11. September 2001, New York | Bild: picture-alliance / dpa / Seth McCallister

Auf Autopilot

Welches Ausmaß an Unehrlichkeit ist die Gesellschaft bereit zu akzeptieren? Ein Essay über eine depressive Bevölkerung, einstürzende Türme und abgeriegelte Themen.

PAUL SCHREYER, 11. August 2025, 13 Kommentare, PDF

Manchmal sind es Alltagsdetails, die mehr über den Zustand des Landes verraten als jede Statistik. Die Postfiliale, die plötzlich nur noch halbtags geöffnet hat, und in deren langer Warteschlange man kurz vor Schließung um 12 Uhr Mittags mit anhört, wie eine Mitarbeiterin einem IT-Fachmann, der gerade im laufenden Kundenbetrieb eine Panne am Computersystem der Filiale zu beheben versucht, zur Erklärung für Schließung und Warteschlange zutuschelt: „Wir haben drei Dauerkranke“, worauf der IT-Mann mit abgeklärter Miene und leiser Stimme antwortet: „Die haben wir auch.“ Die Gesichter der Wartenden spiegeln eine Mischung aus Frustration und Ergebenheit. Niemand spricht miteinander.

Besucht man nach dem Gang zur Post nach vier Wochen sommerlicher Nachrichtenabstinenz erstmals wieder die Onlineausgaben der großen Nachrichtenportale, sind nicht nur die exakt gleichen Themen wie vor einem Monat vorzufinden, sondern auch der gleiche Sachstand bei nahezu jedem Thema. Nichts hat sich getan. Es stagniert – das aber wird gründlichst protokolliert, Tag für Tag. Wer vier Wochen aus der Nachrichtenmühle aussteigt, verpasst nichts als das Gefühl, die tägliche Nachrichtendosis helfe noch bei der Orientierung.

Die Gesichter in der Innenstadt erschrecken durch ihren depressiven Grundcharakter, der überall durchschimmert, die ständige Anspannung, die Erschöpfung. Alles geht immer weiter, nichts wird besser. Die Situation nicht abwenden, ja überhaupt gar nichts dagegen tun zu können, ausgeliefert zu sein – eigentlich ist es ein Krankheitsbild, das sich in diesen Stimmungen ausdrückt. Nur, was genau ist die schlimme Situation, worin besteht das Problem?

Es ließen sich wieder Statistiken bemühen und politische Entscheidungen analysieren. Alles daran wäre richtig, doch irgendwie trifft es auch nicht den Kern. Zu fragen wäre, wie das angefangen hat, wie lange es schon so geht. Eine Frage, die jeder anders beantworten wird, vor dem Hintergrund von eigenem Lebensalter und Erfahrung. Ein möglicher Startpunkt wäre 9/11, verstanden nicht als politisches Ereignis, sondern als Veränderung einer Grundkonstante: Welches Ausmaß an Unehrlichkeit ist die Gesellschaft bereit zu akzeptieren? Wieviel Falschheit wird schweigend mitgetragen?

„Krieg gegen den Terror“, „Schläfer mitten unter uns“, „unsere Freiheit in Afghanistan verteidigen“, „harsche Verhörmethoden“, die Verhörten „gestehen ihre Schuld“, „WTC 7 ist durch Feuer kollabiert“. Und natürlich: „Nichts ist mehr wie es war“.

Die Falschheiten hatten Bestand, die Wortverdreher kamen damit durch. Erst bei 9/11, später dann, noch viel massiver, bei Corona. Unehrlichkeit als Grundrauschen der Politik, das die Dauerdepression unterfüttert und positive Zukunftsvisionen lächerlich erscheinen lässt. Außer natürlich, man akzeptiert die Falschheiten als wahr.

Der Einsturz der Türme im Lichte der Baustatik – noch heute, 24 Jahre später, schweigt jeder mit Sachverstand und einer hochdotierten Anstellung zu diesem Thema. Noch immer ist der Hinweis auf eine Sprengung der Türme karrieregefährdend. Die Fachleute, die es besser wissen, und ungefähr verstehen, was am 11. September 2001 passiert ist, schweigen, auch deshalb, kennen genau die Anpassungszwänge, die den Preis für Ehrlichkeit hochtreiben, sehr hoch.

Die Themen sind dabei eigentlich austauschbar: 9/11, Corona, Russland. Wer will anecken? Und wozu überhaupt noch? Eine Gesellschaft auf Autopilot, die Wegpunkte auf der abzufliegenden Route haben andere programmiert. Manifestiert solche Ergebenheit, Mutlosigkeit, Bequemlichkeit nicht überhaupt erst die schlimme Situation? Oder anders gefragt: Wenn geglaubt wird, dass es sich nicht länger lohne, für Wahrheiten, von denen man privat überzeugt ist, öffentlich zu streiten, wird dann nicht genau dies, selbsterfüllend, auch zur Realität? Und führt das dann nicht zum bekannten Ergebnis: kollektive Ohnmachtsgefühle, kompensiert durch vereinzelten Sarkasmus, da wo es noch geht, wo die Gefühle nicht bereits in stumpfe Depression umgeschlagen sind?

Die widerspruchslos hingenommenen Falschheiten lähmen auf jeden Fall. Alles und jeden. Am Ende ist 9/11 dann doch wieder ein lohnendes Beispiel, auch nach 24 Jahren, weil so viele Details dieses Tages das Fehlen, das Verhindern des notwendigen öffentlichen Streits illustrieren. Man kann beinahe eine beliebige Einzelheit herausgreifen, einen „unpassenden“ Puzzlestein und schauen, wie damit umgegangen worden ist und weiter umgegangen wird.

Ein konkretes Beispiel: 9/11 war bekanntlich eine Operation mit entführten Flugzeugen. Falls diese Flugzeuge von Passagieren entführt wurden, die über die – nicht gerade triviale – Fähigkeit verfügen, eine große Linienmaschine zu steuern, dann ist selbstverständlich auch deren Einchecken am Flughafen dokumentiert. Es gibt einen Nachweis, dass sie an Bord waren. Sollte man meinen. Beim Flugzeug, das ins Pentagon gesteuert wurde – das technisch anspruchsvollste Flugmanöver an jenem Tag, bei dem, wie auch bei den Flügen in die Twin Towers, mit plausiblen Argumenten eine Fernsteuerung diskutiert wird – ist gerade das aber nicht der Fall. Es ist nicht dokumentiert, dass der vermeintliche Entführer Hani Hanjour überhaupt an Bord war. Was, vorsichtig ausgedrückt, doch erklärungsbedürftig ist.

Denn wenn er nicht an Bord war, wer lenkte dann die Maschine ins Hauptquartier des US-Militärs? Eine Frage, die nicht gestellt wird, nicht gestellt werden kann. Dabei zeigte sich im Interview mit den Vertretern der amtlichen Untersuchungskommission, der 9/11 Commission, selbst der damalige US-Präsident George W. Bush überrascht. Der Commission Report erwähnt: „Als ehemaliger Pilot war der Präsident erstaunt von der offensichtlichen Raffinesse der Operation und der Steuerung der Flugzeuge, besonders von Hanjours Hochgeschwindigkeitsanflug auf das Pentagon.“ (1)

Das ist ein kniffliger Fall für Faktenchecker, denn die Fakten sind in diesem Punkt recht klar (und werden im Folgenden zitiert aus meinem Buch „Faktencheck 9/11“, erschienen vor mehr als einem Jahrzehnt, auszugsweise damals auch bei Telepolis).

Im Detail: Der Flug American Airlines 77 soll, wie erwähnt, von einem saudischen Entführer namens Hani Hanjour ins Pentagon gesteuert worden sein. Er war jedenfalls der Einzige unter den Entführern dieser Maschine, der eine Flugausbildung absolviert hatte, so die Ermittler. Als die Fluggesellschaft am 11. September Details zu den Passagieren von Flug 77 an die Ermittler sandte, war allerdings kein Hani Hanjour auf der Liste. Anstelle der später behaupteten fünf waren nur vier Namen von Verdächtigen darauf verzeichnet: Khalid al Midhar, Nawaf al Hazmi, Salem al Hazmi und Majed Moqed. Die Liste mit den vier Namen tauchte erst 2009 auf, acht Jahre nach den Anschlägen, mitten in einem Stapel interner Dokumente der zu diesem Zeitpunkt längst abgeschlossenen amtlichen Untersuchung. (2) Dass bei Flug 77 zunächst nur von vier Entführern ausgegangen wurde, bestätigte damals auch FBI-Direktor Robert Mueller. (3) Und dass Hani Hanjour nicht auf der ursprünglichen Liste stand, berichtete sogar die Washington Post: „Sein Name war nicht auf der American Airlines-Passagierliste weil er möglicherweise kein Ticket besaß.“ (4) An dieser Stelle wird es aber nun widersprüchlich: Denn einer späteren FBI-Ermittlung zufolge hatte Hanjour angeblich doch ein Ticket für den fraglichen Flug gekauft. (5)

Eine Erklärung für die Tatsache, dass sein Name erst später ergänzt wurde, wäre, dass Hanjour den Flug nie antrat, seine Anwesenheit also tatsächlich erst nachträglich zugedichtet wurde, damit überhaupt jemand mit einer dokumentierten Flugausbildung als vermeintlicher Pilot benannt werden konnte.

Die 9/11 Commission untersuchte gründlich die realen Check-in-Daten am Washingtoner Flughafen, von wo aus Flug 77 gestartet war. Den Daten zufolge hatten Khalid al Midhar und Majed Moqed um 7:15 Uhr am Ticketschalter von American Airlines eingecheckt. Die beiden Brüder Nawaf und Salem al Hazmi folgten wenig später, um 7:29 Uhr, nach. Was den fünften, Hani Hanjour, der auf der Liste der Fluggesellschaft fehlte, angeht, vermerkt der 9/11 Commission Report aus dem Jahr 2004 hingegen in einer Fußnote kryptisch: „Die Fluggesellschaft war noch nicht in der Lage, die Check-in-Zeit von Hanjour zu bestätigen.“ (6) Was an sich schon seltsam ist: Ein Fünferteam, bei dem ausgerechnet der Anführer beim Einchecken ein Phantom bleibt, und nur auf einem unscharfen Flughafenvideo aufgenommen worden sein soll.

Erst 2009 wurde durch die Veröffentlichung interner Dokumente der 9/11 Commission, zu denen auch die originalen Dokumente gehören, die American Airlines in dieser Sache an die Commission sandte, für Außenstehende nachweisbar, wie die Commission hier auch sprachlich getrickst hatte. Denn gegenüber der Untersuchungskommission hatte die Fluggesellschaft erklärt, dass nicht etwa nur die Check-in-Zeit „noch nicht bestätigt“ werden könne, wie der Abschlussberichts der Commission behauptet hatte, sondern dass American Airlines vielmehr überhaupt „nicht festellen konnte, ob Hanjour eingecheckt hat“. (7) Was ein Unterschied ist. Das verstörende Fazit: Es bleibt unklar, welche Person oder Technologie die Maschine tatsächlich in ihr Ziel lenkte. Kein ganz unwichtiges Detail, so sollte man meinen.

Dennoch – und darum soll es hier vor allem gehen – braucht dies niemanden zu interessieren. Denn die Logik, nach der solche Fakten bewertet werden, ist sehr viel einfacher. Es brauchen gar keine Fußnoten studiert und auch keine Akten gewälzt zu werden – das sind sämtlich überflüssige Mühen, obsolet durch eine informelle Leitlinie folgenden Wortlauts: Alles was der offiziellen Erklärung widerspricht, ist eine Verschwörungstheorie und damit indiskutabel. Diese informelle Leitlinie ist die Meta-Falschheit schlechthin. Und in der hat man sich eingerichtet, gesellschaftlich. Es dürfte schwierig werden, da irgendwie, irgendwann noch den Ausweg zu finden.

Daher kann der eben beschriebene Sachverhalt in einem etablierten Medium auch gar nicht verhandelt werden. Das ist praktisch ausgeschlossen. Und das wiederum wird so auch für richtig gehalten, nach dem Motto: Wir streiten über solche Themen einfach nicht und das ist auch gut so.

Später, Jahre nach 9/11, verfestigte sich die Methode auch bei anderen Themen: Russland, Klima, Migration. Auch hier ist der Streit, verstanden als respektvolle Diskussion mit offenem Ausgang, nicht länger erlaubt. Bei Corona bröckelt die Gewissheit zwar, aber nur wenig. Die genannten Themenfelder sind mehr oder weniger abgeriegelt, und das wird, wie beschrieben, so auch für richtig gehalten von einem maßgeblichen Teil der Öffentlichkeit.

Vielleicht, so ließe sich argumentieren, ist das ja der eigentliche Kern des Problems. Und nicht, wer welche Flugzeuge steuerte. Dennoch, auch darüber wird noch zu reden sein. Irgendwann. Wann?

Anmerkungen

(1) 9/11 Commission Report (PDF, S. 351)
(2) 9/11 Commission, Team 7, Box 18, „American Airlines AA 11 and AA 77 Hijacker Itinary Booking Info“
(3) CNN, „FBI: Early probe results show 18 hijackers took part“, 13. September 2001
(4) Washington Post, „Four Planes, Four Coordinated Teams“, September 2001
(5) FBI, „Hijackers Timeline“, Working draft chronology of events for hijackers and associates, (PDF, S. 246)
(6) 9/11 Commission Report (PDF, S. 469, Fußnote 11)
(7) 9/11 Commission, Team 7, Box 18, „American Airlines ́ response to the February 3, 2004 requests by the 9/11 Commission, C&F Ref: DTB/CRC/28079“, 15. März 2004, (PDF, S. 96)

Diskussion

13 Kommentare
HELENE BELLIS, 11. August 2025, 16:15 UHR

So ein paar Wochen ohne Nachrichten sind auf jeden Fall gesund, und nicht nur, weil unsereins ja ohnehin nichts gegen den ganzen Mist unternehmen kann, der deutschland- wie weltweit so abgeht.

Ja, 9/11, da hat es auch meiner Ansicht nach – wenn schon nicht angefangen, so doch sich ganz deutlich gezeigt, daß Logik und gesunder Menschenverstand irgendwelchen öffentlich verkündeten »Wahrheiten« weichen mußten. Ich habe wenige Jahre später »Operation 9/11. Angriff auf den Globus« von Gerhard Wisnewski gelesen, der ja ursprünglich von seinem Auftraggeber WDR extra in die Staaten geschickt wurde, um der Sache auf den Grund zu gehen. Zu Anfang funktionierte das alte System da nämlich nachweislich noch, nur irgendwie eben nicht mehr allzulange. (Wisnewski und sein Kollege waren im März 2003 in den Staaten, der Film erschien im Juni desselben Jahres, und schon im September 2003 kündigte der WDR die Zusammenarbeit auf *.)

Nun, und nach Lektüre dieses Buches, da fragte ich mich, wie man die offiziell verkündete Darstellung auch nur für fünf Pfennige glauben konnte, so viele überdeutliche Hinweise auf einen komplett anderen Ablauf waren dort verzeichnet und mit Quellen dokumentiert.

Doch sogar als die Germanwings-Maschine 2015 abstürzte und man seine Mitmenschen dezent darauf hinwies, daß selbst ein an Felsen aufgeprallter Airbus noch ohne Ende identifizierbare Leichenreste übrigließ, blieben sie beharrlich bei ihrer Meinung, in den Staaten könnte ein Flugzeug auf die Erde aufprallen und komplett material- wie leichenteillos sein. So viel Ignoranz bzw. Obrigkeitsgläubigkeit muß man erst mal aufbringen.

Was passiert, wenn man solche Themen heutzutage anspricht, ist im Grunde genommen ein komplettes Abblocken. Das ich so interpretiere, daß die Leute

(a) sich nicht damit beschäftigen wollen, daß die Bösen möglicherweise die angeblich Guten sind,

(b) sich in einer aufoktroyierten Wahrheit eingerichtet haben, die zu hinterfragen sie nicht bereit sind (ob wegen der persönlichen Kosten – laut ausgesprochene unangenehme Wahrheiten können durchaus Nachteile mit sich bringen–, dem damit einhergehenden Eingeständnis, kein selbständig denkender Mensch zu sein oder weil sie dann vor der Wahl stünden, sich zwischen Wahrheit und Bequemlichkeit entscheiden zu müssen, sei dahingestellt)

c) mittlerweile sich anscheinend auch nicht mehr trauen, eine eigene Meinung zu haben, auch wenn sie das, was sie einem entgegenhalten, tatsächlich dafür halten.

Leider nehmen sie einem zusätzlich noch übel, daß man selber so viel Aufrichtigkeit und Mut besitzt, diese alternativen Theorien an- und auszusprechen und auch zu verteidigen. Denn insgeheim, sei es bewußt oder unbewußt, würden sie das wohl selber gerne tun. Was die Meinung bzw. Aussagen von öffentlichen Medien angeht, gilt da, so meine ich, genau dasselbe wie für Privatpersonen. Und ja, das alles beeinflußt das gesellschaftliche Miteinander ganz gewaltig, und nicht zum besseren. Ergebnis ist dann das, was Paul Schreyer zu Anfang dieses Textes beschreibt.

(*) https://www.telepolis.de/features/Ein-Film-ueber-den-11-9-und-seine-Folgen-3431735.html

CETZER, 12. August 2025, 17:10 UHR

"weil unsereins ja ohnehin nichts gegen den ganzen Mist unternehmen kann"

Das stimmt so nur für eine (vereinzelte) Person; Beispielsweise die großen Friedens-Demos der 80er Jahre haben schon etwas bewirkt (leider waren sie auch Steigbügel für die Olivgrünen unterm Ehren-Kommando von 'NATO-Joschka'). Ansonsten sind die im Artikel beschriebenen "kollektiven Ohnmachtsgefühle" natürlich weit verbreitet - so wie es den Kriegstreibern verdammt gut in den Kram passt.

HELENE BELLIS, 13. August 2025, 19:25 UHR

Zuerst einmal vielen Dank an Stefan Korinth für die Verlinkung des telepolis-Artikels von Harald Neuber unter den heutigen Empfehlungen. Obwohl ich dort mit Teilen meines obigen Kommentars zitiert wurde, möchte ich inhaltlich gar nicht näher darauf eingehen, sondern nur ganz allgemein sagen: Q.E.D. Zu deutsch: was zu beweisen war (wurde bewiesen).

Herr Neuber hat sich dort genau so verhalten, wie u. a. Herr Schreyer und ich das analysiert hatten. Als einziges Beispiel möchte ich bringen, daß Neuber in einem ersten Artikel von »Medien wie Multipolar, Manova, Overton oder andere[n] vergleichbare[n]« spricht, nur um Herrn Schreyer dann im zweiten Artikel vorzuwerfen, daß er seine Mail an TP, welche sich auf exakt diesen ersten Artikel bezieht, auch an Manova und Overton geschickt hat. Das klingt dann so:

«Aufschlussreich war, dass der Multipolar-Verantwortliche seine Mail auch an die Macher des Overton-Magazins und von Manova schickte. Diese Vernetzung zeigt die Geschlossenheit eines Milieus, das einander in seinen Überzeugungen bestärkt. Es ist eine sich selbst verstärkende Feedbackschleife, in der Kritik von außen nur als Bestätigung der eigenen Verfolgungsthese wahrgenommen wird.«

Jegliche weitere Interpretation überlasse ich der geneigten Leserschaft. Beide Artikel (der Link zum ersten steckt im zweiten) sind ausgesprochen erhellend, wenngleich ich die Selbstbeweihräucherung etwas anstrengend fand.

KARL REITTER, 12. August 2025, 08:40 UHR

Darf ich auf einen Text von mir zu diesem Thema hinweisen?
https://reitterk.wordpress.com/wp-content/uploads/2017/12/tabuthema-9_11.pdf

THOMAS B., 14. August 2025, 05:45 UHR

Bei allem Respekt: Ihr Text ist sauber getschendert, aber "zu den Ereignissen im September 2011" würde ich im Eingang Ihres Textes asap korrigieren. Zehn Jahre danach kommt dann schon ein wenig verspätet daher. Ansonsten danke für die Mühe.

WERNER, 12. August 2025, 17:00 UHR

Ja, auf Autopilot sind die Unkritischen und vorwiegend Mainstream-Konsumenten. Paul Schreyer, Helene Bellis und Karl Reiter ist eine (selbstkritische) Sache der Truther-Bewegung (v.a. ae911truth.org bzw. in auch ae911truth.ch) hinzuzufügen: der Irrtum mit den angeblichen basement bombs in beiden Türmen, kurz vor dem Einschlag der Flugzeuge. Abgesehen davon, daß davon im Südturm keine Rede war, (nur im Nordturm waren Deflagrationen bis hinunter in die basements durch zentral in die beschädigten Aufzugschächte gepresstes, dispersiertes Kerosin möglich). Im Südturm (durch den tieferen und seitlichen Impakt) blieben die Aufzugschächte und auch ein Treppenhaus nahezu unbeschädigt. Von daher auch die unterschiedlichen Stärken (schwächer im Südturm) in den seismischen Signalen.

Kurzum die Mär von basement Bomben in beiden Türmen aufgrund seismischer Aufzeichnungen stammt von nur einem Wissenschaftler (A. Rousseau), und dessen Annahmen hätten zum Kippen der Türme (bei basement Sprengungen) geführt. Tatsächlich aber haben wir es mit Sprengungen von oben nach unten zu tun und zwar vom Dinner core aus und mit sehr starken (thermobarischen) Sprengmitteln, was das extreme Pulverisieren der Betondecken und von 42 % der 2800 Opfer an Ground Zero (nicht mal genetischer Nachweis von Überbleibseln gelang) ziemlich sicher beweist.

http://journalof911studies.com/resources/RousseauVol34November2012.pdf

CETZER, 12. August 2025, 17:40 UHR

"Die Gesichter in der Innenstadt erschrecken durch ihren depressiven Grundcharakter"

Morgens um sieben in der Straßenbahn: Endstation Fließband-Guillotine. Doch gelegentlich reißt sich eine(r) zusammen und lächelt wie ein vom Motivationstrainer gerittenes Honigkuchenpferd: Gegen Endzeitstimmung hilft nur Daumenschrauben-Optimismus.

"Einsturz der Türme im Lichte der Baustatik"

In diesem Zusammenhang darf ich an eine 'kleine' Verschwörungstheorie erinnern, derzufolge beim Bau dieser (und anderer) Hochhäuser am Stahl (Menge und Qualität) gespart wurde, so dass Computersimulationen, die vom Soll der Architektur-Pläne ausgingen, in die Irre gingen bzw. führten. Natürlich wurde auch sowas in den Konsens-Medien klein gehalten, denn Wolkenkratzer gehören zusammen mit der Wertsteigerung umliegender Flächen (Aufwärtsspirale) zu den größten Leuchttürmen des Kapitalismus - die dürfen nicht ausgeschaltet werden.

SE, 12. August 2025, 22:55 UHR

Sie müssen zum Jesus zurück, um die Antwort auf Ihre Frage zu finden, Herr Schreyer. So alt ist das. Mindestens. Ein wirklich schlauer formulierte mir gegenüber: "Die meisten Menschen können Wahrheit nicht ertragen". (Ich halte mich ab nun hier fern.)

G. HOFMANN, 13. August 2025, 08:00 UHR

Ich denke, es ist etwas komplex Menschliches. Die meisten Menschen stehen ungern außerhalb der Gesellschaft, ecken ungerne an. Mir als Rentner reicht schon kaum die Zeit, mich zu bestimmten Themen (endlos vielen) halbwegs umfassend zu informieren. Kaum jemand will es hören, weil es Unruhe schafft. "Woher willst Du das wissen"? Nennt man Quellen "Ach sowas liest Du - kein Wunder". Man stellt sich selbst außerhalb der Gesellschaft. Man fragt sich selbst, was stimmt denn jetzt?

Die Menschen wollen ihre Ruhe, haben gar nicht die Zeit, sich umfassend zu informieren. Der Job, die Familie, die Kids... Und selbst wenn, dann gehört man auch zu den Zweiflern, Unruhestiftern, gefährdet sich, seinen Job, die Familie ... streitet sich mit den Kids, weil die anderer Meinung sind, oder wiederum bei ihren Freunden anecken.

Politik und Medien sind da einen Pakt eingegangen. Keine Ahnung, wie, warum und wozu. Die meisten Menschen wollen halt ihre Ruhe, machen, was man ihnen sagt, WOLLEN, dass man ihnen sagt, was sie tun sollen. Iss Freitag kein Fleisch, bist Du ein guter Christ... Nachdenken kostet Energie, das Hirn braucht 20% der Energie, die wir zu uns nehmen. Warum sie verschwenden? Beim Nachdenken schwurbelt einem der Kopf. Besser lassen. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.

Dass das Ganze funktioniert, dafür gibt es genügend Beispiele in der Vergangenheit. Das größte Übel, wenn ich so nachdenke, sind die Journalisten. Die Bürger wissen nix, haben anderes zu tun. Politiker sind machtbesessen, machen ihr Ding. Aber DER JOB der Journalisten wäre, sich 8 Stunden am Tag zu informieren, und die Bevölkerung aufzuklären. DIE machen ihren Job NICHT!

SE, 13. August 2025, 09:25 UHR

@G. Hoffmann

Sie verwechseln Journalisten mit Propagandisten. Tatsächlich machen alle ihren Job absolut korrekt. Solange Menschen darauf hereinfallen, kann absolut nichts anders sein. Die Selbstlüge ist absolut menschlich.

MATTHIAS BARON, 13. August 2025, 08:55 UHR

Vor kurzem sprach ich mit einem Altlinken über Waffenlieferungen an die Ukraine, Rüstungspläne usw. Er meinte, das wär Anfang der 80er nicht gegangen. Der dadurch generierte Widerstand wäre zu stark gewesen. Das hat sich also geändert: Die Zivilgesellschaft ist heute willfährig und muckt nicht auf. Es zeigte sich schon bei 9/11. Alle nickten, keiner stellte Fragen.

Wie kann das sein? Mehr Repression? Die Menschen schwächer? Vielleicht beides. Auf jeden Fall erklärt das die allgemein gedämpfte Stimmung. Die Erkenntnisse seit 9/11 sind niederschmetternd. Die Mehrheit lässt sich alles erzählen und macht, was ihr befohlen wird. Eine dramatische Ära. Schauprozesse gegen Kritiker werden wie selbstverständlich positiv konnotiert. Was kommt als nächstes?

THOMAS B., 14. August 2025, 13:00 UHR

Fatalistisches Gedankengut. Danke, Paul Schreyer für diese Zeilen, Ihre ganze Mühe insgesamt und auch für die wunderbaren Töne während der Sommerpause.

Was mir so in den Sinn kam: Sind Lügen, Betrug und Erpressung nicht so alt wie wir als Spezies selbst? Und trainieren wir diesbezüglich nicht gerade unsere Nachkömmlinge? Eine sog. "KI" hat letzthin einem ihrer Schöpfer damit gedroht, dessen ausserehelichen Affären publik zu machen, sollte er sie mit einer neueren Version ersetzen wollen (FR) [https://lmy.de/qaZvW].

Und: Wie viele von uns haben sich in der Vergangenheit verbiegen müssen? Wie viele unserer Vorfahren haben zugeschaut, haben gekuscht, sind eingeknickt, wenn es darum ging, Missstände - wo auch immer, in der Familie, am Arbeitsplatz, im Verein oder sonstwo - offen anzusprechen? ...Und haben dann ein Leben lang unter der eigenen Schweigsamkeit gelitten? Danke an die Weltliteratur für die Aufarbeitung all dessen.

In gewissen sog. "alternativen Medien" kursiert die Weisheit, dass Uninformiertheit einem das Leben kosten kann (v.a. in Bezug auf die Plandemie, bei wohl mehreren Mio. meist einfach nur gutgläubigen nunmehr Verstorbenen, aka x-fach geboosterten Bratwurtslemmingen [mit Verlaub]). Nun, auch vor etlichen tausend Jahren war es wohl besser, einen hungrigen Säbelzahntiger nicht zur Streichelkatze machen zu wollen oder dem/der Frischling(-in?) einer Mammutkuh zu nahe zu kommen.

Zum Notruftermin (NEIN-Ilewen): Der älteste aller Hüte. Noch älter als all die alten Hüte davor. Der oder die hierbei nicht schon am Tag des Geschehens Zweifelnde ist eigentlich im Sinne von "Glückseligkeit durch Ignoranz" nur zu beglückwünschen, wenn - in viel zu vielen Fällen - wohl auch nur noch posthum, denn wer da nicht duchblickt, ist mittlerweile ziemlich sicher auch Teil einer neuen, genetisch anderen Spezies, verdammt zum Aussterben gemäss eines auf russischem Roulette basierenden Programms [der Russe ist immer der Böse]. Die genauen Umstände zu NEIN-Ilewen sind nicht massgebend. Auch nicht die tanzenden Israelis. Hauptsache ist meines Erachtens - wie auch im Falle aller darauffolgenden PsyOps - die Empörung, für völlig verblödet angesehen zu werden. Und da geht es dann schlussendlich um Würde und um Stolz.

Da soll doch jeder (-in?) selber entscheiden, ob er dafür auf die Strasse will. Tipp: JA.

Jemand hat mir an einem Friedensfestival einmal erklärt, die "Amis" hätten eh schon lange eine Waffe, mir der sie die Sonne ausknipsen können, und dann wäre eh alles vorbei, von einem Moment zum anderen. Worum es denn schade wäre, habe ich ihn gefragt. Da war er still.

Was bleibt? Alles. Du. Immer. Was vergeht? Nichts. Ein Gramm DNA speichert 18 Mio. Terrabyte.

Mit besten Grüssen aus Potentatengeldverwaltistan, einem Land, welches unbedingt einer Demokratisierung bedarf.

GUTEN MUTES, 2. September 2025, 00:20 UHR

Auf Autopilot, das ist treffend. Ich erlebe die Situation manchmal wie eine Schlinge, aus der kaum ein Entrinnen ist – auch wegen der nicht endenwollenden Krisenberichterstattung, die uns keine Zeit gibt, uns von vergangenen Krisen zu erholen. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir neben der kritischen Reflexion dessen, was geschieht, immer öfter auch auf andere Nachrichten setzen. Solche, die unserer Erfahrung von Ohnmacht Selbstwirksamkeit entgegensetzen. Ihre Artikel zu Humus und regenerativer Landwirtschaft sowie zu den Stromgenossenschaften waren für mich Lichtblicke. Vielleicht könnte man noch mehr in die Richtung unternehmen? Und z.B. über Friedensaktivitäten der Kirchen, Moscheen und buddh. Zentren berichten? Über das European Peace Project, über Heilbiotope und die Momo-Bewegung... ?

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