meines Erachtens ist es das wahrscheinlichste Szenario, dass das Virus im Labor genau für diesen Zweck hergestellt wurde - um der Bevölkerung die Biowaffe "Impfung" als Rettung vor diesem Virus zu präsentieren. Natürlich kann es sein, dass der Laborursprung im März 2020 für Entscheidungsträger sehr relevant war. Aber dann wäre die wichtige Frage doch, wer die internationalen Geheimdienste mit der Nachricht vom unglaublichen Bedrohungspotenzial des Virus gefüttert hat, das sich bis jetzt als falsch erwiesen hat. Entscheidend ist doch nicht die Motivation der handelnden Entscheidungsträger in den einzelnen Nationalstaaten, sondern wer diese Entscheidungsträger transnational zu der unsinnigen Entscheidung motiviert hat, eine Biowaffe auf die eigene Bevölkerung loszulassen.

PAUL SCHREYER, 27. Juli 2026, 20:10 UHR

Entscheidend ist doch nicht die Motivation der handelnden Entscheidungsträger in den einzelnen Nationalstaaten (...)

Da möchte ich widersprechen. Was Entscheidungsträger in Deutschland (oder auch in Österreich) damals motiviert hat, ist meiner Ansicht nach überaus entscheidend – vor allem mit Blick auf die Fähigkeit, hierzulande irgendwann einmal wieder in einem Dialog zueinander zu finden und diese Zeit gemeinsam aufarbeiten zu können. Dass es darüber hinaus noch weitere mindestens ebenso wichtige Fragen gibt, ist unstrittig.

CHRISTIAN SCHANTZ, 30. Juli 2026, 13:55 UHR

@ Paul Schreyer
Den Wunsch nach Dialog, Aufarbeitung und Wieder-zueinander-Finden teile ich. Diesen Wunsch teilen die meisten Menschen, die 2020 und den Jahren danach unter den Maßnahmen litten. Die meisten Menschen, die mit den Maßnahmen einverstanden waren, haben heute keinen Wunsch nach Aufarbeitung. Für die ist das eine unangenehme alte Geschichte, die längst vorbei ist und die man nicht wieder aus der Schublade herausholen will. Was ich sagen will, ist, dass selbst wenn Sie wüßten, was die politischen Machthaber damals zu ihren Entscheidungen motiviert hat, würden sie trotzdem nicht mit Ihnen darüber reden wollen.

MICHAEL GÜNTHER, 10. Juli 2026, 18:05 UHR

Sehr geehrter Herr Schreyer,

es ist einfach phantastisch und extrem ermutigend für Menschen, die um die Aufarbeitung und Aufklärung des äußerst machtvoll konstruierten 'Corona'-Irrsinns kämpfen, dass Sie hochkonzentriert und mit kristallklarem Kopf an den Fakten (und insbesondere an vorhandenen 'Messwerten' der Behörden) bleiben -- und diese so HERAUSRAGEND dem neuesten Wissensstand entsprechend strukturiert dem Publikum vorlegen.

Der Artikel hier könnte auch in einem wissenschaftlichen (und zwar ordentlichen) Journal erscheinen, als Meinungs- oder Kommentar-Artikel mit eingestreuten Neuauswertungen. Ich vermute stark, dass Sie sich beim 'Deutschen Ärzteblatt' oder im 'Epidemiologischen Bulletin' eine 'desk rejection' (Ablehnung durch die Herausgeber, also noch vor einer Begutachtung) einfangen würden -- soviel zum Thema, was ein 'ordentliches' Journal wäre ... Nun Ihr Publikum ist eh größer als das eines solchen Journals; jedoch wäre es ein spannendes soziologisches Experiment, die gesamte deutsche Ärzteschaft direkt zu konfrontieren ... das aber wohl kaum durchgeführt werden kann, siehe gerade.

DANKE!

Ich weise auf eine WEITERE Datenquelle des RKI hin, nämlich das SARI-Sentinel von ca. 70 Krankenhäusern, in der die wöchentliche Anzahl aller in diesen aufgenommenen Patienten mit "schwerer akuter respiratorischer Infektion" erfasst wird ... (https://www.rki.de/DE/Themen/Forschung-und-Forschungsdaten/Sentinels-Surveillance-Panel/SARI-Krankenhaus-Sentinel/SARI-Krankenhaus-Sentinel.html)

... wobei die auswertbaren Daten selber hier liegen ... https://github.com/robert-koch-institut/SARI-Hospitalisierungsinzidenz .

Genau auf diesen Daten fußen die Graphiken, die völlig absurder- und lächerlicherweise in der Bundes-Enquete NICHT gezeigt werden dürfen, die aber Stefan Homburg und Herr Schaade trotzdem auf Papier kurz in die Kamera hielten.

Wenn man über die Kalenderwochen die Verlaufskurven (Hospitalisierungs-Inzidenz z.B. pro 100000 Personen) der Jahre übereinander gedruckt aufträgt, dann sieht man ... wahrhaft nichts Besonderes Anfang 2020: EXAKT das Gleiche, wie bei den von Ihnen hier gezeigten Prozentanteilen an positiven Virentests: die SARI-Inzidenz sinkt bereits ab der 10.KW 2020, also während der Woche vor dem 'lockdown'-Entschluss der kleinen Runde im Kanzleramt am 15. März, und dann schön weiter bis zum Bundestagsbeschluss der "epidemischen Lage nationaler Tragweite".

Ich habe zusammen mit meinen Kollegen nun bestimmt ca. zehn wesentliche epidemiologische Größen exakt und sorgfältig angeschaut (Literatur, weltweit) und z.T. selber ausgewertet (Deutschland), keine einzige zeigt irgendeine Außergewöhnlichkeit in Sachen Epidemie oder öffentlicher Gesundheit bis Spätsommer 2020 in Deutschland (und weltweit regional isoliert -- insbesondere in manchen Städten -- nur ganz kurze, heftige 'Todes-Spitzen'). Die Übersterblichkeitsspitze Ende 2020 war dann tatsächlich sogar etwas stärker als die der Influenza-Wellen 2002/2003 und 2008/2009, weil es die über Fünfundsiebzigjährigen heftig erwischte, und sie setzte ungewöhnlich früh ein, nämlich Anfang November, siehe Abbildung 3 in ... https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0334884 .

Jedoch ging das bei allen über 55 in eine ebenso ungewöhnlich starke Untersterblichkeit bis Ende Februar 2021 über, daher war diese 'Grippesaison' insgesamt deutlich weniger stark als die 2002/2003er. Ich kommentiere das hier nicht, die Daseinszustände im Herbst/Winter 2020/2021 sollten im kollektiven Gedächtnis eingebrannt sein ...

Es steht fest: Die 'epidemische Lage nationaler Tragweite' war ein Konstrukt manipulierter (Test-)Zahlendarstellungen zur primären Erzeugung von Todesangst.

Ihr Artikel kulminiert im allerletzten Abschnitt mit exakt der schlussfolgernden Essenz, die uns allen -- also bei Weitem nicht nur den weiterhin Widerspenstigen -- einzig auf Dauer weiterhilft. Ich füge hinzu: einen Bundes-Untersuchungsausschuss, der nicht nur saalöffentlich mit 'Geheimmitschrift' tagt, sondern grundsätzlich online-öffentlich!

Große Klasse, Herr Schreyer!
Michael Günther

DIRK GERHARDT, 11. Juli 2026, 10:30 UHR

Ich kenne jetzt zwei Personen, die in Deutschland, konkret Baden-Württemberg, im November und Dezember 2019 Covid-19-typische Symptome hatten, eine davon nachweislich bei einem 7. CISM Military World Games Rückkehrer angesteckt. Es gab Berichte über kranke Sportler und Betreuer und möglicherweise sogar Tote in NATO-Armeen. Oberfeldarzt Dr. Christoph Holtherm hatte das Deutsche Bundeswehr-Team in Wuhan begleitet, die Bundeswehr saß schon sehr früh mit am Tisch des RKI-Krisenstabs, sein Bruder wurde später Leiter des Corona-Krisenstabes. Das BND wusste angeblich auch Bescheid. So könnten Militärs und Nachrichtendienste auf die Spur eines neuen, unbekannten Virus gebracht worden sein.

Ein Nachrichtendienst bewertet ein mögliches Laborvirus naturgemäß anders als ein Virologe. Für militärische und sicherheitspolitische Stellen steht zunächst die Frage im Raum, ob es sich um einen Unfall oder sogar um ein biologisches Bedrohungsszenario handeln könnte. In einem solchen Fall wären Geheimhaltung, Lagebewertungen und die Einbindung militärischer Expertise nachvollziehbar. Ich orientiere mich dabei am ehemaligen USMC CBRN Instructor Charles Rixey. Der hat auch als erstes geschaut, welches Potenzial das Virus hat, was auffällig ist. Die multifunktionale Furinspaltstelle ist dabei das, was am ehesten auffällt. Es gibt sowohl ein ziviles, als auch ein militärisches CBRN Einstufungs-Management. In dem genau festgelegt ist, was gemacht werden muss.

Wahrscheinlich erscheint mir, dass eine Analyse ein hohes Bedrohungspotenzial ergab. Eines, welches man nicht offen besprechen wollte, aus Angst vor Unruhen, Aufständen oder sogar Vergeltung in Form eines Krieges. Hat man ähnlich einer D-Notice eine Schweigeorder ausgegeben auf höchster Sicherheitsebene? Auffällig ist, dass die beteiligten zivilen Wissenschaftler ihren Kurs genau an dem Tag änderten, als diese ihre jeweiligen Geheimdienste informieren wollten- zwischen 29.01.2020 und 02.02.2020. Selbst die Hilfe von Sir Richard Dearlove half damals Prof. Dr. Angus Dagleish und Dr. Birger Sørensen nicht, mit ihren eindeutigen Laborurspungsbeobachtungen durchzudringen, alle Magazine lehnten ihre Studie mit beinahe identischem Wortlaut ab: "Nicht im öffentlichen Interesse".

Ich vermute, dass der Termin im März den geheimdienstlichen Erkenntnissen Rechnung trug, man aber einige Fehleinschätzungen machte, vor allem was akute Letalität betraf. Hier spielen sicherlich die Modellrechnungen vom Imperial College eine Rolle.

Genau deshalb erscheint mir der abrupte Kurswechsel im März 2020 erklärungsbedürftig. Falls sicherheitsrelevante Erkenntnisse tatsächlich bereits vorher vorlagen, muss aufgearbeitet werden, wann welche Behörden informiert wurden und welche Folgen das für die politischen Entscheidungen hatte. Was genau wusste das BND mit Saarema?

WERNER, 31. Juli 2026, 20:20 UHR

@D. Gerhardt:

"Dann kamen im April 2020 die ersten, internen Ergebnisse. Diese zeigten- kein ADE und hohe Zahl von Antikörpern, vor allem bei Gesamt-Spike-Protein als Antigen, weil es stark immunogen war. DAS überzeugte die Macher im Hintergrund noch mehr davon, dass es eine Biowaffe war. Denn in deren Denkweise fukntionieren Biowaffen nur so: Agent - Antidot- Impfstoff. Weil keine Biowaffe ohne schnelle Gegenmaßnahmen und ohne Immunität eigener Kräfte. In diesem Augenblick war unser Schicksal besiegelt."

Das in den USA vorbereitete und dann in Wuhan weiterentwickelte Atemwegsvirus geriet bereits im Sept. 2019 (ob Laborunfall oder absichtlich wissen wir nicht) in Wuhan außerhalb des Labors und tat das, was Atemwegsviren (in China in der Herbst/Wintersaison) wie Corona-Viren aber auch Influenza-Viren machen: sie infizieren Menschen in geschlossenen Räumen mit trockener Heizungsluft. Während dieses Herbstes und Winters in China war das SarsCov2-Virus anfangs noch sehr letal bzw. löste schwere Erkrankungen, insbesondere Lungenentzündungen aus und wurde dann (Atemwegs-Virus!) durch Mutationen weniger letal und im Gegenzug kontagiöser also ansteckender. In China sprach sich das in den sozialen Medien rum und die Verantwortlichen in der KP Chinas und dem Militär versuchten, die Tatsache eines Laborvirus aus GOF-Forschung zu verschleiern.

Als dann Ende Dezember/Anfang Januar 2020 die Tatsache einer neuen Variante eines Corona-Virus nicht mehr zu leugnen war, ging die KP China an die Öffentlichkeit und zog die offensichtliche Show mit Lockdowns für max. 80-100 Millionen (Wuhan/Hubei und ein paar andere Städte) Menschen (bei 1400 Millionen Einwohnern) ab, mit Desinfektionskanonen, Schmettterlingsnetzen, Krankenhausbau etc. Zu dieser Zeit war das Virus in China bereits durch und es bestand sowieso eine Basis-Immunität gegen Corona-Viren (wie überall auf der Welt), sonst gäbe es keine ca. 50 % asypmtomatisch Infizierte.

Als das Virus also in Europa ankam (vermutlich via Arbeiter/innen in norditalienischen Kellern) war es bereits weniger letal und kontagiöser als zu Anfang. Ob dies die Geheimdienste wußten, weiß ich nicht, jedoch ist klar, daß Fauci und Konsorten inkl. B. Gates, für "Pandemien" sog. Vorsorge über modRNA-"Impfungen" vorhielten (https://www.thefocalpoints.com/p/fauci-inquisition-is-distraction und hier: https://www.thefocalpoints.com/p/senator-paul-should-ask-fauci-why) und diese nun ausprobieren und den maximalen Gewinn erzielen wollten.

Hinzu noch die Gier der Test- und Masken-Industrie ohne Rücksicht auf Verluste, maximal Gewinne zu machen. Big Money/Pharma war schon immer skrupellos. Hinzu kamen dann die Allmacht-Gelüste und -Phantasien der Politiker und der von der Pharma gekauften sog. "Wissenschaft". Warnende Stimmen wurden von den ebenfalls kompromittierten oder gekauften auch politisch kontrollierten Medien unterdrückt.

Die Moral von der Geschichte: beides (für eine Biowaffe) kann man nicht haben bei saisonalen Atemwegsviren: hohe Letalitätsrate u n d hohe Kontagiösität und: skrupellose Politiker folgen BIG MONEY und gerade nicht der echten Wissenschaft.

ELISABETH H., 11. Juli 2026, 15:30 UHR

"Bereits ab dem 13. März, noch vor dem Lockdownbeschluss, hatte sich die Quote der positiven Tests um 20 Prozent herum eingependelt. Von einer stark wachsenden Ausbreitung des Virus konnte keine Rede sein. Diese Zahlen erfasste und veröffentlichte das österreichische Gesundheitsministerium damals täglich –"

Der Beschluß fiel schon früher, ich erfuhr bereits am Freitag, 13.3.2020 per Telefon, daß die Regierung beabsichtige, alles zu schließen. Offensichtlich hat jemand aus Regierungskreisen geplaudert, und dies hat sich per Schneeballsystem verbreitet. Die Folge war, daß sich am Samstag beim Wochenendeinkauf nicht nur die Klopapierrollen in den Autos gestapelt haben.

Grüße aus Österreich

H. KÄSMACHER, 11. Juli 2026, 18:30 UHR

Sehr geehrter Herr Schreyer und Diskutanten. Als Mediziner habe ich von vornherein die Widersprüche gesehen und war fassungslos angesichts der völlig irrationalen Vorgehensweise der Regierung und ihrer (teils gekauften) Berater.
Zu Beginn etwa ab Kalenderwoche 10 im Jahr 2020 wurden mangels Tests ausschließlich Menschen mit typischen Krankheitssymptomen getestet. Weniger als 5% der Tests waren positiv. Das bedeutet, dass von 100 mit Grippesymptomen Erkrankte 95 eine der alljährlich im Winter verstärkt auftretenden Erkältungskrankheiten hatte aber kein Covid. Nach dem Testbeginn wurde die Anzahl der Tests pro Woche schnell erhöht und die Tests auf symptomfreie Menschen erweitert.

Dass sich die Herren Schade und Braun angesichts der vorliegenden Zahlen auf einen angeblich zu beobachtenden exponentiellen Anstieg der Erkrankungszahlen berufen, ist für Ärzte mit statistischer Grundausbildung gelinde gesagt mehr als peinlich. Ein positiver Test ist schließlich keine Erkrankung und eine symptomlose Erkrankung gibt es nicht, sieht man von einem Krebs im Frühstadium einmal ab. Erst als Kritiker die Methodik in Frage stellten, veröffentlichte das RKI neben der Anzahl der Testpositiven auch die Zahl der durchgeführten Tests. In der 14. Kalenderwoche Anfang März wurde der Höchststand mit 9% positiven Tests gemessen und war bis zur Verkündung des Lockdown drei Wochen später wieder auf 5% gesunken. (https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/C/COVID-19-Pandemie/Situationsberichte/Maerz-Aug_2020/2020-04-29-de.pdf?__blob=publicationFile&v=1)

Es ist nicht nachvollziehbar, dass nicht erkannt wurde, dass es keinen exponentiellen Anstieg gab, zumal die Daten mit den Sentineldaten von Grippeweb übereinstimmten und der Anteil der Tespüositiven schon zurückgegangen war. Insofern sind die Einlassungen von Schade und Braun reine Schutzbehauptungen, um ihr irrationales Vorgehen zu rechtfertigen. Da man nicht der Bosheit zuschreiben sollte, was mit Dummheit hinreichend erklärbar ist, sollte man in den Widersprüchlichkeiten des ersten Lockdown nicht weiter herumstochern.

Die einzige plausible Erklärung dieses irrationalen Vorgehens der Regierung und ihrer Berater scheint mir die Tatsache zu sein, dass den Verantwortlichen der wahrscheinliche Laborursprung bekannt war. Darüberhinaus war wohl deshalb das Militär weltweit in das Krisenmanagement involviert und die Angst vernebelte den Verstand und verhinderte eine nüchterne Analyse. Das alles ist durchaus verzeihlich.

Nicht verzeihlich ist hingegen das weitere Vorgehen ab Sommer 2020. Zu diesem Zeitpunkt lagen mehrere Studien vor, die allesamt zu dem Ergebnis kamen, dass der neuartige Erreger nicht gefährlicher war als die Grippe. Im März 2021 war dann bekannt, dass es keine Überlastung der Krankenhäuser gegeben hatte. Ebenfalls im März 2021 veröffentlichte das PEI das Ergebnis einer eigenen Untersuchung, der zufolge das Spikeprotein selbst toxisch ist und schon in geringen Konzentrationen an gefäßauskleidenden Zellen (Endothel) zur Verschmelzung von bis zu acht Zellen und schließlich zum Zelluntergang führt. Da durfte man sich über Thrombosen nicht wundern, denn zerstörte Endothelzellen setzen eine intravasale Blutgerinnung in Gang (DIC-Syndrom).

Nachdem auch das RKI festgestellt hatte, dass auch bei Männern das Thromboserisiko durch eine Impfung mit dem Stoff von Astra Zeneca zwanzigfach erhöht war, ließen sich Jens Spahn und Frank Walter Steinmeier öffentlichkeitswirksam angeblich mit dieser Vakzine impfen. Das soll glauben, wer will! Schließlich lagen im August 2021 mehrere Studien vor, die zeigten, dass die Viruslast bei Geimpften zum Teil noch höher war, als bei Nichtgeimpften. Dennoch wurden Impfunwillige diskreditiert und drangsaliert und versucht, eine Impfpflicht einzuführen.

Die Entschuldigungen, die für den ersten Lockdown noch nachvollziehbar sind, sind für die Verbrechen ab 2021 nicht hinnehmbar. Man darf gespannt sein, ob die Verantwortlichen für ihr ausgelöstes gesellschaftliches Desaster jemals zur Rechenschaft gezogen werden.

H. KÄSMACHER, 12. Juli 2026, 14:05 UHR

Korrektur: Mir ist ein Fehler unterlaufen. Die 14. Woche war Anfang April, nicht Anfang März. Ein exponentieller Anstieg ist trotzdem nicht vorhanden.

DIRK GERHARDT, 12. Juli 2026, 10:30 UHR

Meine Einschätzung ist eine andere. Das Spike-Protein ist das gefährlichste Protein, welches jemals gebaut wurde. Es kann fast alles binden, ist neurotoxisch, neurodegenerativ und vaskulärtoxisch und sehr wahrscheinlich auch kanzerogen. Nicht gefährlicher als eine Grippe in seiner akuten Letalität, aber sehr wohl in seinen Langfristfolgen. Die Theorie der 1000 Mikroschnitte an jeder Membran, plus das Eingreifen in hunderte körpereigene Prozesse und Signalwege.

Spike-Protein ist wie ein Generalist – es hat fast sämtliche Bindungs- und Anheftungsmöglichkeiten seiner Art Coronavirae, aber teilt sich auch Eigenschaften mit anderen Viren: Synzytienbildung und Lipid Rafts wie bei Influenza, Shedding wie bei Ebola, CD4 Bindung wie bei HIV, Sialinsäuren-Bindung wie bei MERS. Es scheint in allem, was es kann, optimiert worden zu sein. Ein Teil lässt sich mit der größeren Nähe zu Membranen durch die HSPGs-Cluster-Bildung erklären, aber längst nicht alles.

H. KÄSMACHER, 13. Juli 2026, 15:15 UHR

@Dirk Gerhardt

Sicher ist das Spikeprotein sehr toxisch. Aber es kommen noch andere Fakten hinzu. Bei der natürlichen Infektion macht das Immunsystem die Viren oft schon auf den Schleimhäuten unschädlich. Bei den Immunisierungsversuchen mittels modRNA werden aber wesentlich mehr Spikeproteine erzeugt, als bei einer Infektion und diese gelangen aus den umprogrammierten Zellen über das Interstitium und die Lymphe direkt ins Blut und damit in alle Organe. Weil die Nanolipide die Blut-Hirn-Schranke passieren können, gelangen die Spikeproteine auch ins Hirn. Hinzu kommt, dass auch die Nanolipide toxisch sind (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2211383526004235).

Man fragt sich, warum die beauftragten Prüfbehörden derart nachlässig waren? War das nur Angst? Oder doch eher Wegsehen und Mitmachen, um den Job nicht zu gefährden? Die Drahtzieher dieses Verbrechens sitzen m.E. im WEF, in der WHO, GAVI und Bill Gates-Stiftung.

DIRK GERHARDT, 14. Juli 2026, 08:40 UHR

@H. Käsmacher

Es sieht so aus, als ob das ORF8 Protein des SARS-CoV-2 Virus so gestaltet wurde, dass es dem Traum eines jeden irren Virologen entspricht: die Schleimhaut-Abwehr wurde ins Gegenteil verkehrt, gleichzeitig Interferon und MHC-Antwort moduliert, sprich, unterdrückt, u.a. durch molekulares Mimikry der ARKSAP-Sequenz. Das bedeutet: Unstoppbare, teils asymptomatische Verbreitung, wie sie auch Dr. Eric Donaldson in seinem Science Fiction Thriller "7th Extinction- The Genesis Project" fiktional propagiert. In Dr. Quays neuem Buch "The Code As A Witness" wird auch ausführlich das Thema ORF8 behandelt- das WIV hörte übrigens 2018 auf, die Sequenzen ihrer künstlichen ORF8 Sequenzen hochzuladen, wie Tommy Cleary herausfand.

Zum Rest habe ich keine Anmerkungen, außer, dass die S1 Untereinheit vom Spike-Protein auch direkt neurotoxisch ist, ebenfalls die Blut-Hirn-Schranke durchdringen kann, und innerhalb von 24 Stunden im Mausmodell zum neuronalen Zelltod führt. In den letzten Wochen kamen Studien heraus, die im Menschen, in vivo, zeigten, wo überall neuronaler Nervenuntergang vorkommt, u.a. im Magen/Hirn. Auch die Neuronen, die für die GnRH Bildung verantwortlich sind, werden durch das Spike-Protein zerstört. Diese steuern die Spermienbildung beim Mann und den Menstruationszyklus der Frau, schlimmer noch, fehlen diese ca. nur 2.000 Neuronen, kommt es gar nicht erst zur Geschlechtsausbildung. Wir haben noch einige Überraschungen vor uns.

GUTEN MUTES, 13. Juli 2026, 04:50 UHR

Wir leben heute in einem demokratisch ausgehöhlten Staat, der immer weitergehende digitale Kontrolle über die Menschen zu erlangen sucht. Diese Entwicklung hat damals ihren Anfang genommen. Das Grundgesetz wurde entworfen als eine Orientierung, auch und gerade in Krisenzeiten, um zu verhindern, dass die Regierung übergriffig wird. Sie wurde aber - ob Labor oder nicht - in nie vorstellbarer Weise übergriffig und war dabei von einem Chor von MSM unterstützt.

Es ging damals aus meiner Sicht im Kern um tiefgreifende Einstellungs- und Verhaltensänderungen durch Induktion eines langanhaltenden Stresserlebens, durch Ansagen aller Art, um Verwirrung hinsichtlich früherer Orientierungen, um Vereinsamung und Spaltung, ... um diese Entwicklung zu ermöglichen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die damals Regierenden auch unter Schock gesetzt wurden oder standen. Das erklärt aber nicht, dass sie nicht innerhalb weniger Monate zur Raison kamen und sich auf das Grundgesetz zurück besannen.

MATTHIAS BARON, 18. Juli 2026, 10:10 UHR

Dummheit oder Bosheit? Wie ein Kaninchen auf die Schlange starren die Politiker auf den Begriff 'militärische Biowaffe'. Oder eine einflußreiche Gruppe in Übersee, die die ganze Welt aus den Fugen bringen konnte. Vielleicht beides. Die bösen Verschwörer machten unsere dummen Entscheidungsträger zu Marionetten. Wie man es dreht, das Ergebnis bleibt dasselbe. Riesenschaden und es geht noch weiter. Morgenthau-Plan durch die Hintertür, Population unter Druck, allgemeines Deskilling. Jetzt gibt es nur Weiterentwicklung oder Untergang. Weiterentwicklung kann zwischenmenschlich, technisch oder religiös geschehen. Dann mal los.

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